Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 2. Februar 1814: Gründung des „Frankfurter Frauenvereins für wohltätige Zwecke“
Am 2. Februar 1814 konstituiert sich in Frankfurt am Main der im Herbst 1813 von Antonia Brentano (1780–1869) und Rosette Städel (1782–1845) begründete „Frauenverein für wohltätige Zwecke“, eine der frühesten Vereinsgründungen in Frankfurt. Den Vorstand bilden Frauen und Töchter des wohlhabenden Bürgertums. ... »Details - 18. März 1814: Stiftung des „Eisernen Helms“ von Kurfürst Wilhelm I.
Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) ermöglicht den kurhessischen Soldaten das Tragen des ehemals abgeschafften Grenadierzopfes und richtet einen neuen Orden ein: Der „Eiserne Helm“. Dieser ist an das preußische Eiserne Kreuz angelehnt.(StH) ... »Details - September 1814: Georg Moller entdeckt Fassadenriss des Kölner Doms auf dem Dachboden eines Gasthauses
Der Architekt und Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852), der 1812 mit der Planung für die Neue Vorstadt in Darmstadt begonnen hatte, entdeckt im September 1814 einen Teil des Fassadenrisses des Kölner Doms auf dem Dachboden des alteingesessenen Gasthofs „Zur Traube“ und publiziert sie in einem Faksimile.|Bereits in den vorangegangenen Jahren hatte er sich mit der Baugeschichte des Doms ... »Details - 2. September 1814: Moderne Verfassung für das Herzogtum Nassau
Herzog Friedrich August (1738–1816) und Fürst Friedrich Wilhelm (1768–1816) erlassen für das Herzogtum Nassau durch das „Edikt über die landständische Verfassung“ eine moderne Repräsentativverfassung. ... »Details - 7. September 1814: Gründung der „Deutschen Gesellschaft“ in Idstein
In Idstein gründet der Nassauer Hofgerichtsadvokat Wilhelm Snell (1789–1851) am 7. September 1814 zusammen mit seinem Bruder Ludwig Snell (1785-1854) eine „Deutsche Gesellschaft“, die die nationalpatriotischen Ideen von Ernst Moritz Arndt (1769–1860) vertritt. In der später veröffentlichten Gründungsrede ruft Wilhelm Snell zu verstärkten Aktivitäten mit dem Ziel der Errichtung eines ... »Details - 18. Oktober 1814: Nationalpatriotische Freudenfeuer zum Jahrestag der Völkerschlacht in Hessen
Am Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig werden am 18. Oktober 1814 in ganz Hessen Freudenfeuer entzündet, die an die Befreiung erinnern und gleichzeitig zur Schaffung einer nationalen Einheit aufrufen.|Der Rödelheimer Justizrat Dr. Karl Hoffmann (1770–1829) hatte in der „Nationalzeitung der Deutschen“ vom 5. Oktober 1814 zu einem „Befreyungsfest am Tage der Schlacht bey Leipzig“ ... »Details - 18. Oktober 1814: Johann Wolfgang von Goethe betrachtet vom Willemer-Häuschen aus die patriotischen Freudenfeuer im Taunus
Am 18. Oktober 1814 treffen sich der Frankfurter Bankier Johann Jakob von Willemer (1760–1838) und seine dritte Ehefrau Marianne (1784–1860) in ihrem Gartenhaus auf dem Mühlberg am östlichen Rand von Sachsenhausen mit dem befreundeten Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), um von dort aus die nationalpatriotischen Freudenfeuer auf dem Kamm des Taunus anlässlich des Jahrestages der ... »Details - 5. November 1814: Hinrichtung von Odenwälder Räuber in Darmstadt
In Darmstadt werden fünf Mitglieder der Odenwälder Räuber auf dem Richtplatz nahe der Stadtgrenze im Beisein zahlreicher Zuschauer hingerichtet. Die Gruppe wurde durch einen Steckbrief aufgrund ihrer Delikte, wie Straßenraub und Einbrüche, zu Kriegszeiten gesucht und schließlich mit dem Schwert exekutiert. Der „große Samuel“ Johann Adam Grasmann, gebürtig aus Hetzbach, war der ... »Details - 15. November 1814: Eröffnung des Neubaus der Entbindungsanstalt in Gießen
Bereits 1772 hatte der Professor für Chirurgie und Geburtshilfe Christoph Ludwig Wilhelm Nebel (1738–1782), den Antrag gestellt, einen Hebammenanstalt in Gießen zu errichten. Erst 1808 lag die Genehmigung für einen Neubau am Botanischen Garten auf einem Teil der geschleiften Befestigung vor. Die Bauarbeiten begannen 1809 und am 15. November 1814 wurde die von Prof. Georg Friedrich Wilhelm ... »Details - 17. November 1814: Gründung der „Teutschen Lesegesellschaft“ in Gießen
Im Zuge der nationalen Bewegung nach den Befreiungskriegen gründen siebzig Studenten unter dem Einfluss des seit 1809 in Gießen lehrenden Philologie-Professors Friedrich Gottlieb Welcker (1784–1868) am 17. November 1814 in Gießen die „Teutsche Lesegesellschaft zur Erreichung vaterländisch-wissenschaftlicher Zwecke“. Angeführt wurde die vorburschenschaftliche Vereinigung mit ... »Details - 1815: Festlegung der rechtlichen Sonderstellung der Stadt Wetzlar
Die bis 1803 freie Reichsstadt Wetzlar wird auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen. Die Region um Wetzlar mit dem Stadtzentrum gehört nun zum preußischen Regierungsbezirk Koblenz und damit zur preußischen Rheinprovinz. Sie bildet so ein „Immediatgebiet“, in dem Sonderentwicklungen begünstigt werden. Erst 1932 wird dieser Sonderstatus aufgehoben.|Die Beamten werden ... »Details - 1815: Umzug der Arnoldschen Tapetenfabrik an den Wilhelmshöher Platz in Kassel
Nach dem Ende des Königreichs Westphalen wurde 1813 das von Oberbaudirektor Heinrich Christoph Jussow (1754–1825) im Rahmen seiner Planung für eine repräsentative Gestaltung des Wilhelmshöher Platzes in Kassel entworfene langgestreckte Gebäude an der Südseite von Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) in Erbleihe an den Tapetenfabrikanten Johann Christian Arnold (1759–1842) vergeben. Dieser ... »Details - 1. März 1815: In Kassel finden sich die Landstände zur Besprechung der Verfassung ein
Um über eine Verfassung zu beraten, finden sich die Landstände, in denen seit dem 27. Dezember 1814 auch bäuerliche Repräsentanten vertreten sind, in Kassel zum Landtag ein. Allerdings wird am 10. Mai 1816 von Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821) der Landtag aufgelöst, was die Besprechungen bezüglich der neuen Landesverfassung seit März 1815 beendet. Ziel war es nach seinem siebenjährigen ... »Details - 15. März 1815: Johann Friedrich Städel stiftet das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt
Der wohlhabende Frankfurter Bankier Johann Friedrich Städel (1728–1816) hatte bereits in den 1760er Jahren damit begonnen, eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Kleinplastiken zusammenzutragen.|Schon früh hegte er den Wunsch, diese Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1793 hielt er dies erstmalig in seinem Testament fest und bestätigte das ... »Details - Juni 1815: Gründung des „Germanenbundes“ („Gießener Schwarze“)
Sieben ehemalige Mitglieder der aufgelösten „Teutschen Lesegesellschaft“ gründen 1815 in Gießen eine radikal-nationale frühburschenschaftliche Bewegung, den „Germanenbund“ („Gießener Schwarze“). Neben Vorlesungen und Diskussionen über wissenschaftliche und nationalpolitische Themen gehörten auch Turnübungen zum regelmäßigen Programm des Studentenbundes.|Neben Karl Follen ... »Details - 8. Juni 1815: Frankfurt wird Sitz der Bundesversammlung des Deutschen Bundes
Am 8. Juni 1815 legen die beim Wiener Kongress versammelten Mächte mit der Deutschen Bundesakte die völkerrechtliche Grundlage des Deutschen Bundes, damals bestehend aus 39 Staaten. Die Stadt Frankfurt am Main wird zugleich Sitz der zentralen Bundesversammlung, wobei das Palais Thurn und Taxis, das 1805 bis 1813 als Residenz des Fürstprimas und Großherzogs von Frankfurt Karl Theodor von ... »Details - 9. Juni 1815: Vergrößerung des Herzogtums Nassau bestätigt
In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener „Kongressakte“ wird festgelegt, wie die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten verlaufen sollen. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgt jeweils durch durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. ... »Details - 6. September 1815: Die Universität Gießen verleiht die Ehrendoktorwürde an Josepha von Siebold
Am 6. September 1815 erhält die in Darmstadt ansässige Regina Josepha von Siebold (1771–1849), geb. Henning, verw. Heiland, als erste Frau in Deutschland überhaupt die Ehrendoktorwürde der Entbindungskunst an der Universität in Gießen.|Nach dem durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglichten Studium in Würzburg bei ihrem Schwager Prof. Adam Elias von Siebold (1775–1828) und der praktischen ... »Details - Oktober 1815: Rückführung der unter Kaiser Napoleon in Kassel geraubten Kunstwerke aus Paris
Nachdem die französischen Truppen am 1. November 1806 die kurhessische Residenzstadt Kassel erreicht hatten, folgte ihnen umgehend der Generaldirektor des Pariser „Musée Napoléon“ (Louvre) Dominique-Vivant Denon (1747–1825), der aus den kurfürstlichen Sammlungen Kunstwerke auswählte, die nach Paris geschickt werden sollten. Der Rettungsversuch des Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821), ... »Details - 9.-11. November 1815: Edikt für das Herzogtum Nassau
Das Edikt legt die Grundlage für die Neuorganisation des neuen Staates Nassau. Seine Grenzen werden auf dem Wiener Kongress festgelegt. Als Leitbehörde wird das Staatsministerium gegründet, das durch einen Staatsrat beraten wird. In ihm sitzen hohe Beamte, die der Herzog beruft. In Wiesbaden residiert die Landesregierung. Diese Oberbehörde regelt und beaufsichtigt die gesamte Zivilverwaltung, ... »Details
