Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. Mai 1849: Schließung der Spielbank in Homburg
    Zum 1. Mai 1849 wurde in der Frankfurter Nationalversammlung ein Gesetz verabschiedet, das öffentlichen Spielbanken den Betrieb untersagte. Glücksspiel galt als „Mittel zur Beförderung des Volkselends“, ein Verbot als wirksame Maßnahme gegen die Spielsucht. ... »Details
  2. Mai 1849: Der Künstler Karl (Charles) Nahl wandert nach Amerika aus
    Mitte Mai 1849 schiffen sich der einer angesehenen Kasseler Künstlerfamilie entstammende Carl Nahl (1818–1878) und sein Halbruder Hugo Arthur Nahl (1833–1889) von Le Havre nach New York ein, wo sie Ende Juni ankommen. Neben Mutter und Geschwistern begleitete sie auch Friedrich August Wenderoth (um 1819–1884), der ebenso wie sie an der Akademie in Kassel ausgebildet worden war. Zusammen mit ... »Details
  3. 17. Mai 1849: In Mainz wird der Frauenhilfsverein „Humania“ gegründet
    Auf Initiative der der Schriftstellerin Kathinka Zitz-Halein (1801–1877), die sich 1845 der deutschkatholischen Bewegung um Eduard Duller (1809–1853) angeschlossen hatte, gründet sich am 16. Mai 1849 der Frauenhilfsverein „Humania“ in Mainz. Derartige Vereine entstanden damals an vielen Orten im Deutschen Bund.  ... »Details
  4. 23. Mai 1849: Volksversammlungen in Erbach und Ober-Laudenbach
    Ende April 1849 hatte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) endgültig die Kaiserkrone abgelehnt. Nachdem einige Staaten des Deutschen Bundes die von der Nationalversammlung ausgearbeitete Verfassung nicht angenommen hatten, kam es zu Aufständen. Radikale Gruppen versuchten mit Waffengewalt, die Verfassung durchzusetzen. Baden war der Hauptschauplatz der Auseinandersetzung, ... »Details
  5. 26. Mai 1849: Gründung des neuen Hospitals in Fritzlar
    Seit dem Mittelalter besteht ein Armenhospital der Stadt in Fritzlar nahe an der Spitalsbrücke am Mühlgraben. Mit der Säkularisation erhält dieses Heilig-Geist-Hospital das nahe gelegene Gebäude des Franziskanerklosters und Besitzanteile des Petrus-Stiftes überwiesen. Der Stadtrat vereinigt damit die alte Hospitalstiftung mit der Armenstiftung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts leben elf arme ... »Details
  6. 2. Juni 1849: Zustoß zu den Badischen Aufständen durch die Hanauer Turnerwehr
    In Erbach beschlossen 6.000 Odenwälder bei einer Volksversammlung am 23. Mai 1849 für die Frankfurter Reichsverfassung in Baden teils bewaffnet zu kämpfen.  ... »Details
  7. 7. Juni 1849: Rücktritt von August Hergenhahn und Ende der nassauischen März-Regierung
    Da Preußen den Widerruf der Reichsverfassung, welche in der Frankfurter Nationalversammlung beschlossen wurde, erzwingt, tritt am 7. Juni 1849 der nassauische Ministerpräsident August Hergerhahn (1804–1874) zurück. Sein Nachfolger wird der Konservative Freiherr Friedrich von Wintzingerode (1799–1870). Daraufhin flohen Anfang Juli Karl Vogt (1817–1895) und Wilhelm Schulz (1797–1860) mit ... »Details
  8. 10. September 1849: Inbetriebnahme des Fürstenbahnhofs Hanau-Wilhelmsbad
    Am 10. September 1849 wird der Bahnhof Wilhelmsbad bei Hanau im Zusammenhang mit der Eröffnung der Bahnstrecke der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn in Betrieb genommen. ... »Details
  9. 19.Dezember 1849: Einweihung des Bahnhofs Guntershausen als kurhessischer Eisenbahnknotenpunkt
    Unweit der im gleichen Jahr fertiggestellten Eisenbahnbrücke über die Bauna befindet sich der Bahnhof Guntershausen, seinerzeit der erste Bahnknotenpunkt in Kurhessen. Hier wurden die west-östliche verlaufende Friedrich-Wilhelms-Nordbahn und die nord-südliche verlaufende Main-Weser-Bahn zusammengeführt. Bis zur Fertigstellung der direkten Linie Frankfurt-Bebra im Jahr 1868 wurde der gesamte ... »Details
  10. 29. Dezember 1849: Der Bahnhof Wahlershausen (Wilhelmshöhe) wird in Betrieb genommen
    Als Bahnstation für die kurfürstliche Familie besaß das Empfangsgebäude in Wahlershausen (heute Kassel-Wilhelmshöhe) eine besondere Bedeutung. Es lag unterhalb des Schlossparks Wilhelmshöhe südlich des Kreuzungspunktes von Bahntrasse und Wilhelmshöher Allee ungefähr dort, wo sich heute der moderne Fernbahnhof Wilhelmshöhe befindet.|Der Direktor der kurhessischen Staatsbahnen Julius Eugen ... »Details
  11. 1850: Julius Eugen Ruhl wird erster Generaldirektor der Staatseisenbahnen in Kurhessen
    Am 5. Juli 1850 ernennt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) den Kasseler Hofbaudirektor Julius Eugen Ruhl (1796–1871), der schon seit 1846 als Referent für Eisenbahnangelegenheiten tätig war, zum Generaldirektor für die hessischen Staatseisenbahnen.|Zahlreiche repräsentative Empfangsgebäude im Kurfürstentum Hessen wurden von ihm geplant. Entlang der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn ... »Details
  12. 1850: Gründung des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Nassau
    1850 gründet sich EVIM, der Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau, um der christlichen kirchlichen Sozialarbeit einen organisatorischen Rahmen zu geben. Er besteht noch heute und bietet für Kinder und Jugendliche, Kranke, Alte und Arme soziale Hilfen und Unterstützung an. Im 19. Jahrhundert werden in sogenannten Rettungshäusern Kinder und Jugendliche aufgenommen, um ihnen eine ... »Details
  13. 1850: Carl Morgenstern malt im Auftrag des Frankfurter Senats eine Stadtansicht von der Mainseite
    1850 erhält der Maler Carl Morgenstern (1811–1893) vom Rat der Stadt Frankfurt am Main den Auftrag, eine Ansicht der Stadt von der Mainseite anzufertigen. Das 162 cm breite Bild, für das er 1.000 Gulden erhält, wird zu seinem berühmtesten Werk, das er aufgrund des Erfolges noch in zahlreichen weiteren Versionen anfertigte.|Carl Morgenstern entstammte einer seit mehreren Generationen in ... »Details
  14. 1850: Anzeigen von Auswanderungsagenten
    Für Auswanderungsagenten boten Zeitungsannoncen eine gute Möglichkeit, ihre Dienste anzupreisen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts fanden sich fast täglich Anzeigen in den hessischen Zeitungen. Die Angebote beschränkten sich auf eine Auswanderung nach Übersee, wer innerhalb Deutschlands oder Europas eine neue Zukunft suchte, musste in der Regel seine Reise alleine organisieren.(StF) ... »Details
  15. Februar 1850: Ludwig Emil Grimm verfasst die „Schweinerolle“
    Als Geschenk für seine Tochter Friederike (1833–1914) verfasst Ludwig Emil Grimm (1790–1863), jüngster Bruder von Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) und Professor für Zeichenkunst an der Akademie in Kassel, im Februar 1850 die „Kurze Lebensbeschreibung einer merkwürdigen und liebevollen Sau, geboren in Ihringshausen 1849“, eine 810 cm lange und 10,5 cm hohe ... »Details
  16. Februar 1850: Die Sektkellerei Kupferberg beginnt die Produktion in Mainz
    Im Februar 1850 siedelt sich Christian Adalbert Kupferberg (1824–1876) mit einer eigenen Sektkellerei in Mainz-Laubenheim an. Bereits zwei Jahre nach Firmengründung wird die Marke „Kupferberg Gold“ eingetragen und zählt damit zu den ältesten deutschen Marken. ... »Details
  17. 10. Februar 1850: Erster Bezirkstag der geeinten Arbeitervereine in Offenbach
    Am 10. Februar 1850 versammeln sich die durch die „Arbeiterverbrüderung“ geeinten Arbeitervereine des Rhein-Main-Gebiets zum ersten Bezirkstag in Offenbach am Main.(StH) ... »Details
  18. 23. Februar 1850: Ludwig Hassenpflug wird zum zweiten Mal Regierungschef in Kassel
    Am 23. Februar 1850 ersetzt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) in Kassel den infolge des „Hanauer Ultimatums“ von 1848 eingesetzten Innenminister Bernhard Eberhard (1795–1860) durch Ludwig Hassenpflug (1794–1862), der bereits zwischen 1832 und 1837 faktisch als kurhessischer Ministerpräsident amtiert hatte.  ... »Details
  19. 4. März 1850: Inbetriebnahme des Bahnhofs Kirchhain
    Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Teilstrecke von Kirchhain nach Marburg der Main-Weser-Bahn wurde am 5. April 1850 das Stationsgebäude in der 12 km östlich von Marburg gelegenen Kleinstadt Kirchhain eröffnet.|Der Kasseler Architekt Julius Eugen Ruhl (1796–1871) konzipierte einen variierten Typenbau aus rotem Backstein im zeittypischen Rundbogenstil. Der durch einen erhöhten ... »Details
  20. 9. April 1850: Einsturz des Neuen Wasserfalls im Schlosspark Wilhelmshöhe
    Am 9. April 1850 stürzte der 1822-1828 im Laufe der nordwestlichen Gartenerweiterung angelegte Neue Wasserfall im Park bei Schloss Wilhelmshöhe ein. Wasserbauinspektor Karl Steinhöfer (1747–1829) hatte dieses Gartenbauwerk für Kurfürst Wilhelm II. (1777-1847) im Kontext der Pläne des Hofgartenkontrolleurs Wilhelm Hentze (1793–1874) als letzten Teil der aufwendigen Parkgestaltung ... »Details