Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 24. - 25. Oktober 1941: Nur begrenzte Schäden bei erneutem Luftangriff auf Kassel
    Bei einem weiteren Luftangriff auf Kassel wird der nordwestliche Stadtteil Harleshausen und seine Umgebung getroffen. An mehreren Häuser am Jungfernkopf, an einem Bahnübergang und an Teilen des sogenannten Gleisdreiecks zwischen Rothenditmold, Harleshausen und Kirchditmold entstehen überschaubare Schäden. Der von 22:37 bis 0:21 Uhr dauernde Angriff ist die erste Operation der britischen ... »Details
  2. 11.-12. November 1941: Deportation von etwa 1052 Juden von Frankfurt nach Minsk
    Mit einem zweiten von Frankfurt ausgehenden Transport werden 1052 Juden nach Minsk deportiert. Der vom Reichssicherheitshauptamt (RSHA) ursprünglich für den 3. November vorgesehene Transport 'Da 53' hatte sich wahrscheinlich aufgrund eines Einspruchs von Industriebetrieben wegen ihrer jüdischen Zwangsarbeiter verzögert. Unter den Personen, die, wie beim ersten Transport, in der Frankfurter ... »Details
  3. 22. November 1941: Deportation von etwa 992 Juden aus Frankfurt nach Kowno
    Mit einem vom Reichssicherheitshauptamt bestellten Sonderzug mit der Zugnummer Da 28 werden etwa 992 Menschen vom Ostbahnhof Frankfurt am Main „nach Riga“ deportiert. Wie bei den beiden vorigen Deportationsaktionen werden die Menschen, vorwiegend Familien mit Kindern (darunter 59 Kinder bis zu zehn Jahren) und einige alte Menschen in der Frankfurter Großmarkthalle an der Hanauer Landstraße ... »Details
  4. 9. Dezember 1941: Deportation von 1.034 Juden von Kassel nach Riga
    Mit dem „Gesellschafts-Sonderzug, Reichssicherheitshauptamt“ mit der Zugnummer „Da 36“ werden 1.034 Menschen vom Kasseler Hauptbahnhof nach Riga deportiert. Von ihnen kamen 475 aus Kassel, 135 aus Fulda und 43 aus Marburg. Aus den Landkreisen im Regierungsbezirk Kassel kamen: aus dem Kreis Eschwege 103, dem Kreis Fulda 23, dem Kreis Frankenberg 31, dem Kreis Fritzlar-Homberg 21, dem Kreis ... »Details
  5. 14. Dezember 1941: Gauleiter Sprenger mahnt zur Opferbereitschaft
    Der Reichsstatthalter und amtierende Regierungschef des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (1884–1945) mahnt in Usingen zur Opferbereitschaft im „Kampf um Sein oder Nichtsein“.(OV) ... »Details
  6. 1942: Eröffnung eines Strahleninstituts an der Universität Marburg
    An der Universität Marburg wird ein Strahleninstitut eröffnet (Robert-Koch-Straße 8).(OV) ... »Details
  7. 12. Januar 1942: Wintersachensammlung für die Soldaten an der Ostfront
    Der Gau Hessen-Nassau meldet, dass die Wintersachensammlung für die Front in Russland erfolgreich abgeschlossen worden sei.(OV) ... »Details
  8. 22. Januar 1942: Vorentwurf der Flügelbombe V 1 in Kassel
    Gerhard Fieseler (1896–1987), Eigentümer der Flugzeugfabrik Gerhard-Fieseler-Werke GmbH in Kassel, führt ein Gespräch mit dem Ingenieur Robert Lusser (1899–1969), in dessen Verlauf der Industrielle Fieseler Lusser den Vorschlag macht, in das Fieseler-Flugzeugwerk in Kassel als Entwicklungs-Direktor einzutreten. Lusser war Fieseler durch einen langjährigen Bekannten im ... »Details
  9. 2. Februar 1942: Kohlenmangel führt zur Drosselung oder Einstellung der Produktion in wichtigen Fabriken
    Die Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich über die Folgen der mangelnden Kohlenversorgung auf die Industrie. Die derzeitige Kohlenversorgungslage sei in allen Reichsteilen fast katastrophal, sodass die ernstesten Auswirkungen auf die gesamte Industrieproduktion zu befürchten seien. In der kriegswichtigen und kriegsentscheidenden Industrie seien diese Auswirkungen ... »Details
  10. 6. Februar 1942: Arbeitsdienstlager Kelsterbach wird Durchgangslager für sowjetische Arbeitskräfte
    Das ehemalige Arbeitsdienstlager bei Kelsterbach wird in einem Erlass des Reichssicherheitshauptamts zum ersten Mal als Durchgangslager für „Arbeitskräfte“ aus der Sowjetunion genannt. Vgl. Topografie des Nationalsozialismus.(OV) ... »Details
  11. 10. Februar 1942: Deportation von 53 Juden nach Theresienstadt
    Mit dem Transport XVII/2 werden 53 Menschen nach Theresienstadt deportiert, die zuvor ghettoisiert worden sind. Sie kommen aus Darmstadt, Bingen am Rhein, Höchst, Mainz und Offenbach am Main. Nur sechs von ihnen überleben die Deportation.(OV) ... »Details
  12. 16. Februar 1942: Bericht über die Lage an den Universitäten
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich über die Lage an den deutschen Hochschulen im Wintersemester 1941/42. Gegenüber dem vorangegangenen Semester sei die Zahl der Studierenden angestiegen, was vor allem auf die Beurlaubung eines Teils der Wehrmachtsstudenten zum Studium zurückzuführen sei. An der Universität Marburg zum Beispiel seien 235 von 1297 ... »Details
  13. 26. Februar 1942: Bericht über Schwierigkeiten der Versorgung mit Kartoffeln
    In seinen Meldungen aus dem Reich berichtet der Sicherheitsdienst der SS von den Versorgungsproblemen mit Kartoffeln, vor allem in den größeren Städten (unter anderem in Frankfurt am Main). Die Kartoffelversorgung mache hier vielen Hausfrauen Schwierigkeiten und beeinflusse die Stimmung erheblich. Die Zuteilung umfasse hier teilweise nur ein bis zwei Pfund pro Kopf und Woche. Aus Frankfurt ... »Details
  14. 25. März 1942: Deportation von 1.000 Juden von Mainz und Darmstadt nach Piaski
    Mit dem „Gesellschaftssonderzug zur Beförderung von Arbeitern“ mit der Zugnummer „Da 14“ werden 1.000 Menschen aus dem ehemaligen Volksstaat Hessen von Darmstadt aus nach Piaski (Generalgouvernement) deportiert. Davon kamen 466 aus Mainz, 75 aus Worms, 15 aus dem Landkreis Worms und 76 aus dem Landkreis Bingen. Die anderen stammten aus der ehemaligen Provinz Starkenburg, nämlich 161 aus ... »Details
  15. 8. Mai 1942: Deportation von 982 Juden von Frankfurt nach Izbica
    Fünf Monate nach dem letzten Transport von Juden aus Frankfurt am Main in die Vernichtungslager werden mit dem Zug Nr. „Da 33“ erneut 938 Menschen deportiert. Am Morgen des 8. Mai verlässt der Zug mit den Frankfurter Juden, die wieder in der Großmarkthalle an der Hanauer Landstraße zusammengeführt worden waren, die Stadt in Richtung Lublin. Dort werden auf einem Nebengleis die Insassen ... »Details
  16. 24. Mai 1942: Deportation von 957 Juden von Frankfurt nach Izbica
    Mit der fünften Deportation aus Frankfurt am Main werden 940 Menschen aus Frankfurt und 27 Menschen aus Wiesbaden mit dem Sonderzug „Da 60“ nach Izbica in Polen deportiert. An der Zwischenstation in Lublin werden aus dem Transport 122-160 Männer selektiert, die man in das Konzentrationslager Majdanek bringt, während die anderen Deportierten in das Transitghetto Izbica überstellt werden, ... »Details
  17. 1. Juni 1942: Deportation von 508 Juden aus Kassel, Nord- und Mittelhessen nach Sobibór
    Mit dem Sonderzug „Da 57“ werden 508 Juden aus dem Regierungsbezirk Kassel nach Izbica bzw. Sobibór deportiert. Der Transport war ursprünglich für den 15. Mai vorgesehen, geht aber erst am 1. Juni aus Kassel ab. Von den 508 Deportierten kommen 99 aus der Stadt Kassel, 36 aus Fulda und 25 aus Marburg.In einem Teiltransport werden 29 Juden aus der Stadt und 57 aus dem Kreis Hanau zugeführt. ... »Details
  18. 1. Juni 1942: Absetzung von Oscar Henschel als Vorsitzender bei Henschel & Sohn
    Auf Anordnung des preußischen Staatsrats und NS-Gauleiters von Kurhessen Karl Weinrich (1887–1973) muss der Unternehmer Oscar Robert Henschel (1899–1982) von seinem Posten als Vorsitzender der Geschäftsleitung des Unternehmens Henschel & Sohn GmbH in Kassel zurücktreten. Als Grund für die Absetzung Oscar Henschels wird die Nichteinhaltung von Fertigungsterminen vorgeschoben. (KU) ... »Details
  19. 6. Juni 1942: Arbeiter aus Wetzlar „wegen Begünstigung des Feindes“ zum Tode verurteilt
    Der Buderus-Arbeiter Erich Deibel aus Wetzlar wird „wegen Begünstigung des Feindes in Verbindung mit Vorbereitung zum Hochverrat und einem Rundfunkverbrechen“ vom 2. Senat des Volksgerichtshofs zum Tode verurteilt. Dem 1907 geborenen Deibel wird vorgeworfen, während der Nachtschicht in den Buderus-Werken in Wetzlar vom 21. zum 22. Juli 1941 staatsfeindliche Parolen an die Wand und die Tür ... »Details
  20. 11. Juni 1942: Deportation von 1.253 Juden aus Frankfurt und dem Regierungsbezirk Wiesbaden
    Am frühen Morgen des 11. Juni geht der Transport „Da 18“ vom Ostbahnhof der Stadt Frankfurt am Main ab, der 1.253 Juden aus Frankfurt und dem Regierungsbezirk Wiesbaden in die Vernichtungslager bringt. Von den Deportierten stammen 618 aus der Stadt Frankfurt selbst, 371 aus Wiesbaden und 264 aus Landkreises des Regierungsbezirks Wiesbaden, nämlich zwölf aus dem Kreis Biedenkopf, neun aus ... »Details
  21. 1. Juli 1942: Kommunistische Untergrundtätigkeit in Hanau
    Die zentrale Leitung der KPD im Reich meldet nach Moskau, zu welche örtlichen Gruppen oder Personen feste Beziehungen bestehen. Darunter werden auch Beziehungen zu (einer Gruppe oder Person) in Hanau genannt.(OV) ... »Details
  22. 21. Juli 1942: Ernteeinsatz der Jugend in der Landwirtschaft
    Die „Hessische Landeszeitung“ in Darmstadt berichtet über den Ernteeinsatz der Jugend in der Landwirtschaft.(OV) ... »Details
  23. 24. Juli 1942: Amerikanischer Augenzeuge berichtet über Lage in Deutschland und Judendeportationen in Frankfurt
    Das in New York erscheinende jüdische Monatsmagazin „Aufbau“ des German Jewish Club berichtet über einen Vortrag von Edwin Van D'Elden in der vergangenen Woche. Van D'Elden war früher Geschäftsführer der amerikanischen Handelskammer in Frankfurt am Main und ist, so der Bericht, vor kurzem aus Deutschland repatriiert worden. Als Augenzeuge spricht er in einem überfüllten Saal vor dem New ... »Details
  24. 12. August 1942: Luftangriff auf Wiesbaden
    Bei einem Luftangriff auf Wiesbaden werden verschiedene Wehrmachtseinrichtungen sowie die „Glyco-Metallwerke“, die am Tag darauf „100 % Produktionsausfall auf unbestimmte Zeit“0=Zitiert nach Kratz, Luftangriffe, S. 472. vermeldeten, getroffen. Auch 60 Häuser werden durch die Bombenabwürfe beschädigt, wodurch etwa 400 Menschen obdachlos wurden. ... »Details
  25. 18. August 1942: Deportation von etwa 1013 Juden von Frankfurt nach Theresienstadt
    Mit einem ersten, von Frankfurt am Main ausgehenden Großtransport (Zugnummer „Da 503“) werden 1013 vorwiegend ältere Juden nach Theresienstadt deportiert. Darunter sind vor allem die Bewohner mehrerer jüdischer Altersheime und die Patienten des jüdischen Krankenhauses in der Frankfurter Gagernstraße. Die zur Deportation vorgesehenen Personen werden vor der Abfahrt im Altersheim in der ... »Details
  26. 25. August 1942: Luftkrieg auf hessische Städte wiederaufgenommen
    Mit einem Angriff auf Frankfurt am Main und Mainz wird der mehrere Monate unterbrochene Luftkrieg der Alliierten gegen hessische Städte wieder aufgenommen.(OV) ... »Details
  27. 27. - 28. August 1942: Schwerer Luftangriff der Royal Air Force auf Kassel
    In der Nacht vom 27. auf den 28. August greift die britische Royal Air Force (RAF) die Stadt Kassel an und wirft eine Bombenlast von mehr als 500 Tonnen ab.0=258 Tonnen Sprengbomben, einschließlich von 77 auf besonders schwere Detonationen ausgelegte 4.000 lb Luftminen, die bei der Detonation gegenüber herkömmlichen Sprengbomben eine um ein Vielfaches stärkere Druckwelle verursachen, und 309 ... »Details
  28. 27. - 28. August 1942: Absturz eines britischen Kampfflugzeugs über Istha
    Bei einer Operation der Royal Air Force zur Bombardierung Kassels in der Nacht vom 27. auf den 28. August 1942 kommt es über Istha etwa fünf Kilometer südöstlich von Wolfhagen zum Absturz eines an dem Einsatz beteiligten Kampfflugzeugs. Das Auftreffen der mit Phosphorbomben beladenen Maschine am Boden verursacht eine gewaltige Detonation. Bei dem Unfall des britischen Flugzeugs sterben außer ... »Details
  29. 28. August 1942: Der deutsch-österreichische Chemiker Richard Kuhn erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
    Der in Wien geborene Chemiker und Nobelpreisträger Richard Johann Kuhn (1900–1967) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. ... »Details
  30. September 1942: Wiederaufnahme der Euthanasiemorde in Hadamar
    Mit dem Eintreffen eines Krankentransports aus der Heil- und Pflegeanstalt Kloster Hofen wird die im Vorjahr eingestellte Euthanasie-Tötungsaktion in Hadamar wieder aufgenommen. Statt Gas werden jetzt Injektionen und Tabletten eingesetzt. ... »Details