Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 6. Oktober 1954: Landtag bewilligt Vorausleihe an die SPD
    Der Hessische Landtag beschließt mit den Stimmen der SPD und eines Teils der CDU, dem SPD-Bundesvorstand eine Vorausleihe in Höhe von zwei Millionen DM zu gewähren. Die SPD erhebt Wiedergutmachungsansprüche für die von den Nationalsozialisten entschädigungslos enteigneten SPD-Institutionen und Unternehmungen (wie zum Beispiel die Union-Druckerei GmbH in Frankfurt am Main, die Kasseler ... »Details
  2. 6. Oktober 1954: Landesregierung erhält keine Einladung zur Kanzlerrede
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erklärt in einer Fragestunde des Hessischen Landtages, dass die Landesregierung keine offizielle Einladung zur Rede des Bundeskanzlers auf einer Wirtschaftsveranstaltung in Offenbach am Main erhalten habe. Nur er selbst und der Minister für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD), haben eine persönliche ... »Details
  3. 6. Oktober 1954: Hessen verlängert Betriebsratsgesetz
    Einstimmig beschließt der Hessische Landtag ein Gesetz, das die Amtszeit der Betriebsräte in der Verwaltung und den öffentlichen Betrieben des Landes und der Gemeinden bis zum 31. Oktober 1955 verlängert. Eine Regelung durch den Bundesgesetzgeber in dieser Sache steht bislang noch aus.(MB) ... »Details
  4. 8. Oktober 1954: Hessischer Rundfunk räumt Sendezeit für Wahlkampf ein
    Der Hessische Rundfunk wird für die anstehende Landtagswahl am 28. November sein Programm derart gestalten, dass den Parteien ab dem 1. November pro Tag zehn Minuten Sendezeit eingeräumt werden. Am 16. November soll eine Debatte mit Vertretern aller Landtagsparteien stattfinden. Auch andere Parteien können an dieser Debatte teilnehmen, sofern sie in allen hessischen Wahlkreisen Kandidaten ... »Details
  5. 12. Oktober 1954: Land Hessen gewährt Bundesbahn 100 Millionen DM Kredit
    Der Haushaltsausschuss des Hessischen Landtages bewilligt der Landesregierung einen 100-Millionen-DM-Kredit, den diese der Deutschen Bundesbahn zur Verfügung stellen wird. Mit diesem Geld sollen die wichtigsten Bahnstrecken in Hessen elektrifiziert werden. Die Durchführung dieser Arbeiten soll möglichst durch hessische Firmen erfolgen.(MB) ... »Details
  6. 20. Oktober 1954: CDU schlägt hessisches Wahltoto vor
    Die hessische CDU-Landtagsfraktion schlägt die Einführung eines Wahltotos vor. Diejenigen, die das Ergebnis der anstehenden Landtagswahl am nächsten schätzen, sollen Preise aus dem Fond für die staatsbürgerliche Erziehung erhalten.(MB) ... »Details
  7. 21. Oktober 1954: Veröffentlichung des Wahlmanifests der Hessen-SPD
    Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heinrich Schneider (1905–1980) verkündet, dass die SPD für den Wahlkampf kein Programm, sondern ein Wahlmanifest veröffentlichen werde. Die Partei verweist auf ihre Erfolge in der zurückliegenden Legislaturperiode und kündigt an, dass sie die hessische Wirtschaft weiter unterstützen werde, wie dies auch durch den Hessen-Plan geschehen sei. Zur ... »Details
  8. 21. Oktober 1954: Studentendarlehen in Hessen vorgeschlagen
    Das Ministerium für Erziehung und Volksbildung, die Studentenwerke und die Rektoren der hessischen Hochschulen regen beim hessischen Finanzministerium die Einführung von Studentendarlehen in Hessen an. Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, soll dadurch die erfolgreiche Beendigung des Studiums ermöglicht werden. Damit soll verhindert werden, dass die Studenten für ihren ... »Details
  9. 28. Oktober 1954: Zinn lehnt Wiedervereinigung von Mainz mit rechtsrheinischen Vororten ab
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) lehnt die Wiederherstellung der Einheit der Stadt Mainz mit seinen rechtsrheinischen Vororten Amöneburg, Kastel und Kostheim ab. Dies teilt er seinem rheinland-pfälzischen Amtskollegen Peter Altmeier (1899–1977; CDU), der einen solchen Vorschlag unterbreitet und einen entsprechenden Staatsvertrag gefordert hatte, in einem ... »Details
  10. November 1954: Heinrich von Brentano in Büdingen
    In Büdingen spricht der Bundestagsabgeordnete der CDU Heinrich von Brentano (1904–1964). Hier äußert er sich zur Saarfrage und Pariser Verträgen. Von Brentano wird als künftiger Außenminister der Bundesrepublik gehandelt und stammt aus Hessen.(MB) ... »Details
  11. 1. November 1954: Misstöne zwischen den Oppositionsparteien
    Die hessische CDU äußert ihr Missfallen über die Ausfälle der FDP gegen die Union. Ihr Vorsitzender Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) erklärt: ... »Details
  12. 1. November 1954: Schulpolitik wird zum Wahlkampfthema
    Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) wendet sich gegen die Forderung der CDU, die im Wahlkampf eine Schulpolitik frei von politischen Ideologien gefordert hatte. Vielmehr sieht der Minister in dieser Forderung einen Angriff auf die Lehrerschaft, da dieser indirekt der Vorwurf „politischer Hörigkeit“ gemacht werde. Ebenso sei das Verlangen, die Gesamtschule mit ... »Details
  13. 4. November 1954: VDK kündigt „Woche der offenen Herzen“ an
    Zugunsten von Kriegsversehrten kündigt der Verband der Kriegsbeschädigten (VDK) an, ab dem morgigen Freitag, die einwöchige Sammelaktion „Woche der offenen Herzen“ durchzuführen. Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) unterstützt das Vorhaben, das unter dem Motto „Die Toten mahnen – Vergeßt die Lebenden nicht“, und ruft die hessische Bevölkerung zu Spenden auf. ... »Details
  14. 5. November 1954: Änderung des Sonn- und Feiertagsgesetz beschlossen
    In der letzten Sitzung des Hessischen Landtages dieser Legislaturperiode wird die Gesetzesänderung zu Sonn- und Feiertagen in Hessen von der SPD und der CDU gegen die Stimmen der FDP angenommen. Die Freien Demokraten hatten für den Volkstrauertag die Formel „Gedenktag für die Toten beider Weltkriege und des Nationalsozialismus“ eingefordert und dem Volkstrauertag denselben gesetzlichen ... »Details
  15. 10. November 1954: Wahlkampfveranstaltung der FDP in Frankfurt
    In Frankfurt am Main spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung der FDP der Bundestagsabgeordnete August-Martin Euler (1908–1966), auf der er die SPD-geführte Regierung Hessens kritisiert. Er betont, dass im Falle eines Wahlsieges der FDP und der Union durch ein Abkommen der beiden Parteien die christlichen Gemeinschaftsschule an die Stelle der Bekenntnisschule treten werde, was den ... »Details
  16. 19. November 1954: Beschwerde über SPD-Wahlplakat
    Der Vizepräsident des Hessischen Landtages,Dr. Ernst Schröder (1893–1976; CDU), fordert Landtagspräsident Otto Witte (1884–1963; SPD) auf, den Hauptausschuss einzuberufen. Der Ausschuss soll über einen Antrag Schröders entscheiden, der das Verbot eines SPD-Wahlplakates fordert, auf dem das hessische Landeswappen zu sehen ist. Dieses dürfe nicht für politische Werbung einer Partei ... »Details
  17. 19. November 1954: Strafanzeige gegen die FDP wegen Verleumdung des Wirtschftsministers
    Die hessische Staatskanzlei stellt gegen den Landtagskandidaten der FDP, Adam Euler (1919–1971) aus Altengronau, Strafanzeige wegen Verleumdung des hessischen Arbeits- und Wirtschaftsministers Heinrich Fischer (1895–1973; SPD). Die FDP hatte über auf Lastwagen montierte Lautsprecher verkünden lassen, dass der Minister wegen Landesverrats im Zuchthaus gesessen habe. Richtig ist, dass Fischer ... »Details
  18. 19. November 1954: Entschädigung und neue Wohnungen für Besatzungsgeschädigte
    Die Landesregierung verkündet, dass bis Ende des Jahres 1.900 neue Wohnungen bezugsfertig sind, für diejenigen, deren Häuser und Wohnungen im Zuge der Besatzung beschlagnahmt worden waren. Zudem wird künftig das Besatzungskostenamt den Ersatz von Gebäuden und beschädigtem Inventar vorschießen, um das Verfahren zu vereinfachen.(MB) ... »Details
  19. 24. November 1954: Georg-Büchner-Preis an Martin Kessel
    Der diesjährige Georg-Büchner-Preis wird an den in West-Berlin lebenden Schriftsteller Martin Kessel (1901–1990) verliehen. Dr. Frinz Usinger (1895–1982), Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die den Literaturpreis jährlich verleiht, bezeichnet Kessel in seiner Laudatio als „philosophischen Humoristen und Realitätsromantiker“.0=Frankfurter Allgemeine ... »Details
  20. 25. November 1954: Bundeskanzler Adenauer greift in hessischen Landtagswahlkampf ein
    Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) greift über Radio Frankfurt in den hessischen Landtagswahlkampf ein, und greift dort die SPD für ihre Parole der „500.000 Mann in Kasernen“ an, die er der Losung „Ohne Mich“ von 1950 vergleicht. Da viele Argumente im Wahlkampf die Außenpolitik betreffen rechtfertigt Adenauer im Radio eine Einmischung in Hessen.(MB) ... »Details