Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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  1. 1. Januar 1947: Bildung der Bizone
    Aus der amerikanischen und britischen Besatzungszone in Deutschland wird die sogenannte Bizone gebildet. Ziel ist die Schaffung eines Vereinigten Wirtschaftsgebiets. Die französische Militärregierung war auf das Angebot der Amerikaner, eine solche gemeinsame wirtschaftliche Verwaltung ohne politische Qualität (Mühlhausen, S. 64) zu errichten, ebenso wenig eingegangen wie die sowjetische. Auf ... »Details
  2. 3. Januar 1947: Erhöhung der Löhne im Kohlebergbau
    Die Löhne im hessischen Kohlebergbau werden um 20 Prozent erhöht.(OV) ... »Details
  3. 6. Januar 1947: Ministerpräsidenten Karl Geiler scheidet aus dem Amt
    Am Tag der ersten Regierungserklärung seines Amtsnachfolgers Christian Stock (1884–1967; SPD) und am Vortag der Bestätigung und Vereidigung der neuen Landesregierung hält der von der US-Militärregierung ernannte Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) seine Abschiedsrede vor dem Hessischen Landtag. Als zentrales Handlungsmotiv seiner Regierung benennt er darin die Sorge um die ... »Details
  4. 6. Januar 1947: Erste Regierungserklärung von Ministerpräsident Stock und Vorstellung des Kabinetts
    Der erste frei gewählte Ministerpräsident Hessens, Christian Stock (1884–1967; SPD), gibt seine erste Regierungserklärung vor dem Hessischen Landtag ab. Als Schwerpunkte der künftigen Regierungsarbeit hebt er hervor: die Bewältigung der aktuellen Not, die Verwirklichung der Verfassung, insbesondere von Sozialisierung und Mitbestimmung, und die Überwindung der Erblast des ... »Details
  5. 7. Januar 1947: Bestätigung und Vereidigung der Regierung Christian Stock
    Der Hessische Landtag bestätigt die Regierung des ersten frei gewählten Ministerpräsidenten Christian Stock (1884–1967; SPD) und wird Zeuge ihrer Vereidigung. Stocks Vorgänger, der von der US-Militärregierung ernannte Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953), wohnt der Zeremonie nicht bei, sondern lässt sich, nachdem er am Vortag seine Abschiedsrede vor dem Hessischen Landtag gehalten ... »Details
  6. 11. Januar 1947: Arbeitsausschuss zur Betreuung der Verfolgten des NS-Regimes
    In Wiesbaden wird ein Arbeitsausschuss zur Koordinierung der in Hessen gebildeten Betreuungsstellen für die Verfolgten des NS-Regimes gebildet. Er vertritt rund 7.500 zwischen 1933 und 1945 aus politischen, religiösen oder rassischen Gründen verfolgte Personen. So hilft er ihnen bei der Versorgung mit Wohnraum, Lebensmitteln und Bekleidung sowie der Durchsetzung von Ansprüchen auf staatliche ... »Details
  7. 19. Januar 1947: Wahl des ersten jüdischen Gemeinderats in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird der erste jüdische Gemeinderat gewählt. Die Jüdische Gemeinde in Frankfurt wurde nur wenige Wochen nach der Befreiung der Stadt durch die US-Armee (29. März 1945) im Juli 1945 von dem aus Theresienstadt zurückgekehrte Rabbiner Leopold Neuhaus (1879–1954) wiederaufgebaut. Ihre erste Nachkriegssatzung gibt sich die Gemeinde am 1. Februar 1948; 1949 nimmt sie den ... »Details
  8. 20. Februar 1947: Freigabe des Bad Homburger Stadtwalds zum Holzeinschlag
    Wegen des strengen Winters gibt die Stadt Bad Homburg für ihre Bürger den Stadtwald zum Holzeinschlag frei. Diese Maßnahme ist nur ein lokales Beispiel für die überall in Hessen und ganz Deutschland aufgrund der kritischen Versorgungslage im kalten Winter 1947 freigegebenen Abholzung: Heizmaterial wird zur Mangelware, vielerorts sind die oft aus der Vorkriegs- und Kriegszeit stammenden ... »Details
  9. 10. März 1947: Erste deutsch-amerikanische Besatzungsheirat
    In Frankfurt am Main wird die erste Heirat zwischen einem US-Soldaten und einer Deutschen von der US-Militärregierung genehmigt, und zwar für die 21-jährige Erika Schaefer aus Frankfurt am Main und den 27-jährigen Zivilangestellten der Militärregierung Peter Rupeka aus Hemstead/New York. Sie hatten sich im Frankfurter Zoo kennen gelernt. Die Trauung wird am 27. März stattfinden.Zehn weitere ... »Details
  10. 21. März 1947: Urteile im Euthanasie-Prozess in Frankfurt
    Das Landgericht Frankfurt spricht die Urteile im dritten „Euthanasie“-Prozess gegen 26 Ärzte und Mitarbeiter der „Tötungsanstalt“ Hadamar. Gegen den früheren Anstaltsdirektor Dr. Adolf Wahlmann (1876–1956) und den ehemaligen leitenden Arzt Dr. Hans Bodo Gorgaß (1909–1993) ergeht wegen Mordes in 900 bzw. 1.000 Fällen die Todesstrafe. Neun weitere Angeklagte – darunter Schwestern ... »Details
  11. 28. März 1947: Allgemeine Schulpflicht in Hessen auf neun Jahre verlängert
    Die allgemeine Schulpflicht wird durch Gesetz auf neun Jahre verlängert.(OV) ... »Details
  12. April 1947: Zusatzmahlzeit für Kinder und Jugendliche aus US-Armeebeständen
    Angesichts der katastrophalen Versorgungslage werden im Rahmen des „Hoover-Plans“ aus amerikanischen Armeebeständen Nahrungsmittel ausgegeben, sodass in Hessen täglich 300.000 Kinder und Jugendliche in der Schule eine Zusatzmahlzeit im Wert von 350 Kalorien erhalten können.Dennoch bleibt die Situation so angespannt, dass US-Oberst James R. Newman (1902–1964) das deutsche Volk noch im Mai ... »Details
  13. 17. April 1947: Katastrophale Versorgungslage in Hessen
    Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) berichtet auf einer Pressekonferenz über die katastrophale Versorgungslage. Die Lebensmittelvorräte hielten lediglich noch für zwei Wochen vor. Der Flüchtlingsstrom aus Ostmitteleuropa verschärft die Engpässe zusätzlich. So liegt die Nahrungsration in Darmstadt pro Person und Woche bei 500 Gramm Brot, 150 Gramm Fleisch und 50 Gramm Butter – ... »Details
  14. 23. April 1947: Weitere Präzisierung zum Verkehr zwischen den Besatzungszonen
    Durch die Direktive Nr. 49 wird der private Reiseverkehr zwischen den westlichen Besatzungszonen und der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) weiter eingegrenzt. Reisende müssen nun sogenannte Interzonenpässe bei der jeweiligen Besatzungsbehörde beantragen, um zwischen den einzelnen Zonen zu reisen, Geschäfte abzuwickeln oder Familienmitglieder besuchen zu können. Diese Pässe sind für 30 Tage ... »Details
  15. 9. Mai 1947: Frankfurt wird Hauptstadt der amerikanisch-britschen Bizone
    Der Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, Walter Kolb (1902–1956; SPD), gibt bekannt, dass die Stadt nach einem ihm zugestellten Beschluss der Militärregierung Hauptstadt der amerikanisch-britischen Bizone wird.(OV) ... »Details
  16. 16. Mai 1947: Einstellung der Schulgelderhebung in Hessen
    Unter Bezug auf Artikel 59 der Hessischen Verfassung – in allen öffentlichen Grund-, Mittel-, höheren und Hochschulen ist der Unterricht unentgeltlich. Unentgeltlich sind auch die Lernmittel mit Ausnahme der an den Hochschulen gebrauchten – verfügt Kultusminister Erwin Stein (1903–1992; CDU) die Einstellung der Schul- und Unterrichtsgelderhebung. Obwohl der am 18. September vorgelegte ... »Details
  17. 16. Mai 1947: Rundfunkrede von James R. Newman zur Versorgungs- und Sicherheitslage in Hessen
    Der Leiter der amerikanischen Militärregierung in Hessen, Oberst James R. Newman (1902–1964), verkündet in einer Rundfunkrede, dass das hessische Volk aufgrund der katastrophalen Versorgungslage den Gürtel enger schnallen müsse. Die Militärregierung werde Streiks und andere[n] Umtriebe[n] (zitiert nach Chronik Hessens) einen Riegel vorschieben und gemäß Militärregierungsgesetz Maßnahmen ... »Details
  18. 19. Juni 1947: Hessischer Landtag bestimmt Mitglieder für den Wirtschaftsrat der Bizone
    Der Hessische Landtag bestimmt fünf Deputierte, die Hessen im Wirtschaftsrat vertreten sollen. Seitens der SPD sind dies der Vorsitzende des hessischen Gewerkschaftsbundes Willi Richter (1894–1972) und Justizminister Georg August Zinn (1901–1976), seitens der CDU der Frankfurter Parteivorsitzende Peter Horn (1891–1967) sowie der Vorsitzende der Landtagsfraktion und stellvertretende ... »Details
  19. Sommer 1947: Vorschlag der IHK Darmstadt zu einer deutschen Währungsreform
    Die Industrie- und Handelskammer in Darmstadt veröffentlicht einen Vorschlag zur Durchführung einer deutschen Währungsreform. Der verantwortlich vom amtierenden Präsidenten der Handelskammer Wilhelm Köhler (1897–1962) erdachte und ausformulierte Plan gliedert sich in drei Stufen und beinhaltet drei Gesetzesentwürfe (zur Beschränkung des überschüssigen Notenumlaufs, über die Erhebung ... »Details
  20. 25. Juni 1947: Konstituierung des Wirtschaftsrats der Bizone in Frankfurt
    Der am 1. Januar geschaffene Wirtschaftsrat der Bizone konstituiert sich im Großen Börsensaal in Frankfurt und wählt den hessischen Politiker Erich Köhler (1892–1958; CDU) zu seinem Präsidenten. In seiner Begrüßungsrede lobt Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) die Einrichtung des Wirtschaftsrats als eine erste Bresche in die Zonenteilung (zitiert nach Mühlhausen, Karl ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde