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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 1897: Wohnungsnot in Frankfurt
Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums im 19. Jahrhundert und der zunehmenden Beschäftigung in Fabriken, zogen immer mehr Menschen in die Städte. In Frankfurt verdreifachten sich die Einwohnerzahlen zwischen 1852 und 1895. Die Folge war, dass es nicht genügend Wohnraum für die immer weiterwachsende Bevölkerung gab. Arme und kinderreiche Familien litten besonders unter dem Wohnungsmangel ... »Details - 1897: Der Evangelische Hauptverein für Deutsche Ansiedler und Auswanderer in Witzenhausen
1897 gründeten die beiden evangelischen Pfarrer Ernst Fabarius (1859-1927) und Paul Aldinger (1869-1944) den „Evangelischen Hauptverein für deutsche Ansiedler und Auswanderer“, der seinen Sitz in Witzenhausen hatte. In Witzenhausen befand sich auch die Deutsche Kolonialschule, die Fabarius leitete. ... »Details - 1897: Kolonialausstellungen
1896 fand in Berlin die erste deutsche Kolonialausstellung statt, die in den folgenden Jahren zahlreiche Nachahmer in Deutschland fand. In Kassel beschloss der dortige Zweigverein der Deutschen Kolonialgesellschaft aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens 1897 eine Kolonialausstellung zu veranstalten, die in der Kasseler Orangerie stattfinden sollte. ... »Details - 19. Januar 1897: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Wiesbaden-Stadt – Untertaunuskreis
Im Wahlkreis Wiesbaden 9: Wiesbaden-Stadt – Untertaunuskreis findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details - 3. März 1897: Gesetz betreffend das Diensteinkommen der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen Volksschulen in Preußen
Das preußische Lehrerbesoldungsgesetz legt die Höhe des Einkommens fest, dass die Gemeinden bezahlen müssen. Den Lehrern muss eine Wohnung gestellt werden, sie erhalten 900 Mark als Grundgehalt, Lehrerinnen 700 Mark. Wenn Lehrer noch ein Kirchenamt ausüben, soll dies zusätzlich bezahlt werden. Das Gesetz regelt eine Vielzahl an Fragen wie Ruhegehalt, Alterszulagen, Dienstzeitberechnung, ... »Details - 13. März 1897: Technische Hochschule in Darmstadt zählt viele ausländische Studenten
In der zweiten Kammer des Hessischen Landtages protestiert der antisemitische Abgeordnete Philipp Köhler (1859–1911), Landwirt im oberhessischen Langsdorf, gegen den „zum Schaden unseres Landes“ ständig wachsenden Ausländeranteil an der Studentenschaft der Technischen Hochschule Darmstadt. „Es ist wohl eine Ehre für die deutsche Wissenschaft, wenn die Ausländer sie bevorzugen, aber ... »Details - 27. April 1897: Eröffnung des 31. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden
In Wiesbaden wird um 12 Uhr im großen Sitzungssaal der Regierung der 30. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden durch folgende Ansprache des stellvertretenden königlichen Landtagskommissars, Regierungspräsident Victor von Tepper-Laski (1844–1905), eröffnet:|Hochgeehrte Herren! Wenige Wochen sind verflossen, seitdem die deutsche Nation den 100 jährigen Geburtstag unseres ... »Details - 9. Juni 1897: Ersatzwahl zum Reichstag im Wahlkreis Eltville – Langenschwalbach – Rüdesheim – Wehen – Wiesbaden
Im Wahlkreis Wiesbaden 5: Eltville – Langenschwalbach – Rüdesheim – Wehen – Wiesbaden findet eine Ersatzwahl zum Deutschen Reichstag statt. Dabei erhalten im ersten Wahlgang:|Louis Wintermeyer (1859–1901; Freisinnige Volkspartei) 6.761 Stimmen (32,9 %)Raymund Graf von Fugger (1870–1949; Zentrum) 5.541 Stimmen (26,9 %)Max Quarck (1860–1930; SPD) 5.207 Stimmen (25,3 %)Eduard Bartling ... »Details - 31. Juli 1897: Grundsteinlegung für den Bau von Schloss Garvensburg in Züschen
1891 kaufte der Großindustrielle Wilhelm Garvens (1841–1913) aus Hannover das Gut des mit dem Tode von Heinrich von Meysenbug (1742–1810) ausgestorbenen Adelsgeschlechts im Osten von Züschen und ließ dort in den folgenden Jahren ein Schloss im Stil des Historismus als repräsentablen Jagdsitz für sich und seine Gäste erbauen. Entwurf und Ausführung des aufwendigen Baus übernahm der an ... »Details - 15. September 1897: Einweihung der Synagoge in der Universitätsstraße in Marburg
Am 15. September 1897 wird in Marburg die neue Synagoge in der Universitätsstraße unweit der Alten Universität feierlich eingeweiht.|Da die 1818 eingeweihte Synagoge in der Ritterstraße in den 1880er Jahren für die angewachsene jüdische Gemeinde nicht mehr ausreichte, beauftragte man den Architekten Wilhelm Spahr (1867–1945) mit den Plänen für einen Neubau. Er konzipierte einen ... »Details - Herbst 1897: Eröffnung einer zweiten Psychiatrie in Weilmünster
Im Regierungsbezirk Wiesbaden wird im Herbst 1897 in Weilmünster der Bau einer zweiten „Irren-Heil- und Pflegeanstalt“ abgeschlossen, sodass die Kapazität von ehemals 600 Patienten bis 1905 auf 1.000 erhöht werden kann.(StH) ... »Details - 6. Oktober 1897: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Wiesbaden-Land – Höchst
Im Wahlkreis Wiesbaden 8: Wiesbaden-Land – Höchst findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordetenhaus statt. Im ersten Wahlgang erhalten dabei|August Wolff (1844–1914; Nationalliberale Partei; Kaufmann; Biebrich/Kreis Wiesbaden) 107 Stimmen (39,3 %)Kellerhoff (Zentrumspartei; Rechtsanwalt; Wiesbaden) 72 Stimmen (26,5 %)Stritter (Linksliberale; Landwirt; Biebrich/Kreis Wiesbaden) 49 ... »Details - 7. Oktober 1897: Zar Nikolaus II. trifft in Darmstadt auf Chulalongkorn
Seit dem 2. Oktober 1897 weilt das russische Zarenpaar zu einem Besuch der großherzoglichen Verwandten in der Residenzstadt Darmstadt. Zar Nikolaus II. von Russland (1868–1918) trifft am 7. Oktober 1897 auf König Chulalongkorn (1853–1910) von Siam, welcher zu dieser Zeit auf Kur in Baden-Baden weilt. Die Deutschlandreise des Königs hatte – nicht nur in Darmstadt – großes Aufsehen ... »Details - 19. Oktober 1897: Baubeginn für das Landesmuseum in Darmstadt
Im Jahr 1820 hatte Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) die fürstliche Sammlung für ein öffentliches Museum gestiftet. Diese war zunächst im Residenzschloss in Darmstadt untergebracht, da die Sammlungen aber stetig weiter wuchsen, wurde ein Neubau im Laufe des 19. Jahrhunderts immer notwendiger. ... »Details - 9. November 1897: Gründung des Caritasverbandes für das katholische Deutschland
Lorenz Werthmann (1858–1921) gründet 1897 den Caritasverband, in dem sich die vielen bestehenden katholischen Sozialeinrichtungen auf lokaler Ebene zusammenschließen. Beabsichtigt sind die gegenseitige Unterstützung, ein Austausch und eine Bündelung der Kräfte besonders auf regionaler Ebene.|1916 beschließt die deutsche Bischofskonferenz den Zusammenschluss aller schon bestehenden ... »Details - 18. November 1897: Eröffnung des 23. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Kassel
Im Kasseler Ständehaus wird der 23. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten Eduard von Magdeburg (1844–1932), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache aus:|Geehrte Herren!Der Voranschlag, welcher Ihrer diesjährigen Berathung und Beschlußfassung unterliegen wird, sieht zum ersten Male seit dem ... »Details - 23. November 1897: Eröffnung des 7. Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau
Im Kasseler Ständehaus wird um 17 Uhr der 7. Provinziallandtag der preußischen Provinz Hessen-Nassau mit einer Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Eduard von Magdeburg (1844–1932), eröffnet:Geehrte Herren!Hauptsächlich zur Vornahme von gesetzlich jetzt zu bewirkenden, nicht aufschiebbaren Wahlen und zur Erledigung wichtiger ... »Details - 24. November 1897: Elektro-Straßenbahnen fahren in Darmstadt
Ab dem 24. November 1897 fahren die ersten Elektro-Straßenbahnlinien im Zentrum von Darmstadt. Die Züge wurden von der Firma Siemens & Halske in Berlin gebaut. Der Betrieb der Straßenbahn wird am 31. März 1899 von der Stadt übernommen.(StH) ... »Details - 27. November 1897: Uraufführung von „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauß in Frankfurt
Am 27. November 1897 wird in der Frankfurter Oper „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss (1864–1949) uraufgeführt.(StH) ... »Details - 28. November 1897: Einweihung der neu erbauten Lutherkirche in Kassel
Am 28. November 1897 (erster Advent) wird die Lutherkirche am Rande der Altstadt in Kassel festlich eingeweiht. Als Tochterkirche der stark angewachsenen lutherischen Gemeindekirche am Graben wurde sie auf dem seit 1843 aufgelassenen Altstädter Friedhof errichtet, den die Gemeinde 1889 der Stadt Kassel abgekauft hatte. Einige Grabsteine des ehemaligen Friedhofs mussten zu Gunsten des Kirchenbaus ... »Details - 1898: Bau einer Arbeitersiedlung (Cramer-Klett-Siedlung) in Gustavsburg
Zwischen 1896 und 1898 wird in Gustavsburg eine von dem Darmstädter Oberbaurat Karl Hofmann (1856–1933) konzipierte Siedlung für die Arbeiter der Brückenbauabteilung der Firma MAN – entstanden aus der Firma „Klett & Co.“, die 1859 bis 1862 die Mainzer Südbrücke errichtet hatte – erbaut. Der noch heute verwendete Name Cramer-Klett-Siedlung würdigt den Gründer der MAN Theodor von ... »Details - 1898: Beschäftigung von Arbeiterinnen und Jugendlichen in Ziegeleien
Die Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund von 1869 regelte unter anderem die Arbeitsbedingungen für Arbeiterinnen und Arbeiter, aber auch für Kinder und Jugendliche. Seit dem preußischen „Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Fabriken“ aus dem Jahr 1839 wurde das Mindestalter für die Aufnahme einer Beschäftigung immer weiter hochgesetzt, von neun auf 13 Jahre. ... »Details - 1898: Die gewerbliche Beschäftigung von Schulkindern in Kassel
Seit 1871 durften Kinder unter 13 Jahren nicht in Fabriken beschäftigt werden, da sie bis dahin noch schulpflichtig waren. In mehreren Umfragen, die die Stadt Kassel in den 1890er Jahren an den dortigen Schulen durchführte, konnte festgestellt werden, dass zu diesem Zeitpunkt tatsächlich keine Kinder mehr in Fabriken arbeiteten, aber circa 10 Prozent dennoch gewerblich tätig waren, in dem sie ... »Details - 1898: Antisemitische Postkarten
Das Frankfurter Hotel „Kölner Hof“ erlangte nach 1895 überregionale Bekanntschaft, in dem es damit warb, das einzige „judenfreie“ Hotel der Stadt zu sein. Der Inhaber Hermann Laass (1866–1936) ließ „Freifahrtkarten nach Jerusalem“ verteilen und bot seinen Gästen antisemitische Postkarten an. Bier ließ er aus Krügen mit der Aufschrift „Kauft nicht bei Juden“ ausschenken. Die ... »Details - 21. März 1898: Eröffnung des 32. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
In Wiesbaden wird um 12 Uhr im Saal der Königlichen Regierung der 32. Kommunallandtag des Regierungsbezirks durch eine Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, dem Oberpräsidenten Eduard Magdeburg (1844–1932) eröffnet:|Geehrte Herren!Da die Stelle des Regierungs-Präsidenten in Wiesbaden zur Zeit unbesetzt und mithin meine Vertretung in den Geschäften des Königlichen ... »Details - 10. Mai 1898: Einweihung des „Wimmel-Denkmals“ in Kassel
Das sogenannte Wimmel-Denkmal in Kassel entsteht aufgrund einer Stiftung der Brüder Heinrich (1830–1881) und Johannes Wimmel (1823–1892), die gemeinsam ein Maler- und Weißbindergeschäft in Kassel betrieben. Einen Teil ihres in der Stiftung verwalteten Nachlasses, der dem Wohnungsbau und der Krankenpflege gewidmet werden sollte, hatten sie für ein „Denkmal zur Verherrlichung der Einigung ... »Details - 16. Juni 1898: Wahl zum Deutschen Reichstag
Gewählte Abgeordnete ... »Details - 16. Juli 1898: Kuraufenthalt von Kaiserin Elisabeth von Österreich in Bad Nauheim
Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich das Thermalsolebad Bad Nauheim als Kurort von Weltrang etabliert. Die vor allem im Sommer beliebte Badekur diente dabei oft nicht nur gesundheitlichen Zwecken, sondern auch der Geselligkeit mit internationaler Prominenz.|Zu den illustren Gästen zählte unter anderem Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837–1898), die am 16. Juli 1898 eine Badekur zu ... »Details - 27. August 1898: Einweihung der neuen Synagoge in Schlüchtern
Nachdem die alte Synagoge am Obertor, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts umgebaut worden war, für die gewachsene Zahl der Gemeindemitglieder zu eng wurde, beschloss die israelitische Gemeinde in Schlüchtern, den Wiesbadener Architekten Joseph Beitscher (geb. 1862) mit dem Bau einer neuen Synagoge zu beauftragen. Diese wird am 26. August 1898 feierlich eingeweiht. Die Weiherede hielt der ... »Details - 17. September 1898: Eröffnung des Volksbades in Gießen
Am 17. September 1898 wird das „Volksbad“ in Gießen eröffnet, welches durch den im Jahr 1896 gegründeten „Gießener Volksbad“-Verein mit einem Aktienkapital von 180.000 Mark gefördert wurde. In diesem wurden Brause-, Dampf-, Wannenbäder und eine Schwimmhalle vereint. Geöffnet war die Badeanlage von 6 bis 21 Uhr, im Winter von 8 bis 19 Uhr zu einem Preis von 40 Pfennig – Zuschauer ... »Details
