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Contemporary History in Hessen - Data · Facts · Backgrounds

Aufstellung des Territorialen Verteidigungsstabes „IV C“ der Bundeswehr für die Regierungsbezirke Wiesbaden und Darmstadt, 1. Mai 1958

Das Wehrbereichskommando IV (WBK IV) stellt mit Wirkung zum 1. Mai den für die Regierungsbezirke Wiesbaden und Darmstadt zuständigen Territorialen Verteidigungsstab IV C (TerrVSt IV C oder TVStab IV C) auf. Der Stab setzt sich aus zwei Stabsoffizieren, zwei Feldwebeln, einem Zivilkraftfahrer und einer Verwaltungsangestellten zusammen und ist zunächst bei der Standortkommandantur in Mainz (Halleplatz 10) untergebracht. Seine Aufgabe ist die Bearbeitung von gesetzlich verankerten Verteidigungsaufgaben, darunter insbesondere die Überprüfung der Zweckmäßigkeit von Sperranlagen und die Erörterung der Frage, welche Objekte innerhalb des Verwaltungsbezirks des WBK IV für eine Sicherung durch später aufzustellende Sicherungsbataillone in Betracht zu ziehen sind (militärischer Objektschutz). Dem TVStab IV C unterstehen insgesamt sieben Wehrleitstellen sowie alle im Verteidigungsbereich gelegenen Standortkommandanturen, Dienststellen der Standortoffiziere und die Wallmeisterdienstgruppe 4191. Am 8. Dezember 1958 zieht der TVStab IV C nach Wiesbaden (Holbeinstraße 19). Am 1. April 1963 erhält der Stab die Bezeichnung »Verteidigungsbezirkskommando 43« (VBK 43).

Die Bundeswehr begann 1956 mit der Aufstellung »territorialer Kommandostäbe« für jeweils einen Wehrbereich (das heißt für territorial gegliederter Verwaltungs-»Oberbezirke«), die 1957 in Wehrbereichskommando umbenannt wurden. Hessen fand sich zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Wehrbereichskommando IV. Im gleichen Jahr begann man mit der Aufstellung sogenannter VP-TV-Stäbe (VP-TV = »Vorläufige Planung Territoriale Verteidigungsstab«) für jeden Regierungsbezirk, die 1963 in Verteidigungsbezirkskommandos (VBK) umbenannt wurden. Das in Mainz (Generalfeldzeugmeister-Kaserne in der Freiligrathstraße) ansässige Wehrbereichskommando IV umfasste TV-Stäbe bzw. Verteidigungsbezirkskommandos in Koblenz (VBK 41), in Trier (VBK 42), in Darmstadt (VBK 43), in Kassel (VBK 44), in Neustadt (VBK 45), in Saarbrücken (VBK 46) und in Gießen (VBK 47).
(KU)


  1. Die „Wallmeister“, eine Pioniertruppe der Bundeswehr, sind für die Planung, Wartung und Bestückung (sowie den Rückbau) von Anlagen zuständig. Die „Wallmeisterorganisation“, in die die Wallmeister eingegliedert sind, wurde 1957 geschaffen, um die Landesverteidigung der Bundesrepublik bautechnisch zu organisieren.
Records
Additional Information
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.1.1956, S. 3: Nur wenige Truppen für Rheinland-Pfalz: Eine Ankündigung des Wehrbereichskommandos / Kein hessischer Vertreter
  • Wikipedia: Wehrbereichskommando (Stand: 31.10.2012)
Hebis-Schlagwort
Deutschland / Verteidigungsbezirkskommando <43> ; Geschichte
Recommended Citation
„Aufstellung des Territorialen Verteidigungsstabes „IV C“ der Bundeswehr für die Regierungsbezirke Wiesbaden und Darmstadt, 1. Mai 1958“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edb/id/4878> (Stand: 20.6.2020)
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