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Hesse in the 19th and 20th Centuries
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- 1. August 1807: Neuregelung der Standesherren durch Deklaration
Nachdem die Rheinbundakte am 13. Juli 1806 unterzeichnet wurde und in Kraft trat, wurden Klein- und Kleinststaaten aufgelöst. Die „mediatisierten“ Fürsten und Grafen verloren ihre Lande, jedoch gibt es ab dem 1. August 1807 eine neue Regelung durch die Großherzoglich Hessische Deklaration. Veröffentlicht wurde sie in Darmstadt und betrifft die staatsrechtlichen Verhältnisse. Die ... »Details - 18. August 1807: Kaiser Napoleon dekretiert die Errichtung des Königreichs Westphalen
Nach dem im Juli 1807 geschlossenen Frieden von Tilsit verkündet Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) am 18. August 1807 die Errichtung des neuen Königreichs Westphalen mit Kassel als Hauptstadt, das von seinem jüngsten Bruder Jérôme Bonaparte (1784–1860) regiert werden sollte, der am 10. Dezember 1807 seinen offiziellen Einzug in der Stadt hielt. Das Königreich zählt ca. zwei ... »Details - 25. August 1807: Ermöglichung von Verdienstorden durch Ludwig I.
Großherzog Ludwig I. (1753–1830) stellt Gelder für einen Verdienstorden zur Verfügung. Dieser wird nach dessen Tode in „Ludewigsorden“ umbenannt.(StH) ... »Details - September 1807: Karikatur über die Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
Die Gleichberechtigung der Juden im Königreich Westphalen führte auch zu Reaktionen im europäischen Ausland. Im September 1807 erschien bei dem Londoner Verleger Thomas Tegg (1776-1845) eine Radierung des Karikaturisten George Moutard Woodward (1765-1809), der sich mit dem Thema auseinandersetzte. ... »Details - 15. November 1807: Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
Mit der Gründung des Königreichs Westphalens im Jahr 1807 waren weitreichende Veränderungen nach französischem Vorbild verbunden. Dazu gehörte auch die Gleichberechtigung aller Untertanen, die in der Verfassung vom 15. November 1807 verkündet wurde. Damit war erstmals in einem deutschen Staat die jüdische Bevölkerung der christlichen gleichgestellt, die bisherigen Einschränkungen und ... »Details - 7. Dezember 1807: Verfassung des Königreichs Westphalen in Kraft gesetzt
Als eine seiner ersten Amtshandlungen setzt König Jérôme von Westphalen (1784–1860) am 7. Dezember 1807 die nach französischem Vorbild gestaltete „Constitution des Königreichs Westphalen“ in Kraft. Damit kann eine reguläre Regierung nach den Bestimmungen der Verfassung ihre Tätigkeit beginnen.|Nachdem Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) am 18. August 1807 die Errichtung des neuen ... »Details - 10. Dezember 1807: König Jérôme von Westphalen hält Einzug in Kassel
Nachdem Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) im August 1807 die Einrichtung des neuen Königreichs Westphalen mit Kassel als Hauptstadt verkündet hatte, hält am 10. Dezember 1807 sein jüngster Bruder König Jérôme Bonaparte (1784–1860) mit seiner Gemahlin Katharina von Württemberg (1783–1835) festlichen Einzug in der Stadt. Das Schloss Wilhelmshöhe wird in „Napoleonshöhe“ ... »Details - 1808: Neue Handelskammer soll in Frankfurt gebildet werden
Im Jahr 1808 soll eine neue Handelskammer für Frankfurt am Main eingerichtet werden, was der Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817) verordnete.(StH) ... »Details - 1808: Das israelitische Konsistorium im Königreich Westphalen
Nach erfolgter Gleichberechtigung der Juden im Königreich Westphalen wurde auch hier nach französischem Vorbild ein israelitisches Konsistorium als zentrale Aufsichts- und Verwaltungsbehörde begründet, deren Präsident der Braunschweiger Bankier und Rabbiner Israel Jacobsson (1768-1828) war und das am 19. Dezember 1808 seine Arbeit aufnahm. Das Konsistorium sollte die Einhaltung der neuen ... »Details - 1808: Georg Brentano erwirbt einen Landsitz in Rödelheim
Mit dem Ankauf eines kleinen repräsentativen Landhauses mit Garten an der Nidda durch Georg Brentano (1775–1851) im Jahre 1808 beginnt die Geschichte des heutigen Brentanoparks in Rödelheim. ... »Details - 1. Januar 1808: Abschaffung der Leibeigenschaft im Herzogtum Nassau
Nach der Gründung des vereinten Herzogtums Nassau 1806 verordneten die beiden Landesherren Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) und Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (1768–1816) eine Reihe von Reformen, deren Ausarbeitung vor allem dem Staatsminister Freiherr Ernst Marschall von Bieberstein (1770–1834) oblag. Dazu zählt auch die Abschaffung der Leibeigenschaft, die ab dem 1. ... »Details - 11. März 1808: Gründung des Frankfurter „Museums“ (der späteren Museums-Gesellschaft)
1808 gründen Bürger in Frankfurt am Main das „Museum“, eine Gesellschaft zur Förderung der schönen Künste, das heißt von Literatur, Bildender Kunst und Tonkunst. Zu den Gründern gehörten unter anderem der von dem damaligen Großherzog Carl Theodor von Dalberg (1744–1817) zum Kurator der Kunst und Lehranstalten ernannte Historiker Johann Nikolaus Vogt (1756–1836), der Fuldaer ... »Details - 7. Juli 1808: „Rechtsschule“ in Wetzlar gegründet
Als Kaiser Franz II. (1768–1835) am 6. August 1806 die Reichskrone niedergelegt und alle Reichsangehörigen von ihren Pflichten entbunden hatte, war damit auch die Auflösung des Reichskammergerichts in Wetzlar verbunden. ... »Details - 10. Juli 1808: König Jérôme von Westphalen ordnet Umbau des Museums Fridericianum in einen „Palast der Stände“ an
Der seit seit 1807 regierende König Jérôme von Westphalen (1784–1860) beschließt am 10. Juli 1808, das Museum Fridericianum am Friedrichsplatz in Kassel in einen „Palast der Stände“ als Sitz des westphälischen Parlaments umzubauen. Die neueingerichtete Ständeversammlung basiert auf der Verfassung des von Kaiser Napoleon Bonaparte errichteten Königreichs Westphalen.|Der durch die ... »Details - 10. August 1808: Gründung der „Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“
Am 10. August 1808 wird die „Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“ von naturwissenschaftlich interessierten Bürgern gegründet. Die Vereinigung zählt somit zu den ältesten naturkundlichen Gesellschaften Deutschlands und ist heute Hessens ältester eingetragener Verein. ... »Details - 24. August 1808: Napoleon sendet Truppen nach Spanien
4.000 Soldaten werden von Napoleon Bonaparte (1769–1821) zum Einsatz in Spanien im Krieg gegen England geschickt. Dazu gehören auch die Truppen des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Trupp des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). Getarnt als gleichmäßige Instruktion sollen die Soldaten für König Joseph Bonaparte (1768–1844) kämpfen. ... »Details - Oktober 1808: Die Malerin Ursula Reinheimer führt nach dem Tod ihres Vaters die Prestelsche Kunsthandlung in Frankfurt zusammen mit ihrem Bruder weiter
Nach dem Tode ihres Vaters Johann Gottlieb Prestel (1739–1808) führt die Malerin und Grafikerin Ursula Magdalena Reinheimer (1777–1845) zusammen mit ihrem Bruder Christian Erdmann Gottlieb (1773–1830) die renommierte Kunsthandlung in Frankfurt, die für ihre Faksimiledrucke in „prestelscher Manier“ bekannt war, weiter. In der Werkstatt der Eltern ausgebildet, hatte sie 1805 einen ... »Details - 11. Dezember 1808: Verbrennung englischer Ware in Marburg
Napoleon (1769–1821) führt durch seine „Kontinentalsperre“ einen Handelskrieg gegen Großbritannien, den er nach der Vernichtung seiner Flotte bei Trafalgar im Oktober 1805 beginnt. Um seinen Bruder zu unterstützen, verfügt Jérôme von Westphalen (1784–1860) die Verbrennung von britischer Ware in Marburg. Die aus dem Wetzlarer Handelshaus Wendecker & Co. beschlagnahmte Ware soll auf ... »Details - 23. April 1809: Dörnberg-Aufstand bei der Knallhütte vor Kassel niedergeschlagen
Das 1807 von Kaiser Napoleon eingerichtete Königreich Westphalen wurde von vielen Einwohnern des neuen Staates, vor allem dem hessischen Adel, als französische Fremdherrschaft empfunden. Deshalb formierten sich schon früh Widerstände in der Bevölkerung, die zu Unruhen und Aufständen führten. ... »Details - 24. April 1809: Kommende in Marburg wird aufgelöst
Große Veränderungen treten durch die Aufhebung des Deutschen Ordens ein. Darunter fällt vor allem die Auflösung der Kommenden in Marburg, die die Verantwortung des Grabes der Heiligen Elisabeth (1207–1231) übernommen hatte. Zudem wird das St.-Elisabeth-Hospital zum Landeskrankenhaus und zur Universitätsklinik. Das Erbe von Landgraf Philipp I. (1504–1567) wird ab dem 3. Juni 1810 ... »Details
