Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Contemporary History in Hessen - Data · Facts · Backgrounds

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  1. 1910-1913: Übersiedlung von Juden aus Polen nach Offenbach
    In den Jahren 1910 bis 1913 siedeln rund 1.100 Juden aus den österreichischen und russischen Teilen Polens nach Offenbach am Main über. ... »Details
  2. 8. Januar 1910: Versammlung fordert Übertragung des Reichswahlrechts auf Preußen
    In Frankfurt am Main tritt eine Versammlung des Nationalsozialen Wahlvereins, des Demokratischen Vereins und des Vereins der Fortschrittsparteien zusammen. Die Versammlung nimmt eine Resolution an, mit der die Übertragung des Reichswahlrechts auf Preußen und eine Neubegrenzung der Wahlkreise nach der Bevölkerungszahl gefordert wird.(OV) ... »Details
  3. 19. Januar 1910: Hessische Regierung beschließt Schuldentilgung durch Eisenbahneinnahmen
    Die Regierung des Großherzogtums Hessen beschließt, die Schulden dadurch zu tilgen, dass sie die Einnahmen aus den Eisenbahnen vom Staatshaushalt abtrennt und vorrangig für die Schuldentilgung verwendet.(OV) ... »Details
  4. 21. Januar 1910: Finanzminister des Großherzogtums gibt Erklärung zur Verwaltungsvereinfachung ab
    Der Finanzminister des Großherzogtums Hessen, Dr. Feodor von Gnauth (1854–1916) gibt im Finanzausschuss der Zweiten Kammer des Hessischen Landtags (Landstände des Großherzogtums Hessen) und in der Presse eine Erklärung zu den Verdächtigungen einiger Mainzer, Wormser und Darmstädter Zeitungen ab, er habe über die beantragte Vereinfachung der Staatsverwaltung seinen Spott getrieben. Gnauth, ... »Details
  5. 14. Februar 1910: Hessischer Landtag lehnt zweijährige Haushaltsperiode ab
    Die Zweite Kammer des Hessischen Landtags lehnt den Antrag des nationalliberalen Abgeordneten August Noack (1857–1926) ab, die Haushaltsperiode von ein auf zwei Haushaltsjahre zu verlängern.(OV) ... »Details
  6. 15. Februar 1910: Diskussionen über Haushalt 1910 im Hessischen Landtag
    Die Finanzausschüsse beider Kammern des Hessischen Landtags diskutieren in einer gemeinsamen Sitzung die Vorschläge des Finanzausschusses der Ersten Kammer zur Sanierung der hessischen Finanzen und den Entwurf für den Haushalt 1910. Beide Vorlagen werden zum Teil heftig kritisiert. Die Vorlage des Finanzausschusses der Ersten Kammer erklärt den Entwurf der Zweiten Kammer betr. einen Zuschlag ... »Details
  7. 17. Februar 1910: Proteste gegen Universitätsgründung in Frankfurt
    In der Universitätsstadt Marburg protestieren Studenten (vergeblich) gegen die geplante Gründung einer Universität in Frankfurt am Main, die als Bedrohung für die Marburger Universität gesehen wird. ... »Details
  8. 17. Februar 1910: Blutige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei in Frankfurt
    In Frankfurt am Main finden fünf sozialdemokratische Protestveranstaltungen gegen das Vorgehen der Polizei am sogenannten Wahlrechtssonntag statt. Es kommt zu Zusammenstößen, wobei zahlreiche Demonstranten und Polizisten verletzt werden. ... »Details
  9. 25. Februar 1910: Rücktritt des hessischen Finanzministers Gnauth
    Der großherzoglich-hessische Finanzminister Dr. Feodor von Gnauth (1854–1916) tritt zurück, weil der Finanzausschuss der beiden Kammern des Hessischen Landtags (Landstände des Großherzogtums Hessen) am Vortag einem von ihm vorgelegten Entwurf eines Amortisationsgesetzes nicht zugestimmt hatte, mit dessen Hilfe eine Tilgung der Staatsschuld mit jährlich 3/5 Prozent (0,6 Prozent) in 56 Jahren ... »Details
  10. 26. Februar 1910: Dr. Ernst Braun neuen Finanzminister im Großherzogtum Hessen
    Nach dem Rücktritt des hessischen Finanzministers Dr. Feodor von Gnauth (1854–1916) am 25. Februar übernimmt der bisherige Innenminister Dr. Ernst Albrecht Braun (1857–1916) das Amt des Finanzministers. An seiner Stelle wird der bisherige Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen, Friedrich Hombergk zu Vach (1857–1935), das Amt des Innenministers.(OV) ... »Details
  11. 27. Februar 1910: Großkundgebung zur Wahlrechtsfrage in Frankfurt
