Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 1800: Gustav Vorherr wird Leiter des gräflich Görtzschen Bauwesens in Schlitz
    Im Jahr 1800 wird der Architekt und Stadtplaner Gustav Vorherr (1778–1848) von Graf Carl Heinrich von Schlitz, gen. Görtz (1752–1826) zum Leiter des gräflichen Bauwesens in Schlitz ernannt. In dessen Auftrag leitet er dort unter anderem den Umbau des nach Plänen von Louis Remy de La Fosse (1659–1726) errichteten Schlosses Hallenburg mit seinen Nebengebäuden.|1804 wurde Vorherr durch ... »Details
  2. 11. Juli 1800: Auseinandersetzungen zwischen kurmainzischen und französischen Truppen in Offenbach
    Am 11. Juli 1800 kommt es zu heftigen Gefechten zwischen deutschen und französischen Truppen, in deren Verlauf die Franzosen nach Straßenkämpfen in der Offenbacher Kanalstraße (heute Kaiserstraße) vorübergehend aus der Stadt vertrieben und bis nach Sachsenhausen zurückgedrängt werden. Zwei gefallene Franzosen, zwei Würzburger Soldaten und ein Szekler Husar werden in Offenbach ... »Details
  3. 14. Juli 1800: Die Universität Gießen erhält einen forstbotanischen Garten
    Von Landgraf Ludwig X. (1753–1830) wird der Universität Gießen der Amtsgarten zur Anlage eines forstbotanischen Gartens überwiesen, der unter Anleitung von Friedrich Ludwig Walther (1759–1824) hergestellt wird. Walther wird auch erster Direktor des Forstbotanischen Gartens der Universität.(LV) ... »Details
  4. 22. August 1800: Karl Renatus Freiherr von Senckenberg stiftet der Universität Gießen seine Bibliothek
    Karl Renatus Freiherr von Senckenberg († 19. Oktober 1800) vermacht der Universität Gießen sein Wohnhaus am Brand, seine Bibliothek (ca. 16.000 Bände sowie rund 900 wertvolle Handschriften) und 10.000 Gulden, deren Zinsen zur Besoldung des Bibliothekars, der freie Wohnung genießen soll, und eines Dieners verwendet werden sollen. Als Bibliothekar soll der jüngste Professor der Rechte oder ... »Details
  5. 31. Oktober 1800: Promotion von Karl von Savigny in Marburg
    Friedrich Karl von Savigny (1779–1861) erhält mit seiner Promotion in der Juristischen Fakultät die Berechtigung, Vorlesungen an der Marburger Universität abzuhalten. ... »Details
  6. 9. Februar 1801: Der Friede von Lunéville bringt territoriale Verschiebungen in Hessen
    Durch die Bestimmungen des zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich unter dem römisch-deutschen Kaiser Franz II. unterzeichnete Friedensschluss wird der Rhein zur Ostgrenze Frankreichs. Alle linksrheinischen Fürsten sollen aus den säkularisierten rechtsrheinischen Gebieten entschädigt werden. Damit verbunden ist auch das Ende des Mainzer Kurstaats: Das Oberamt Amöneburg mit den ... »Details
  7. 21. Juni 1801: Feier zur Fertigstellung der „Löwenburg“ bei Schloss Wilhelmshöhe
    Am 21. Juni 1801 wird die Fertigstellung des burgartigen Baukomplexes der Löwenburg auf einem Plateau im Schlosspark von Kassel-Wilhelmshöhe mit einem Gottesdienst in der Burgkapelle gefeiert.|Die Idee einer künstlichen Ruine für den Schlosspark verfolgte Heinrich Christoph Jussow (1754–1825) im Auftrag von Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) bereits seit 1788. Der Standort für die Ruine ... »Details
  8. 9. August 1801: Aufruhr gegen die Sachsenhäuser Bäcker
    Am Sonntag dem 9. August 1801 kommt es in Sachsenhausen zu einem Vorfall, der als „Aufruhr“ gegen die Sachsenhäuser Bäcker in den Kriminalakten der Reichsstadt Frankfurt aktenkundig wird. „Ein wüthender Haufe, besonders aus Weibern und grossen Buben bestehend, rottete sich zusammen, und stürmte die Bäckerladen in Sachsenhausen“ schildert der Kaufmann Samuel Gottlob Gottlob Finger ... »Details
  9. 1802: Säkularisierung des Fürstbistums Fulda
    1802 wird das Fürstbistum Fulda als Staat aufgehoben. Die kirchliche Organisation bleibt bestehen, verwaltet durch Bischof Adalbert von Harstall (1737–1814) bis 1814, im Anschluss durch einen apostolischen Vikar, anerkannt durch das Kurfürstentum Hessen-Kassel.(RKr) ... »Details
  10. 1802-1832: Tätigkeit von Juden in Landwirtschaft und Handwerk
    Die jüdische Bevölkerung war über Jahrhunderte hinweg starken wirtschaftlichen Beschränkungen ausgesetzt. Nur wenige Juden arbeiteten im Handwerk, da sie von den Zünften ausgeschlossen waren. Auch in der Landwirtschaft waren sie kaum tätig, weil Landbesitz in vielen Gegenden verboten war. Zu den Haupterwerbszweigen zählten der Handel und das Kreditwesen. Der Trödel- und Hausierhandel war ... »Details
  11. 30. April 1802: Immatrikulation von Jacob Grimm an der hessischen Landesuniversität Marburg
    Am 30. April 1802 wird der in Hanau geborene Jacob Grimm (1785–1863), der in Kassel das Lyceum Fridericianum absolviert hatte, als Student der Rechte an der Universität Marburg immatrikuliert. Hier begegnet er dem jungen Juraprofessor Friedrich Karl von Savigny (1779–1861), dessen geschichtliches Verständnis des Rechts ihn sehr beeindruckt. Zudem kommt er durch diesen in Kontakt mit dem ... »Details
  12. 14. Juni 1802: Geständnis von Johannes Bückler „Schinderhannes“ in Frankfurt
    Johannes Bückler (1777–1803) gesteht im Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main, der landesweit bekannte „Schinderhannes“ zu sein. Der ehemalige Scharfrichtergehilfe wurde am 8. Juni 1802 als „Rekrut Jakob Schweikards“ im „Weberhaus“ in Limburg an der Lahn verhaftet und über Wiesbaden in das Rekruten-Zentraldepot in Frankfurt gebracht. Nach dem Prozess wird Bückler mit zwei ... »Details
  13. 2. September 1802: Einnahme der Reichsstadt Friedberg durch Friedrich Justinian von Günderrode
    Der Geheimrat Friedrich Justinian von Günderrode (1965–1845) führt eine provisorische Besitzergreifung der Reichsstadt Friedberg zu Gunsten von Hessen-Darmstadt durch. Ihn unterstützen dabei Soldaten des Leibgarderegiments. Die Aktion wird als Vorgriff des Reichsdeputationshauptschlusses angesehen. 1803 fallen im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses die Stadt Friedberg, 1806 auch die Burg ... »Details
  14. 10. September 1802: Darmstädtische Soldaten besetzen „Entschädigungsland“ der Grafschaft Hanau-Lichtenberg
    Nur wenige Tage zuvor war der „Entschädigungsplan“ mit der Abtretung der ländlichen, linken Gebiete des Rheinufers an Frankreich veröffentlicht worden, auch wenn der „Hauptschluss“ der Reichsdeputation erst am 25. Februar 1803 erfolgen wird. Daraus resultierte die hessen-darmstädtischen Besetzung der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, also die kurmainzischen und bischöflichen, wormsischen ... »Details
  15. 22. Oktober 1802: Adalbert von Harstall verzichtet auf das Fürstbistum Fulda
    Nach der Besetzung durch preußische Truppen verzichtet Fürstbischof Adalbert III. von Harstall (1737–1814) am 22. Oktober 1802 auf das von ihm seit 1788 regierte Fürstbistum Fulda.|In den 1801 begonnenen Verhandlungen für den 1803 gefassten Reichsdeputationshauptschluss war die weltliche Landesherrschaft Fürst Wilhelm V. von Oranien-Nassau (1748–1806) zugesprochen worden, der sie am 29. ... »Details
  16. 6. Dezember 1802: Einzug von Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien in Fulda
    Nachdem preußische Truppen Fürstbischof Adalbert III. von Harstall (1737–1814) am 22. Oktober 1802 zum Verzicht auf das Bistum Fulda gezwungen hatten, rückt der Schwiegersohn des preußischen Königs Prinz Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien (1772–1843), der spätere König Wilhelm I. der Niederlande, am 6. Dezember 1802 in Fulda ein. ... »Details
  17. 1803: Landgraf Ludwig X. verhindert den Abriss der Torhalle in Lorsch
    Mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom Februar 1803 waren das Oberamt Starkenburg mit Lorsch und dem ehemaligen karolingischen Kloster an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt gelangt.|Von den Klostergebäuden war damals nicht mehr viel erhalten, da sie jahrzehntelang als Steinbruch gedient hatten. Die um 900 erbaute Torhalle (auch Königshalle genannt), deren ursprüngliche Funktion unklar ist, ... »Details
  18. 1803: Aufhebung des Juden-Leibzolls an den Grenzen Offenbachs
    In den meisten hessischen Gebieten wird die Regelung des Juden-Leibzolls, angelehnt an dem französischen Vorbild, abgeschafft. In Offenbach am Main bemüht sich der isenburgische Hoffaktor Wolf Breidenbach (1750–1829) um die Aufhebung eben dieses Juden-Leibzolls an den Grenzen, was ihm gelingt.(StH) ... »Details
  19. 1803: Säkularisierung im Herzogtum Hessen-Nassau
    1803 werden im Gebiet des Herzogtums Nassau alle Klöster aufgehoben, insgesamt 18 Männer- und acht Frauenklöster. § 35 des Reichsdeputationshauptschlusses übergibt den Besitz der Klöster den jeweiligen Landesherren. Der Auflösungsprozess zieht sich bis 1817 hin. In diesem Jahr wird das letzte Kloster der Franziskanerinnen in Limburg vom Herzogtum Nassau übernommen.(RKr) ... »Details
  20. 1803: Schulordnung für Ober- und Niederhessen
    Mit der Schulordnung für Ober- und Niederhessen wird die Schulpflicht für Kinder zwischen dem siebten und 14. Lebensjahr eingeführt. Die Schulaufsicht wird durch die Geistlichen in jährlichen Visitationen durchgeführt. Religiöse Themen beherrschen den Unterricht, in „weltlichen“ Unterrichtsgegenständen wird eine Gefährdung des Glaubens gesehen. Zur Verbesserung der Lehrerausbildung ... »Details
  21. 25. Februar 1803: Die Landgrafschaft Hessen-Kassel wird Kurfürstentum
    Durch den Reichsdeputationshauptschlusses wird Hessen-Kassel zum Kurfürstentum erhoben und akzeptiert zugleich die Gebietsveränderungen als Entschädigung, welche linksrheinische Territorien an der Bergstraße umfassen, die am 10. September 1802 durch hessisch-darmstädtische Truppen besetzt worden waren. Ihm werden die vier Ämter, zusammengefasst im Fürstentum Fritzlar, endgültig ... »Details
  22. 1. April 1803: Benediktinerabtei Seligenstadt geht an Hessen-Darmstadt über
    Im Rahmen der Säkularisierung wurde mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 die Benediktinerabtei Seligenstadt mit dem Oberamt Steinheim, beides ehemalige kurmainzische Besitzungen, Landgraf Ludwig X. von Hessen-Darmstadt (1753–1830) zugesprochen. Nachdem der hessische Regierungsrat Friedrich Justinian von Günderrode (1765–1845) im Dezember 1802 die zivile Inbesitznahme vorgenommen hatte, ... »Details
  23. 18. April 1803: Eröffnung der „Neuen Bürgerschule“ (Musterschule) in Frankfurt
    Am 18. April 1803 wird die von dem Präsidenten des lutherischen Konsistoriums Friedrich Maximilian von Günderrode (1753–1824) und dem Senior des lutherischen Predigerseminars Wilhelm Friedrich Hufnagel (1754–1830) gegründete „Neue Bürgerschule“ in Frankfurt am Main eröffnet. Die nach den Lehrmethoden des Pädagogen Friedrich Heinrich Pestalozzi (1746–1827) aufgebaute Realschule, die ... »Details
  24. 27. April 1803: Helfrich Bernhard Wenck verstirbt
    Der Historiker und Pädagoge Professor Helfrich Bernhard Wenck (1739–1803) verstirbt in Darmstadt. Wenck war Erzieher des Erbprinzen Ludwig X. (1753–1830) und seit 1769 Rektor des Pädagogs, der ältesten höheren Schule Darmstadts. Nachdem er 1778 dort Direktor geworden war, reformierte er den Lehrplan des traditionsreichen Gymnasiums, sodass nun „reelle Kenntnisse“ von klassischen ... »Details
  25. 15. Mai 1803: Proklamation von Kurfürst Wilhelm I.
    Aufgrund des am 25. Februar 1803 vollzogenen Reichsdeputationshauptschlusses erhält Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) die Kurfürstenwürde für das Gebiet der vormaligen Landgrafschaft Hessen-Kassel zugesprochen, die er am 15. Mai 1803 in einer feierlichen Proklamation in Kassel annimmt.|Die territorialen Gewinne waren trotz eifriger Bemühungen bei den Verhandlungen nur gering geblieben. Dazu ... »Details
  26. 28. Juni 1803: Ernennung von Wilhelm von Humboldt zum Residenten
    Der preußische Gesandte Wilhelm von Humboldt (1767–1835) dient seit Ende 1802 dem römischen Vatikan und wird dort am 28. Juni von der päpstlichen Kurie zum hessen-darmstädtischen Residenten erhoben. Ab dem 12. Juli 1803 vertritt er auch das Fürstentum Oranien-Fulda.(StH) ... »Details
  27. 28. August 1803: Zusammenschluss kleiner Gruppen der „Frankfurter Union“
    Als Zeichen der Verteidigung ihrer Souveränität eint sich eine Gruppe aus kleineren Reichsständen zur „Frankfurter Union“. Unter diesen zählen nicht nur der als Sprecher ernannte Fürst Karl von Isenburg-Birstein (1766–1820), sondern auch Fürsten und Grafen von Erbach und Solms.(StH) ... »Details
  28. 31. August 1803: Erteilung der religiösen Gleichberechtigung
    Den neuen katholischen Untertanen des Fürstentums von Fürst Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) wird die religiöse Gleichberechtigung gestattet. Der Fürst hatte im Alter von 65 Jahren das Amt seines Bruders übernommen und formulierte in einem Edikt die volle Gleichberechtigung für nur rein kirchliche Fragen. Er verfügte, dass die Besetzung der Festtage, geistlichen ... »Details
  29. 18. September 1803: Das Zisterzienserkloster Eberbach wird aufgehoben
    Am 18. September 1803 wird mit einem Dekret des Fürsten Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) das ehemals kurmainzische Zisterzienserkloster Eberbach 667 Jahre nach seiner Gründung aufgelöst. Die verbliebenen 22 Klosterangehörigen müssen das Kloster bis zum 27. November 1803 räumen. Gemäß dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 war das Kloster Teil der Entschädigung des ... »Details
  30. 12. Oktober 1803: Verwaltungsreform in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt
    Die umfangreichen, am 12. Oktober 1803 erlassenen Organisationsedikte führen eine einheitliche Verwaltung auf oberster und mittlerer Ebene für die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ein. Das durch den Reichsdeputationshauptschluss neu zugeschnittene Territorium der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wird in drei Provinzen unterteilt. Oberhessen erhält seinen Regierungssitz in Gießen, das durch ... »Details
  31. 29. November 1803: Vermählung von Clemens Brentano
    Der romantische Dichter Wenzel Maria Clemens Brentano (1778–1842) wird in der Marburger Pfarrkirche von Leonhard Creuzer mit Sophie Mereau (1770–1806), geb. Schubert [Schaubart], vermählt.(StH) ... »Details
  32. 1804: Für die Stadterweiterung Darmstadts wird das Bessunger Tor abgerissen
    Im Zuge der Planungen für die Stadterweiterung von Darmstadt wird 1804 das Bessunger Tor abgerissen. Landgraf Ludwig X. (1753–1830) hatte bereits 1791 durch seinen Baumeister Johann Helfrich von Müller (1746–1830) erste Pläne für eine Erweiterung der Stadt erarbeiten lassen, die aber aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen mit Frankreich nicht umgesetzt werden konnten. 1809 wurden ... »Details
  33. Januar 1804: Gründung des „Philanthropin“ in Frankfurt
    Auf Anregung des Bankiers Mayer Amschel Rothschild (1743–1812) gründet dessen Prokurist Siegmund Geisenheimer (1775–1828) im Januar 1804 mit gleichgesinnten Freunden einen Verein zur Errichtung einer Freischule „Jüdisches Philanthropin“ in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main, die bereits im Herbst desselben Jahres den Betrieb aufnehmen konnte. Die erste öffentliche Prüfung von ... »Details
  34. 27. März 1804: Solms-Laubach erhält das säkularisierte Kloster Arnsburg
    Im Zuge der Säkularisierung wurde mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 das Zisterzienserkloster Arnsburg aufgehoben und dem Solmser Fürstenhaus als Entschädigung für verlorene linksrheinische Besitzungen zugesprochen. Im Teilungsvertrag vom 27. März 1804 des Hauses Solms gingen Hof und Kloster an Friedrich Ludwig Christian v. Solms-Laubach (1769–1822), der 1806 seine Souveränität an ... »Details
  35. 7. Juli 1804: Friedrich Hölderlin wird Hofbibliothekar in Homburg
    Auf Veranlassung seines Freundes Isaak von Sinclair (1775–1815), den er beim Studium in Jena kennengelernt hatte, wird der Dichter Friedrich Hölderlin (1770–1843) als landgräflicher Bibliothekar in Homburg vor der Höhe angestellt. Sinclair, der in Homburg als Regierungsrat für Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748–1820) tätig ist, bezahlt das Honorar für seine Tätigkeit aus ... »Details
  36. 10. Juli 1804: Errichtung einer Schule in Bensheim
    Die hessen-darmstädtische Provinz Starkenburg erhält eine vom Kirchen- und Schulrat verfügte „Normalschule“ in Bensheim, um katholische Volksschullehrer auszubilden.(StH) ... »Details
  37. 29. Juli 1804: Bildhauer Christian Daniel Rauch aus Arolsen erhält Stipendium für Studienaufenthalt in Rom
    Am 29. Juli 1804 genehmigt König Friedrich Wilhelm III. von Preußen dem jungen, aus Arolsen stammenden Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777–1857) ein sechsjähriges Stipendium für einen Studienaufenthalt in Italien. In Begleitung des Grafen Karl von Sandreczky reist er im August desselben Jahres von Dresden nach Rom. Die Eindrücke dieser Reise hielt er in einem Tagebuch fest 0=Bad Arolsen, ... »Details
  38. 22. September 1804: Gründung eines „Akademischen Lyceums mit Gymnasium“ in Fulda
    Im Jahr 748 hatte Sturmius, der erste Abt des Benediktinerklosters Fulda, eine Klosterschule gegründet, eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen in Hessen. Ab 1572 wurde diese Schule von den Jesuiten als Gymnasium weitergeführt.|Fürstabt Adolf von Dalberg (1678–1737) gründete 1734 die aus vier Fakultäten bestehende Universität Fulda („Adolphiana“). Nach den Plänen des Hofarchitekten ... »Details
  39. 13. November 1804: Kloster Marienschloss wird zum „Zucht- und Besserungshaus“
    Mit Erlass vom 13. November 1804 bestimmt Landgraf Ludwig X. von Hessen-Darmstadt (1753–1830), das von ihm bereits 1802 in Besitz genommene Zisterzienserinnenkloster Marienschloss zum „Zucht- und Besserungshaus“.  ... »Details
  40. 1. Juni 1805: Baubeginn für die künstliche Ruine Mosburg im Biebricher Schlosspark
    Im Schlosspark Biebrich erbaut Baudirektor Florian Goetz (1763–1829) ab 1805 auf den Ruinen einer nassauischen Wasserburg eine mittelalterlich anmutende künstliche Burgruine. Der Auftraggeber, Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen(1738–1816), ließ sie – ähnlich wie die 1801 fertiggestellte Löwenburg in Kassel-Wilhelmshöhe von Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) – als privaten ... »Details
  41. 25. Juli 1805: Christian Zais nach Wiesbaden berufen
    Am 25. Juli 1805 wird der in Stuttgart ausgebildete Architekt Christian Zais (1770–1820) als Bauinspektor in die aufstrebende nassauische Kurstadt Wiesbaden berufen.|Mit der wachsenden Bedeutung des Kurwesens und der Bestimmung von Wiesbaden zur Hauptstadt des Herzogtums Nassau 1816 wuchsen auch die Bauaufgaben. Eines der ersten größeren Projekte war die Planung eines „neuen Badehauses vor ... »Details
  42. 1806: Lodge im Kurpark von Nenndorf errichtet
    Die 1546 erstmals erwähnte Schwefelquelle in Nenndorf im Landkreis Schaumburg wurde auf Befehl des Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785) eingefasst. Sein Nachfolger Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) überzeugte sich 1786 persönlich von dem Wert der Schwefelquelle und ließ nach einem Gesamtplan des Hofarchitekten Simon Louis du Ry (1726–1799) den „Nenndorfer ... »Details
  43. 7. Januar 1806: Französischer Einmarsch in Südhessen
    Um Hessen-Darmstadt zum Anschluss an den von Napoleon geplanten Rheinbund zu zwingen, rückt ein von Marschall Pierre François Augereau (1757–1816) geführtes und 20.000 Mann starkes französisches Armeekorps, in Südhessen ein. Die Stadt Darmstadt bleibt bis in den Sommer 1806 besetzt.(StH/LV) ... »Details
  44. 1. Juli 1806: Franz und Georg Brentano kaufen einen Hof in Oestrich-Winkel (Brentano-Haus)
    Am 1. Juli 1806 unterzeichnet der Frankfurter Kaufmann Franz Brentano (1765–1844) zusammen mit seinem Halbbruder Bruder Georg Brentano (1775–1851) den Kaufvertrag für ein um 1850 errichtetes, unweit des Rheins gelegenes Anwesen in Winkel. Das ländliche Domizil besteht aus einem Wohnhaus mit Hof und Nebengebäude sowie einem langestreckten Garten, der sich bis hinunter zum Fluss zieht. ... »Details
  45. 12. Juli 1806: Unterzeichnung der „Rheinbundakte“ in Paris
    In Paris wird die „Rheinbundakte“ zur Gründung des Rheinbundes vom hessen-darmstädtischen Gesandten August Wilhelm Freiherr von Pappenheim (1759–1826) unterschrieben. Somit werden monatelange diplomatische Abhandlungen beendet, Klein- und Kleinstherrschaften aufgelöst und der Landgraf von Darmstadt und dessen badischer Vetter zum Großherzog ernannt, was an den „Gran duca“ von Toskana ... »Details
  46. 13. August 1806: Annahme des Titels Großherzog von Hessen
    Mit dem sogenannten Besitzergreifungspatent für die im Rheinbund-Vertrag vom 12. Juli 1806 neuerworbenen Gebiete, zu denen auch die Odenwald-Grafschaft Erbach und die Stadt Friedberg zählen, wird Landgraf Ludwig X. (1753–1830) als „Großherzog Ludewig I. von Hessen“ souveränder Herr seines beträchtlich vergrößerten Landes.(StH/LV) ... »Details
  47. 30. August 1806: Gründung des Herzogtums Nassau
    Die am 12. Juli 1806 unterzeichnete Rheinbundakte gewährt auch den beiden nassauischen Fürsten Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) und seinem Vetter Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (1768–1816) territoriale Gewinne. Um die Selbstständigkeit ihres Territoriums besser verteidigen zu können, beschlossen die beiden Fürsten im Anschluss, die Fürstentümer zu einem Herzogtum ... »Details
  48. September 1806: Berufung von Conrad Westermayr an die Zeichenakademie in Hanau
    Als Nachfolger seines ehemaligen Lehrers Jean Louis Gallien (1730–1809) tritt Conrad Westermayr (1765–1834) im September 1806 in Hanau die ihm von Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) schon länger zugesagte Stelle als Lehrer an der 1772 gegründeten Zeichenakademie an. Die von ihm eingeleiteten Reformen führten dazu, dass sich bereits 1808 die Anzahl der Akademieschüler von anfänglich 60 auf ... »Details
  49. 10. September 1806: Der Fürstprimas des Rheinbundes Karl von Dalberg übernimmt die Herrschaft in Frankfurt
    Nachdem die „Rheinbundakte“ am 12. Juli 1806 in Paris unterschrieben worden war, übernimmt Fürstprimas Carl Theodor von Dalberg (1744–1817) am 10. September 1806 mit einer feierlichen Zeremonie im Kaisersaal des Römers die Herrschaft in Frankfurt am Main. Er residiert im 1732 bis 1741 erbauten Palais Thurn und Taxis. ... »Details
  50. 1. Oktober 1806: Neuordnung des Großherzogtums Hessen
    Nach der Unterzeichnung der „Rheinbundakte“ im Juli 1806 beginnt Großherzog Ludewig I. von Hessen (1753–1830) mit der Umgestaltung und Modernisierung der bisherigen Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. ... »Details