Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 1800: Gustav Vorherr wird Leiter des gräflich Görtzschen Bauwesens in Schlitz
    Im Jahr 1800 wird der Architekt und Stadtplaner Gustav Vorherr (1778–1848) von Graf Carl Heinrich von Schlitz, gen. Görtz (1752–1826) zum Leiter des gräflichen Bauwesens in Schlitz ernannt. In dessen Auftrag leitet er dort unter anderem den Umbau des nach Plänen von Louis Remy de La Fosse (1659–1726) errichteten Schlosses Hallenburg mit seinen Nebengebäuden.|1804 wurde Vorherr durch ... »Details
  2. 11. Juli 1800: Auseinandersetzungen zwischen kurmainzischen und französischen Truppen in Offenbach
    Am 11. Juli 1800 kommt es zu heftigen Gefechten zwischen deutschen und französischen Truppen, in deren Verlauf die Franzosen nach Straßenkämpfen in der Offenbacher Kanalstraße (heute Kaiserstraße) vorübergehend aus der Stadt vertrieben und bis nach Sachsenhausen zurückgedrängt werden. Zwei gefallene Franzosen, zwei Würzburger Soldaten und ein Szekler Husar werden in Offenbach ... »Details
  3. 14. Juli 1800: Die Universität Gießen erhält einen forstbotanischen Garten
    Von Landgraf Ludwig X. (1753–1830) wird der Universität Gießen der Amtsgarten zur Anlage eines forstbotanischen Gartens überwiesen, der unter Anleitung von Friedrich Ludwig Walther (1759–1824) hergestellt wird. Walther wird auch erster Direktor des Forstbotanischen Gartens der Universität.(LV) ... »Details
  4. 22. August 1800: Karl Renatus Freiherr von Senckenberg stiftet der Universität Gießen seine Bibliothek
    Karl Renatus Freiherr von Senckenberg († 19. Oktober 1800) vermacht der Universität Gießen sein Wohnhaus am Brand, seine Bibliothek (ca. 16.000 Bände sowie rund 900 wertvolle Handschriften) und 10.000 Gulden, deren Zinsen zur Besoldung des Bibliothekars, der freie Wohnung genießen soll, und eines Dieners verwendet werden sollen. Als Bibliothekar soll der jüngste Professor der Rechte oder ... »Details
  5. 31. Oktober 1800: Promotion von Karl von Savigny in Marburg
    Friedrich Karl von Savigny (1779–1861) erhält mit seiner Promotion in der Juristischen Fakultät die Berechtigung, Vorlesungen an der Marburger Universität abzuhalten. ... »Details
  6. 9. Februar 1801: Der Friede von Lunéville bringt territoriale Verschiebungen in Hessen
    Durch die Bestimmungen des zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich unter dem römisch-deutschen Kaiser Franz II. unterzeichnete Friedensschluss wird der Rhein zur Ostgrenze Frankreichs. Alle linksrheinischen Fürsten sollen aus den säkularisierten rechtsrheinischen Gebieten entschädigt werden. Damit verbunden ist auch das Ende des Mainzer Kurstaats: Das Oberamt Amöneburg mit den ... »Details
  7. 21. Juni 1801: Feier zur Fertigstellung der „Löwenburg“ bei Schloss Wilhelmshöhe
    Am 21. Juni 1801 wird die Fertigstellung des burgartigen Baukomplexes der Löwenburg auf einem Plateau im Schlosspark von Kassel-Wilhelmshöhe mit einem Gottesdienst in der Burgkapelle gefeiert.|Die Idee einer künstlichen Ruine für den Schlosspark verfolgte Heinrich Christoph Jussow (1754–1825) im Auftrag von Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) bereits seit 1788. Der Standort für die Ruine ... »Details
  8. 9. August 1801: Aufruhr gegen die Sachsenhäuser Bäcker
    Am Sonntag dem 9. August 1801 kommt es in Sachsenhausen zu einem Vorfall, der als „Aufruhr“ gegen die Sachsenhäuser Bäcker in den Kriminalakten der Reichsstadt Frankfurt aktenkundig wird. „Ein wüthender Haufe, besonders aus Weibern und grossen Buben bestehend, rottete sich zusammen, und stürmte die Bäckerladen in Sachsenhausen“ schildert der Kaufmann Samuel Gottlob Gottlob Finger ... »Details
  9. 1802: Säkularisierung des Fürstbistums Fulda
    1802 wird das Fürstbistum Fulda als Staat aufgehoben. Die kirchliche Organisation bleibt bestehen, verwaltet durch Bischof Adalbert von Harstall (1737–1814) bis 1814, im Anschluss durch einen apostolischen Vikar, anerkannt durch das Kurfürstentum Hessen-Kassel.(RKr) ... »Details
  10. 1802-1832: Tätigkeit von Juden in Landwirtschaft und Handwerk
    Die jüdische Bevölkerung war über Jahrhunderte hinweg starken wirtschaftlichen Beschränkungen ausgesetzt. Nur wenige Juden arbeiteten im Handwerk, da sie von den Zünften ausgeschlossen waren. Auch in der Landwirtschaft waren sie kaum tätig, weil Landbesitz in vielen Gegenden verboten war. Zu den Haupterwerbszweigen zählten der Handel und das Kreditwesen. Der Trödel- und Hausierhandel war ... »Details
  11. 30. April 1802: Immatrikulation von Jacob Grimm an der hessischen Landesuniversität Marburg
    Am 30. April 1802 wird der in Hanau geborene Jacob Grimm (1785–1863), der in Kassel das Lyceum Fridericianum absolviert hatte, als Student der Rechte an der Universität Marburg immatrikuliert. Hier begegnet er dem jungen Juraprofessor Friedrich Karl von Savigny (1779–1861), dessen geschichtliches Verständnis des Rechts ihn sehr beeindruckt. Zudem kommt er durch diesen in Kontakt mit dem ... »Details
  12. 14. Juni 1802: Geständnis von Johannes Bückler „Schinderhannes“ in Frankfurt
    Johannes Bückler (1777–1803) gesteht im Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main, der landesweit bekannte „Schinderhannes“ zu sein. Der ehemalige Scharfrichtergehilfe wurde am 8. Juni 1802 als „Rekrut Jakob Schweikards“ im „Weberhaus“ in Limburg an der Lahn verhaftet und über Wiesbaden in das Rekruten-Zentraldepot in Frankfurt gebracht. Nach dem Prozess wird Bückler mit zwei ... »Details
  13. 2. September 1802: Einnahme der Reichsstadt Friedberg durch Friedrich Justinian von Günderrode
    Der Geheimrat Friedrich Justinian von Günderrode (1965–1845) führt eine provisorische Besitzergreifung der Reichsstadt Friedberg zu Gunsten von Hessen-Darmstadt durch. Ihn unterstützen dabei Soldaten des Leibgarderegiments. Die Aktion wird als Vorgriff des Reichsdeputationshauptschlusses angesehen. 1803 fallen im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses die Stadt Friedberg, 1806 auch die Burg ... »Details
  14. 10. September 1802: Darmstädtische Soldaten besetzen „Entschädigungsland“ der Grafschaft Hanau-Lichtenberg
    Nur wenige Tage zuvor war der „Entschädigungsplan“ mit der Abtretung der ländlichen, linken Gebiete des Rheinufers an Frankreich veröffentlicht worden, auch wenn der „Hauptschluss“ der Reichsdeputation erst am 25. Februar 1803 erfolgen wird. Daraus resultierte die hessen-darmstädtischen Besetzung der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, also die kurmainzischen und bischöflichen, wormsischen ... »Details
  15. 22. Oktober 1802: Adalbert von Harstall verzichtet auf das Fürstbistum Fulda
    Nach der Besetzung durch preußische Truppen verzichtet Fürstbischof Adalbert III. von Harstall (1737–1814) am 22. Oktober 1802 auf das von ihm seit 1788 regierte Fürstbistum Fulda.|In den 1801 begonnenen Verhandlungen für den 1803 gefassten Reichsdeputationshauptschluss war die weltliche Landesherrschaft Fürst Wilhelm V. von Oranien-Nassau (1748–1806) zugesprochen worden, der sie am 29. ... »Details
  16. 6. Dezember 1802: Einzug von Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien in Fulda
    Nachdem preußische Truppen Fürstbischof Adalbert III. von Harstall (1737–1814) am 22. Oktober 1802 zum Verzicht auf das Bistum Fulda gezwungen hatten, rückt der Schwiegersohn des preußischen Königs Prinz Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien (1772–1843), der spätere König Wilhelm I. der Niederlande, am 6. Dezember 1802 in Fulda ein. ... »Details
  17. 1803: Landgraf Ludwig X. verhindert den Abriss der Torhalle in Lorsch
    Mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom Februar 1803 waren das Oberamt Starkenburg mit Lorsch und dem ehemaligen karolingischen Kloster an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt gelangt.|Von den Klostergebäuden war damals nicht mehr viel erhalten, da sie jahrzehntelang als Steinbruch gedient hatten. Die um 900 erbaute Torhalle (auch Königshalle genannt), deren ursprüngliche Funktion unklar ist, ... »Details
  18. 1803: Aufhebung des Juden-Leibzolls an den Grenzen Offenbachs
    In den meisten hessischen Gebieten wird die Regelung des Juden-Leibzolls, angelehnt an dem französischen Vorbild, abgeschafft. In Offenbach am Main bemüht sich der isenburgische Hoffaktor Wolf Breidenbach (1750–1829) um die Aufhebung eben dieses Juden-Leibzolls an den Grenzen, was ihm gelingt.(StH) ... »Details
  19. 1803: Säkularisierung im Herzogtum Hessen-Nassau
    1803 werden im Gebiet des Herzogtums Nassau alle Klöster aufgehoben, insgesamt 18 Männer- und acht Frauenklöster. § 35 des Reichsdeputationshauptschlusses übergibt den Besitz der Klöster den jeweiligen Landesherren. Der Auflösungsprozess zieht sich bis 1817 hin. In diesem Jahr wird das letzte Kloster der Franziskanerinnen in Limburg vom Herzogtum Nassau übernommen.(RKr) ... »Details
  20. 1803: Schulordnung für Ober- und Niederhessen
    Mit der Schulordnung für Ober- und Niederhessen wird die Schulpflicht für Kinder zwischen dem siebten und 14. Lebensjahr eingeführt. Die Schulaufsicht wird durch die Geistlichen in jährlichen Visitationen durchgeführt. Religiöse Themen beherrschen den Unterricht, in „weltlichen“ Unterrichtsgegenständen wird eine Gefährdung des Glaubens gesehen. Zur Verbesserung der Lehrerausbildung ... »Details