Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 2. Mai 1954: Einweihung des Schuldorfs Bergstraße
    Das Schuldorf Bergstraße wird eingeweiht. Es ist die erste Einrichtung bundesweit, die ein Kind vom Kindergarten bis zum Abitur begleitet. Der feierlichen Eröffnung wohnt Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) bei. Die Kosten für die 18 Schulgebäude, rund 3,85 Millionen DM, wurden vom Land Hessen, dem amerikanischen McCloy-Fond sowie der Gemeinde Heppenheim getragen. Errichtet ... »Details
  2. 3. Mai 1954: Besuch Dr. Luthers in Hessen
    Anfang Mai hält sich der ehemalige Reichskanzler Dr. Hans Luther (1879–1962), derzeit Vorsitzender des Sachverständigenausschusses für die Neugliederung des Bundesgebietes, in Hessen auf. In hessischen Regierungskreisen wird die Schaffung eines Rhein-Main-Fränkischen Landes gefordert, das neben der ehemalig hessischen Provinz Rheinhessen auch badisches Gebiet zwischen der südlichen ... »Details
  3. 4. Mai 1954: Kabinettsbeschluss zur Gründung der „Hessischen Landeszentrale für Heimatdienst“
    Das von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) geführte Kabinett fasst im Landtag in Wiesbaden den Beschluss zur Gründung einer „Landeszentrale für Heimatdienst“, deren Auftrag die „politische – nicht parteigebundene – Bildungsarbeit im Land Hessen“ ist und die die „Entwicklung des freiheitlich-demokratischen Bewußtseins“ bei allen Bürgern, besonders aber bei ... »Details
  4. 4. Mai 1954: Hessisches Kabinett billigt Entwurf zum Abschlussgesetz zu Artikel 41
    Das hessische Kabinett billigt den Abschlussgesetzentwurf zu Artikel 41, dem Sozialisierungsartikel der Hessischen Verfassung. Folgende Regelung soll bei Sozialisierungsmaßnahmen gelten: Als Klein- und Mittelbetriebe, die von der Sozialisierung ausgenommen werden, gelten nach dem Abschlußgesetz Bergbaubetriebe mit weniger als 500 Beschäftigten, ferner Betriebe der Eisen- und Stahlerzeugung mit ... »Details
  5. 4. Mai 1954: Innenminister Zinnkann unterstützt Forderung für höhere Grundrenten
    Der hessische InnenministerHeinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) unterstützt nach einem Treffen mit dem hessischen Landesverband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner die Forderung nach höheren Grundrenten. Hintergrund des Treffens ist die Rede des Ministers in Heuchelheim, in der er darlegte, dass Rentner mit sehr hohen Rentenbezügen – über 2.000 DM – auf ihre ... »Details
  6. 5. Mai 1954: Hessischer Landtag berät über mehr Sicherheit bei Klassenfahrten
    Aufgrund des Dringlichkeitsantrages des Gesamtdeutschen Blocks, berät der Hessische Landtag die Verbesserung der Sicherheit für Schüler bei Klassenfahrten.0=Hintergrund des Antrags ist das sogenannte Heilbronner Dachsteinunglück im April 1954, bei dem zehn Schüler und drei Lehrer ums Leben kamen. Siehe Wikipedia:Heilbronner Dachsteinunglück (eingesehen am 5.5.2022). Der ehemalige hessische ... »Details
  7. 5. Mai 1954: Landtag berät Erwerb des Struwwelpeter-Manuskripts
    Der Hessische Landtag berät nach einem Antrag der FDP-Fraktion den Erwerb des Struwwelpeter-Manuskripts durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt am Main. Die Partei bedauert, dass derartiges Kulturgut nicht mehr wie früher geschützt sei. Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) weist daraufhin, dass seit Bekanntgabe des Interesse des Landtags an dem Manuskript der Preis von 35.000 DM ... »Details
  8. 7. Mai 1954: Mehr Personal an Schulen und Hochschulen
    Der Haushaltsausschuss des Hessischen Landtages beschließt, an der Gießener Justus-Liebig-Hochschule zwei neue Lehrstühle einzurichten. Dadurch soll das Studium generale und der landwirtschaftliche Forschungszweig – besonders der deutsche Osten – gestärkt werden. An Volksschulen sollen 10.868 und an Mittelschulen 626 Lehrkräfte arbeiten.(MB) ... »Details
  9. 14. Mai 1954: CDU spricht sich im Wahlkampf klar gegen Große Koalition aus
    Der CDU-Landesvorsitzende Hessens, Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) spricht sich auf einer Tagung der hessischen Akademie in Gießen eindeutig gegen eine Zusammengehen der CDU mit den Sozialdemokraten aus. Die Union trete mit dem klaren Ziel an, die SPD von der Macht zu verdrängen und stehe zu ihrem Bekenntnis zur FDP. Mit dieser habe sie zudem die Eckpunkte der künftigen Schulpolitik geklärt; ... »Details
  10. 15. Mai 1954: Botanische Aufnahme in den Bombentrümmern in Frankfurt
    Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet über die vielen Wildpflanzen, die sich in den Ruinenfeldern von Frankfurt am Main angesiedelt haben. Sie zählt nicht weniger als 150 Arten in den Trümmern der Stadt. Das reicht von Weidenröschen bis zu Nutzpflanzen wie Kartoffeln. In den Ruinen finden sich auch Sträucher und meterhohe Bäume. Angesichts des rasanten Wiederaufbaus sieht das Blatt ... »Details
  11. 21. Mai 1954: Flüchtlingsbetriebe in der Glas- und Feinkeramik
    Etwa ein Drittel der Glas- und Feinkeramikbetriebe in Hessen ist in den Händen von Flüchtlingen.(OV) ... »Details
  12. 21. Mai 1954: Kein Wahlgesetzvorschlag des Gesamtdeutsche Blocks
    Der Fraktionsvorsitzende des Gesamtdeutschen Blocks im Hessischen Landtag, Klaus Stein (1890–1974), erklärt in der hessischen Landeshauptstadt, seine Partei werde keinen eigenen Wahlgesetzvorschlag vorlegen. Der seitens der SPD vorgelegte Entwurf mit seiner Tendenz zum Verhältniswahlrecht finde beim Block Anklang, auch wenn der endgültige Entwurf des Gesetzes, sobald dieser wörtlich ... »Details
  13. 27. Mai 1954: Ministerpräsident Zinn gibt Erklärung zu Ausführungsgesetz zu Artikel 41 im Landtag
    Bei der ersten Lesung des Ausführungsgesetz zu Artikel 41 gibt Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) im Hessischen Landtag eine Erklärung ab. Zunächst betont er, dass die Sozialisierung kein allein sozialdemokratisches Projekt war, sondern auch auf die Zustimmung in Teilen des bürgerlichen Lagers traf. Zudem habe sich am 1. Dezember 1946 die Bevölkerung Hessens mit rund 72 % ... »Details
  14. 2. Juni 1954: Hessischer Landtag wählt die Mitglieder der zweiten Bundesversammlung
    In der 65. Plenarsitzung des Hessischen Landtags werden die insgesamt 44 hessischen Vertreter für die zweite Bundesversammlung, die am 17. Juli 1954 zusammentreten wird, gewählt. Bei der Wahl entfallen auf die SPD 27 Mandate, auf die FDP sieben, die CDU darf sechs Vertreter nach Bonn entsenden, der Gesamtdeutsche Block / Bund der Heimatlosen und Entrechteten vier. ... »Details
  15. 4. Juni 1954: Großes Fischsterben im Altrhein durch Merck-Abwässer
    Giftige Abwässer der Firma Merck in Darmstadt verursachen im Altrhein ein großes Fischsterben (160 Zentner tote Fische werden geborgen) und Empörung in der Bevölkerung. In einer Sondersitzung fordert die Ginsheimer Gemeindevertretung von Merck Abhilfe binnen 14 Tagen. Vertreter der Firma treffen mit den zuständigen Behörden aus Darmstadt, Wiesbaden und Mainz zusammen. Dabei unterstreicht ... »Details
  16. 13. Juni 1954: Parteitag der SPD Hessen-Nord
    Auf dem Parteitag der SPD des Bezirks Hessen-Nord wird der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) als Vorsitzender wiedergewählt. In seiner Rede erteilt er dem Vorwurf die SPD erhöhe Lehrsätze zu Dogmen eine klare Absage. Da der Parteitag und dem Motto „Tag der Geistesfreiheit“ steht, mahnt Zinn die Verfolgung von Protestanten in Italien, Spanien und Kolumbien und das ... »Details
  17. 30. Juni 1954: Hessischer Haushalt verabschiedet
    Der Hessische Landtag verabschiedet den Haushalt für das Jahr 1954. Die SPD stimmt dafür, CDU und FDP dagegen und der Gesamtdeutsche Block enthält sich der Stimme. Die Einnahmen des Bundeslandes belaufen sich auf 1.701.562.800 DM und die Ausgaben auf 1.784.913.400 DM. Der ordentliche Haushalt weist einem Fehlbetrag von 83.350.600 DM auf. In der Debatte nutzt die FDP die Chance, die Arbeit der ... »Details
  18. Juli 1954: Hessen legt Gesetz zur elterlichen Mitarbeit an Schulen auf Eis
    Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) gibt auf einer Sitzung des Landeselternbeirates bekannt, dass das Gesetz zur elterlichen Mitarbeit an Schulen vor den anstehenden Landtagswahlen nicht mehr den Landtag passieren wird. Die SPD hat damit den Vorschlag der CDU aufgenommen, das Gesetz vor den Wahlen ruhen zu lassen. Das Gesetz sieht vor, dass in den einzelnen Klassen ... »Details
  19. 1. Juli 1954: Landtagsausschuss billigt das neue Wahlgesetz
    Der Hauptausschuss des Hessischen Landtages nimmt mit den Stimmen der SPD und des Gesamtdeutschen Blocks den Entwurf zum neuen Wahlgesetz an. CDU und FDP enthalten sich ihrer Stimme. Seitens der Opposition wird besonders die Erhöhung der Abgeordnetenzahl von 80 auf 96 kritisiert. Ebenso fordert diese – allerdings vergeblich –, „die Bundeswahlkreise zu übernehmen, die Zahl der ... »Details
  20. 4. Juli 1954: Deutscher Mittelstandsblock und hessische Opposition nähern sich an
    Der hessische Landesverband des Deutschen Mittelstandsblock führt in Frankfurt am Main Gespräche mit den Vorsitzenden der hessischen Union und der hessischen FDP, in denen sie übereinkommen, während des Wahlkampfes und in der Zeit nach der Wahl zusammen zu arbeiten.(MB) ... »Details