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Regesten der Landgrafen von Hessen

1493 August 29

Eschwege und Allendorf übernehmen eine Bürgschaft für Wilhelm II.

Regest-Nr. 10226

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Ausfertigung: Staatsarchiv Marburg, L 5 Lehnbuch Landgraf Wilhelms II. 1490-1508, Bl. 63r-v. Am Schluß der Vermerk: Schadelos- und burgeschafts-brief folgt alsbalde [siehe 1493 September 5].
Drucke: Eckhardt, Rechtsgeschichte der Stadt Eschwege 1, S. 215 Nr. 222.
Regesten: Eckhardt, Rechtsgeschichte der Stadt Eschwege 1, S. 214 Nr. 222.
Regest
Die Städte Eschwege und Allendorf übernehmen die Gegenbürgschaft für 2000 rheinische Gulden, die Landgraf Wilhelm II. von Hessen unter Bürgschaft der Stadt Schmalkalden von dem Ritter Konrad von Hutten geliehen hat.
Originaltext
Wir burgermeister und rethe mitsampt den gemeinden der stedde Esschwe und Alendorff thun kunt mit diessem uffin brief: Naichdem der irleuchter furst und herre her Wilhelm der mitler lantgrave zcu Hessenn, grave zu Ziegenhain und zcu Nydde, unser gnediger herre, zu seiner gnaden bedorffen zweytusent gulden rinischer weher ufbraicht und umb den gestrengen herrn Conraden von Hutten ritter etlich zytlang entlehent, dafur derselb unser gnediger herre dem gnanten hern Conraiden von hutten und seinen erben etlich vorschriebunge fur sein gnade und sein gnad erben gegeben, dorinne sein gnade etliche von der ritterschaft sampt dem raithe und gantzer gemeind der stait zu Smalkaldenn semptlich und unvorscheidlich zu burgen vorsatzt hait noch besage und inhalt der vorschriebung daruber gegeben, wilch vorschriebung sich erstregkt uff leistung und scheden, so es zu schulden und manung queme, so bekennen wir obgnanten burgemeister, rethe und gantze gemeind der stedde Esschwege und Aldendorff vor uns, alle unser naichkommen und erben, das wir von des obgnanten unsers gnedigen herrn begere und bete wegen des raits und gantzer gemeind der egnanten stait Smalkalden gegeburgen mit gutem wissen, willen und woilgedaichtem muthe recht gute, unvorscheidelich gegenburgen worden sein und werden in kraft diesß briefs. Gereden und geloben in guten waren truwen fur uns, unser naichkommen und erben semptlich und unvorscheidelich aller inhaltunge der egedaichten vorschriebunge, auch des burgezcogs leistungm scheden und ander was dorinne begriffen, gantz und gar sie, ire erben und naichkommen schadelois zu halten und schadens, wie das queme adir sich begeben wurde, zu benemen, an alle widderredde und behellf, der uns genutzen und den von Smalkaldenn geschaden mucht, an geverde.
Des alles zu warem urkunde haben wir die rethe und gemeind der obgnanten stedde Esschwege und Aldendorff unser inges(igel) an diessem brief benebeneinander thun hengken, uns, unser erben und naichkommen des damit zu besagen. Gescheen donnerstags Enthewptung Johannis des teuffers ann(o) domini M° quadringentesimo nonagesimo 3°.

Sprache des Originaltextes

deutsch

Nachweise

Weitere Personen

Hutten, Konrad [II.] von · Hessen, Landgrafen, Wilhelm II.

Weitere Orte

Eschwege · Allendorf (Gem. Bad Sooden-Allendorf) · Schmalkalden

Sachbegriffe

Bürgschaften · Bürgen · Darlehen · Schulden · Finanzen, landgräfliche · Währungen, Rheinische Gulden · Gulden, Rheinische

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Eckhardt, Eschwege 1

Original

Eckhardt, Eschwege 1

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 10226 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/10226> (Stand: 08.05.2026)