Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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  1. 20. Januar 1971: Wahl des ersten Frankfurter Universitätspräsidenten
    Der Frankfurter Universitätskonvent als „parlamentarisches“ Selbstverwaltungsorgan der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, der in seiner ersten Legislaturperiode mit insgesamt 27 Professoren, 27 wissenschaftlichen und neun nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern sowie 21 Studenten besetzt ist, wählt am Spätnachmittag im ersten Wahlgang den 39 Jahre alten Professor der wirtschaftlichen ... »Details
  2. 20. Januar 1971: Absage der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt
    Der Präsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA), Dr. Johann Heinrich von Brunn (1908–1983), sagt überraschend die für den Spätsommer angekündigte 45. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main ab. Als wichtigsten Grund für diese Entscheidung nennt von Brunn den enormen Anstieg der mit der Ausstellung verbundenen Kosten, die der ungünstigen ... »Details
  3. 21. Januar 1971: Konzept einer „Regionalstadt Frankfurt“ von Oberbürgermeister Walter Möller
    Der Frankfurter Oberbürgermeister Walter Möller (1920–1971; SPD) stellt ein Konzept für das Projekt einer „Regionalstadt Frankfurt“ zur Diskussion, das eine stark vergrößerte Stadt mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern vorsieht. Möller sieht das von ihm befürwortete Planungskonzept als „einzige Alternative zu Eingemeindungen, die sonst auf die Dauer nicht vermieden werden könnten, und ... »Details
  4. 23. Februar 1971: Sprengung von Sachsenheim
    Das ehemalige Kranken- und Siechenhaus, das im im Bereich des Gehöftes und Gasthauses Sachsenheim liegt, ist heute gesprengt worden. Zuletzt haben eine Familie und ein Rentner darin gewohnt. Durch die Bildung der innerdeutschen Grenze ist es aber, aufgrund seiner Lage, nicht mehr länger nutzbar. Das Gebäude gehört zum Kloster Kreuzberg (Philippsthal). Die Sprengung des Gebäudes erfolgt um ... »Details
  5. 1. April 1971: Hessischer Städtebund verlagert Verbandssitz nach Wiesbaden
    Zum 1. April verlagert der Hessische Städtebund seinen Sitz in die Landeshauptstadt Wiesbaden. Damit einher geht die Auflösung der Geschäftsstelle in Frankfurt am Main, die nebenamtlich besetzt und im Büro der Stadtverordnetenversammlung untergebracht war. Der Beschluss, den Städtetag zu professionalisieren und durch räumliche Nähe eine engere Anbindung an das politische Tagesgeschäft zu ... »Details
  6. 13. Mai 1971: Die Farbwerke Hoechst AG erhalten die offizielle Erlaubnis zum Betrieb eines Vertretungsbüros in Moskau
    Die Farbwerke Hoechst AG erhalten als erstes deutsches Industrieunternehmen eine offizielle Genehmigung der sowjetischen Behörden, eine Zweigniederlassung in Moskau zu eröffnen. Möglicherweise gab Kreml-internes Kompetenzgerangel den entscheidenden Ausschlag für die überraschende Zulassung des hessischen Chemiekonzerns. Das Staatliche Komitee für Wissenschaft und Technologie (Gosudarstvennyi ... »Details
  7. 4. Juni 1971: Ausländische Arbeiter als Thema eines SPD-Unterbezirksparteitags
    In Frankfurt-Nied findet erstmals ein SPD-Unterbezirksparteitag statt, der sich als erstes größeres satzungsrechtlich geregeltes Treffen von Mitgliedern und Funktionären einer politischen Partei in (West-) Deutschland in der Hauptsache mit den Problemen ausländischer Arbeitnehmer beschäftigt. ... »Details
  8. 5. Juni 1971: Uraufführung des Fassbinder-Stücks „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ in Frankfurt
    Das Theaterstück „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ von Rainer Werner Fassbinder (1945–1982) erlebt in Frankfurt am Main seine Uraufführung. Das kammerspielartige, in fünf Akten aufgebaute Stück beschreibt die lesbische Beziehung zwischen der erfolgreichen Modedesignerin Petra von Kant und der mittellosen Karin, die die Gunst der Modeschöpferin für ihren eigenen Aufstieg ... »Details
  9. 6. Juni 1971: Vorsitzender der Offenbacher Kickers deckt den Bundesligaskandal der Saison 1970/71 auf
    Nachdem seine Mannschaft am Vortag aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen ist, deckt der Vorsitzende des FC Kickers Offenbach, Horst-Gregorio Canellas (1921–1999) auf, dass in der abgelaufenen Spielsaison mehrere Spiele manipuliert worden sind. Bei einem Empfang zu seinem Geburtstag führt er vor Fußballfunktionären eindeutige Tonbandaufnahme vor, die belegen, dass neben den Offenbacher ... »Details
  10. 10. Juni 1971: Erster Datenschutzbeauftragter in Hessen
    Der Hessische Landtag wählt am Donnerstag, den 10. Juni 1971, den in Frankfurt am Main geborenen SPD-Politiker Willi Birkelbach (1913–2008) zum ersten Datenschutzbeauftragten des Landes Hessen. ... »Details
  11. 16. Juni 1971: Die Frankfurter Stadtreinigung und das technische Personal der Städtischen Bühnen beenden achttägigen Streik nach „Deputatstreit“
