Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 20. Mai 1951: Hessischer Realschultag in Wiesbaden
    In Wiesbaden führen Lehrer und Eltern den hessischen Real- und Mittelschultag durch. Ziel der Veranstaltung ist die Erarbeitung eines Konzepts, das die Realschule als eigenständige Schulform etabliert. Bislang existieren in Hessen nur die sogenannten E-Klassen, die allerdings lediglich Ergänzungsklassen an den Volksschulen seien und noch nicht eigentliche Realschulen. Andere Bundesländer, ... »Details
  2. 21. Mai 1951: Hessische Regierung verhängt Redeverbot für Mitglieder der Sozialistischen Reichspartei
    Die hessische Regierung erteilt Dr. Fritz Dorls (1910–1995), dem Vorsitzenden der Sozialistischen Reichspartei, sowie den Vorstandsmitgliedern Ulrich Freiherr von Bothmer (1889–1968) und Wolf Graf von Westarp (1910–1982) ein hessenweites Redeverbot, wie es bereits Anwendung auf das Vorstandsmitglied Otto Ernst Remer (1912–1997) findet. Die hessische Polizei soll über die Einhaltung des ... »Details
  3. 24. Mai 1951: Hessisches Kabinett erteilt „Sozialistischer Volkszeitung“ dreimonatiges Verbot
    Die „Sozialistische Volkszeitung“, das Presseorgan der Kommunistischen Partei, wird vom hessischen Kabinett für drei Monate verboten worden. Die Frankfurter Polizei schließt daraufhin die Räume der Zeitung in Frankfurt am Main. Grund des Verbotes ist das Eintreten der Zeitung für die Volksbefragung zur Remilitarisierung. Die Zeitung trete gegen die Remilitarisierung ein und greife damit ... »Details
  4. 25. Mai 1951: Auswirkungen der Enteignungsmaßnahmen auf die Kasseler Verkehrsgesellschaft
    Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) AG hat aufgrund des hessischen Enteignungsgesetz keinen Einblick mehr in die Vermögenswerte ihrer Betriebe. Daher muss sie zur fälligen Eröffnungsbilanz am 30. Juni 1951 eine vorläufige Neubewertung ihrer Vermögenswerte abgeben. Tut sie das nicht, wird sie aufgelöst. Die KVG erwartet damit auch mit Spannung das Urteil des Hessischen Staatsgerichtshofes ... »Details
  5. 29. Mai 1951: Aufbruch-Studienkreis in Hessen gegründet
    Wie das hessische Innenministerium mitteilt, ist in Hessen der „Aufbruch-Studienkreis“ gegründet worden. Hierbei handelt es sich um eine „kommunistische Tarnorganisation“. Der aus dem Wiesbadener Spielbankprozess bekannte Hohenberg gehört dem Vorstand des Aufbruchs an.(MB) ... »Details
  6. 29. Mai 1951: Verstaatlichung des Buderus-Betriebs in Zweifel gezogen
    Erstmals werden Ende Mai 1951 Zweifel über die Verstaatlichung des Wetzlarer Buderus-Betriebs laut. Kern der Kritik, die auch von Minister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) geäußert wird, ist die Frage, ob der Konzern eine Bündelung wirtschaftlicher Macht darstelle, die die Grundlage der Sozialisierungsmaßnahmen darstellte. Bei der Verstaatlichung wurde ein Treuhänder für die ... »Details
  7. 30. Mai 1951: Hessischer Landtag berät Finanzausgleich
    Im Hessischen Landtag wird die Höhe des Finanzausgleichs debattiert. Dieser soll von den vorjährigen 101 Millionen DM auf 96 Millionen DM gesenkt werden. Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) verweist hierbei auf die anspannte Haushaltslage des Landes. Der Vorsitzende der FDP prangert in der Debatte den Föderalismus an sich an, der nicht zukunftsfähig sei. Der ehemalige ... »Details
  8. 31. Mai 1951: Kündigung sämtlicher Lohn- und Gehaltstarife in der hessischen Metallindustrie durch die IG Metall
    Die IG Metall-Bezirksleitung Frankfurt am Main kündigt mit Wirkung zum 15. Juni 1951 sämtliche Lohn- und Gehaltstarife in der hessischen Eisen-, Metall- und Elektroindustrie und fordert eine Erhöhung des Arbeiter-Ecklohns um zwölf Pfennig pro Stunde von 1,37 DM auf 1,49 DM sowie eine entsprechende Erhöhung der Gehälter der Angestellten. Die Gewerkschafts-Bezirksleitung führt als Gründe ... »Details
  9. 2. Juni 1951: Gründungsversammlung eines Landesverbands der „Erste Legion“ in Rüdesheim
    In Rüdesheim wird der Landesverband der sich selbst in seiner Satzung als „Kampfbund gegen Marxismus und Nihilismus und für ein christliches Abendland“ bezeichnenden deutsch-nationalen „Ersten Legion“ gegründet. Der Gründungskader der erstmals zur Jahreswende 1950/51 ins Rampenlicht der Öffentlichkeit getretenen Organisation rekrutierte sich auf Bundesebene hauptsächlich aus ... »Details
  10. 4. Juni 1951: Verkündung des Urteils des Staatsgerichtshof über Artikel 41 auf den 8. Juni terminiert
    Anfang Juni wird bekannt gegeben, dass der hessischen Staatsgerichtshof am 8. Juni sein Urteil über Artikel 41 der Hessischen Verfassung verkünden wird. Das Gericht hat über den Antrag der FDP zu entscheiden, ob die nach dem Krieg stattgefundenen Enteignungen im Einklang mit der Hessischen Verfassung stehen. Zu prüfen ist, ob der in dieser Frage abgehaltene Volksentscheid rechtsgültig ist und ... »Details
  11. 5. Juni 1951: Hessen fordert Bundesregierung zur Preisregulierung auf
    Das hessische Kabinett beschließt, dass Hessen im Bundesrat von der Bundesregierung eine gesetzliche Höchstgrenze für Mehl-, Brot-, Schweine- und Schweinefleischpreise einfordern wird. Ebenso soll die Handelspanne für Getreide reguliert werden. Hessen wird im Bundesrat zudem Stellung gegen die „Frühdruschprämie“ beziehen, da diese nicht die Verfütterung des Brotgetreides verhindern wird ... »Details
  12. 14. Juni 1951: FDP fordert von Landesregierung Informationen zum Fall Kernritz
    Die FDP stellt im Hessischen Landtag einen Dringlichkeitsantrag, der die Landesregierung auffordert, die ihr vorliegenden Informationen zum Fall Kemritz preiszugeben. Die FDP fordert einen Einblick in die Intervention der Landesregierung bei der Bundesregierung.(MB) ... »Details
  13. 14. Juni - 15. Juni 1951: Vergabe des Architekturpreises zum Ausbau des Frankfurter Flughafens
    Aufgrund des starken Nutzung des Rhein-Main Flughafens wird im Dezember 1950 sein Ausbau beschlossen. Viele angesehene Architekten werden zur Einreichung ihrer Pläne aufgefordert. Am 14. und 15. Juni entscheidet ein Preisgericht, das vom Aufsichtsrat der Verkehrs-Aktiengesellschaft Rhein-Main beauftragt worden ist, über den Gewinner dieses Wettbewerbs.(MB) ... »Details
  14. 15. Juni 1951: Erstes Bundessängerfest in Frankfurt
    In Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963) wird in Frankfurt am Main das erste Bundessängerfest des Deutschen Allgemeinen Sängerbundes eröffnet. Das bis zum 19. Juni begangene Fest wird dabei mit 20.000 DM von der Hessischen Landesregierung unterstützt.(OV) ... »Details
  15. 15. Juni 1951: Informationsbus des Landwirtschaftsministerium reist durch Hessen
    Ein mit „modernsten hauswirtschaftlichen Einrichtungen ausgestatteter Beratungswagen“ des Landwirtschaftsministeriums reist durch Hessen. Auch die abgelegenen ländlichen Regionen werden von diesem aufgesucht. Jeweils für eine Woche bleibt der Wagen in einem Ort, in welcher Vorträge gehalten werden, Beratungen sowie Spielnachmittage für Kinder stattfinden.(MB) ... »Details
  16. 15. Juni 1951: Ablauf des Lohn- und Gehaltsabkommens für die Eisen-, Metall- und Elektroindustrie in Hessen
    Gemäß der Kündigung sämtlicher Lohn- und Gehaltstarife für die Beschäftigten der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie in Hessen durch die Bezirksleitung der IG Metall in Frankfurt am Main am 31. Mai 1951 endet die Laufzeit der bestehenden Tarifvereinbarung. Die Unternehmer weigern sich jedoch, unmittelbar in Neuverhandlungen einzutreten und zögern den Beginn der ersten Verhandlungsrunde um ... »Details
  17. 21. Juni 1951: Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie beschließt Verhandlungsstrategie im Tarifstreit
    Die Mitgliederratssitzung des Arbeitgeberverbandes der hessischen Metallindustrie beschließt seine Strategie für die erste Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit der IG Metall. Die Frankfurter Bezirksleitung der Metallgewerkschaft hatte am 31. Mai 1951 sämtliche bestehenden Lohn- und Gehaltstarife für die Beschäftigten der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie in Hessen mit Wirkung zum 15. Juni ... »Details
  18. 25. Juni 1951: Hofgeismar und Mühlheim Standorte der hessischen Bereitschaftspolizei
    Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) gibt bekannt, dass in Hofgeismar und Mühlheim am Main die neuen Bereitschaftspolizisten stationiert werden sollen. 680 Mann werde im Norden und 220 Mann im Süden stationiert. Die derzeit noch in Hofgeismar untergebrachten Polizisten der kommunalen Polizei werden nach Wiesbaden-Dotzheim verlegt. Sie verstärken die Bereitschaftspolizei.(MB) ... »Details
  19. 30. Juni 1951: Konstituierung der „Sozialistischen Internationale“ in Frankfurt
    Vertreter sozialistischer Parteien aus 33 Staaten treffen vom 30. Juni bis zum 3. Juli 1951 in Frankfurt am Main zusammen und konstituieren die „Sozialistische Internationale“ (SI) neu. Die hier gefasste Erklärung über die „Ziele und Aufgaben des Demokratischen Sozialismus“ zählt seitdem zu den „Grunddokumenten der Geschichte der Internationalen“ (Grebing). Darin ziehen die ... »Details
  20. 30. Juni 1951: Erstes „Heiner-Fest“ in Darmstadt
    Auf dem Darmstädter Marktplatz eröffnet Oberbürgermeister Ludwig Engel (1906–1975) das erste „Heiner-Fest“, ein Volksfest, das an den drei Festtagen zahlreiche Gäste aus dem Umland in die Stadt lockt. „Heiner“ ist der in seiner Herkunft nie völlig geklärte Spitzname der Darmstädter, die „Heinerdeutsch“ reden. In dieser Mundart trägt Robert Stromberger (1930–2009) am ... »Details
  21. Juli 1951: Erste Bad Hersfelder-Festspiele in der Stiftsruine
    In der Stiftsruine der im „Zonenrandgebiet“ liegenden nordhessischen Kleinstadt Bad Hersfeld finden erstmals die „Bad Hersfelder Festspiele“ statt. Unter der Leitung von Intendant Johannes Klein beläuft sich der erste Festspieletat auf 146.000 DM, auf dem Programm stehen drei Stücke, unter anderem „Das Salzburger große Welttheater“ von Hugo von Hofmannsthal (1874–1929). Schirmherr ... »Details
  22. 1. Juli 1951: Hessische Judomeisterschaften in Wiesbaden
    In Wiesbaden finden die hessischen Judomeisterschaften teil. rund 39 Sportler treten in verschiedenen Gewichtsklassen an. Folgende Hessische Meister stehen nun fest: Federgewicht: Hörn (Grünweiß Frankfurt); Leichtgewicht: Pflug (Wiesbaden); Weltergewicht: Etzel (Eintracht Frankfurt); Mittelgewicht: Baer (Wiesbaden); Halbschwergewicht: Köhler (Eintracht Frankfurt); Schwergewicht: Schwerdt ... »Details
  23. 4. Juli 1951: Ministerpräsidet Zinn tritt für Sitz der Arbeitslosenversicherung in Kassel ein
    Auf einem Treffen der hessischen Bundestagsabgeordneten tritt Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) für die Ansiedlung des Sitzes der Bundesanstalt für Arbeitslosenversicherung in Kassel ein. Zinn betont, dass Kassel über das größte Gebäude im Land verfüge, in dem die Versicherung untergebracht werden könne. Zudem erhofft er sich eine Belebung der nordhessischen Region. ... »Details
  24. 4. Juli 1951: Zinn äußert sich zu Offenbacher Chancen Sitz der Branntweinmonopolverwaltung zu werden
    Auf einem Treffen der hessischen Bundestagsabgeordneten in Bonn äußert sich Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) positiv über die Chancen von Offenbach am Main als Sitz der Branntweinmonopolverwaltung zu werden.(MB) ... »Details
  25. 4. Juli 1951: Ergebnisloses Ende der ersten Verhandlungsrunde im Tarifstreit in der hessischen Metallindustrie
    Die erste Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverband der Hessischen Metallindustrie endet ohne Ergebnis. Die Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite lehnen gemäß einer am 21. Juni getroffenen Vereinbarung zur Festlegung der Verhandlungsstrategie die gewerkschaftliche Lohnforderung (Erhöhung des Ecklohns um zwölf Pfennig pro Stunde) kategorisch ab und ... »Details
  26. 5. Juli 1951: Stellvertretender Innenminister spricht auf Arbeitstagung der Polizei
    Der stellvertretende hessische Innenminister Dr. Erich Schuster (geb. 1898) weist auf einer Arbeitstagung der Chefs der kommunalen Polizei Hessens und der Oberbeamten der staatlichen Polizei die Kritik des Bundeskanzlers Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) von sich, dass die Länderregierungen nicht genug für die innerdeutsche Sicherheit eintreten zurück. Dr. Schuster weist daraufhin, dass der ... »Details
  27. 5. Juli 1951: Erster Segelflug nach Ende des Zweiten Weltkriegs
    Mit offizieller Genehmigung durch die Besatzungsbehörden wird der erste Segelflug in der Bundesrepublik nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs auf dem kleinen Feldberg im Taunus durchgeführt. Aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen dauert der Flug nur rund sieben Minuten. In Oberems (Gemeinde Glashütten) endete der Flug. Gesteuert wurde das Flugzeug vom Wiesbadener Wilhelm Gerner.(MB) ... »Details
  28. 10. Juli 1951: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert hessische Pensionspolitik
    Die hessische Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die Kürzungen der Ruhegehälter und Witwenbezüge vom 1. April 1949, die in der Presse zudem als Lohnerhöhung dargestellt worden sind, scharf. Hessen sei das einzige Bundesland, das diesen Schritt gegangen ist und auch weiterhin gehen will. Mit Kürzungen der mittleren und höheren Pensionen werden die unteren aufgebessert. ... »Details
  29. 11. Juli 1951: Hessischer Landtag berät Haushalt für 1951
    Der Hessische Landtag beginnt seine Beratungen über den Haushalt für das Jahr 1951. Nach Berechnungen der Regierung schließt der Haushalt mit einem Defizit von 100 Millionen DM ab, das noch aus dem Jahr 1950 stammt. Um die Schuldenlast abzutragen, plant Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) monatlich sechs Millionen DM bei den laufenden Betriebsmittel einzusparen. Troeger betont, ... »Details
  30. 12. Juli 1951: Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft lehnt Lohnforderungen ab
    Das branchenübergreifende Koordinierungsgremium der deutschen Wirtschaftsverbände, der am 23. Februar 1950 gegründete Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft, beschließt, alle gewerkschaftlichen Lohnforderungen abzulehnen. Dieser Entschluss, der am folgenden Tag als Erklärung zur „Lohn- und Preisfrage“ veröffentlicht wird0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, ... »Details