    An einer Großkundgebung zur Wahlrechtsreform, die von der SPD, der Fortschrittlichen Volkspartei (FVP) und anderen demokratischen Verbänden auf der Hundswiese in Frankfurt am Main veranstaltet wird, nehmen 60.000 Menschen teil. Dazu hat möglicherweise auch beigetragen, dass die Polizei gegen Kundgebungen und Protestzüge der SPD am 13. und 17. Februar mit Gewalt gegen die Demonstranten ... »Details
  12. 2. März 1910: Annahme der Novelle zum Urkundenstempelgesetz im Hessischen Landtag
    Die Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen (des Hessischen Landtags) in Darmstadt nimmt eine erneute Novelle zum Urkundenstempelgesetz an. Darin wird unter anderem der Stempel für den Kommerzienrattitel auf 3.000 Mark festgesetzt. Das Hessische Gesetz über den Urkundenstempel von 1899 war in der Vergangenheit wiederholt geändert worden. Es regelt die Stempelpflicht (das heißt ... »Details
  13. 9. März 1910: Debatte über die Denkmalpflege im Hessischen Landtag
    Im Hessischen Landtag wird über die Denkmalpflege im Großherzogtum debattiert. Der zuständige Ausschuss hat das Haushaltskapitel Denkmalpflege bereits um 10.000 Mark gekürzt. Der nationalliberale Abgeordnete Georg Schönberger (1838–1923) schlägt vor, die Denkmalpflege für zehn Jahre einzustellen. Er führt sehr drastische Beispiele für den aus seiner Sicht zu weit gehenden Denkmalschutz ... »Details
  14. 1. April 1910: Vergrößerung der Stadt Frankfurt durch Eingemeindungen und Auflösung des Landkreises Frankfurt
    Durch die Eingemeindung von elf Orten des 1886 gebildeten Landkreises Frankfurt im Regierungsbezirk Wiesbaden der preußischen Provinz Hessen-Nassau wird die Stadt Frankfurt am Main zur flächengrößten Stadt im Deutschen Reich.0=Dabei handelt es sich um Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Eschersheim, Ginnheim, Hausen, Heddernheim, Niederursel, Praunheim, Preungesheim und Rödelheim. Bereits zuvor ... »Details
  15. 9. April 1910: Hauptversammlung des Vereins für Schulreform in Wiesbaden
    In Wiesbaden findet die Hauptversammlung des 1889 gegründeten Vereins für Schulreform statt. Hauptthema der Tagung ist der »bürgerlichen Unterricht an höheren Schulen«. Der Vorsitzende des Vereins, der Danziger Professor Dr. Ernst Lentz (geb. 1857), legt praktische Leitsätze zur Eingliederung des bürgerlichen Unterrichts in den Lehrplan der höhern Schulen vor.(OV) ... »Details
  16. 14. April 1910: Unterrichtsbeginn der Odenwaldschule in Oberhambach
    An der neueröffneten Odenwaldschule in Ober-Hambach beginnt der Unterricht. Gründer der Odenwaldschule ist der deutsche Reformpädagoge Paul Geheeb (1870–1961). ... »Details
  17. 18. April 1910: Paul Ehrlich berichtet über Erfolge mit dem Syphilis-Heilmittel Salvarsan
    Der deutsche Arzt und Nobelpreisträger Paul Ehrlich (1854–1915) stellt auf dem Internistenkongress in Wiesbaden zusammen mit seinem Assistenten Sahachiro Hata (1873–1938) die Erfolge seines Präparats Salvarsan (Arsphenamin) bei der Behandlung der Syphilis vor. Unterstützt werden die beiden Wissenschaftler von dem Internisten Ernst Schreiber (1868–1929), dem Leiter der Hautklinik in ... »Details
  18. 22. April 1910: Parade von Militärluftschiffen vor dem Kaiser in Bad Homburg
    Um dem in Bad Homburg weilenden Kaiser Wilhelm II. die Bedeutung der der Einsatzfähigkeit der Luftschiffe zu präsentieren werden drei Militärluftschiffe aus Köln in den Kurort am Taunus entsandt, die vor dem Kaiser paradieren. Beim Rückflug am 25. April wird eines der Luftschiffe bei Weilburg durch einen Sturm zerstört.(OV) ... »Details
  19. 25. April 1910: Absturz des Luftschiffs Z II bei Weilburg
    Das drei Tage zuvor stolz dem Kaiser präsentierte Luftschiff Z II reißt sich bei starken Wind bei einem Halt in Limburg los und wird führerlos nach Osten abgetrieben. Es zerschellt wenig später an einem Berg bei Weilburg über der Eisenbahnlinie Gießen-Limburg. Menschen kommen nicht zu Schaden.(OV) ... »Details
  20. 25. April 1910: Eröffnung des 44. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    In Wiesbaden wird um 18 Uhr im Kommunallandtags-Sitzungssaal des Landeshauses der 44. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden durch eine Ansprache des stellvertretenden Königlichen Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Wilhelm von Meister (1863–1935) eröffnet: ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde