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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 1. Mai - 2. Juni 1951: Internationale Maifestspiele in Wiesbaden
Die 1939 eingestellten Maifestspiele in Wiesbaden werden wiederbegründet und finden zum ersten Mal nach dem Weltkrieg vom 1. Mai bis 2. Juni 1951 im Hessischen Staatstheater in Wiesbaden statt. Mit dem Titel „Internationale Maifestspiele“ und einem Plakat, dass mit einer Reihe von Fahnen der Nachbarländer wirbt, wird der neue, internationale Charakter der Festspiele betont.(OV) ... »Details - 4. Mai 1951: Ministerpräsident Zinn spricht auf SPD-Veranstaltung in Wiesbaden
In Wiesbaden spricht der neue hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erstmals seit seiner Amtseinführung auf einer Versammlung der SPD. Mit Blick auf die letzten Wahlen betont er, dass die CDU noch in Regionen, die fest im politischen Katholizismus verwurzelt sind, politische Erfolge feiern könne. In den anderen Regionen befinde sich das Bürgertum in einer schwierigen ... »Details - 7. Mai 1951: „Erste Legion“ betont ihre positive Stellung zur Demokratie
Von Seiten des Direktoriums der „Ersten Legion“ wird der von CDU in der Presse verkündeten Darstellung widersprochen, dass es sich bei der Legion um einen Geheimbund handele. Zudem lehne sie den unbedingten Gehorsam ab; sie sei demokratisch und betrachtete es als ihre Aufgabe den demokratischen Staat zu unterstützen. Zudem greift sie Dr. Werner Hilpert (1897–1957; CDU) an, der ... »Details - 7. Mai 1951: Hessen weist Defizit von 300 Millionen DM aus
Hessens Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) verkündet, dass sich das Defizit des Landes auf 300 Millionen DM beläuft. Zusätzlich dazu hat das Land noch kurzfristige Schulden in Höhe von 200 Millionen DM. Um seine Zahlungsfähigkeit zu sichern, müsse das Land zum einen seine Sparmaßnahmen weiter vorantreiben und zum anderen ein besseres Steuersystem schaffen, notfalls auch ohne ... »Details - 9. Mai 1951: Hessischer Landtag erklärt Entrüstung über Strafvollzug in der DDR
Alle Parteien des Hessischen Landtags geben eine Erklärung ab, in der sie ihrer Entrüstung über die Zustände des Strafvollzugs in der DDR Ausdruck verleihen. Insgesamt seien rund 25.000 Frauen, Männer und Jugendliche in sowjetzonalen Zuchthäusern interniert und würden auch als Zwangsarbeiter eingesetzt, da sie von Gerichten zu zwei bis dreijähriger Zwangsarbeit verurteilt worden sind. ... »Details - 9. Mai 1951: Neues Brandschutzgesetz im Landtag angenommen
Einstimmig nimmt der Hessische Landtag das neue Brandschutzgesetz an. Brandschutz und Katastrophendienst liegen nun in den Händen der kommunalen Selbstverwaltungen.(MB) ... »Details - 9. Mai 1951: Gesetz über die Führung des Haushalts 1951 im Landtag verabschiedet
Der Hessische Landtag verabschiedet, gegen die Stimmen der FDP, das Gesetz, dass die Landesregierung ermächtigt, den Haushalt 1951 nach den Vorschriften des Haushalts des Vorjahres zu führen. Die CDU erklärt, dass ihre Zustimmung keine generelle Billigung der Politik des Finanzministers Heinrich Troegers (1901–1975; SPD) sei. Troeger weist daraufhin, dass die 300 Millionen DM Defizit Hessens ... »Details - 9. Mai 1951: Arbeitslose sollen stärker in landwirtschaftliche Arbeiten eingebunden werden
Der Minister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD), antwortet auf eine Große Anfrage des Blocks der Heimatvertriebenen und Entrechteten, die die Versorgung der Landwirtschaft mit Arbeitskräften zum Inhalt hatte, dass zukünftig die Arbeitsämter Arbeitslosen die Unterstützung entziehen könnten, sofern diese sich weigern, eine zumutbare ... »Details - 9. Mai 1951: FDP und CDU beantragen im Landtag Aufhebung der Einrichtung einer Staatssektkelterei
CDU und FDP beantragen im Hessischen Landtag, dass der Beschluss zur Einrichtung einer Staatssektkelterei wieder aufgehoben werde. Sie befürchten, dass eine erste derartige Einrichtung noch weiter nach sich ziehen werde. (MB) ... »Details - 11. Mai 1951: Sektindustrie boykottiert Staatsweingüter
Aus Protest gegen den Beschluss der hessischen Landesregierung eine Staatssektkelterei zu gründen, ruft der Verband deutscher Sektkellereien zum sofortigen Boykott aller Staatsweingüter auf. Da zudem auch der Bund deutscher Weinhandelsvereinigungen den Sektherstellern seine Unterstützung signalisiert hat, ist es möglich, dass auch Weinhändler die Staatsdomänen boykottieren werden.(MB) ... »Details - 20. Mai 1951: Hessischer Realschultag in Wiesbaden
In Wiesbaden führen Lehrer und Eltern den hessischen Real- und Mittelschultag durch. Ziel der Veranstaltung ist die Erarbeitung eines Konzepts, das die Realschule als eigenständige Schulform etabliert. Bislang existieren in Hessen nur die sogenannten E-Klassen, die allerdings lediglich Ergänzungsklassen an den Volksschulen seien und noch nicht eigentliche Realschulen. Andere Bundesländer, ... »Details - 21. Mai 1951: Hessische Regierung verhängt Redeverbot für Mitglieder der Sozialistischen Reichspartei
Die hessische Regierung erteilt Dr. Fritz Dorls (1910–1995), dem Vorsitzenden der Sozialistischen Reichspartei, sowie den Vorstandsmitgliedern Ulrich Freiherr von Bothmer (1889–1968) und Wolf Graf von Westarp (1910–1982) ein hessenweites Redeverbot, wie es bereits Anwendung auf das Vorstandsmitglied Otto Ernst Remer (1912–1997) findet. Die hessische Polizei soll über die Einhaltung des ... »Details - 24. Mai 1951: Hessisches Kabinett erteilt „Sozialistischer Volkszeitung“ dreimonatiges Verbot
Die „Sozialistische Volkszeitung“, das Presseorgan der Kommunistischen Partei, wird vom hessischen Kabinett für drei Monate verboten worden. Die Frankfurter Polizei schließt daraufhin die Räume der Zeitung in Frankfurt am Main. Grund des Verbotes ist das Eintreten der Zeitung für die Volksbefragung zur Remilitarisierung. Die Zeitung trete gegen die Remilitarisierung ein und greife damit ... »Details - 25. Mai 1951: Auswirkungen der Enteignungsmaßnahmen auf die Kasseler Verkehrsgesellschaft
Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) AG hat aufgrund des hessischen Enteignungsgesetz keinen Einblick mehr in die Vermögenswerte ihrer Betriebe. Daher muss sie zur fälligen Eröffnungsbilanz am 30. Juni 1951 eine vorläufige Neubewertung ihrer Vermögenswerte abgeben. Tut sie das nicht, wird sie aufgelöst. Die KVG erwartet damit auch mit Spannung das Urteil des Hessischen Staatsgerichtshofes ... »Details - 29. Mai 1951: Aufbruch-Studienkreis in Hessen gegründet
Wie das hessische Innenministerium mitteilt, ist in Hessen der „Aufbruch-Studienkreis“ gegründet worden. Hierbei handelt es sich um eine „kommunistische Tarnorganisation“. Der aus dem Wiesbadener Spielbankprozess bekannte Hohenberg gehört dem Vorstand des Aufbruchs an.(MB) ... »Details - 29. Mai 1951: Verstaatlichung des Buderus-Betriebs in Zweifel gezogen
Erstmals werden Ende Mai 1951 Zweifel über die Verstaatlichung des Wetzlarer Buderus-Betriebs laut. Kern der Kritik, die auch von Minister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) geäußert wird, ist die Frage, ob der Konzern eine Bündelung wirtschaftlicher Macht darstelle, die die Grundlage der Sozialisierungsmaßnahmen darstellte. Bei der Verstaatlichung wurde ein Treuhänder für die ... »Details - 30. Mai 1951: Hessischer Landtag berät Finanzausgleich
Im Hessischen Landtag wird die Höhe des Finanzausgleichs debattiert. Dieser soll von den vorjährigen 101 Millionen DM auf 96 Millionen DM gesenkt werden. Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) verweist hierbei auf die anspannte Haushaltslage des Landes. Der Vorsitzende der FDP prangert in der Debatte den Föderalismus an sich an, der nicht zukunftsfähig sei. Der ehemalige ... »Details - 31. Mai 1951: Kündigung sämtlicher Lohn- und Gehaltstarife in der hessischen Metallindustrie durch die IG Metall
Die IG Metall-Bezirksleitung Frankfurt am Main kündigt mit Wirkung zum 15. Juni 1951 sämtliche Lohn- und Gehaltstarife in der hessischen Eisen-, Metall- und Elektroindustrie und fordert eine Erhöhung des Arbeiter-Ecklohns um zwölf Pfennig pro Stunde von 1,37 DM auf 1,49 DM sowie eine entsprechende Erhöhung der Gehälter der Angestellten. Die Gewerkschafts-Bezirksleitung führt als Gründe ... »Details - 2. Juni 1951: Gründungsversammlung eines Landesverbands der „Erste Legion“ in Rüdesheim
In Rüdesheim wird der Landesverband der sich selbst in seiner Satzung als „Kampfbund gegen Marxismus und Nihilismus und für ein christliches Abendland“ bezeichnenden deutsch-nationalen „Ersten Legion“ gegründet. Der Gründungskader der erstmals zur Jahreswende 1950/51 ins Rampenlicht der Öffentlichkeit getretenen Organisation rekrutierte sich auf Bundesebene hauptsächlich aus ... »Details - 4. Juni 1951: Verkündung des Urteils des Staatsgerichtshof über Artikel 41 auf den 8. Juni terminiert
Anfang Juni wird bekannt gegeben, dass der hessischen Staatsgerichtshof am 8. Juni sein Urteil über Artikel 41 der Hessischen Verfassung verkünden wird. Das Gericht hat über den Antrag der FDP zu entscheiden, ob die nach dem Krieg stattgefundenen Enteignungen im Einklang mit der Hessischen Verfassung stehen. Zu prüfen ist, ob der in dieser Frage abgehaltene Volksentscheid rechtsgültig ist und ... »Details - 5. Juni 1951: Hessen fordert Bundesregierung zur Preisregulierung auf
Das hessische Kabinett beschließt, dass Hessen im Bundesrat von der Bundesregierung eine gesetzliche Höchstgrenze für Mehl-, Brot-, Schweine- und Schweinefleischpreise einfordern wird. Ebenso soll die Handelspanne für Getreide reguliert werden. Hessen wird im Bundesrat zudem Stellung gegen die „Frühdruschprämie“ beziehen, da diese nicht die Verfütterung des Brotgetreides verhindern wird ... »Details - 14. Juni 1951: FDP fordert von Landesregierung Informationen zum Fall Kernritz
Die FDP stellt im Hessischen Landtag einen Dringlichkeitsantrag, der die Landesregierung auffordert, die ihr vorliegenden Informationen zum Fall Kemritz preiszugeben. Die FDP fordert einen Einblick in die Intervention der Landesregierung bei der Bundesregierung.(MB) ... »Details - 14. Juni - 15. Juni 1951: Vergabe des Architekturpreises zum Ausbau des Frankfurter Flughafens
Aufgrund des starken Nutzung des Rhein-Main Flughafens wird im Dezember 1950 sein Ausbau beschlossen. Viele angesehene Architekten werden zur Einreichung ihrer Pläne aufgefordert. Am 14. und 15. Juni entscheidet ein Preisgericht, das vom Aufsichtsrat der Verkehrs-Aktiengesellschaft Rhein-Main beauftragt worden ist, über den Gewinner dieses Wettbewerbs.(MB) ... »Details - 15. Juni 1951: Erstes Bundessängerfest in Frankfurt
In Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963) wird in Frankfurt am Main das erste Bundessängerfest des Deutschen Allgemeinen Sängerbundes eröffnet. Das bis zum 19. Juni begangene Fest wird dabei mit 20.000 DM von der Hessischen Landesregierung unterstützt.(OV) ... »Details - 15. Juni 1951: Informationsbus des Landwirtschaftsministerium reist durch Hessen
Ein mit „modernsten hauswirtschaftlichen Einrichtungen ausgestatteter Beratungswagen“ des Landwirtschaftsministeriums reist durch Hessen. Auch die abgelegenen ländlichen Regionen werden von diesem aufgesucht. Jeweils für eine Woche bleibt der Wagen in einem Ort, in welcher Vorträge gehalten werden, Beratungen sowie Spielnachmittage für Kinder stattfinden.(MB) ... »Details - 15. Juni 1951: Ablauf des Lohn- und Gehaltsabkommens für die Eisen-, Metall- und Elektroindustrie in Hessen
Gemäß der Kündigung sämtlicher Lohn- und Gehaltstarife für die Beschäftigten der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie in Hessen durch die Bezirksleitung der IG Metall in Frankfurt am Main am 31. Mai 1951 endet die Laufzeit der bestehenden Tarifvereinbarung. Die Unternehmer weigern sich jedoch, unmittelbar in Neuverhandlungen einzutreten und zögern den Beginn der ersten Verhandlungsrunde um ... »Details - 21. Juni 1951: Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie beschließt Verhandlungsstrategie im Tarifstreit
Die Mitgliederratssitzung des Arbeitgeberverbandes der hessischen Metallindustrie beschließt seine Strategie für die erste Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit der IG Metall. Die Frankfurter Bezirksleitung der Metallgewerkschaft hatte am 31. Mai 1951 sämtliche bestehenden Lohn- und Gehaltstarife für die Beschäftigten der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie in Hessen mit Wirkung zum 15. Juni ... »Details - 25. Juni 1951: Hofgeismar und Mühlheim Standorte der hessischen Bereitschaftspolizei
Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) gibt bekannt, dass in Hofgeismar und Mühlheim am Main die neuen Bereitschaftspolizisten stationiert werden sollen. 680 Mann werde im Norden und 220 Mann im Süden stationiert. Die derzeit noch in Hofgeismar untergebrachten Polizisten der kommunalen Polizei werden nach Wiesbaden-Dotzheim verlegt. Sie verstärken die Bereitschaftspolizei.(MB) ... »Details - 30. Juni 1951: Konstituierung der „Sozialistischen Internationale“ in Frankfurt
Vertreter sozialistischer Parteien aus 33 Staaten treffen vom 30. Juni bis zum 3. Juli 1951 in Frankfurt am Main zusammen und konstituieren die „Sozialistische Internationale“ (SI) neu. Die hier gefasste Erklärung über die „Ziele und Aufgaben des Demokratischen Sozialismus“ zählt seitdem zu den „Grunddokumenten der Geschichte der Internationalen“ (Grebing). Darin ziehen die ... »Details - 30. Juni 1951: Erstes „Heiner-Fest“ in Darmstadt
Auf dem Darmstädter Marktplatz eröffnet Oberbürgermeister Ludwig Engel (1906–1975) das erste „Heiner-Fest“, ein Volksfest, das an den drei Festtagen zahlreiche Gäste aus dem Umland in die Stadt lockt. „Heiner“ ist der in seiner Herkunft nie völlig geklärte Spitzname der Darmstädter, die „Heinerdeutsch“ reden. In dieser Mundart trägt Robert Stromberger (1930–2009) am ... »Details
