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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
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- 2000
- 26. Juli 1952: Neue Sendemasten des Hessischen Rundfunks auf dem Hohen Meißner
Der Hessische Rundfunk weiht seine neuen Sendeanlagen auf dem 753 Meter hohen Hohen Meißner ein. Sie sollen nicht nur den Empfang in Nordhessen verbessern, sondern auch ein „Bollwerk“ gegen die Sender der DDR sein. HR-Intendant Eberhard Beckmann (1905–1962) sagt anlässlich der Inbetriebnahme: „Wir wünschen, daß auch drüben die Stimme der Freiheit gehört werden kann.“0=Zitiert nach ... »Details - 27. Juli 1952: Frankfurter Leichtathlet gewinnt Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen
Der mehrfache Deutsche Meister im 800-Meter-Lauf, Heinz Ulzheimer (1925–2016) von Eintracht Frankfurt gewinnt bei den Olympischen Sommerspielen in Helsinki zwei Bronzemedaillen. ... »Details - 28. Juli 1952: Hessische Arbeitgeber protestieren gegen Änderungspläne des Betriebsverfassungsgesetz
Die Vereinigung der hessischen Arbeitgeber protestiert bei Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gegen Änderungspläne Hessens im Bundesrat beim neuen Betriebsverfassungsgesetz, das vom Bundestag angenommen worden ist. Inhaltlich seien die Vorschläge Wiesbadens, so die Vereinigung, zu dicht an denen der Gewerkschaften: „Wir stellen vor allem aber mit größtem Befremden fest, ... »Details - 29. Juli 1952: Entlassung des Chemiewerks Homburg in Frankfurt aus der alliierten Kontrolle
Das Chemiewerk Homburg in Frankfurt am Main, das zum I.G.-Farben-Vermögen gehört, wird aus der alliierten Kontrolle entlassen. Das Werk wird von der Deutschen Gold- und Silberscheideanstalt AG (Degussa) in Frankfurt übernommen werden.(OV) ... »Details - 29. Juli 1952: Hessen stimmt Änderungen des Betriebsverfassungsgesetzes im Bundesrat zu
Hessen wird im Bundesrat den Abänderungen des Betriebsverfassungsgesetzes, die im Bundesratsausschusses für Arbeit und Sozialpolitik erarbeitet worden sind, sowie der Anrufung des Vermittlungsausschusses zustimmen. Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) betont, dass die hessische Regierung Artikel 37 der hessischen Verfassung und der vom Hessischen Landtag beschlossenen ... »Details - 31. Juli 1952: Hessen sperrt Grenze zur DDR für Bauern
Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) ordnet an, dass Bauern aus der DDR ihre in Hessen gelegenen Felder nicht mehr begehen dürfen. Damit reagiert die Landesregierung auf Verhaftungen hessischer Bauern in Thüringen. Ungeachtet eines Abkommens hessischer und thüringischer Landräte, dass die Betretung erlaubte, waren die Bauern aus Hessen verhaftet worden. Wenn die DDR von dieser ... »Details - 8. August 1952: Verfassungsbeschwerde hessischer Betriebe gegen Urteil zu Artikel 41
Die Buderusschen Eisenwerke, die Stahlwerke Röchling-Buderus AG, beide aus Wetzlar, die Burger Eisenwerke GmbH, aus Burg im Dillkreis, und die Zeche Ronneberg in Homberg (Efze)/Kassel schließen sich der Verfassungsbeschwerde der Kasseler Verkehrsbetriebe gegen das Urteil des Staatsgerichtshof über Artikel 41 an. Kernargument der Klage ist die Rechtsauffassung, dass die Sozialisierungsartikel ... »Details - 8. August 1952: Hessischer Haushalt im Juli 1952
Im Juli 1952 beträgt das Defizit im hessischen Haushalt 4,3 Millionen DM. Die Einnahmen belaufen sich auf von 96,9 Millionen DM und die Ausgaben auf 101,2 Millionen DM. Rund 59,9 Millionen DM flossen aus der Besitz- und Verkehrssteuer, von denen 30,1 Millionen DM an Lohnsteuer, 14,6 Millionen DM an Einkommensteuer und 7,1 Millionen DM an Körperschaftsteuer anfielen, in die Landeskasse. 28,2 ... »Details - 12. August 1952: Fast 200 Lehrerstellen in Hessen nur kommissarisch besetzt
Das hessische Kultusministerium nimmt Stellung zur Angabe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dass in Hessen zur Zeit fast 200 Direktoren- und Hauptlehrerstellen nur kommissarisch besetzt seien. Das Ministerium bejaht diese Angaben und verweist auf die Gesetzesbestimmungen zu Artikel 131 des Grundgesetzes, wonach Stellen im öffentlichen Dienst mit 20 Prozent der unter dieses Gesetz ... »Details - 13. August 1952: Kabinett berät über deutsch-amerikanischen Beratungsausschusses
Aufgrund des Vorschlags von General Thomas T. Handy (1892–1982) berät das hessische Kabinett über die Einrichtung eines deutsch-amerikanischen Beratungsausschusses. Seine Aufgabe soll die Erleichterung und Verbesserung der Beziehungen der amerikanischen Armee und der deutschen Bevölkerung sein. Hierfür sind, nach der Idee Handys, gemischte Bundes-, Landes- und Ortsausschüsse vorgesehen. Als ... »Details - 14. August 1952: Hessen beantragt Finanzhilfen für „Zonenflüchtlinge“ und Zonenrandgebiet
Beim Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen beantragt die hessische Landesregierung finanzielle Hilfen für die Versorgung von „Zonenflüchtlingen“. Rund 10,9 Millionen DM sind an Mitteln für Soforthilfsmaßnahmen notwendig. 4,3 Millionen DM sind für die Verbesserung der Infrastruktur in fünf Grenzkreisen angesetzt. Der Neubau von Wohnungen für die 1.925 Flüchtlinge soll über 3 ... »Details - 14. August 1952: Kabinett beschließt in Streitfrage Hoher Meißer Kompromiss
In der Frage der Nutzung des Hohen Meißners beschließt das hessische Kabinett. Die Frielendorf-Bergbau-A.G hatte beantragt, dass gesamte Areal des Meißners als Braunkohleabbaugebiet zu nutzen, das heißt das gesamt Braunkohlevorkommen dort abzubauen. Gegen diese Pläne protestierten allerdings Naturfreunde sowie in- und ausländische Jugendorganisationen, da der Meißner das Symbol der ... »Details - 17. August 1952: Konferenz über Situation von „Mischlingskindern“ in Wiesbaden
In Wiesbaden findet eine Konferenz über die Situation „farbiger Mischlingskinder“ statt. Von den 94.000 unehelichen Besatzungskindern sind über 3.000 „Mischlinge“. 300 leben in Hessen. In Frankfurt am Main kommen monatlich drei „Mischlingskinder“ hinzu. Erst später können deutsche Mütter die Vaterschaft gerichtlich feststellen lassen.(OV) ... »Details - 23. - 24. August 1952: Traditionelles Segelfliegertreffen in der Rhön
In der Rhön findet unter dem Motto Auf der Wasserkuppe wird wieder geflogen das traditionelle Treffen der Segelflieger statt. Damit wird die endgültige Aufhebung des Flugverbots in der Rhön zelebriert. Neben der Einweihung der neuen Flugzeughalle Landrat-Stieler-Halle, stand die Präsentation neuer Flugmodelle im Fokus.(MB) ... »Details - 28. August 1952: Marburger Arbeitsgericht erklärt Zeitungsstreik für ungesetzlich
Das Arbeitsgericht Marburg erklärt den Zeitungsstreik vom 28. auf den 29. Mai diesen Jahres für ungesetzlich und sittenwidrig. Geklagt hatte die Vereinigung der hessischen Arbeitgeberverbände gegen den Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes und den Vorstand der Industriegewerkschaft Druck und Papier und Schadenersatzforderungen gestellt. Die Vereinigung führte eine ... »Details - September 1952: Untersuchung des Deutschen Industrieinstituts erklärt Sozialisierung für ungültig
Das Deutsche Industrieinstitut kommt in seiner Untersuchung der hessischen Sozialisierung zu dem Schluss, dass diese ungültig sei. Die Kernaussage des Gutachtens besagt, dass Artikel 41 der Hessischen Verfassung entscheidend von einem Ministerialbeamten in seiner Formulierung geändert worden sei, nachdem der Artikel in der Verfassunggebenden Landesversammlung beraten und formuliert worden war. ... »Details - 1. September 1952: Generalstaatsanwalt beklagt Überlastung der hessischen Staatsanwälte
Der Generalstaatsanwalt von Hessen, Erich Rosenthal-Pelldram (1905–1989) erklärt bei der Einführung des neuen Leiters der Darmstädter Oberstaatsanwaltschaft, Dr. Erich Hofmann (geb. 1907), dass viele Staatsanwaltschaften die Arbeitsbelastung nicht mehr bewältigen können und demzufolge überlastet sind.(MB) ... »Details - 1. September 1952: Darmstädter Oberstaatsanwalt spricht sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe aus
Der neue Darmstädter Oberstaatsanwalt, Dr. Erich Hofmann (geb. 1907), plädiert für die Wiedereinführung der Todesstrafe bei Gewaltverbrechen. Zwar sieht er in der Todesstrafe keine abschreckende Wirkung, aber er vertritt bei der Einführung in sein neues Amt die Position, dass Menschen, die anderes Leben nicht achten, auch ihr eigenes Leben verwirkt hätten. (MB) ... »Details - 10. September 1952: Neues Sonn- und Feiertagsgesetz vom Landtag verabschiedet
Nach heftiger Debatte verabschiedet der Hessische Landtag in Wiesbaden in dritter Lesung mit den Stimmen der SPD ein neues Sonn- und Feiertagsgesetz. Die Forderung der CDU nach einem Verbot aller Veranstaltungen an Sonntagvormittagen findet keine Mehrheit.(MB) ... »Details - 10. September 1952: Gründung der „Gemeinschaft für die nordhessischen Lebensrechte“ in Kassel
In Kassel gründet sich die „Gemeinschaft für die nordhessischen Lebensrechte“. Als primäre Aufgabe hat es sich die Gemeinschaft zum Ziel gesetzt „für die nordhessischen Lebensrechte ein[zu]treten, vor allem soweit sie durch die Änderung des Verwaltungsaufbaus bedroht werden“. Vertreter der kurhessischen Landeskommunalverwaltung, der Hessischen Brandversicherung und der ... »Details
