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Hesse in the 19th and 20th Centuries
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- 1871-1918: Reichstagswahlen
Die Wahlen zum Reichstag fanden nach den Vorgaben des Bundeswahlgesetzes von 1869 statt. Ursprünglich für den Reichstag des Norddeutschen Bundes geschaffen, wurden die Bestimmungen für das Deutsche Reich übernommen. Es galt ein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht für Männer über 25 Jahren, unabhängig von Stand oder Religion. Frauen waren nicht wahlberechtigt, sie durften bis 1908 ... »Details - 1915: Zahlreiche Marburger Studenten im Kriegsdienst
Von den 2.069 an der Marburger Universität immatrikulierten Studierenden sind nur 526 (darunter 235 Frauen) (= 25,4 %) an der Universität, während rund drei Viertel (74,6 %) zum Kriegsdienst eingezogen wurden oder als Freiwillige an der Front stehen. ... »Details - 12. Januar 1915: Kriegsverherrlichende Rede des Publizisten Maximilian Harden in Frankfurt
Der deutsch-jüdische Publizist und Herausgeber der politischen Wochenzeitschrift „Die Zukunft“, Maximilian Harden (1861–1927), hält im Saalbau in Frankfurt am Main eine kriegsverherrlichende Rede. Dabei führt Harden aus, dass die Deutschen das Ungeheure des mit dem gegenwärtigen Kriege im Werden begriffenen Mythos noch gar nicht voll empfinden. Später, wenn die Einzelheiten verwischt ... »Details - 18.-24. Januar 1915: Allgemeine Sammelaktion in der Reichswollwoche
Im Rahmen der sogenannten Reichswollwoche findet eine große Sammelaktion statt, um Wolle für den Bedarf des Heeres zusammenzubringen. Es wird verboten, Wollwaren zu verkaufen.(OV) ... »Details - 31. Januar 1915: Einführung von Lebensmittelkarten in Frankfurt
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main gibt die ersten Lebensmittelkarten für Brot und Mehl („Brotkarten“) aus, nachdem seit 25. Januar 1915 reichsweit mit der Einführung solcher Bezugsscheine die Festlegung von Verbrauchsquoten und die Rationierung von Lebensmitteln begonnen hat. Sinn und Zweck der Karten ist die Beschränkung des Verbrauchs und eine gerechte Verteilung der verfügbaren ... »Details - 1. Februar 1915: Einsatz von Kriegsgefangenen in der Industrie
Die Erfahrungen, die man mit der Verwendung von Kriegsgefangenen in der Industrie gemacht hat, sind ausgezeichnet. In letzter Zeit erhielt die „Bremer Hütte“ in Siegen wieder eine große Anzahl von Russen von der Kommandantur „Bad Orb“. Die Gefangenen drängen sich zu diesen Arbeiten und leisten, da nur vollausgerüstete kräftige, gesunde Leute abgegeben werden, gute Dienste.(OV) ... »Details - 7. Februar 1915: Beisetzung des ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Franz Adickes
In Frankfurt am Main wird der am 4. Februar verstorbene ehemalige Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Franz Adickes (geb. 1846) beigesetzt. ... »Details - 8. Februar 1915: Verbot aller Fastnachtsfeiern und Maskeraden in Darmstadt
Angesichts des Kriegsgeschehens verbietet die Polizei in Darmstadt alle Formen von Fastnachtsmaskierungen.(OV) ... »Details - 23. Februar 1915: Einrichtung einer Zentralstelle für Volksernährung in Darmstadt
Im Darmstädter Rathaus wird eine „Zentralstelle für Volksernährung“ eingerichtet. Die Zentralstelle soll unter anderem folgenden Zwecken dienen: I. Die Zentralstelle verteilt Flugblätter und stellt sie den angeschlossenen Vereinen zur Verfügung. II. Die Zentralstelle verfolgt die gesamte Literatur über die Fragen der Volksernährung sowohl auf rein theoretischen als auch auf praktischen ... »Details - 24. Februar 1915: Beginn der Zeichnung der zweiten Kriegsanleihe
Die zweite Kriegsanleihe besteht ebenso wie die erste aus fünfprozentigen Schuldverschreibungen des Deutsche Reiches und fünfprozentigen Reichsschatzanweisungen und ist ebenso bis 1. Oktober 1924 unkündbar.(OV) ... »Details - 4. März 1915: Arbeitseinsatz von französischen Kriegsgefangenen in Frankfurter Gärtnerei
Im März 1915 informiert die „Kleine Presse“0=Kleine Presse. Stadt-Anzeiger und Fremdenblatt mit Anzeigen der städtischen Behörden, 4.3.1915, Nr. 53, S. 3: Kriegsgefangene Gärtner in Frankfurt. über die Heranziehung von französischen Kriegsgefangenen zu Gartenarbeiten in einer großen Frankfurter Gärtnerei. Während des Krieges befanden sich ca. 2,5 Millionen Kriegsgefangene im Deutschen ... »Details - 7. März 1915: Erste Aufführung des „Datterich“ im Darmstädter Hoftheater
Das Mundartschauspiel „Datterich“ des in Darmstadt geborenen Schriftstellers Ernst Elias Niebergall (1815–1843) wird zum ersten Mal auf großer Bühne im Darmstädter Hoftheater aufgeführt. Der ebenfalls aus Darmstadt stammende Theaterschauspieler und Opernsänger Eduard Göbel (1867–1945) spielt die Titelrolle. Die Leitung der Aufführung liegt in den Händen des aus Worms stammenden ... »Details - 8. März 1915: Allgemeine Einführung von Brotkarten
Es werden Brotkarten eingeführt, die jeder Person den Kauf eines Brotes von 1.750 g pro Woche ermöglichen. Die verschiedenfarbigen Karten gelten jeweils nur in einer bestimmten Woche. Da Mehl eingespart werden soll, müssen die Bäcker dem Brotteig 20 % Kartoffelmehl beimischen, wodurch die Kriegsbrote eine dunklere Farbe erhalten. Das Kuchenbacken wird gänzlich verboten.(OV) ... »Details - 21. März 1915: Erster Zeppelin-Luftangriff auf Paris auch von Weiterstadt aus
Ein Teil der Luftschiffe, die am ersten Luftangriff auf Paris beteiligt sind, ist auf dem Truppenübungsplatz Weiterstadt bei Darmstadt stationiert. Im Herbst 1914 hatte man hier zur Vorbereitung des Kriegseinsatzes der Luftschiffe „binnen weniger Wochen“ eine provisorische Zeppelinhalle errichtet. Dort ist ein Teil der deutschen Luftschiff-Flotte stationiert, die 1915/16 zahlreiche Angriffe ... »Details - Frühjahr 1915: Zunehmende Versorgungsprobleme für Haushalte
Die allgemeine Versorgungslage wird wegen des Krieges zunehmend schwieriger. Weil das Reich vor allem von der Zufuhr von Importwaren abgeschnitten ist, sind Waren wie Kaffee, Reis oder Gewürze bald nur noch in Ausnahmefällen erhältlich. Bei der Versorgung mit Erzeugnissen der eigenen Landwirtschaft genießt dazu die Reichswehr absoluten Vorrang. Zu Versorgungsengpässen in der Bevölkerung ... »Details - 29.-31. März 1915: Verhandlungen des Landtags im Großherzogtum Hessen
Die Zweite Kammer nimmt das Kriegsbudget unverändert an, das heißt die Finanzgesetze von 1914 werden einfach auf das Jahr 1915 erstreckt. Ein Antrag des Abgeordneten Wilhelm Dorsch (1868–1939; Bauernbund), die Besitztümer des Prinzen Ludwig von Battenberg und das Schloss Heiligenberg zu beschlagnahmen, wird abgelehnt, nachdem der Staatsminister die Beschlagnahme vom rechtlichen und ... »Details - April 1915: Sammlung von Gummi in der Reichsgummiwoche
In der „Reichsgummiwoche“ werden Gummivorräte und Gummireste für den Bedarf des Militärs gesammelt. In Eschwege kommen dabei 24 Zentner Gummi zusammen.(OV) ... »Details - 3. April 1915: Sammlung „Gold gab ich für Eisen“
Bei der Sammlung „Gold gab ich für Eisen“ sammeln die Schüler der Schulen in der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt Edelmetall im Wert von 426.700 Mark. Unter dem Werbespruch, der ein erstmals in den Napoleonischen Befreiungskriegen verwendetes Motto aufgreift, wird dazu aufgerufen, Gold- und Silberschmuck zur Kriegsfinanzierung zu spenden. Im Gegenzug erhalten die Spender ... »Details - 3. April 1915: Ausstellung von Schützengräben in Darmstadt
Die „Darmstädter Zeitung“ weist darauf hin, dass in der Nähe des Darmstädter Hauptbahnhofs am Griesheimer Weg ein deutscher und ein französischer Schützengraben angelegt worden seien, die von Ostersonntag an täglich von 10–19 Uhr „unter sachverständiger Führung“ besichtigt werden können. Die Eintrittsgelder von 50 Pfennig für Erwachsene und 25 Pfennig für Kinder unter 10 ... »Details - 3. April 1915: Zusammenstellung der Auskunftstellen für Verwundete im Großherzogtum
Die „Darmstädter Zeitung“ veröffentlicht eine Zusammenstellung der Auskunftsstellen für Verwundete im Großherzogtum Hessen sowie in Frankfurt am Main und Umgebung. Danach ist der Hessische Landesverein vom Roten Kreuz für die Auskunft über 26 Lazarette in Darmstadt und Umgebung (Groß-Gerau, Eberstadt, Opel in Rüsselsheim, Alsbach, Dieburg, Hofheim, König, Langen, Michelstadt und ... »Details - 7. April 1915: Tagesbefehle des Großherzog Ernst Ludwig an zwei Armeeeinheiten
Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) erlässt zum 125-jährigen Jubiläum (gegründet 1790) des Garde-Dragoner-Regiments und des Großherzoglichen Artilleriekorps zwei Tagesbefehle. An das Artilleriekorps schreibt er unter anderem: ... »Details - 19. April 1915: Eröffnung des 40. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
Im Kasseler Ständehaus wird um 17 Uhr der 38. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten Wilhelm Hengstenberg (1853–1927), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache aus: ... »Details - 26. April 1915: Eröffnung des 49. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
In Wiesbaden wird um 18 Uhr im Kommunallandtags-Sitzungssaal des Landeshauses der 49. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden, der erste während des Ersten Weltkrieges, durch eine Ansprache des stellvertretenden Königlichen Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Wilhelm von Meister (1863–1935) eröffnet: ... »Details - 11. Mai 1915: Frankfurter SPD fordert Agitation für baldigen Friedensschluss
Die Frankfurter Sozialdemokraten beschließen auf einer Mitgliederversammlung eine Resolution, im Sinne der internationalen Solidarität des Proletariats mit der Agitation für einen baldigen Friedensschluss zu betreiben.(OV) ... »Details - 20. Mai 1915: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Wiesbaden-Land – Höchst
Im Wahlkreis Wiesbaden 8: Wiesbaden-Land – Höchst findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details - 4. Juni 1915: Erster Einsatz von Schaffnerinnen bei der Darmstädter Straßenbahn
Wegen des Mangels an einsatzfähigen männlichen Schaffnern werden bei den Straßenbahnen der Hessischen Eisenbahn-Aktiengesellschaft (HEAG) in Darmstadt erstmals weibliche Schaffner eingesetzt. Bereits im Vorjahr musste der Straßenbahnbetrieb aufgrund der Einberufung des Fahrpersonals eingeschränkt werden. Einige Linien wurden eingestellt, auf anderen verlängerte man den Verkehrstakt von ... »Details - 4. Juni 1915: Das Arbeitsamt Wiesbaden berichtet über die Zahl der arbeitssuchenden Frauen
Das Wiesbadener Arbeitsamt veröffentlicht die Arbeitsmarktstatistiken für den vorangegangenen Monat Mai0=Wiesbadener Neueste Nachrichten, 4.6.1915, S. 3: Vom Arbeitsamt Wiesbaden.: Es werden insgesamt 840 arbeitsuchende Frauen gelistet, denen 603 Stellenangebote gegenüberstehen, besetzt werden davon insgesamt 506. ... »Details - 12. Juni 1915: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Rinteln (Grafschaft Schaumburg)
Im Wahlkreis Kassel 1: Grafschaft Schaumburg findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details - Sommer 1915: Reichliche Ernte bei erheblichem Arbeitskräftemangel
Dank günstiger Witterung fällt die Ernte im Kriegsjahr 1915 sehr gut aus, sodass die großen Versorgungsprobleme sich nicht noch verstärken. Aufgrund des Kriegseinsatzes vieler Männer fehlen jedoch Arbeitskräfte, um die Ernte einbringen zu können. Zum Ersatz werden der Gemeinde Kriftel (bei Höchst) zum Beispiel 20 irische Kriegsgefangene aus dem Lager bei Limburg zugewiesen, die jedoch, wie ... »Details - 29. Juni 1915: Versammlung der Landwirtschaftskammer im Großherzogtum Hessen
Die Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen hält unter dem Vorsitz von Ökonomierat Jacob Walter (1855–1922) im Sitzungssaal der Zweiten Ständekammer in Darmstadt ihre 13. Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende stellt in seiner Rede fest: Anzuerkennen sei das weitgehende Entgegenkommen des Generalkommandos, welches nach Möglichkeit die abkömmlichen Hilfskräfte zur Verfügung ... »Details - 1. Juli 1915: Hindemith wird erster Geiger in Frankfurt
Paul Hindemith (1895–1963) wird erster Geiger im Frankfurter Opernhaus-Orchester, dem er bis 1923 angehört.(OV) ... »Details - 15. Juli 1915: Das Schütte-Lanz-Luftschiff SL 5 wird nach Notlandung in Gießen durch ein Gewitter zerstört
Das von dem Unternehmen Luftschiffbau Schütte-Lanz in Brühl (Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg) gefertigte deutsche Luftschiff SL 5 wird nur wenige Wochen nach seiner Jungfernfahrt nach einer Notlandung in Gießen durch ein Gewitter zerstört. Betreiber des Luftfahrzeugs ist das Deutsche Heer. (KU) ... »Details - 23. Juli 1915: Beschlüsse der Zweiten Kammer in Darmstadt
Die Zweite Kammer des Darmstädter Landtags beschließt auf Anregung ihres Präsidenten, einen Kriegsausschuss aus dem Schoße der Kammer zu bilden, der mit der Regierung gemeinsam die aus Anlass des Krieges zu erlassenden Bestimmungen über den Lebensmittelverkehr beraten soll. Dieser Ausschuss wird aus dem Finanzausschuss und je einen weiteren Vertreter der einzelnen Fraktionen des Landtags ... »Details - August 1915: Beschlagnahmung von Metallen für den Bedarf des Heeres
Für den Bedarf des Militärs werden Kupfer, Messing, Nickel und andere Metalle beschlagnahmt. ... »Details - 1. August 1915: Spendensammlung durch „Spendennägel“ in zahlreichen Städten
In Bad Homburg schlagen Oberbürgermeister Walter Lübke (1861–1930) und der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden Wilhelm von Meister (1863–1935) die ersten Spenden-Nägel in das etwa drei Meter hohe Denkmal des „Sankt Michael in Eisen“, das für etwa 3.000 Nägel Platz bietet. In Darmstadt wird ein „Kreuz in Eisen“, in Offenbach am Main ein „Eiserner Mann“, in ... »Details - 3. August 1915: Übernahme des Frankfurter Zoos durch die Stadt Frankfurt
Der seit 1906 als Zoodirektor tätige Kurt Priemel (1880–1959) und die Frankfurter Zoogesellschaft bitten die Stadt, die bereits durch finanzielle Bezuschussung der Einrichtung in den Vorjahren zur Eigentümerin von Grundstück und beweglichem Vermögen geworden ist, den Zoo zu übernehmen. Mit der offiziellen Zusage der Stadt knapp ein Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, wird der 1858 von ... »Details - 20. August 1915: Tod des Nobelpreisträgers Paul Ehrlich in Bad Homburg
Während eines Sanatoriumaufenthaltes in Bad Homburg vor der Höhe stirbt der Arzt und Chemiker Paul Ehrlich, der mit seinen Forschungen zur Serologie und Immunologie als Begründer der Chemotherapie gilt, im Alter von 61 Jahren. Er entwickelte als erster ein Medikament gegen Syphilis und war an der Entwicklung eines Serums gegen Diphtherie beteiligt. Für seine Forschungsleistungen erhielt er ... »Details - 5. September 1915: Ehrendoktor für englischen Stadtbaurat an der Technischen Hochschule Darmstadt
Die Technischen Hochschule Darmstadt verleiht ehrenhalber dem englischen Staatsangehörigen Stadtbaurat a.D. Sir William H. Lindley (1853–1917) in Würdigung seiner hervorragenden Tätigkeit auf dem Gebiet der Wasserversorgung und Entwässerung der Städte, sowie des gesamten städtischen Tiefbaues und der öffentlichen Gesundheitspflege die Würde eines Doktor-Ingenieurs. ... »Details - 18. September 1915: Kriegstagung der evangelischen Pfarrvereine Deutschlands in Kassel
In Kassel findet die Kriegstagung des Verbandes deutscher evangelischer Pfarrvereine statt. Die Zusammenkunft steht unter dem Motto „Der sittliche Zustand der heimischen Jugend“. An der Tagung nimmt auch ein Vertreter des 1911 gegründeten elsass-lothringischen Pfarrvereins teil, der die tiefe Verbundenheit mit dem Reich hervorhebt. Im August und September des Vorjahres hatten französische ... »Details - 19. September 1915: Erstaufführung von Wagners „Parsifal“ im Darmstädter Hoftheater
Richard Wagners (1813–1883) musikalisches Drama „Parsifal“ wird zum ersten Mal am Darmstädter Hoftheater aufgeführt. ... »Details - Herbst 1915: Einrichtung eines Kriegsgefangenenlagers für Ukrainer in Wetzlar
In Wetzlar wird im Herbst 1915 ein besonderes Kriegsgefangenenlager für Ukrainer eingerichtet. Die Gründung eines „Ukrainerlagers“ ist der Initiative des 1914 in Österreich gegründeten „Bundes zur Befreiung der Ukraine“ (BBU) zuzuschreiben, der eine „Nationalisierung“ der Ukrainer und eine Loslösung von Russland anstrebt. Für die Kriegsgefangenen werden im Lager eine ... »Details - 29. September 1915: Kurze Sitzung der Zweiten Kammer des Darmstädter Landtags
Die Zweite Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen tritt zu einer kurzen Sitzung zusammen. Sie stimmt dem Antrag zu, den Finanzausschuss „zur Vorberatung aller Vorlagen, Anträge usw. soweit sie sich auf die Ernährungs- und wirtschaftlichen Fragen aus Anlaß des Krieges beziehen“ um je ein Mitglied aus den fünf Fraktionen zu erweitern. Der von der Regierung vorgelegte Entwurf eines ... »Details - 1. Oktober 1915: Bereits 63 Lazarette im Großherzogtum Hessen mit 25.000 Verwundeten
Nach einem Bericht des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz wurden in den 63 Lazaretten (mit 3.758 Betten) des Großherzogtums bereits über 25.000 Verwundete versorgt und betreut. Zusammen mit dem Alice-Frauenverein kümmert sich die Hilfsorganisation Großherzogtum Hessen um die Pflege der Verwundeten. In der freiwilligen Verwundetenpflege sind im Großherzogtum über 3.000 Menschen tätig. ... »Details - 1. Oktober 1915: Einweihung des Museumsneubaus in Wiesbaden
Mit der Eröffnung der Gemäldegalerie der Residenzstadt wird der Neubau des Museums in Wiesbaden seiner Bestimmung übergeben. Das an der Ecke Wilhelmstraße/Rheinstraße gelegene, dreiflügelige Gebäude entstand nach Plänen des deutschen Architekten Theodor Fischer (1862–1938). ... »Details - 7. - 9. Oktober 1915: Kriegstagung der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge in Frankfurt
Im Rathaus der Stadt Frankfurter am Main (Römer) tritt die „Deutsche Zentrale für Jugendfürsorge“ zu einer Kriegstagung zusammen. ... »Details - 14. Oktober 1915: Beschlüsse des Landtags in Darmstadt zur Volksernährung im Krieg
Die Zweite Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen (= Landstände des Großherzogtums Hessen) in Darmstadt stimmt in seiner Sitzung Anträgen zu, die Maßnahmen zur Volksernährung und andere wirtschaftliche Fragen betreffen, die sich aus der Kriegssituation ergeben. Sie stimmt außerdem dem Antrag des Abgeordneten Dr. Adam Joseph Schmitt (1855–1928) von der Zentrumspartei und dessen ... »Details - 18. Oktober 1915: Maßnahmen gegen Geschäfte mit dem Hunger in Frankfurt
Die Stadt Frankfurt am Main ergreift Maßnahmen gegen Geschäfte mit der Hungersituation. ... »Details - 19. Oktober 1915: Beschlüsse der Ersten Kammer des Landtags in Darmstadt
Die Erste Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen in Darmstadt nimmt in einer kurzen Sitzung entsprechend den Beschlüssen der Zweiten Kammer mehrere Gesetzentwürfe an. Sie betreffen die Verschiebung der Wahlen zum 37. Landtag, die Veräußerung von Grundstücken des Fiskus und die Übernahme von Wechselverpflichtungen für die Gemeinden und Gemeindeverbände durch den Staat. ... »Details - 28. Oktober 1915: Überwachungsstelle für Höchstpreisvorschriften in Frankfurt
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main richtet eine Prüfungsstelle zur Überwachung der Vorschriften über Höchstpreise ein, um Preisspekulationen und Teuerung zu unterbinden. Mit der Aufgabe sind fünf Unterausschüsse befasst, die von 37 Sachverständigen aus dem Groß- und Einzelhandel beraten werden. Den Vorsitz hat Stadtrat Willy Meckbach (1869–1943).(OV) ... »Details - 29. Oktober 1915: Bericht des Frankfurter Magistrats über die städtische Preisprüfungsstelle
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main erstattet dem Regierungspräsidenten in Wiesbaden, Wilhelm von Meister (1863–1935), einen Bericht über die Zusammensetzung der Preisprüfungsstelle und ihre bisherige Tätigkeit. Die Prüfungsstelle hat die Aufgabe, die Verordnung über Preisaushänge in den Einzelhandelsgeschäften zu erlassen, die in Frankfurt vorhandenen Vorräte an Ölen, Fetten, ... »Details
