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Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

Gründung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt, 3. Februar 1949

Nach längeren Bemühungen verschiedener Gruppen und Persönlichkeiten, zu denen unter anderem der Amerikanische Hochkommissar in Deutschland John Jay McCloy (1895–1989), der von der National Conference of Christians and Jews nach Deutschland entsandte methodistische Pfarrer Carl F. Zietlow und der Verleger der Frankfurter Neuen Presse, Dr. Hugo Stenzel (1901–1964), gehören, wird in Frankfurt eine Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gegründet. Vorsitzender der Gesellschaft wird Prof. Dr. Franz Böhm (1895–1977), der Rektor der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, erster Geschäftsführer Dr. Wolfgang Lentz (1900–1986). Ziel der Gesellschaft ist es, nach den Schrecken der NS-Herrschaft und der Shoa wieder einen Dialog zwischen Juden und Christen zustande zu bringen. Bekannte Persönlichkeiten wie Max Horkheimer (1895–1973), Theodor W. Adorno (1903–1969), Eugen Kogon und Eberhard Beckmann, der erste Intendant des Hessischen Rundfunks, werden in der folgenden Zeit Mitglieder der Gesellschaft.
(OV)

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Empfohlene Zitierweise
„Gründung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt, 3. Februar 1949“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/3408> (Stand: 2.8.2020)
Ereignisse im Januar 1949 | Februar 1949 | März 1949
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