Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 11. August 1935: Eröffnung der Festlichkeiten zur 700-Jahrfeier des Limburger Doms
    Mit einem Pontifikalamt eröffnet Bischof Antonius Hilfrich (1873–1947) die mehrwöchigen Festlichkeiten zur 700-Jahr-Feier des Limburger Doms. Unter dem Thema „Der Glaube ist heute mehr in Gefahr als je“ finden auch am 18. August und 8. September Gottesdienste und Prozessionen mit Tausenden von Teilnehmern verschiedener katholischer Verbände statt.(OV) ... »Details
  2. 18. August 1935: Kongress für Städtereinigung in Frankfurt
    In Frankfurt am Main findet der Internationale Kongress für Städtereinungung statt. Dabei führt die Stadt Hannover eine neue Straßenstaubsaugmaschine mit einer Arbeitsbreite von 220 Zentimetern und einer Arbeitgeschwindigkeit von 15-20 km/h vor, die in sechs Stunden bis zu 3.000 Kilogramm Straßenschmutz aufsaugen kann. Mit einem Pontifikalamt eröffnet Bischof Antonius Hilfrich (1873–1947) ... »Details
  3. 19. August 1935: Tagung der deutschen Bischöfe in Fulda
    In Fulda tagen die deutschen katholischen Bischöfe, die erstmals seit zwei Jahren wieder einen Hirtenbrief herausgeben, der von allen Kanzeln verlesen wird. Im Hirtenbrief nehmen die Bischöfe vor allem Stellung gegen die Hitlerjugend.(OV) ... »Details
  4. 28. August 1935: Frankfurter Goethepreis an Hermann Stegemann
    Den diesjährigen Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main erhält der in der Schweiz lebende Journalist und Schriftsteller Hermann Stegemann (1870–1945). Der in Koblenz geborene Stegemann war vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen angestellt. Seinen politischen Ansichten nach war er zu dieser Zeit dem linksliberalen Spektrum zuzuordnen. Während des Krieges ... »Details
  5. September 1935: Berichte über Verfolgungen und Diskriminierungen von Juden in Hessen
    Der Deutschland-Bericht des SPD Exilvorstands (Sopade) in Prag für den Monat September 1935 schildert ausführlich Meldungen über Terror gegen Juden, die aus dem ganzen Reich eingehen. Nach den Nürnberger Gesetzen hätten sich, so der Bericht einleitend, die Methoden der Judenverfolgung nicht geändert und die Willkür herrsche nach wie vor. Einzelaktionen seien nach wie vor an der ... »Details
  6. 3. September 1935: Erster Flug eines Muskelkraft-Flugzeugs in Frankfurt
    Die Presse berichtet vom ersten Flug eines durch Muskelkraft angetriebenen Flugzeugs auf dem Frankfurter Flugplatz Rebstock. Mit dem von den Diplomingenieuren Helmut Haeseler und Franz Villinger (1907–2009) entwickelten und von dem Flieger Dünnbeil in der Kabine der Maschine durch Muskelkraft angetriebenen Flugapparat sieht die Zeitung einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Flugwesens ... »Details
  7. 5. September 1935: Urteile gegen Kommunisten in Offenbach wegen Hochverrats
    Elf Kommunisten aus Stadt und Kreis Offenbach am Main werden vom Landgericht Darmstadt wegen „hochverräterischer“ Tätigkeit in einer Frankfurter Straßenbaufirma verurteilt. 19 weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe „Asphalt“ werden am 8. November in Kassel abgeurteilt. ... »Details
  8. 10.-16. September 1935: 7. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg
    In Nürnberg findet der 7. Reichsparteitag statt. Dazu werden unter anderem 465 Sonderzüge eingesetzt. Am 12. September fordert Adolf Hitler von dem angetretenen Reichsarbeitsdienst für alle das gleich Instrument der Arbeit ..., da Instrument, das ein Volk am meisten ehrt, den Spaten. Darin sieht Hitler die Waffe unserer inneren Selbstbehauptung. Am 13. September spricht Hitler vor 100.000 ... »Details
  9. 22. September 1935: Eröffnung der Frankfurter Messe
    Die Frankfurter Messe wird eröffnet.(OV) ... »Details
  10. Herbst 1935: Einrichtung einer Außenstelle des Sicherheitsdienstes der SS in Darmstadt
    Unabhängig von dem schon 1933 dem Reichsführer SS Heinrich Himmler (1900–1945) unterstellten hessischen Staatspolizeiamt wird in Darmstadt eine Außenstelle des Sicherheitsdiensts (SD) der SS eingerichtet. Mit den entsprechenden Stellen in Kassel und Wiesbaden untersteht sie dem SD-Abschnitt Rhein in Frankfurt am Main.(OV) ... »Details
  11. 3. Oktober 1935: Übergabe der Autobahn Darmstadt - Heidelberg
    Das Autobahn-Teilstück Darmstadt – Mannheim – Heidelberg wird dem Verkehr übergeben. Damit ist die Strecke zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg durchgehend auf einer mehrspurigen Schnellstraße befahrbar. Die Fernverkehrsstraße ist Teil eines Programms zum Bau eines ausgedehnten Reichsautobahn-Netzes, das am 27. Juni 1933 auf Weisung Hitlers durch die Reichsregierung gesetzlich ... »Details
  12. 7. Oktober 1935: Hitler-Christus-Vergleich bei Kundgebung der Hitlerjugend in Frankfurt
    Der Gauwalter der Deutschen Arbeitsfront (DAF) Hessen-Nassau und ehemalige Landesobmann der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation (NSBO) Willy Becker (1890–1945) versteigt sich als Hauptredner einer gemeinsamen Großkundgebung von Hitlerjugend und DAF im Hippodrom in Frankfurt am Main öffentlich zu einem Vergleich von Adolf Hitler mit Jesus Christus: in späteren Jahrhunderten ... »Details
  13. 13. Oktober 1935: Baldur von Schirach auf einer HJ-Kundgebung in Limburg
    Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach (1907–1974) erklärt auf einer Kundgebung der Hitlerjugend in Limburg an der Lahn: „Wer Hitler dient, dient Deutschland, wer Deutschland dient, dient Gott.“(OV) ... »Details
  14. 1. November 1935: Erste Wehrpflichtige werden eingezogen
    Nach der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht werden die ersten Rekruten aus dem Geburtsjahrgang 1914 eingezogen und rücken in die Kasernen ein. Gleichzeitig werden die Studenten aus den Jahrgängen 1911 bis 1913 aufgefordert, in der Wehrmacht einen freiwilligen Dienst von elf Monaten abzuleisten.(OV) ... »Details
  15. 9. November 1935: In Kassel erscheint zum letzten Mal das „Verordnungsblatt“ des „Stahlhelm“-Landesverbandes Hessen
    Nach der am 7. November 1935 angeordneten Auflösung des seit Dezember 1918 bestehenden paramilitärischen Wehrverbandes „Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund (Stahlhelm)“ (vormals: „Der Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten“) erscheint in Kassel zum letzten Mal das als „Verordnungsblatt“ betitelte verbandseigene Propaganda- und Mitteilungsblatt des ... »Details
  16. 12. November 1935: Landeskirchenrat übernimmt Leitung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau
    Ein neugebildeter „Landeskirchenrat“ übernimmt anstelle des entmachteten Landesbischofs die Leitung der Evangelischen Kirche Nassau-Hessen.(OV) ... »Details
  17. 26. November 1935: Paula Buber aus der Reichsschrifttumskammer gestrichen
    Die Frau des in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965), Paula Buber (1877–1958), wird wegen jüdischer Versippung aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen.(OV) ... »Details
  18. Dezember 1935: Bericht über krasse Misswirtschaft in der nationalsozialistischen Hanauer Stadtverwaltung
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands schildert am Beispiel der Stadt Hanau die ruinöse Mißwirtschaft der kommunalen Verwaltung, die von der NSDAP und ihren Günstlingen ausgeplündert und ruiniert wird: ... »Details
  19. Dezember 1935: Ruinierung des städtischen Vermögens in Bad Vilbel durch die Nationalsozialisten
    Der SPD-Exilvorstand schildert in seinem Deutschland-Bericht für den Monat Dezember 1935 die Ausplünderung und Ruinierung der Stadt Bad Vilbel durch die Nationalsozialisten: ... »Details
  20. 6. Dezember 1935: Uraufführung der deutschen Fassung des Trauerspiels „Der Stern von Sevilla“ in Gießen
    Das Trauerspiel „La Estrella de Sevilla“ („Der Stern von Sevilla“) des spanischen Dichters Félix Lope de Vega y Carpio (1562–1635) wird in der Bearbeitung des deutschen Schriftstellers und Übersetzers Hans Schlegel (1882–1957) am Stadttheater in Gießen uraufgeführt.  ... »Details
  21. 1936: Baubeginn der Marburger Kasernen
    In Marburg wird mit dem Bau zweier großer Kasernen begonnen: Südlich der Altstadt auf dem Kämpfrasen entstehen neue Gebäude für die ab 1867 angelegte Jägerkaserne (bezogen 1937), auf dem Berg über dem Stadtteil Ockershausen die spätere Tannenbergkaserne (bezogen 1938).(OV/UH) ... »Details
  22. Februar 1936: Berichte über Mißwirtschaft, Verfehlungen und Maßnahmen gegen Homosexuelle
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands in Prag (Sopade) für den Monat Februar 1936 gibt eine Zusammenstellung zahlreicher Fälle von Misswirtschaft und Verfehlungen durch NSDAP-Funktionäre und listet Beispiele für die Verfolgung von Homosexuellen auf:So wird etwa berichtet, dass ein nationalsozialistischer Pfarrer, Mitglied der SA, zu 1 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er ... »Details
  23. 8. Februar 1936: Uraufführung des Schauspiels „Schach dem Zaren“ von Wilhelm Müller-Scheld in Frankfurt
    Am Schauspielhaus in Frankfurt am Main wird das Stück „Schach dem Zaren“ von Wilhelm Müller-Scheld (1895–1970) uraufgeführt. Verantwortlich für die Inszenierung ist Hans Meissner (1896–1958), für die Gestaltung des Bühnenbilds Ludwig Sievert (1887–1966). Inhaltlich befasst sich das Stück in sieben Bildern mit dem Russlandfeldzug Napoleon I. von 1812. ... »Details
  24. 18. Februar 1936: Uraufführung des Dramas „Die Hochzeit von Dobesti“ von Theodor Haerten in Darmstadt
    Am Hessischen Landestheater in Darmstadt wird das von dem deutschen Dramaturgen und Theaterregisseur Theodor Haerten (1898–1968) verfasste Drama „Die Hochzeit von Dobesti“ uraufgeführt. Haerten, der sich während der 1930er Jahre als Autor einen Namen macht, erhält 1943 (als letzter Preisträger, der die Auszeichnung unter dem NS-Regime verliehen bekommt) den seit 1937 an „deutsche ... »Details
  25. 24. Februar 1936: Verbot des Karnevalsumzugs in Frankfurt-Heddernheim
    Die auf der Titelseite der Karnevalszeitung des Karnevalvereins in Frankfurt-Heddernheim („Käwwern-Zeitung“) abgedruckte Linolschnitt-Zeichnung einer Maske mit Schnapsnase, die Adolf Hitler zeigt, führt auf Anweisung des NSDAP-Gauleiters zu einem Verbot des traditionellen Karnevals-Umzugs bei der Hedderner Fastnacht. Bereits zuvor waren die Restexemplare der Zeitung beschlagnahmt worden. Der ... »Details
  26. März 1936: Nationalsozialist Hanns Johst liest in Darmstadt
    Der nationalsozialistische Schriftsteller, Präsident der Reichsschrifttumskammer und Freund Heinrich Himmlers Hanns Johst (1890–1978) liest bei seiner „Deutschlandfahrt“ unter anderem in Stuttgart, Darmstadt und Mainz.(OV) ... »Details
  27. 7. März 1936: Einmarsch der Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland
    Wehrmachtseinheiten marschieren auf Anweisung Hitlers in das bisher entmilitarisierte Rheinland ein. Das Reich bricht damit die Verträge von Versailles und Locarno. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) rechtfertigt vor dem Deutschen Reichstag in einer Sitzung in der Krolloper den Einmarsch mit mit dem Ausbau der Maginotlinie durch den westlichen Nachbarn Frankreich sowie mit ... »Details
  28. 8. März 1936: Hessisches Infanterieregiment 97 in Darmstadt unter altem Namen
    Das mit der Besetzung der seit 1918 entmilitarisierten Zone in Darmstadt eingerückte Infanterieregiment 97 trägt künftig wieder die Traditionsnummer 115 der hessischen Leibgarde.(OV) ... »Details
  29. 12. März 1936: Verschiebung der Frankfurter Messe wegen eines NSDAP-Massenappells
    Die Messe in Frankfurt am Main wird auf den 29. März verschoben, weil das Messegelände am 16. März für einen Massenappell der NSDAP gebraucht wird.(OV) ... »Details
  30. 14. März 1936: Bekanntgabe der Studentenzahlen für Großstadt-Universitäten
    Die Höchstzahlen der Studierenden im Sommersemester 1936 in den Universitäten in deutschen Großstädten werden bekannt gegeben. Danach dürfen zum Beispiel an der Universität Frankfurt am Main nur 2.000 Studierende eingeschrieben sein.(OV) ... »Details