Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Lich

Stadtteil · 171 m über NN
Gemeinde Lich, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Kloster; Stadt

Lagebezug:

12,5 km südöstlich von Gießen

Lage und Verkehrslage:

Stadt mit komplexem Grundriß am Austritt der Wetter aus den Vorbergen des Vogelberges. Die ältere, ehemals ummauerte Siedlung liegt mit ihrer Südost-Seite in einer Schleife am rechten Ufer des Flusses. Burg im Süden am tiefsten, Kirche im Norden am höchsten Punkt. Moderne Wohnsiedlungen vor allem im Nordwesten. Ausläufer des Höhlerbergs erreichend und im Süden links der Wetter mit Gewerbegebiet.

Durch Lich führt die B 457 Gießen - Gelnhausen (heute Umgehungsstraße), auf die von Süden die B 488 Butzbach - Lich stößt. Straße nach Hattenrod und Nieder-Bessingen.

Bahnhof der Eisenbahnlinien Gießen – Gelnhausen ("Lahn-Kinzig-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 29.12.1869), Butzbach/West – Grünberg ("Wettertalbahn I") von 1904 bis Stilllegung der Strecke am 27.5.1961 (Die Teilstrecke Butzbach/West - Lich wurde am 28.3.1904 eröffnet, die Teilstrecke Lich - Grünberg/Queckborn am 15.7.1909, Strecke ab hier bis Grünberg zwischen 1953 und 1961 stillgelegt).

Ersterwähnung:

778

Siedlungsentwicklung:

Der um 1300 angelegten Stadt geht eine ältere Dorfsiedlung voraus, die vermutlich in der Nähe der Pfarrkirche gelegen war. Stadtummauerung unter Einschluß der Burg 1322 erwähnt (infra ambitum muri opidi nostri), um 1545 mit Geschützbastionen erneuert. Drei Stadttore: Im Süden Untertor, im Nordosten Obertor (Laubacher Tor), im Westen Rödertor. Quadratischer Stadtturm im Norden neben der Kirche um 1500 erbaut - Stadterweiterung zunächst innerhalb der Mauern um den erhöhten älteren Bereich (Oberstadt). Eine merkliche Ausdehnung erfuhr die städt. Siedlung erst seit dem 19. und vor allem 20. Jahrhundert entlang der städt. Ausfallstrn., im Bereich des Bhfs. und am Höhlerberg.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Älteste Gemarkungskarte:

1912-1925

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3487002, 5598181
UTM: 32 U 486933 5596382
WGS84: 50.51924545° N, 8.815672977° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531011060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 8794, davon 3189 Acker, 120 Wiesen, 4145 Wald
  • 1961 (Hektar): 2790, davon 1375 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 2258 Einwohner
  • 1885: 2550 Einwohner
  • 1925: 2734 Einwohner
  • 1939: 2927 Einwohner
  • 1950: 4765 Einwohner
  • 1961: 5027 Einwohner
  • 1970: 11265 Einwohner
  • 1981: 11203 Einwohner
  • 1830: 2055 evangelische, 9 römisch-katholische Einwohner, 8 Mennoniten, 71 Juden. 1961: 3651 evangelische, 1194 römisch-katholische Einwohner 1961 (Erwerbspersonen): 233 Land- und Forstwirtschaft, 1158 Produzierendes Gewerbe, 410 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 487 Dienstleistungen und Sonstige

Diagramme:

Lich: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 790: Wettereiba (in pago Wetdereiba)
  • 1247: Zentgraf von Lich (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 52)
  • 1332 und später: Amt Lich (zum wechselnden Umfang des Amtes s. Mittelpunktfunktion)
  • 1787: Grafschaft Solms-Hohensolms-Lich (Anteil an der Herrschaft Münzenberg)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Lich (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Hungen
  • 1837: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Gießen
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Gießen

Gericht:

  • 1822: Landgericht, seit 1879: Amtsgericht Lich, seit 1934: Amtsgericht Gießen

Herrschaft:

Ursprünglich Mittelpunkt einer Mark und einer Zent. - 1247 Zentgraf, später Schultheiß, und Schöffen. 1252 befreit Ulrich von Münzenberg das Kloster Arnsburg mit den Einwohner zu L. und Grüningen von allen Arten von Abgaben und Diensten (Baur, Hessische Urkunden 1 (Starkenburg und Oberhessen) Nr. 1287). In der Teilung der Herrschaft Münzenberg unter den Söhnen Philipps I. von Falkenstein erhält Werner von Falkenstein 1271 das Gericht L. (Gudenus, Codex diplomaticus sive anecdotorum 2 Nr. 139, Scriba, Bickenbach, S. 240-242 Nr. 14.). Amtsbildung in Anlehnung an die Burg Lich Anfang 14. Jahrhundert, Licher Amtmann 1332 erstm. gen. (Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 2 Nr. 572). Die Falkensteiner hatten offensichtl. den Blutbann. 1436 sind die vorher zeitweise getrennten Gerichte Lich und Münster zu einem Amt zusammengefaßt. Bei der Teilung des falkenstein. Erbes unter den Grafen von Solms fällt das Gericht Lich je zur Hälfte den Grafen Bernhard und Johann von Solms zu; bei der Teilung des Jahres 1436 fällt Lich entgültig mit den Wüstungen Hausen, Rodenscheid, Schurfheim und Westwig Graf Johann von Solms zu (Solmser Urkunden 1 Nr. 915, 1036). 1718 Solms-Hohensolms (seit 1792 Fürstentum). 1806 an Hessen-Darmstadt.

scabini, centgravius in Lich 1247,villicus 1290, ammitman zu Lich 1332, zeitweise mit Schultheiß identisch, cellarius 1336

Gemeindeentwicklung:

1300 Stadtprivileg für Lich von König Albrecht I. an Philipp von Falkenstein, aber schon 1290 spricht Werner von Falkenstein von universitas parochialium oppidi Lich und 1297 von opidi nostri in Lich. - s(igillum) universitatis opidi i(n) Lyeche 1306 (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 343). Förmlich erhielt Lich 1300 das Recht der anderen Reichsstädte ohne weitere Präzisierung. Stadtherrschaft bis 1418 falkensteinisch, dann die Graf von Solms-Lich. Den geringen Umfang städtischer Freiheit kennzeichnet das Fehlen einer eigenen Gerichtsbarkeit. - Stadtangelegenheiten zunächst von Schöffenkollegium unter Vorsitz eines Bürgermeisters, ab Mitte 14. Jahrhundert zusätzlich von einem Rat und einem weiteren Bürgermeister verhandelt. Im 17. Jahrhundert werden die Bürgermeister jährl. aus den Reihen des Rates bestimmt und sind für die Finanzen zuständig. Stadtordnung aus dem Jahr 1613 überliefert. villicus 1290, magister civium 1322, scabini totaque universitas opidi 1316, scabini et oppidani 1318, 2 Bürgermeister 1350, die burgermeister, die scheffin unde der rat unde die burger gemeinlich czu Lich 1368

1.4.1953: Umgemeindung des Wohnplatzes Mühlsachsen (Hof; 29 Einw.) nach der Gemeinde Nieder-Bessingen

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Stadtgemeinde s. Lich, Stadtgemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Lich.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 778 wird die Eigenkirche des Abtes Beatus von Honau in Wüstung Hausen im Walde zwischen Lich und Wüstung Lauternbach (in silva Marchlicheo sive Luttenbach) lokalisiert .
  • Zwischen 790 und 804 erhält das Kloster Lorsch drei Privatschenkungen in Lich und zahlreichen Nachbarorten. (vgl. Ziff. 2b).
  • 812 verzichtet Abt Ratgar von Fulda im Rahmen eines Gütertausches mit Erzbischof Richolf von Mainz auf die Mainzer Lehen in Lich, die Fulda bisher innehatte.
  • Nach einem Zusatz von späterer Hand schenken 1150 Adalbert und seine Söhne Friedrich und Konrad genannte Leibeigene aus Lich an das Kloster Schiffenberg.
  • Um 1150 ist Schenkungsbesitz des Kloster Altmünster/Mainz in Lich belegt (Mainzer Urkundenbuch 2, 1 Nr. 147).
  • 1250/60 sind 1 Hufe und 10 Solidi eppsteinisches Lehen Gernots von (Ober-) Eschbach. 1282/83 trägt Gerhard von Eppstein diesen (?) Hof zu Lich vom Reich zu Lehen (Wagner, Die eppsteinschen Lehensverzeichnisse, S. 70 Nr. 121, S. 73 Nr. 133).
  • 1247 überträgt Dithild von Güll Kloster Arnsburg ihre Güter zu Güll, Westwich und Lich. 1252 gewährt Ulrich von Münzenberg Kloster Arnsburg Abgabenfreiheit für dessen Besitz zu Mengeshausen und Freistellung von jeder Art von Dienst und gewährt letzteres auch den Einwohner von Lich und Grüningen (Baur, Hessische Urkunden 1 (Starkenburg und Oberhessen) Nr. 1278). 1278 verkauft Rüdiger Schuegg von Westwich Kloster Arnsburg Güter zu Lich und Westwich. 1284 verkauft Albert gen. Phrimo Kloster Arnsburg eine Hufe in Lich und erhält sie vom Kloster zu Landsiedelrecht zurück. 1310 verpachtet Arnsburg ein Haus in Lich einem Licher Bürger. 1318 verkauft Paza, Witwe des Mengoz Bonemesere, Kloster Arnsburg einen Hof in Lich. 1320 pachtet der Licher Bürger Hildeger das Haus des Kloster Arnsburg in Lich neben der Herberge. 1322 schenkt Ritter Johannes, Sohn des Ritters und Frankfurter Schöffen Volrad Kloster Arnsburg Höfe und Güter in Lich und Röthges (bei Wetterfeld). 1330 schenkt Mya, Tochter des verst. Ritters Johann von Birklar, Kloster Arnsburg Güter in Röthges (bei Grünberg) (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 52, 168, 198, 388, 460, 483, 509, 545, 617).
  • 1276 verkauft das Prämonstratenserstift Ilbenstadt an das Mainzer Stift St. Mariengraden sein Allod zu Lich mit Zubehör. 1280 tauscht das Stift seinen Hof in Birx gegen Güter der Deutschordenskommende Sachsenhausen in Lich. Die Güter werden in der Folge zur Pacht ausgetan.
  • Das Stift Wetter besaß Güter in Lich, mit deren Vogtei 1283 Guntram von Ulfa aus der Familie von Bellersheim belehnt war.
  • 1295 kam die Vogtei an die Herren von Falkenstein, verbunden mit dem Vorkaufsrecht der Besitzungen in Höhe von 184 Mark Wetterauer Währung (Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 2 Nr. 579), das aber offensichtl. nicht wahrgenommen wurde, denn noch 1528 werden der Seelhof und Geldeinkünfte des Stifts in Lich erwähnt, bevor der größte Teil der Besitzungen durch Landgraf Philipp an die hessische Ritterschaft überwiesen wurde.
  • 1393 einigen sich Kloster Altenberg und Kloster Patershausen wegen des Zinses, den sie von ihrem Gut im Licher Felde an den Pfarrer zu Rodheim wegen der Kirche zu Lich leisten müssen (Doepner, Altenberg, S. 453).
  • 1436 kauft Graf Johann V. von Solms einen Hof zu Lich beim Judenbad gelegen, von Helfrich von Trohe d. A..
  • 1437 veräußert Graf Johann V. den Hof an die von Bellersheim, wofür diese ihm ein Haus mit Hof und Ställen daselbst beim Marstall übereignen (Uhlhorn, Grafen von Solms, S. 398). 1437 gibt Graf Ludwig V. von Solms Friedrich von Bellersheim d. J. und dessen Brüdern jährl. Gefälle zu Lich (Uhlhorn, Grafen von Solms, S. 400).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Priester (1224) (Solmser Urkunden 1 Nr. 4) gen. 1239 Pfarrei (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 28).
  • Marienstift Lich: 1317 bestätigt Erzbischof Peter von Mainz die im Jahr zuvor erfolgte Gründung des Kollegiatsstifts zur hl. Maria (Martin und Elisabeth) durch Philipp III. von Falkenstein. 1320: Kirchweihe, Reste dieser Anlage im aufgehenden Mauerwerk des Westteiles der heutigen Kirche erhalten. Neubau 1510-25.

Patrozinien:

  • Maria (1317) und Martin und Elisabeth (1324)

Pfarrzugehörigkeit:

Eingepfarrt waren (Wüstung) Rotenschitt und Kolnhausen (1321), (Wüstung) Hausen war Filiale. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert ist Nieder-Bessingen personaliter uniert.

Marienstift: 1317 Bestätigung der Inkorporation der von Philipp dem Stift geschenkten Pfarrkirchen zu Lich, Ober-Ohmen, ? Münster und ? Bellersheim und Genehmigung der Berufung von 10 Kanonikern.

Patronat:

1315 Herren von Falkenstein. 1316 wurde die Kirche dem Marienstift geschenkt, 1317 inkorporiert. Seit der Reformationszeit hatte das Stift das Nominations- (bis 1833), die Grafen von Solms-Lich das Präsentationsrecht.

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Hermann Bender 1563-1581

Katholischer Bekenntniswechsel: 1630, 1632 durch die Schweden wieder lutherisch

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Lich im Dekanat Friedberg, Archidiakonat St. Mariengreden zu Mainz

Juden:

Juden in Lich seit 1405 nachweisbar. 1436 Judenbad. Synagoge 1810 geweiht (später in der Amtsgerichtsstraße 4). Friedhof zu Beginn des 19. Jahrhundert angelegt, er ist erreichbar über die Straße "Am Hardtberg". (alemannia-judaica)

1828-30: 71, 1871: 35, 1900-05: 45, 1910: 69, 1925: 78 Juden, vor 1933 vornehmlich als Händler und Kaufleute tätig.

Kultur

Schulen:

Stiftsschule: scolasticus 1316; magister scolarum 1317; rector scolarium 1364; rector parvulorum 1529; Schulordnung 1613. Mädchenschule 1613. Bürgerschule 1867-1883. Privatinstitut 1837-1870. Präparandenanstalt 1875-1921. Landwirtschaftliche Winterschule 1905-1920. Gesamtschule (Dietrich-Bonhoeffer-Schule). Volkshochschule.

Historische Ereignisse:

1364-66 Angriffsziel im Reichskrieg

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Ab Anfang 14. Jahrhundert Ausbau zur Residenz und zum Grablegeort der Licher Linie der Herren und späteren Grafen von Falkenstein. Ab 1436 Residenz der Grafen von Solms. - 1239 gehören zur Mark Lich die Dörfer Mengeshausen, Rodenscheid, Westwich, Niederalbach und Schurfheim. 1271 und später Gerichtsort, dem 1436 die Wüstung Hausen, Rodenscheit, Schurfheim und Westwig angehören. Bei der Teilung der Grafschaft Solms 1548 gehören zum Amt Lich außer der Stadt Lich: Die Dörfer Södel, Wohnbach, Ettingshausen, Münster, Ober-Bessingen, Hattenrod, Nieder-Albach (A.er Hof). - 1315 gehörten die Kirchspiele Lich und Hausen zum Sendbezirk von Lich. - 1787 gehörten zum Amt Lich Ettingshausen, Hattenrod, Lich (Stadt), Münster, Ober-Bessingen, Södel sowie der Albacher Hof und Mühlsachsen. Seit 1822 ist Lich Sitz eines Land-, von 1879-1934 eines Amtgerichts. - Einziger Garnisonsstandort im Kreis Gießen

Wirtschaft:

1306 verkauft der Licher Bürger Hermann gen. Jude 5 Morgen Wiese mit der Hälfte der Wiesenmühle bei Lich Kloster Arnsburg (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 343). 1854 Gründung des Brauhauses J. H. Ihring

Markt:

1320 wird ein domum negatiationis seu fori (Kauf- oder Markthaus), 1352 ein forum erwähnt (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 509, 799).

1545 verleiht Karl V. der Stadt das Recht, 2 Jahrmärkte (auf den Sonntag Reminiscere und dem Sonntag nach St. Michaelis) und einen Wochenmarkt am Mittwoch zu halten (Solmser Urkunden 3 Nr. 2839)

Münze:

1552 erhielt Graf Reinhard I. von Solms-Lich das Münzrecht von Kaiser Karl V. Er gilt als Erfinder eines Prägewerks und muß auch Münzen geprägt haben. Die eigentliche Prägetätigkeit dauerte von 1588-1628.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Lich, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10374> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde