Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Regesten der Landgrafen von Hessen

1462 Januar 1

Bündnis zwischen Erzbischof Diether von Mainz und Landgraf Heinrich III.

Regest-Nr. 11960

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Abschriften: MIB 29, fol. 204a-205b.
Abschrift der Bestätigungsurkunde Landgraf Heinrichs: MIB 29 fol. 135a-137a.
Regesten: Menzel, Urkundliche Mittheilungen, S. 198 f. Nr. 160; Gundlach, Mainzer Stiftsfehde, S. 68/69 Nr. 3.
Regest
Frankfurt. - Erzbischof Diether bekennt, daß er sich wegen der ihm vom Erzbischof Adolf drohenden Gefahr mit dem Landgrafen Heinrich in der Weise verbinde, daß der Landgraf dem Erzbischof Diether gegen dessen jetzige und zukünftige Widersacher beistehen solle in aller maßen als ob es sin eygene sach were. Was Landgraf Heinrich den vianden ann slossen, stetten, dorffern ader andern angewonnen ader gebrantschatzt wurde, das sall alles uns (nämlich Diether) ... auch alle gefangen zu unsern handen ane wegerung gestalt und gegeben werden sonder inrede und geverde, ußgescheyden was in die beut gehort. Nur über die Gefangenen, die Heinrich auf eigene Faust macht, soll er verfügen dürfen. Er soll sich ferner mit Erzbischof Adolf nicht verbinden ohne Diethers Einwilligung. Andererseits verspricht Diether dem Landgrafen am 2. Februar 1462 1000 rheinische Gulden zu zahlen und gestattet ihm Battenberg, burg und stat, Rosental, Melnaw burge und teler und Wetther halb, die andere helffte bereydt unsers lieben swagers ist, und auch den halben zehenden von dem dorff Martorff von den Schenken von Schweinsberg und von den von Hatzfeld, denen sie verpfändet seien, zu lösen, vorbehaltlich der Wiedereinlösung nach ein Vierteljahr vorher nach Marburg ergangener Kündigung für 8000 rhein. Gulden Frankfurter Währung, unbeschadet der von alters her zwischen Mainz und Hessen bestehenden Erbeinigung. - Landgraf Heinrich sei nicht verpflichtet, Hilfe zu leisten gegen seine Brüder Ludwig, Hermann und Friedrich, die Herzöge von Sachsen, Landgrafen zu Thüringen, Markgrafen zu Meißen, die Markgrafen von Brandenburg, die Grafen zu Waldeck, den Grafen Johann von Nassau und Vianden, den Grafen Philipp von Nassau-Saarbrücken und dessen Sohn Johann.

Wortlaut der Datierung

Dat. Frankfurt, am nuwen jarstag 1462.

Nachweise

Ausstellungsort

Frankfurt a.M.

Aussteller

Mainz, Erzbischöfe, Diether von Isenburg

Empfänger

Hessen, Landgrafen, Heinrich III.

Weitere Personen

Mainz, Erzbischöfe, Adolf II. von Nassau · Schenk zu Schweinsberg, die · Hatzfeld, die von · Hessen, Landgrafen, Ludwig II. · Köln, Erzbischöfe, Hermann IV. von Hessen · Hessen, Landgrafen, Friedrich, Sohn Heinrichs III. · Sachsen, Herzöge · Thüringen, Landgrafen · Meißen, Markgrafen · Brandenburg, Markgrafen · Waldeck, Grafen · Nassau-Weilburg, Grafen, Johann III. · Nassau-Weilburg, Grafen, Philipp II. · Nassau-Saarbrücken, Grafen, Johann II.

Weitere Orte

Mainz, Erzbischöfe · Vianden · Battenberg/Eder, Burg · Battenberg/Eder · Rosenthal (Landkreis Waldeck-Frankenberg) · Mellnau (Landkreis Marburg-Biedenkopf), Burg · Mellnau (Landkreis Marburg-Biedenkopf), Tal · Wetter (Landkreis Marburg-Biedenkopf) · Mardorf (Großenmardorf) (Schwalm-Eder-Kreis) · Marburg · Frankfurt, Währung · Sachsen, Herzöge · Thüringen, Landgrafen · Meißen, Markgrafen · Brandenburg, Markgrafen · Nassau, Grafen · Waldeck, Grafen

Sachbegriffe

Mainzer Stiftsfehde · Grafen · Herzöge · Hilfe, militärische · Dörfer · Burgen · Städte · Brandschatzungen · Fehden · Währungen, Rheinische Gulden · Währungen, Frankfurter · Pfänder, Einlösungsrecht an · Zehnte · Schwäger · Kündigungsfristen · Brüder

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Gundlach, Mainzer Stiftsfehde

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 11960 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/11960> (Stand: 14.10.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde