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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
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- 2000
- 27. Januar 1812: Die „Rauch-, Kautabak und Cigarrenfabrik Georg Philipp Gail“ wird in Gießen gegründet
Am 27. Januar 1812 gründet Georg Philipp Gail (1785–1865) die erste Gießener Rauchtabakfabrik mit zunächst nur acht Mitarbeitern. Neben Pfeifentabak wird auch Schnupftabak hergestellt, ab 1828 kommt Kautabak hinzu. Die Stadt Gießen gehörte zum Großherzogtum Hessen, wo es damals kein Tabakmonopol gab und eine vergleichsweise niedrige Tabaksteuer erhoben wurde. Aufgrund der günstigen ... »Details - 7. April 1812: Einrichtung einer neuen Polizei in Hessen-Kassel
Mit dem Edikt über die „Etatsgenehmigung der zur errichtenden Gendarmerie“ wird im Kurfürstentum Hessen für die Zeit nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon das Polizeiwesen neu geordnet und umgesetzt. In jedem Landkreis wird eine Behörde mit einem Kreisbrigadier, zwei bis drei Offizieren und 14 bis 40 Gendarmen eingerichtet. Die Anzahl der Polizeibeamten richtet sich nach der Größe ... »Details - 7. Mai 1812: Hessische Truppen in britischer Gefangenschaft in Spanien
Von den 4.000 hessischen Soldaten, die am 24. August 1808 zum Einsatz nach Spanien gegen England geschickt wurden, geraten am 7. Mai 1812 an der südspanisch-portugiesischen Grenze bei Badajoz in britische Gefangenschaft. Die Truppen bestanden aus Soldaten des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Truppen des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). ... »Details - 9. Mai 1812: Der Kasseler Kunststudent Carl Heinrich Arnold trifft in Paris ein
Im April 1812 macht sich der an der Kunstakademie in Kassel ausgebildete Tapetenfabrikantensohn Karl Heinrich Arnold (1793–1874) zusammen mit dem Akademieprofessor Ludwig Hummel (1770–1840) und dessen Frau, der Malerin Marianne von Rohden (1785–1866) per Kutsche auf den Weg nach Paris. Ab Frankfurt am Main schloss er sich dann seinem Freund Justus Krauskopf (1787–1869) an, der zu Fuß ... »Details - 11. Mai 1812: Appell der „Landkriegskostenkommission“ für eine gerechte Verteilung der Kosten
Die „Großherzoglich Hessische Landkriegskostenkommission der Provinz Starkenburg“ fordert eine gleichmäßige Verteilung der „Einquartierungslast“ in Seligenstadt und Miltenberg, da die Kosten vor allem auf der Landbevölkerung liegen, die die Lebensmittel der Armee bereitstellen. Die Pferde werden dabei beschlagnahmt. Der Krieg hält nun fast zwanzig Jahre mit durchschreitenden Truppen ... »Details - 20. Mai 1812: Georg Moller legt Pläne für die Neue Vorstadt in Darmstadt vor
Der Aufstieg Darmstadts zur Residenz erfordert eine Stadterweiterung, um Wohnraum für zusätzliche Beamte und Räume für Gewerbe und Handel zu schaffen. Der seit März 1810 angestellte Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852) präsentiert Großherzog Ludewig I. (1753–1830) deshalb am 20. Mai 1812 die Pläne für eine Neue Vorstadt, die sogenannte Mollerstadt. Westlich und südlich der ... »Details - 31. Juli 1812: Hinrichtung von „Hölzerlips“ in Heidelberg
Nach den mehreren hundert Delikten wird „Hölzerlips“, der Räuberhauptmann Georg Philipp Land (1770–1812) aus Rod am Berg, in Heidelberg durch Enthauptung hingerichtet.(StH) ... »Details - 9. September 1812: Mayer Amschel Rothschild verstirbt in Frankfurt
Der Hausbankier des Kasseler Kurfürsten, Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), zu dieser Zeit einer der einflussreichsten Finanzmänner in Frankfurt am Main, verstirbt. Er war unter anderem der Initiator der Gründung des „Jüdischen Philanthropin“, einer Freischule für jüdische Kinder in ärmlichen Verhältnissen.|Bereits 1810 hatte er seine Söhne in einem Gesellschaftervertrag an ... »Details - 4. Oktober 1812: Sieg der „Großen Armee“ über Moskau in Hessen gefeiert
Die napoleonische „Große Armee“ hält einen siegreichen Einzug in Moskau, weswegen in allen hessischen Kirchen zur Zeit des Gottesdienstes gefeiert wird. Am 12. Oktober 1812 sollen die 5.250 Soldaten, insgesamt drei Regimenter, den Rückzug aus der brennenden Stadt antreten. Zu dem Regiment gehörten 2.000 Soldaten zu Dalberg (1744–1817). Im Juni marschierten sie, angeführt von Prinz Emil ... »Details - 9. November 1812: Das „Lyceum Carolinum“ in Frankfurt nimmt den Lehrbetrieb auf
Am 9. November 1812 nimmt das von Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg (1744–1817), seit 1810 Großherzog von Frankfurt, begründete und nach ihm benannte „Lyceum Carolinum“ in Frankfurt am Main mit sieben Professoren seinen Lehrbetrieb auf. Ein viersemestriges, vorbereitendes Studium am Lyzeum soll die Voraussetzung für den Zugang zu den anderen Fakultäten der großherzoglichen ... »Details - Dezember 1812: Veröffentlichung des ersten Teils der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm
Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert waren in Deutschland erste Sammlungen von Kinder- und Volksmärchen erschienen. Angeregt von Clemens Brentano (1778–1842) und Achim von Arnim (1781–1831) begannen die nach dem Studium an der Universität Marburg nach Kassel zurückgekehrten Brüder Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) ab 1806, derartige zumeist mündlich ... »Details - März 1813: Rückkehr der Überlebenden der „Großen Armee“
Die napoleonische „Große Armee“ hält einen siegreichen Einzug in Moskau, weswegen in allen hessischen Kirchen zur Zeit des Gottesdienstes gefeiert wird. Am 12. Oktober 1812 sollen die 5.250 Soldaten, insgesamt drei Regimenter, den Rückzug aus der brennenden Stadt antreten. Zu dem Regiment gehörten 2.000 Soldaten zu Dalberg (1744–1817). Im Juni marschierten sie, angeführt von Prinz Emil ... »Details - April 1813: Erste Reise des großherzoglich-hessischen Kunstagenten Georg Wilhelm Issel nach Paris
Der aus Darmstadt stammende Georg Wilhelm Issel (1785-1870), der auch als natürlicher und illegitimer Sohn des späteren Großherzogs Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753-1830) bezeichnet wird, reist im April 1813 nach Paris, um als Kammersekretär im Auftrag Ludewigs I. Ankäufe für dessen Kunstsammlung zu tätigen. In der Korrespondenz mit dem Kabinettssekretär Ernst Christian Schleiermacher ... »Details - 28. September 1813: Kosaken unter General Tschernyschow belagern Kassel
Nach der katastrophalen Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und dem Rückzug der französischen Truppen zeichnet sich auch das Ende des Königreichs Westphalen ab. Am 28. September 1813 erreichen die von Alexander Iwanowitsch Tschernyschow (1786–1857) angeführten Kosaken Kassel. Nach kurzer Gegenwehr verlässt König Jérôme (1784–1860) mit den französischen Truppen die Stadt. ... »Details - 28. Oktober 1813: Karl Theodor von Dalberg dankt im Großherzogtum Frankfurt ab
Mit der Abdankung von Karl Theodor von Dalberg (1744–1817) am 28. Oktober 1813 zugunsten von Eugène de Beauharnais (1781–1824), dem von Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) designierten Nachfolgers, begann die Auflösung des Großherzogtums Frankfurt am Main. Am 6. November kann 1813 Franz I. von Österreich (1768–1835) in der ehemaligen Reichsstadt einziehen. ... »Details - 30.-31. Oktober 1813: Schlacht am Lamboywald bei Hanau
Nach der „Völkerschlacht bei Leipzig“ zwischen dem 16. und dem 19. Oktober 1813 zog die Hauptarmee von Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) ab und traf am 30. Oktober 1813 am Lamboywald bei Hanau auf den Widerstand der Truppen des Königreichs Bayern, das durch den Vertrag von Ried am 8. Oktober 1813 der Allianz gegen Frankreich beigetreten war. General Karl Philipp von Wrede (1767–1838) ... »Details - 2. November 1813: Großherzog Ludewig I. von Hessen schließt sich der Allianz gegen Frankreich an
Nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 schließt sich auch Großherzog Ludewig I. (1753–1830) als letzter der süddeutschen Fürsten am 2. November 1813 durch die Konvention von Dörnigheim, die von Freiherr Carl Wilhelm Heinrich du Bos du Thil (1777–1859) ausgehandelt wurde, der Allianz gegen Napoleon Bonaparte (1769–1821) an. Seine Regimenter hatten zuvor in der Schlacht bei ... »Details - 21. November 1813: Kurfürst Wilhelm I. kehrt nach Kassel zurück
Nachdem am 28. September 1813 russische Truppen die von der französischen Besatzung geräumte Stadt Kassel besetzt hatten, hält am 21. November 1813 der aus seinem Prager Exil zurückgekehrte Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) einen triumphalen Einzug in der Residenzstadt. Unter der regen Anteilnahme der Bevölkerung wird die Kutsche des Fürsten am Stadttor von begeisterten Bürgern ausgespannt ... »Details - 30. Dezember 1813: Schließung der Medizinisch-chirurgischen Spezialschule in Frankfurt
Unter Verwendung der Dr. Senckenbergischen Stiftseinrichtungen wurde ab 1812 die Medizinisch-chirurgische Spezialschule in Frankfurt am Main errichtet. Die „Großherzoglich Frankfurtische Universtät“ umfasste nach französischer Hochschulform mehrere nach Orten gesonderte Spezialschulen: Lyzeen in Frankfurt, Aschaffenburg und Fulda, die Universität in Aschaffenburg (die bis dahin in Mainz ... »Details - 1814-1838: Schulbesuch jüdischer Kinder
Um 1800 fand in vielen deutschen Staaten eine Reform des Schulwesens statt. Beeinflusst von den Ideen der Aufklärung wurde der schulischen Bildung eine größere Bedeutung beigemessen und zunehmend staatlich geregelt. Das betraf auch die jüdischen Schulen, die bisher eigenständig von den Gemeinden organisiert wurden und deren Hauptaugenmerk auf der religiösen Erziehung lag. ... »Details
