Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Contemporary History in Hessen - Data · Facts · Backgrounds

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  1. 1. Januar 1940: Inkrafttreten der »Studentischen Dienstpflicht«
    Auf Erlass des nationalsozialistischen Reichsstudentenführers Gustav Adolf Scheel (1907–1979) wird zum 1. Januar die »Studentische Dienstpflicht« eingeführt, die von allen Studierenden in den ersten drei Semestern abgeleistet werden muss. Scheel kündigt an, dass die universitäre Ausbildung durch den Krieg auch unterbrochen werden könne.(OV) ... »Details
  2. 13. Januar 1940: Gastspiel der Frankfurter Bühnen in Barcelona
    Die Städtischen Bühnen der Stadt Frankfurt am Main gastieren mit Aufführungen der Oper Frankfurt unter Leitung ihres Generalintendanten Hans Meissner (1896–1958) am Gran Teatro del Liceo in der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Auf dem Programm steht der gesamte Opernzyklus »Der Ring des Nibelungen« von Richard Wagner (1813–1883) und andere Werke des deutschen Komponisten und ... »Details
  3. 21. Januar 1940: Gestapo erzwingt Stempelung der Lebensmittelmarken jüdischer Einwohner
    Die Frankfurter Gestapo erzwingt in einer Kontroverse mit dem Oberbürgermeister, dass die nur in zehn Einkaufsstellen gültigen Lebensmittelkarten jüdischer Einwohner mit »J« gestempelt werden.(OV) ... »Details
  4. Anfang Februar 1940: Gerüchte über Abwurf von Bezugskarten für Lebensmittel durch die Alliierten
    Nach dem Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands gibt es im Reich Meldungen über einen Handel mit Lebensmittelkarten und Gerüchte über einen Abwurf von Bezugskarten durch die Alliierten: Für den schwunghaften Handel mit Karten ist der folgende Bericht aus Südwestdeutschland kennzeichnend: Hier kursierten Anfang Februar Gerüchte, daß die englischen und französischen Flieger in großen ... »Details
  5. 5. Februar 1940: Geheimer Bericht über die Lage an den Hochschulen
    Die »Meldungen aus dem Reich« des Sicherheitshauptamts der SS vom 4. Februar 1940 geben einen geheimen Bericht über die Lage an der Hochschulen im ersten Trimester 1940. Dabei wird hervorgehoben, dass sich die Wiedereröffnung sämtlicher Hochschulen nach allen bisherigen Meldungen und Berichten günstig ausgewirkt hat. An allen Hochschulen wird der Lehr- und Forschungsbetrieb als gesichert ... »Details
  6. 6. März 1940: Weiterhin umfangreiche feindliche Flugblattpropaganda auch in Hessen
    Das Reichssicherheitshauptamt der SS berichtet in seinen »Meldungen aus dem Reich« vom 6. März 1940: Der Umfang der feindlichen Flugblattpropaganda ist nach wie vor sehr groß. Zu den Orten in vielen Teilen des Reiches, an denen in den letzten Tagen feindliche Flugblätter abgeworfen und gefunden wurden, gehören der Kreis Orb und südliche Stadtteile von Frankfurt. Im allgemeinen würden die ... »Details
  7. 17. März 1940: Premiere des Kultur-Werbefilms »Die Stadt im Walde« in Darmstadt
    Im Helia-Filmtheater in Darmstadt wird in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger (1884–1945) zum ersten Mal der im Sommer 1938 gedrehte und kürzlich fertiggestellte Kultur-Werbefilm »Die Stadt im Walde« gezeigt, mit dem die Stadt Darmstadt für sein sehenswertes Stadtbild und die große Zahl kultureller Errungenschaften und Sehenswürdigkeiten wirbt.(KU) ... »Details
  8. 20. März 1940: Gerüchte über die Rückkehr Kaiser Wilhelms II. ins Reich
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich, das schon seit längerer Zeit kursierende Gerücht, dass der frühere Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) jetzt im Reich wohne, verbreite sich beständig in allen Teilen des Reiches weiter. Man bezeichne dabei meistens bestimmte Orte, darunter Kassel, Heidelberg und kleinere Ortschaften in Schlesien als seinen jetzigen ... »Details
  9. 29. März 1940: Weiterhin feindliche Flugblattabwürfe auch über Kurhessen
    Der Sicherheitsdienst der SS meldet, es gebe weitere Meldungen über feindliche Flugblattpropaganda. Die Westmächte hätten offenbar die Osterfeiertage zu ausgedehnter Flugzettelpropaganda im ganzen Reichsgebiet genutzt. Es würden jetzt Flugblattfunde aus Pommern, Sachsen und Kurhessen gemeldet. Die Zettel würden aus Flugzeugen, zum Teil aber auch aus Propagandaballons abgeworfen. Die Wirkung ... »Details
  10. 31. März 1940: Gestapo-Statistik über Juden in Frankfurt
    Nach einer auf den heutigen Tag terminierten Aufstellung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) sind in der Zeit vom 1. April 1939 bis zum 31. März 1940 aus Frankfurt am Main rund 8.500 Juden »ausgewandert«, davon im ersten Vierteljahr 1940 500. Die Zahl der in Frankfurt gegenwärtig verbliebenen jüdischen Einwohner wird in der Aufstellung mit 11.500 angegeben.(OV/KU) ... »Details
  11. 1. April 1940: Einführung der Sommerzeit
    Im Reich wird die Sommerzeit eingeführt. ... »Details
  12. 9. April 1940: Abstellung von älteren SS-Angehörigen zur Verwaltung eingezogenen Kirchenguts
    In einem geheimen Schreiben wendet sich der Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD (Sicherheitsdienst des Reichsführers SS), in Wiesbaden an das Hauptfürsorge- und Versorgungsamt der SS in Berlin. Er weist darauf hin, dass der Deutsche Reichsverein für Volkspflege und Siedlungshilfe e.V. in Berlin, der mit Einverständnis des Reichsführers SS (Heinrich Himmler) gegründet worden sei, ... »Details
  13. 6. Mai 1940: Bericht über die Finanzierung wissenschaftlicher Arbeit im Krieg
    Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten über die Probleme der Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeit an den Universitäten im Krieg. Aus verschiedenen Hochschulorten werde gemeldet, dass die Mittel der einzelnen Institute bisher nirgends so gekürzt worden seien, daß die Durchführung kriegswichtiger Forschungsarbeiten entscheidend in Frage gestellt worden wäre, wenn ... »Details
  14. 12. Mai 1940: Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin eröffnet. Die Tagung steht unter dem Thema »Medizin im Dienst der Arbeitsfähigkeit«.(OV) ... »Details
  15. 23. Mai 1940: Bericht über die angespannte Ernährungslage und den Gemüsemangel im Reich
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich vom 23. Mai von Stimmen aus der Bevölkerung zur Ernährungslage. So lägen über die mangelhafte Gemüseversorgung in verschiedenen Gebieten des Reiches neue Meldungen vor, darunter aus Kassel. Dort sei die Versorgungslage bei Gemüse sehr ungünstig und das Schlangestehen sei nach wie vor an der Tagesordnung. ... »Details
  16. 27. Mai 1940: Zeitweilige Abschaltung der Radiosender während des Westfeldzugs
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich, das Abschalten der Radiosender in Westdeutschland aus militärischen Gründen (während des Westfeldzugs vom 10. Mai bis 25. Juni) werde in der Bevölkerung absolut verstanden. So werde aus Kassel gemeldet: Nach der Bekanntgabe, daß einzelne Sender aus militärischen Gründen zeitweise ihre Sendungen unterbrechen ... »Details
  17. 30. Mai 1940: Bericht über die Mitwirkung von Wissenschaftlern an der Kriegspropaganda
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich unter anderem über die politische Aufklärungsarbeit durch das Vortragswesen. Auch im laufenden Trimester würden an den Universitäten, zum Beispiel in Frankfurt am Main, Gießen und Marburg die öffentlichen Vortragsreihen fortgesetzt. Während im vergangenen Trimester vor allem die Vertreter der ... »Details
  18. 30. Mai 1940: Bericht über einen Vortrag der Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer in Marburg
    In einer geheimen Meldung des SS-Sicherheitsdienstes vom 30. Mai wird berichtet, in Dortmund, Bochum und Marburg habe in letzter Zeit die ehemalige demokratische Reichstagsabgeordnete Gertrud Bäumer1=Gertrud Bäumer (1873–1954) war seit Beginn des 20. Jahrhunderts zum Teil in führender Position in der bürgerlichen Frauenbewegung tätig. Für die Deutsche Demokratische Partei (DDP), die sie ... »Details
  19. 30. Mai 1940: Berichte über eine schlechte Versorgung mit Kartoffeln
    Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten von der schlechten Versorgung der Bevölkerung im Reich, vor allem mit Kartoffeln:Wie aus Frankfurt am Main neuerdings gemeldet werde, sei die Kartoffelversorgung nach wie vor sehr ungünstig. Nach Einführung der sogenannten Kartoffelkarte sei allgemein erwartet worden, daß eine geregelte und gerechte Verteilung durchgeführt werde. ... »Details
  20. 4. Juni 1940: Erster Angriff der britischen Luftwaffe auf Frankfurt
    Der in der Nacht auf den 4. Juni, morgens zwischen 1:20 Uhr und 2:30 Uhr stattfindende erste Angriff der britischen Luftwaffe (Royal Air Force) auf die hessische Großstadt Frankfurt am Main1=Bereits vor dem Bombardement am 4. Juni 1940 waren in Frankfurt am Main Luftschutzübungen durchgeführt worden und es war zu Überflügen alliierter (englischer) Flugzeuge gekommen, ohne das die Maschinen ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde