Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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  1. 20. Oktober 1941: Meldungen über Verhalten und Arbeitsmoral ausländischer Arbeiter im Reich
    Der Sicherheitsdienst der SS fasst in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich Nachrichten aus verschiedenen Städten zum Verhalten und zur Arbeitsmoral ausländischer Arbeiter zusammen. Aus den Berichten gehe hervor, dass im Verhalten der Ausländer eine zunehmende Verschlechterung eingetreten sei. Das treffe in unterschiedlichem Maße auf alle Ausländer zu, jedoch werde besonders über ... »Details
  2. 23. Oktober 1941: Letzte Auswanderungsmöglichkeit für Juden beseitigt
    Auf Veranlassung Heinrich Himmlers (1900–1945) verhängt das Reichssicherheitshauptamt per Runderlass ein Auswanderungsverbot für die noch im Machtbereich des NS-Staates (Deutsches Reich und besetzte Gebiete) verbliebenen Juden. So heißt es zum Beispiel in der unter der Überschrift „Betrifft: Auswanderung von Juden Geheim!“ an den Beauftragten des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD ... »Details
  3. 23. Oktober 1941: Verkauf von „Schewena-Kreuzen“ als Schutz bei Bombenangriffen
    Der SS-Sicherheitsdienst gibt in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich eine Nachricht aus Frankfurt am Main wieder, wonach zur Zeit Tausende von sogenannten „Schewena-Kreuzen“ unter den Katholiken Westdeutschlands, besonders in Frankfurt selbst, für fünf Pfennig das Stück vertrieben werden. Das Kreuz, das durch eine angebliche Berührung mit Holz vom Kreuze Christi „geweiht“ sei, soll ... »Details
  4. 24. - 25. Oktober 1941: Nur begrenzte Schäden bei erneutem Luftangriff auf Kassel
    Bei einem weiteren Luftangriff auf Kassel wird der nordwestliche Stadtteil Harleshausen und seine Umgebung getroffen. An mehreren Häuser am Jungfernkopf, an einem Bahnübergang und an Teilen des sogenannten Gleisdreiecks zwischen Rothenditmold, Harleshausen und Kirchditmold entstehen überschaubare Schäden. Der von 22:37 bis 0:21 Uhr dauernde Angriff ist die erste Operation der britischen ... »Details
  5. 11.-12. November 1941: Deportation von etwa 1052 Juden von Frankfurt nach Minsk
    Mit einem zweiten von Frankfurt ausgehenden Transport werden 1052 Juden nach Minsk deportiert. Der vom Reichssicherheitshauptamt (RSHA) ursprünglich für den 3. November vorgesehene Transport 'Da 53' hatte sich wahrscheinlich aufgrund eines Einspruchs von Industriebetrieben wegen ihrer jüdischen Zwangsarbeiter verzögert. Unter den Personen, die, wie beim ersten Transport, in der Frankfurter ... »Details
  6. 22. November 1941: Deportation von etwa 992 Juden aus Frankfurt nach Kowno
    Mit einem vom Reichssicherheitshauptamt bestellten Sonderzug mit der Zugnummer Da 28 werden etwa 992 Menschen vom Ostbahnhof Frankfurt am Main „nach Riga“ deportiert. Wie bei den beiden vorigen Deportationsaktionen werden die Menschen, vorwiegend Familien mit Kindern (darunter 59 Kinder bis zu zehn Jahren) und einige alte Menschen in der Frankfurter Großmarkthalle an der Hanauer Landstraße ... »Details
  7. 9. Dezember 1941: Deportation von 1.034 Juden von Kassel nach Riga
    Mit dem „Gesellschafts-Sonderzug, Reichssicherheitshauptamt“ mit der Zugnummer „Da 36“ werden 1.034 Menschen vom Kasseler Hauptbahnhof nach Riga deportiert. Von ihnen kamen 475 aus Kassel, 135 aus Fulda und 43 aus Marburg. Aus den Landkreisen im Regierungsbezirk Kassel kamen: aus dem Kreis Eschwege 103, dem Kreis Fulda 23, dem Kreis Frankenberg 31, dem Kreis Fritzlar-Homberg 21, dem Kreis ... »Details
  8. 14. Dezember 1941: Gauleiter Sprenger mahnt zur Opferbereitschaft
    Der Reichsstatthalter und amtierende Regierungschef des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (1884–1945) mahnt in Usingen zur Opferbereitschaft im „Kampf um Sein oder Nichtsein“.(OV) ... »Details
  9. 1942: Eröffnung eines Strahleninstituts an der Universität Marburg
    An der Universität Marburg wird ein Strahleninstitut eröffnet (Robert-Koch-Straße 8).(OV) ... »Details
  10. 12. Januar 1942: Wintersachensammlung für die Soldaten an der Ostfront
    Der Gau Hessen-Nassau meldet, dass die Wintersachensammlung für die Front in Russland erfolgreich abgeschlossen worden sei.(OV) ... »Details
  11. 22. Januar 1942: Vorentwurf der Flügelbombe V 1 in Kassel
    Gerhard Fieseler (1896–1987), Eigentümer der Flugzeugfabrik Gerhard-Fieseler-Werke GmbH in Kassel, führt ein Gespräch mit dem Ingenieur Robert Lusser (1899–1969), in dessen Verlauf der Industrielle Fieseler Lusser den Vorschlag macht, in das Fieseler-Flugzeugwerk in Kassel als Entwicklungs-Direktor einzutreten. Lusser war Fieseler durch einen langjährigen Bekannten im ... »Details
  12. 2. Februar 1942: Kohlenmangel führt zur Drosselung oder Einstellung der Produktion in wichtigen Fabriken
    Die Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich über die Folgen der mangelnden Kohlenversorgung auf die Industrie. Die derzeitige Kohlenversorgungslage sei in allen Reichsteilen fast katastrophal, sodass die ernstesten Auswirkungen auf die gesamte Industrieproduktion zu befürchten seien. In der kriegswichtigen und kriegsentscheidenden Industrie seien diese Auswirkungen ... »Details
  13. 6. Februar 1942: Arbeitsdienstlager Kelsterbach wird Durchgangslager für sowjetische Arbeitskräfte
    Das ehemalige Arbeitsdienstlager bei Kelsterbach wird in einem Erlass des Reichssicherheitshauptamts zum ersten Mal als Durchgangslager für „Arbeitskräfte“ aus der Sowjetunion genannt. Vgl. Topografie des Nationalsozialismus.(OV) ... »Details
  14. 10. Februar 1942: Deportation von 53 Juden nach Theresienstadt
    Mit dem Transport XVII/2 werden 53 Menschen nach Theresienstadt deportiert, die zuvor ghettoisiert worden sind. Sie kommen aus Darmstadt, Bingen, Höchst, Mainz und Offenbach am Main. Nur sechs von ihnen überleben die Deportation.(OV) ... »Details
  15. 16. Februar 1942: Bericht über die Lage an den Universitäten
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich über die Lage an den deutschen Hochschulen im Wintersemester 1941/42. Gegenüber dem vorangegangenen Semester sei die Zahl der Studierenden angestiegen, was vor allem auf die Beurlaubung eines Teils der Wehrmachtsstudenten zum Studium zurückzuführen sei. An der Universität Marburg zum Beispiel seien 235 von 1297 ... »Details
  16. 26. Februar 1942: Bericht über Schwierigkeiten der Versorgung mit Kartoffeln
    In seinen Meldungen aus dem Reich berichtet der Sicherheitsdienst der SS von den Versorgungsproblemen mit Kartoffeln, vor allem in den größeren Städten (unter anderem in Frankfurt am Main). Die Kartoffelversorgung mache hier vielen Hausfrauen Schwierigkeiten und beeinflusse die Stimmung erheblich. Die Zuteilung umfasse hier teilweise nur ein bis zwei Pfund pro Kopf und Woche. Aus Frankfurt ... »Details
  17. 25. März 1942: Deportation von 1.000 Juden von Mainz und Darmstadt nach Piaski (Polen)
    Mit dem „Gesellschaftssonderzug zur Beförderung von Arbeitern“ mit der Zugnummer „Da 14“ werden 1.000 Menschen aus dem ehemaligen Volksstaat Hessen von Darmstadt aus nach Piaski (Polen) deportiert. Davon kamen 466 aus Mainz, 75 aus Worms, 15 aus dem Landkreis Worms und 76 aus dem Landkreis Bingen. Die anderen stammten aus der ehemaligen Provinz Starkenburg, nämlich 161 aus Darmstadt, 28 ... »Details
  18. 8. Mai 1942: Deportation von 982 Juden von Frankfurt nach Izbica
    Fünf Monate nach dem letzten Transport von Juden aus Frankfurt am Main in die Vernichtungslager werden mit dem Zug Nr. „Da 33“ erneut 938 Menschen deportiert. Am Morgen des 8. Mai verlässt der Zug mit den Frankfurter Juden, die wieder in der Großmarkthalle an der Hanauer Landstraße zusammengeführt worden waren, die Stadt in Richtung Lublin. Dort werden auf einem Nebengleis die Insassen ... »Details
  19. 24. Mai 1942: Deportation von 957 Juden von Frankfurt nach Izbica
    Mit der fünften Deportation aus Frankfurt am Main werden 940 Menschen aus Frankfurt und 27 Menschen aus Wiesbaden mit dem Sonderzug „Da 60“ nach Izbica in Polen deportiert. An der Zwischenstation in Lublin werden aus dem Transport 122-160 Männer selektiert, die man in das Konzentrationslager Majdanek bringt, während die anderen Deportierten in das Transitghetto Izbica überstellt werden, ... »Details
  20. 1. Juni 1942: Deportation von 508 Juden aus Kassel, Nord- und Mittelhessen nach Sobibór
    Mit dem Sonderzug „Da 57“ werden 508 Juden aus dem Regierungsbezirk Kassel nach Izbica bzw. Sobibór deportiert. Der Transport war ursprünglich für den 15. Mai vorgesehen, geht aber erst am 1. Juni aus Kassel ab. Von den 508 Deportierten kommen 99 aus der Stadt Kassel, 36 aus Fulda und 25 aus Marburg.In einem Teiltransport werden 29 Juden aus der Stadt und 57 aus dem Kreis Hanau zugeführt. ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde