Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 26. September 1839: Eröffnung der Taunus-Eisenbahn
    Eine Anzeige in der „Frankfurter Oberpostamtszeitung“ vom 26. September 1839 informiert die Leserschaft darüber, dass ab diesem Tag regelmäßig Züge zwischen Frankfurt am Main und Höchst am Main verkehren. Damit war mit der ersten Teilstrecke der Taunus-Eisenbahn auch die erste Eisenbahnstrecke in Hessen eröffnet. Bis zum 19. Mai 1840 wurde die gesamte Bahnlinie bis Wiesbaden fertig ... »Details
  2. 1840: Der Gießener Professor Justus Liebig publiziert sein bahnbrechendes Buch zur Agrikulturchemie
    Der seit 1824 in Gießen lehrende Chemieprofessor Justus Liebig (1803–1873) publiziert im Jahr 1840 sein bahnbrechendes Buch „Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie“. Darin weist er die Wirksamkeit von mineralischen Düngern für die Fruchtbarkeit des Ackerbodens nach, – seinerzeit eine revolutionäre Erkenntnis, da man bislang von der Ernährung der ... »Details
  3. 1840: Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz kauft den Hof Goldstein
    1840 erwirbt die Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz (1791–1843), die Mätresse und ab 1841 zweite Frau von Kurfürst Wilhelm II. von Hessen (1777–1847), vom Herzogtum Nassau den Hof Goldstein auf dem Gelände einer ehemalige Wasserburg südwestlich von Frankfurt am Main ab, um dort für sich und ihre Kinder einen Familiensitz zu errichten. ... »Details
  4. 1840-1850: Aufruf zur Bildung eines deutschen Nationalvereins für Abschaffung der Sklaverei
    Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert entstanden in Nordamerika und Westeuropa vor dem Hintergrund religiöser und humanitärer Weltanschauungen Bewegungen, die sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzten. In der Folge verbot Dänemark bereits 1792 den Sklavenhandel. Dagegen führte Napoleon I. (1769-1821) 1802 die 1794 in Frankreich abgeschaffte Sklaverei wieder ein.  ... »Details
  5. 1840-1870: Hessische Straßenkehrer in Paris
    Seit den 1840er Jahren zogen zunehmend oberhessische Familien nach Paris, wo sie vor allem in der Straßenreinigung tätig waren. Die meisten hessischen Auswanderinnen und Auswanderer planten, nach einigen Jahren in die Heimat zurückzukehren. Sie lernten daher weder die französische Sprache noch integrierten sie sich in die französische Gesellschaft, sondern lebten in einer eigenen „deutschen ... »Details
  6. 11. Januar 1840: Das Lyceum Fridericianum in Kassel wird verstaatlicht
    Das Friedrichsgymnasium in Kassel geht auf die im Jahr 1539 gegründete städtische Lateinschule zurück, die im Kreuzgang der Martinskirche untergebracht war. Da die Räumlichkeiten abgebrochen werden mussten, schenkte Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785) der Schule 1776 ein angemessenes Gebäude in der Königsstraße und gründete zugleich das „Lyceum Fridericianum“, das ... »Details
  7. 22. Januar 1840: Gründung der Landeskreditkasse für Nassau
    Die „Herzoglich Nassauische Landeskreditkasse“ wird mit Edikt vom 22. Januar 1840 in Wiesbaden als Staatsbank gegründet. Ziel war die Schaffung günstiger Kreditmöglichkeiten für alle Einwohner des Landes. Als lokale Geschäftsstellen fungierten die in jedem der 28 Amtsbezirke vorhandenen Filialen. Die Refinanzierung erfolgte über Spareinlagen und Einlagen der Staatskasse sowie über ... »Details
  8. 1. Mai 1840: Ludwig II. stiftet einen neuen Verdienstorden
    Der neue „Verdienstorden Philipps des Großmütigen“ wird am 1. Mai 1840 von Großherzog Ludwig II. (1777–1848) gestiftet.(StH) ... »Details
  9. 6. Mai 1840: Gründung des Frauenvereins für Krankenpflege in Kassel
    In Kassel gründet Fräulein von Meyer den ersten Frauenverein für Krankenpflege in der Stadt. Wie in anderen Orten engagieren sich verstärkt Frauen des Bürgertums, um aus christlichen Motiven ärmeren Bevölkerungsschichten zu helfen und die herrschende soziale Not zu lindern. In Kassel entstehen 1842 eine Suppenanstalt durch Fräulein von Meyborn, eine Krankenanstalt durch Frau von Thun und ... »Details
  10. 7. September 1840: Einweihung der neu errichteten katholischen Kirche in Gießen
    Am 7. September 1840 wird der Neubau der ersten katholischen Kirche nach der Reformation in Gießen eingeweiht.|Ab 1784 waren in Gießen wieder katholische Gottesdienste zunächst durch die Wetzlarer Franziskaner abgehalten worden. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts hatte die Zahl der Katholiken stark zugenommen. Ab 1804 konnte die evangelische Burgkirche mitgenutzt werden, nach deren Abriss die ... »Details
  11. 27. Oktober 1840: Johann David Passavant wird zum Inspektor am Städelschen Kunstinstitut berufen
    Nach dem überraschenden Tod von Karl Friedrich Wendelstadt (1786–1840) wird im Oktober 1840 der in Paris und Rom ausgebildete Maler und Kunstschriftsteller Johann David Passavant (1787–1861) von der Administration zum Inspektor des 1815 gegründeten Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main berufen. In dieser Funktion hatte er auch Zeichen-Unterricht zu geben, war aber selber zu diesem ... »Details
  12. 18. Januar 1841: Hochwasser im ganzen Land
    Noch im Dezember 1840 hatte es eisige Temperaturen, Frost und Schneemengen gegeben, sodass Dörfer teilweise abgeschnitten waren. Aufgrund eines Wärmeeinbruchs im Januar taut der Schnee, sodass am 18. Januar 1841 ganz Hessen Hochwasser herrschte. Die Flüsse Fulda, Lahn und Main erreichten den höchsten Stand des Jahrhunderts. Der Sommer hingegen war trocken, doch kam im Juli ein Wirbelsturm auf, ... »Details
  13. 28. Februar 1841: Der Biebricher Hafen wird über Nacht mit Steinen verschüttet
    In der Nacht des 28. Februars 1841 werden von einer Flotte von über 100 Mainzer Lastkähnen Steine vor der Einfahrt des Hafens in Biebrich in den Rhein geworfen, um einen Sperrdamm aufzuschütten. In Biebrich war ein boomender Umschlagplatz für Frankfurter Ware entstanden, wodurch der Umschlag in Mainz nach Abschaffung der Stapelrechte zurückging. Die Regierung in Darmstadt wusste von der ... »Details
  14. 11. April 1841: Veröffentlichung von „Der Datterich“ von Ernst Elias Niebergall
    In Darmstadt erscheint im Jahr 1841 das zeitkritische Werk „Datterich. Localposse, in der Mundart der Darmstädter“ von Ernst Elias Niebergall (1815–1843). Veröffentlich wurde die anonyme, biedermeierliche Lokalposse, welche im Darmstädter Dialekt verfasst wurde, in der Verlagsbuchhandlung Ludwig Pabst (1808–1889), der am 11. April 1841 das Erscheinen des Werkes erstmals im „Hessischen ... »Details
  15. 26. April 1841: Der Maler Jacob Becker wird zum Lehrer an der Städelschen Kunstschule bestellt
    Am 26. April 1841 wird der an der Kunstakademie in Düsseldorf ausgebildete Maler Jacob Becker (1810–1872), auch genannt „Jacob Becker von Worms“, als Elementarlehrer an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt am Main eingestellt. Bereits ein Jahr später wird er zum Professor für Genre- und Landschaftsmalerei ernannt. Er sorgt für die Aufwertung der Genremalerei an der von der ... »Details
  16. 28. April 1841: Prinzessin Marie heiratet Großfürst Alexander II. in St. Petersburg
    Am 28. April 1841 heiratet die in Darmstadt geborene Prinzessin Marie von Hessen und bei Rhein (1824–1880), die Tochter des Großherzogs Ludwig II. (1777–1848), den späteren russischen Zaren Alexander II. (1818–1881) in St. Petersburg.|Ende 1843 kam das Paar auch nach Darmstadt und wurde mit einer Ehrenpforte und einem Festzug begrüßt.|Nach der späteren Zarin wurde die „Marienhöhe“ ... »Details
  17. Mai 1841: Emanuel Geibel dichtet auf dem Weg nach Schloss Escheberg „Der Mai ist gekommen“
    Auf einer Wanderung von Lübeck nach Schloss Escheberg, wo der junge Dichter Emanuel Geibel (1815–1884) von Karl von der Malsburg (1790–1855) als Bibliothekar engagiert worden war, dichtete er im Mai 1841 die Verse für das bekannte Frühlingsgedicht „Der Mai ist gekommen“, das in der Vertonung von Justus Wilhelm Lyra (1822–1882) aus dem Jahr 1842 auch als Wanderlied populär wurde. Im ... »Details
  18. 14. Juni 1841: Kinderarbeit in Hanauer Fabriken
    Im Königreich Preußen gibt es seit 1839 erste Regelungen zur Kinderarbeit, die unter anderem vorsehen, dass Kinder unter neun Jahren nicht in Fabriken arbeiten dürfen. Bis zum Alter von 16 Jahren war die tägliche Arbeitszeit auf zehn Stunden beschränkt. Im Kurfürstentum Hessen galten diese Vorschriften noch nicht, wie der Bericht der Hanauer Regierung vom 14. April 1840 zeigt. ... »Details
  19. 18. Juli 1841: Schwerer Sturm zerstört „Rieseneiche“ in Dagobertshausen
    Noch im Dezember 1840 gab es eisige Temperaturen, Frost und Schneemengen, sodass Dörfer teilweise abgeschnitten waren, doch aufgrund eines Wärmeeinbruchs taut der Schnee, sodass am 18. Januar 1841 in ganz Hessen Hochwasser auftrat. Die Flüsse Fulda, Lahn und Main erreichten den höchsten Stand des Jahrhunderts.  ... »Details
  20. 1. Oktober 1841: August Lucas wird zum Lehrer für freies Zeichnen an der Höheren Gewerbeschule in Darmstadt bestellt
    Am 1. Oktober 1841 wird der Maler und Grafiker August Lucas (1803–1863) zum Zeichenlehrer an der seit 1836 bestehenden Höheren Gewerbeschule und der damit verbundenen Realschule in Darmstadt ernannt. Nach einem längeren Italienaufenthalt war er 1834 in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Eugen Bracht (1842–1921), Wilhelm Bayrer (1836–1903), Philipp ... »Details