    Nach achttägigem Arbeitsausstand nehmen die Bediensteten des Stadtreinigungsamtes und das technische Personal der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main ihre Arbeit wieder auf. Zahlreiche andere öffentliche Ämter und Betriebe Frankfurts hatten sich mit kürzeren Aktionen an dem Protest gegen eine Benachteiligung bei der Vergabe von Sozialleistungen beteiligt. Die auf mehreren Ebenen ... »Details
  12. 18. Juni 1971: Kriminalbeamte verprügeln in Wiesbaden griechischen Streikposten
    In Wiesbaden kommt es bei Protestveranstaltungen der IG Chemie bei der Hoechst-Tochter Kalle AG zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall, als ein Polizeibeamter den griechischstämmigen Streikposten Elias Kalogeropoulos (30) verprügelt. Einzelheiten werden am Nachmittag des darauf folgenden Montags in Frankfurt bekanntgegeben. Nach Darstellung des Bezirksleiters der hessischen IG Chemie, Franz ... »Details
  13. 21. Juni 1971: Mehr als 30.000 Beschäftigte der chemischen Industrie in Hessen und Nordrhein-Westfalen streiken
    Nach Angaben der IG Chemie stehen am heutigen Montag, den 21. Juni 1971, mehr als 30.000 Arbeiter der chemischen Industrie in den Tarifbezirken Nordrhein und Hessen im Streik, davon etwa die Hälfte im unbefristeten Vollstreik. Die Gewerkschaft schätzt, dass in Hessen ca. 13.500 Beschäftigte die Arbeit vollständig und ohne Fristende niedergelegt haben, weitere 16.800 seien an anderen, ... »Details
  14. 25. Juni 1971: Elfter Hessentag in Eschwege
    In Eschwege findet der elfte Hessentag statt. Als Ehrengäste nehmen Bundespräsident Gustav Heinemann (1899–1976; SPD) und seine Frau Hilda (1896–1979) teil. Die Veranstaltung findet zum letzten Mal in ihrer ursprünglichen dreitägigen Form statt, ab dem zwölfte Hessentag 1972 in Marburg erstreckt sich das älteste deutsche Landesfest auf eine Dauer von neun Tagen. Mit schätzungsweise etwa ... »Details
  15. 26. Juni 1971: Der amerikanische Astronaut Thomas Patten Stafford (Apollo 10) zu Besuch in Hessen
    Am heutigen Samstag trifft der amerikanische Apollo-Astronaut Thomas Patten Stafford (geb. 1930) in Begleitung seiner Ehefrau Faye und seiner beiden Töchter Dionne Kay und Karin Elainein Frankfurt am Main ein. Stafford war Kommandant der als „Generalprobe“ für die Mondlandung durchgeführten Mission Apollo 10, die am 18. Mai 1969 vom „Weltraumbahnhof“ des Kennedy Space Centers auf ... »Details
  16. 5. Juli 1971: Ende der Warnstreiks in der hessischen Chemieindustrie
    Die Arbeiter der hessischen Chemieindustrie folgen dem Aufruf des Hauptvorstandes der Gewerkschaft Chemie-Papier-Keramik, nach der Beilegung des Tarifkonflikts wieder an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren. In Hessen hatten sich schätzungsweise bis zu 30.000 Beschäftigte an Ausständen beteiligt, fast die Hälfte der Streikenden legte dabei vollständig und unbefristet die Arbeit nieder. Eine ... »Details
  17. 6. Juli 1971: Zwangsräumung der von Obdachlosen besetzten Belgiersiedlung in Kassel
    Auf Anweisung des Bundesvermögensamtes als rechtmäßigem Eigentümer wird in Kassel die von Bewohnern einer Obdachlosen-Siedlung („Lettenlager“) besetzte Belgiersiedlung im Ortsteil Wehlheiden von der Polizei zwangsgeräumt. Zuvor hatten am 6. Mai etwa 30 Studenten sechs leerstehende Häuser der in den 1950er Jahren im Stil einer Reihenhaussiedlung als Wohnsitz für die Familien der in ... »Details
  18. 23. Juli 1971: Das Institut Wohnen und Umwelt GmbH in Darmstadt nimmt seine Arbeit auf
    Das Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU), eine Gründung der Hessischen Landesregierung, nimmt in Darmstadt seine Arbeit auf. Gesellschafter sind das Land Hessen und die Stadt Darmstadt. Als Organe des IWU werden im Gesellschaftsvertrag des Unternehmens die wissenschaftliche und Verwaltungsgeschäftsführung sowie die Institutskonferenz, die Konferenz der ständig beschäftigten ... »Details
  19. 5. August 1971: Deutscher Bundestag beschließt das Zonenrandförderungsgesetz
    Durch das Gesetz zur Zonenrandförderung werden die Fördermaßnahmen und Hilfsleistungen des Bundes für die von der innerdeutschen Grenzziehung und der nachteiligen Randlage zur DDR besonders betroffenen Bundesländer erstmals rechtlich festgelegt und im Vergleich zum Umfang der ersten Hilfsleitungen in den 1950er Jahren deutlich verbessert. Die drei wichtigsten Punkte des Gesetzes sind:die ... »Details
  20. 4. September 1971: Walter Schmidt verbessert den Weltrekord im Hammerwurf auf 76,40 Meter
    Der gebürtig aus Lahr (Schwarzwald) stammende und für den Allgemeinen Sportclub in Darmstadt (ASC Darmstadt) antretende deutsche Leichtathlet Walter Schmidt (geb. 1948) verbessert in Lahr den noch frischen „inoffiziellen“ (vom internationalen Leichtathletikverband IAAF nicht anerkannten) Hammerwurf-Weltrekord des Mainzers Uwe Beyer (1945–1993) um 1,50 Meter auf die Weite von 76,40 Meter. ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde