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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
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- 1980
- 1990
- 2000
- 27. Oktober 1806: Ende des Fürstentums Fulda
Mit dem Einmarsch der französischen Truppen 1806 in Fulda endet die erst seit 1802 bestehende Herrschaft von Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien (1772–1843). ... »Details - 31. Oktober 1806: Französische Truppen stehen vor Kassel
Kurfürst Wilhelm I. von Hessen (1743–1821) hatte in den Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Preußen zunächst versucht, Neutralität zu wahren. Noch im April 1806 führte der hessische Botschafter Carl Otto Johann von der Malsburg (1742–1821) in Paris Verhandlungen über eine Allianz mit Frankreich. Am 18. April und erneut am 18. Mai wurde Kurhessen ein Angebot vorgelegt, das neben ... »Details - November 1806: Kaiser Napoleon befiehlt die Schleifung der Befestigung in Hanau
Nur wenige Tage nachdem die französischen Truppen in Hanau einmarschiert waren, erließ Kaiser Napoleon (1769–1821) am 5. November 1806 den Befehl, die alte Befestigung in Hanau zu schleifen. Vor allem die Festungswälle wurden abgetragen, während die Stadttore zum Teil noch einige Jahre erhalten blieben. Die Arbeiten dauerten bis 1829, als Kurfürst Wilhelm II. (1777-1847) die ... »Details - 5. November 1806: Pläne zur Umgestaltung der Frankfurter Wallanlagen
Im Auftrag des seit 1806 in Frankfurt am Main residierenden Fürstprimas Carl Theodor von und zu Dalberg (1744–1816) verfasst Jakob Guiollett (1746–1815), der bereits die Entfestigung in Regensburg geleitet hatte, eine Denkschrift über die „Schleifung hiesiger Festungswerke“, die am 5. November 1806 erscheint. Darin propagiert er die Demolition des Frankfurter Festungsgürtels, um an ... »Details - 27. Dezember 1806: Widerstand gegen die napoleonische Herrschaft in Marburg
Noch vor der Errichtung des Königreichs Westphalen am 18. August 1807 erheben sich in Marburg ehemals kurhessische Soldaten und Bauern aus der Region gegen die französische Besatzung und die angeordnete Rekrutierung von Soldaten. In der Nacht zum 27. Dezember 1806 versammelt sich ein kleiner Trupp in der Stadt und zieht zum Schloss, um die dort stationierten Soldaten zu überraschen. Der Angriff ... »Details - 1807: Pockenimpfung im Großherzogtum Hessen
Im Großherzogtum Hessen wird die Impfpflicht gegen die Pockenerkrankung eingeführt. Alle Kinder müssen sich impfen lassen. Eltern, die für ihre Kinder die Impfung verweigern, müssen für vier Wochen ins Gefängnis.(RKr) ... »Details - 1807: Beginn der Anlage eines Landschaftsparks auf den Wallanlagen in Rinteln
Im Jahr 1807 beginnt der ehemalige kurhessische Hofgärtner Georg Wilhelm Homburg (um 1765–nach 1817) mit dem Entwurf und der Neuanlage eines Gartens im englischen Stil auf den im November 1806 auf Weisung von Kaiser Napoleon I. (1769–1821) geschleiften Festungsanlagen der kurz zuvor eroberten Stadt Rinteln, die seit 1648 zur Landgrafschaft Hessen-Kassel gehört hatte und nun Teil des ... »Details - 1807-1870: Jüdische Kurgäste
Schon im 17. und 18. Jahrhundert lassen sich jüdische Gäste in den hessischen Kurbädern nachweisen. Auch im 19. Jahrhundert blieb der Kurbesuch eine beliebte Beschäftigung nicht nur für die wohlhabenden Frankfurter oder Mainzer Juden, sondern auch für überregionale Besucher. Die Zahl der Kurgäste stieg bis zum Ende des Jahrhunderts stetig an. ... »Details - 12. Februar 1807: Der Kunstschreiner David Roentgen verstirbt in Wiesbaden
Der in der Herrnhuter Brüdergemeine Herrnhaag in der Wetterau geborene Kunstschreiner David Roentgen (1743–1807) verstirbt im Alter von 63 Jahren in Wiesbaden.|Sein Vater Abraham Roentgen (1711–1793) hatte im Jahre 1740 in Herrnhaag eine Möbelwerkstatt gegründet, die nach Auflösung der Brüdergemeine 1750/1753 in die herrnhutische Neugründung in Neuwied verlagert wurde. Die dort ... »Details - 18. Februar 1807: Die Schriftstellerin Sophie von La Roche stirbt in Offenbach
Die angesehene Schriftstellerin Sophie von La Roche (1730–1807), die vor allem durch ihren Roman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ (1771) berühmt geworden war, stirbt am 18. Februar 1807 in Offenbach am Main. Mit ihrem Werk gilt sie als Begründerin des deutschen Frauenromans und war zudem Herausgeberin der ersten deutschen Frauenzeitschrift „Pomona für Teutschlands Töchter“ ... »Details - 1. August 1807: Neuregelung der Standesherren durch Deklaration
Nachdem die Rheinbundakte am 13. Juli 1806 unterzeichnet wurde und in Kraft trat, wurden Klein- und Kleinststaaten aufgelöst. Die „mediatisierten“ Fürsten und Grafen verloren ihre Lande, jedoch gibt es ab dem 1. August 1807 eine neue Regelung durch die Großherzoglich Hessische Deklaration. Veröffentlicht wurde sie in Darmstadt und betrifft die staatsrechtlichen Verhältnisse. Die ... »Details - 18. August 1807: Kaiser Napoleon dekretiert die Errichtung des Königreichs Westphalen
Nach dem im Juli 1807 geschlossenen Frieden von Tilsit verkündet Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) am 18. August 1807 die Errichtung des neuen Königreichs Westphalen mit Kassel als Hauptstadt, das von seinem jüngsten Bruder Jérôme Bonaparte (1784–1860) regiert werden sollte, der am 10. Dezember 1807 seinen offiziellen Einzug in der Stadt hielt. Das Königreich zählt ca. zwei ... »Details - 25. August 1807: Ermöglichung von Verdienstorden durch Ludwig I.
Großherzog Ludwig I. (1753–1830) stellt Gelder für einen Verdienstorden zur Verfügung. Dieser wird nach dessen Tode in „Ludewigsorden“ umbenannt.(StH) ... »Details - September 1807: Karikatur über die Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
Die Gleichberechtigung der Juden im Königreich Westphalen führte auch zu Reaktionen im europäischen Ausland. Im September 1807 erschien bei dem Londoner Verleger Thomas Tegg (1776-1845) eine Radierung des Karikaturisten George Moutard Woodward (1765-1809), der sich mit dem Thema auseinandersetzte. ... »Details - 15. November 1807: Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
Mit der Gründung des Königreichs Westphalens im Jahr 1807 waren weitreichende Veränderungen nach französischem Vorbild verbunden. Dazu gehörte auch die Gleichberechtigung aller Untertanen, die in der Verfassung vom 15. November 1807 verkündet wurde. Damit war erstmals in einem deutschen Staat die jüdische Bevölkerung der christlichen gleichgestellt, die bisherigen Einschränkungen und ... »Details - 7. Dezember 1807: Verfassung des Königreichs Westphalen in Kraft gesetzt
Als eine seiner ersten Amtshandlungen setzt König Jérôme von Westphalen (1784–1860) am 7. Dezember 1807 die nach französischem Vorbild gestaltete „Constitution des Königreichs Westphalen“ in Kraft. Damit kann eine reguläre Regierung nach den Bestimmungen der Verfassung ihre Tätigkeit beginnen.|Nachdem Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) am 18. August 1807 die Errichtung des neuen ... »Details - 10. Dezember 1807: König Jérôme von Westphalen hält Einzug in Kassel
Nachdem Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) im August 1807 die Einrichtung des neuen Königreichs Westphalen mit Kassel als Hauptstadt verkündet hatte, hält am 10. Dezember 1807 sein jüngster Bruder König Jérôme Bonaparte (1784–1860) mit seiner Gemahlin Katharina von Württemberg (1783–1835) festlichen Einzug in der Stadt. Das Schloss Wilhelmshöhe wird in „Napoleonshöhe“ ... »Details - 1808: Neue Handelskammer soll in Frankfurt gebildet werden
Im Jahr 1808 soll eine neue Handelskammer für Frankfurt am Main eingerichtet werden, was der Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817) verordnete.(StH) ... »Details - 1808: Das israelitische Konsistorium im Königreich Westphalen
Nach erfolgter Gleichberechtigung der Juden im Königreich Westphalen wurde auch hier nach französischem Vorbild ein israelitisches Konsistorium als zentrale Aufsichts- und Verwaltungsbehörde begründet, deren Präsident der Braunschweiger Bankier und Rabbiner Israel Jacobsson (1768-1828) war und das am 19. Dezember 1808 seine Arbeit aufnahm. Das Konsistorium sollte die Einhaltung der neuen ... »Details - 1808: Georg Brentano erwirbt einen Landsitz in Rödelheim
Mit dem Ankauf eines kleinen repräsentativen Landhauses mit Garten an der Nidda durch Georg Brentano (1775–1851) im Jahre 1808 beginnt die Geschichte des heutigen Brentanoparks in Rödelheim. ... »Details - 1. Januar 1808: Abschaffung der Leibeigenschaft im Herzogtum Nassau
Nach der Gründung des vereinten Herzogtums Nassau 1806 verordneten die beiden Landesherren Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) und Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (1768–1816) eine Reihe von Reformen, deren Ausarbeitung vor allem dem Staatsminister Freiherr Ernst Marschall von Bieberstein (1770–1834) oblag. Dazu zählt auch die Abschaffung der Leibeigenschaft, die ab dem 1. ... »Details - 11. März 1808: Gründung des Frankfurter „Museums“ (der späteren Museums-Gesellschaft)
1808 gründen Bürger in Frankfurt am Main das „Museum“, eine Gesellschaft zur Förderung der schönen Künste, das heißt von Literatur, Bildender Kunst und Tonkunst. Zu den Gründern gehörten unter anderem der von dem damaligen Großherzog Carl Theodor von Dalberg (1744–1817) zum Kurator der Kunst und Lehranstalten ernannte Historiker Johann Nikolaus Vogt (1756–1836), der Fuldaer ... »Details - 7. Juli 1808: „Rechtsschule“ in Wetzlar gegründet
Als Kaiser Franz II. (1768–1835) am 6. August 1806 die Reichskrone niedergelegt und alle Reichsangehörigen von ihren Pflichten entbunden hatte, war damit auch die Auflösung des Reichskammergerichts in Wetzlar verbunden. ... »Details - 10. Juli 1808: König Jérôme von Westphalen ordnet Umbau des Museums Fridericianum in einen „Palast der Stände“ an
Der seit seit 1807 regierende König Jérôme von Westphalen (1784–1860) beschließt am 10. Juli 1808, das Museum Fridericianum am Friedrichsplatz in Kassel in einen „Palast der Stände“ als Sitz des westphälischen Parlaments umzubauen. Die neueingerichtete Ständeversammlung basiert auf der Verfassung des von Kaiser Napoleon Bonaparte errichteten Königreichs Westphalen.|Der durch die ... »Details - 10. August 1808: Gründung der „Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“
Am 10. August 1808 wird die „Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“ von naturwissenschaftlich interessierten Bürgern gegründet. Die Vereinigung zählt somit zu den ältesten naturkundlichen Gesellschaften Deutschlands und ist heute Hessens ältester eingetragener Verein. ... »Details - 24. August 1808: Napoleon sendet Truppen nach Spanien
4.000 Soldaten werden von Napoleon Bonaparte (1769–1821) zum Einsatz in Spanien im Krieg gegen England geschickt. Dazu gehören auch die Truppen des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Trupp des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). Getarnt als gleichmäßige Instruktion sollen die Soldaten für König Joseph Bonaparte (1768–1844) kämpfen. ... »Details - Oktober 1808: Die Malerin Ursula Reinheimer führt nach dem Tod ihres Vaters die Prestelsche Kunsthandlung in Frankfurt zusammen mit ihrem Bruder weiter
Nach dem Tode ihres Vaters Johann Gottlieb Prestel (1739–1808) führt die Malerin und Grafikerin Ursula Magdalena Reinheimer (1777–1845) zusammen mit ihrem Bruder Christian Erdmann Gottlieb (1773–1830) die renommierte Kunsthandlung in Frankfurt, die für ihre Faksimiledrucke in „prestelscher Manier“ bekannt war, weiter. In der Werkstatt der Eltern ausgebildet, hatte sie 1805 einen ... »Details - 11. Dezember 1808: Verbrennung englischer Ware in Marburg
Napoleon (1769–1821) führt durch seine „Kontinentalsperre“ einen Handelskrieg gegen Großbritannien, den er nach der Vernichtung seiner Flotte bei Trafalgar im Oktober 1805 beginnt. Um seinen Bruder zu unterstützen, verfügt Jérôme von Westphalen (1784–1860) die Verbrennung von britischer Ware in Marburg. Die aus dem Wetzlarer Handelshaus Wendecker & Co. beschlagnahmte Ware soll auf ... »Details - 23. April 1809: Dörnberg-Aufstand bei der Knallhütte vor Kassel niedergeschlagen
Das 1807 von Kaiser Napoleon eingerichtete Königreich Westphalen wurde von vielen Einwohnern des neuen Staates, vor allem dem hessischen Adel, als französische Fremdherrschaft empfunden. Deshalb formierten sich schon früh Widerstände in der Bevölkerung, die zu Unruhen und Aufständen führten. ... »Details - 24. April 1809: Kommende in Marburg wird aufgelöst
Große Veränderungen treten durch die Aufhebung des Deutschen Ordens ein. Darunter fällt vor allem die Auflösung der Kommenden in Marburg, die die Verantwortung des Grabes der Heiligen Elisabeth (1207–1231) übernommen hatte. Zudem wird das St.-Elisabeth-Hospital zum Landeskrankenhaus und zur Universitätsklinik. Das Erbe von Landgraf Philipp I. (1504–1567) wird ab dem 3. Juni 1810 ... »Details - 11. Juni 1809: Stadtbaumeister Hess erstellt ein Baustatut „für die Stadt Frankfurt und Sachsenhausen“
Die Stadt Frankfurt am Main erlebt im frühen 19. Jahrhundert wesentliche städtebauliche Veränderungen. Ab 1793 wurde das sumpfige Fischerfeld östlich der Altstadt nach dem Bebauungsplan des Stadtbaumeisters Johann Georg Christian Hess (1756–1816) trockengelegt und einheitlich bebaut. 1805 begann man damit, die mittelalterliche Befestigung und die frühneuzeitlichen Bastionen der Neustadt zu ... »Details - 24. Juni 1809: Aufstand gegen die napoleonische Herrschaft in Marburg
Nachdem im April 1809 der Dörnberg-Aufstand vor Kassel gescheitert war, formieren sich im Sommer 1809 Widerstände gegen das 1807 errichtete napoleonische Königreich Westphalen auch in Marburg. Der bereits über siebzigjährige ehemalige kurhessische Oberst Andreas Emmerich (1737–1809), der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft hatte, und der Professor der Medizin Dr. Johann ... »Details - 4. September 1809: Konferenz in Gießen
Durch den „Code Napoléon“ soll das französische Recht auch in den Rheinbundstaaten eingeführt werden, die in der Konferenz in Gießen besprochen werden sollen.(StH) ... »Details - 16. Oktober 1809: Friedrich Gottlieb Welcker zum Professor an der Universität Gießen berufen
Der aus Grünberg gebürtige Klassische Philologe Friedrich Gottlieb Welcker (1784–1868) wird – wohl auf Empfehlung Wilhelm von Humboldts (1767–1835) – als Professor der griechischen Literatur und Archäologie an die Universität Gießen berufen. Zum ersten Mal in Deutschland wird eine Professur mit dieser Denomination besetzt. Welcker bleibt sieben Jahre an der Universität Gießen und ... »Details - 10. Dezember 1809: König Jerome verfügt die Auflösung der Universität in Rinteln
Am 10. Dezember 1809 verfügt König Jérôme Bonaparte (1784–1860) im Zuge der Umstrukturierungen im napoleonischen Königreich Westphalen, dass die alten Universitäten Rinteln (1621 eröffnet) und Helmstedt (1576 eröffnet) mit den anderen drei Landesuniversitäten Göttingen, Marburg und Halle zusammengelegt werden sollten. Die „Academia Ernestina“ und die „Academia Julia“ wurden ... »Details - 1810-1812: Probleme bei der Umsetzung der Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
Mit der Verabschiedung der Verfassung des Königreichs Westphalens im November 1807 erlangten die Juden die rechtliche Gleichstellung mit der christlichen Bevölkerung. Im täglichen Leben gab es jedoch weiterhin zahlreiche Hindernisse, die oft erst durch die Einschaltung der Behörden geklärt werden konnten. ... »Details - 16. Februar 1810: Errichtung des Großherzogtums Frankfurt
Am 16. Februar 1810 dekretiert Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) die Errichtung des Großherzogtums Frankfurt am Main und ernennt gleichzeitig Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg (1744–1817) zum Großherzog. Der Fürstprimas des Rheinbundes hatte dort bereits seit September 1806 regiert.|Der neue Großherzog erhielt die Gebiete der Grafschaft Hanau, und des Fürstbistums Fulda als ... »Details - 5. März 1810: Georg Wilhelm Wenderoth wird Direktor des Botanischen Gartens in Marburg
Nachdem Georg Wenderoth (1774–1861) – von der im Dezember 1809 aufgelösten Universität Rinteln kommend – im Februar 1810 zum ordentlichen Professor der Medizin und Botanik an der Universität Marburg ernannt worden war, wird ihm am 5. März 1810 auch die Direktion über den Botanischen Garten übertragen. ... »Details - 4. April 1810: Der Komponist Carl Maria von Weber trifft in Darmstadt ein
Am 4. April 1810 trifft der junge Komponist Carl Maria von Weber (1786–1826) in Darmstadt ein, um bei dem großherzoglichen Hofkomponisten Abbé Georg Joseph Vogler (1749–1814) zu studieren. Ab September wohnt er in dessen Haus am Mathildenplatz. Zusammen mit den beiden Mitschülern Giacomo Meyerbeer (1791–1864) und Johann Gänsbacher (1778–1844) bildete er die sogen. „Trias ... »Details - 29. April 1810: Großbrand in Beerfelden
Im Odenwalder Städtchen Beerfelden entsteht aufgrund einer brennenden Fettpfanne ein Großbrand, der durch die engen Gassen und Strohdächer ca. 80 % des Ortes niederbrennt. Die Einwohner konnten noch fliehen, doch verstarben insgesamt elf Personen. Der Wiederaufbau wurde von der im Jahre 1777 gegründeten Hessische Brandassekurationskasse mit Kosten von 172.802 Gulden getragen und der ... »Details - 31. Mai 1810: Eröffnung des Kurhauses in Wiesbaden
Im November 1807 genehmigten Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) und Fürst Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (1768–1816) den durch eine Aktiengesellschaft zu finanzierenden Bau eines „Vergnügungssaales“ für die wachsende Anzahl der Kurgäste in Wiesbaden. Das Gebäude sollte außerhalb der Stadt auf dem neu geschaffenen Platz vor dem Sonnenberger Tor nahe des ... »Details - 16. August 1810: Das Großherzogtum Frankfurt erhält eine Verfassung nach französischem Vorbild
Das am 16. Februar 1810 durch Kaiser Napoléon (1769–1821) errichtete Großherzogtum Frankfurt als Teil des Rheinbundes erhält am 16. August 1810 mit dem „Höchsten Organisations-Patent der Verfassung des Großherzogtums Frankfurt“ eine an derjenigen des 1807 eingerichteten Königreichs Westphalens orientierte, moderne Verfassung. ... »Details - 27. September 1810: Gesellschaftervertrag von Mayer Amschel Rothschild mit seinen Söhnen
Der seit 1763 in Frankfurt am Main ansässige Kaufmann und Bankier Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), seit 1803 Oberhofagent des Kurfürsten Wilhelm I. von Hessen-Kassel (1743–1821), unterzeichnet am 27. September 1810 einen Gesellschaftervertrag, in dem er seine Söhne Amschel Mayer Rothschild (1773–1855), Salomon Mayer Rothschild (1774–1855) und Carl Mayer Rothschild (1788–1855) ... »Details - 4. Oktober 1810: Erste Aufführung im Theater zu Napoleonshöhe (Wilhelmshöhe)
Da der seit 1807 in Kassel residierende König Jérôme von Westphalen (1784–1860) während der Sommermonate in dem damals „Napoleonshöhe“ genannten heutigen Schloss Wilhelmshöhe residierte und sich das Hoftheater in der Stadt Kassel befand, lag es für den theaterbegeisterten „König Lustik“ nahe, ein bequemer erreichbares Theater zu errichten. Die Planungen für ein neben dem ... »Details - 27. November 1810: Kontinuierliche Zerstörung britischer Ware
Die „Kontinentalsperre“ von Napoleon (1769–1821) ist ein Handelskrieg gegen Großbritannien, den er nach der Vernichtung seiner Flotte bei Trafalgar im Oktober 1805 begann. Seit zehn Tagen werden in Frankfurt am Main britische Güter verbrannt. Dies ist nicht der erste Versuch, den Handelskrieg zu erweitern und andere Nationen einzubeziehen, so wurde beispielsweise im Januar 1806 die Stadt ... »Details - 1811-1872: Die Judengasse in Frankfurt
Von 1462 bis 1796 war die jüdische Bevölkerung in Frankfurt gezwungen, im Ghetto in der Judengasse unter äußerst beengten Umständen und katastrophalen sanitären Verhältnissen zu leben. Nicht nur das Wohnen, auch der Aufenthalt im Rest der Stadt war stark eingeschränkt. Nach einem Brand im Jahr 1711 durften erstmals Juden außerhalb der Gasse eine Unterkunft suchen, allerdings nur bis zum ... »Details - 26. September 1811: Deutsche Familiennamen für die jüdische Bevölkerung
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts entstanden in den deutschen Staaten zunehmend Regelungen, die Juden die Annahme eines deutschen Familiennamens vorschreiben, der an die Nachkommen weitergegeben werden musste. Die Großherzoglich Hessische Verordnung vom 15. Dezember 1808 nannte die bisher fehlenden Nachnamen als „daß größte Hinderniß richtiger Verzeichnisse“. Deutsche Namen waren zudem ... »Details - 24. November 1811: Verheerender Brand des Landgrafenschlosses in Kassel
In der Nacht vom 23. auf den 24. November 1811 brennt das Residenzschloss in Kassel, das alte Landgrafenschloss, das zu diesem Zeitpunkt von König Jerôme von Westphalen (1784–1860) bewohnt wird. Zerstört wird vor allem der Rotensteinflügel an der Seite zur Fulda hin, die anderen Gebäudeteile scheinen zumindest im Erdgeschoss erhalten geblieben zu sein.|Pläne zu einem Wiederaufbau und ... »Details - 28. Dezember 1811: Frankfurter Judenschaft erkauft sich die Zusage der bürgerlichen Rechte
Am 28. Dezember 1811 werden den Frankfurter Juden gegen eine Ablösungssumme von 440.000 Gulden die bürgerlichen Rechte zugesprochen. In das erste israelitische Bürgerbuch werden die Namen von 645 Juden eingetragen.(StH) ... »Details - 1812: Simon Moritz von Bethmann eröffnet das erste öffentlich zugängliche Museum Frankfurts
Im Jahr 1812 machte der Frankfurter Bankier, Politiker und Diplomat Simon Moritz von Bethmann (1768–1826) seine Antikensammlung in einem eigens dafür errichteten, klassizistischen Gebäude, dem später sogenannten Odeon, auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel in den seit 1806 neu angelegten Wallanlagen in Frankfurt am Main allgemein zugänglich. Es war somit das erste öffentliche ... »Details
