Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 1950
- 1951
- 1952
- 1953
- 1954
- 1955
- 1956
- 1957
- 1958
- 1959
- 14. März 1951: Erdbeben bei Euskirchen auch in Hessen spürbar
In der Nähe von Euskirchen im Rheinland liegt das Epizentrum eines Erdbebens mit einer Magnitude von 5,8, das in der Umgebung des Zentrum Millionenschäden verursacht. Elf Menschen werden verletzt. Im Kerngebiet des Bebens in der südlichen Eifel stürzten durch die Erschütterung mehrere Schornsteine ein. Wände und Decken bekamen Risse. In anderen Städten des Rheinlandes entstanden ebenfalls ... »Details - 15. März 1951: Verbände und Gewerkschaften billigen Vorschlag Hessens zur Preisregulierung
Der hessische Minister für Arbeit, Wirtschaft und Landwirtschaft, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) gibt bekannt, dass Vertreter des Mühlen- und Bäckereigewerbes, der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, der Bauernverbände und Kreislandwirte und der Gewerkschaften in Hessen, das Programm der Landesregierung befürworten, das eine Regulierung der stetig steigenden Lebensmittelpreise ... »Details - 15. März 1951: Hessisches Kabinett beschließt Erhebung der Getränkesteuer durch Gemeinden
Vom hessischen Kabinett wird das Gesetz zur Erhebung der Getränkesteuer verabschiedet. Damit sollen auch Gemeinden, die bislang durch Verordnungen davon ausgeschlossen waren, weil ihnen die Voraussetzungen fehlten, das Recht erhalten, diese Steuer anzuheben. Das neue Recht gilt nicht für Bier, Milch, Fruchtsäfte sowie Milchmischgetränke.(MB) ... »Details - 19. März 1951: Hessische Regierung verbietet Anlage neuer Weinberge
Die Hessische Landesregierung informiert die Oberbürgermeister und Landräte Hessens darüber, das die Anlage neuer Weinberge fortan verboten ist. Die Regierung begründet diesen Schritt damit, dass die Existenz der Weinbauern durch die Anlage neuer Weinberge gefährdet sei.(MB) ... »Details - 21. März 1951: Wahl der nichtrichterlichen Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshof
Im Hessischen Landtag werden die nichtrichterlichen Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshof gewählt. Hierbei werden durch Los drei Mitglieder der SPD und drei Mitglieder der „nichtsozialistischen Parteien“ in den Gerichtshof gewählt. Damit ist im Staatsgerichtshof – im Gegensatz zum Landtag – keine „sozialistische Mehrheit“ mehr gegeben, was besonders Auswirkungen in der Frage ... »Details - 21. März 1951: Regierungsvorlage zum Abschluss der Entnazifizierung in Hessen
Der Hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) bringt die Regierungsvorlage über das „Gesetz zum Abschluss der Entnazifizierung in Hessen“ in den Landtag ein. Zinn fordert die rasche Beendigung der Entnazifizierung im Land, da auch eine bundesdeutsche Regelung bislang nicht in Sicht sei. Nur mit dem Abschluss dieser Maßnahme könne auch der Gedanke der Versöhnung im ... »Details - 21. März 1951: Anfrage im Landtag nach Sprengkammern in hessischen Brücken
Im Hessischen Landtag wird durch den Bund der Heimatlosen und Entrechteten angefragt, ob Brücken in Hessen mit Sprengkammern versehen worden sind. Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) verweist darauf, dass bislang von der Bundesregierung keine derartige Anordnung getroffen worden sei, aber eine Anordnung der Besatzungsmacht vorliege, die die Aushändigung der Brückenbaupläne ... »Details - 21. März 1951: Großen Anfragen über Brotpreis und Hessen-Plan im Landtag
Der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) richtet im Hessischen Landtag eine Große Anfrage an die Regierung zum Thema der Brotpreise. Der hessische Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) betont, die Bundesregierung sei für steigende Brot- und Lebensmittelpreise verantwortlich. CDU und FDP werfen dem Minister daraufhin vor, die Wahrheit über die Hintergründe der ... »Details - 21. März 1951: Landesregierung beschließt höhere Beamtengehälter in Hessen
Die Hessische Landesregierung beschließt, die geplante Lohnerhöhung von 15 % für hessische Beamte auf den 1. April 1951 vorzuziehen. Grundlage hierfür sind die Preissteigerungen. Um spätere Nachzahlungen an die Staatsdiener zu vermeiden, werden die Gehälter bereits ab 1. April erhöht ausgezahlt.(MB) ... »Details - 22. März 1951: Amerikanische Oberkommission lehnt Auslieferung Fritz Weidmanns an Frankreich ab
Der amerikanische Landeskommissar für Hessen, James R. Newman (1902–1964), informiert Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD), dass die amerikanische Oberkommission den französischen Antrag zur Auslieferung des Marburgers Fritz Weidmann nach eingehender Prüfung abgelehnt habe. Weidmann war nach französischer Auffassung am Mord an einen französischen Staatsbürger ... »Details - 29. März 1951: Hessischer Gemeindetag warnt vor schlechter Finanzlage der hessischen Kommunen
Der hessische Gemeindetag warnt auf seiner Arbeitstagung in Eppstein vor der schlechten Finanzlage der hessischen Kommunen, die in den Verhandlungen über den Finanzausgleich zwischen den Staat und Gemeinden deutlich wurde. Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) kündigt an, die Mittel aus dem Finanzausgleich für die Gemeinden zu kürzen. Solche Kürzungen haben jedoch erhebliche ... »Details - April 1951: Fahrt des Hessischen Fußballverbandes zum Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz
Der Hessische Fußballverband organisiert eine Reise von Frankfurt am Main nach Zürich, um dort das Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz zu besuchen. Noch sind Restkarten für Fahrt und Spiel bei der Zentrale des Hessischen Fußballverbandes bzw. bei der Deutschen Touring-Gesellschaft zu erwerben.(MB) ... »Details - April 1951: Hockeyjunioren schlagen finnische Auswahl
Die Hockeyauswahl Finnlands, die sich zu Trainingszwecken in Deutschland aufhält, wird vom deutschen Hockeynachwuchs mit 8:2 (5:0) geschlagen.(MB) ... »Details - April 1951: Frauen- und Männer-Landesauswahl für Länder-Schwimmwettkämpfe benannt
Für die Länder-Schwimmwettkämpfe wurden u.a. Minnich, Karoß, beide vom 1. Frankfurter SC, Commichau aus Wiesbaden und Dilfer vom KSV Hessen Kassel nominiert. Sie werden am 14. und 15. April in Neuwied gegen Rheinland und Südbaden antreten. Bei den Frauen dominieren Sportlerinnen vom DSV Frankfurt die Auswahl, die gegen das Rheinland antritt.(MB) ... »Details - April 1951: Hessischer Staatsgerichtshof verhandelt über Artikel 41 der Hessischen Verfassung
Vor dem Hessischen Staatsgerichtshof wird über Artikel 41 der Hessischen Landesverfassung verhandelt. Zu klären ist, ob die bereits 1946 vorgenommenen Enteignungen der Grundstoffindustrie, deren Besitz in Gemeineigentum überführt worden ist, unmittelbar aus Artikel 41 hergeleitet werden konnten, oder ob hierzu noch Ausführungsgesetze hätte erlassen werden müssen. Derartige ... »Details - April 1951: Antrag auf Auflösung des Hessischen Ruderverbandes wird zurückgenommen
Die vom Eschweger Ruderverein geforderte Auflösung des Hessischen Ruderverbandes wird auf dem Tag der hessischen Ruderer zurückgenommen, nachdem die Eschweger ihre sachlich falsche Begründung des Antrages eingesehen hatten. Der bisherige Vorsitzende Dr. August Robert Lingnau aus Frankfurt am Main wird in seinem Amt bestätigt.(MB) ... »Details - 1. April 1951: Gründung des Instituts für Wissenschaftliche Politik an der Universität Marburg
An der Philipps-Universität Marburg wird das bisherige Institut für Auslandskunde und internationale Beziehungen in ein „Institut für wissenschaftliche Politik“ umgewandelt. Direktor wird der Jurist und Politologe Wolfgang Abendroth (1906–1985). Abendroth war zuvor ordentlicher Professor für öffentliches Recht und Politik an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in ... »Details - 1. April 1951: Hessen erhebt Einspruch gegen die Verlegung der Frankfurter Außenhandelsstelle nach Köln
Die Hessische Landesregierung erhebt Einspruch gegen die vom Ministerialdirektor Carl Krautwig (1904–1981) angekündigte Verlegung der Frankfurter Außenhandelsstelle nach Köln. Aus dem Ministerpräsidium ist zu vernehmen, dass diese Plan den vorherigen Entscheidungen des Bundestages und den Bundesrates widerspreche. Daher versucht Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gegen ... »Details - 1. April 1951-31. Mai 1951: Hessen führt 1. Heimkehrerlotterie durch
Zwischen dem 1. April und dem 31. Mai 1951 wird in ganz Hessen die Erste Hessische Heimkehrer-Lotterie durchgeführt. Die Erträge dieser Veranstaltung sollen die Not der aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Soldaten lindern. Veranstalter ist die Landesarbeitsgemeinschaft für Kriegsgefangenenfragen. Ein Los kosten 50 Pfennig. Insgesamt stehen 24.000 Gewinne mit sofortigem Gewinnentscheid ... »Details - 2. April 1951: Französische Besatzungstruppen in Marburg
Die bisherige amerikanische Garnison in Marburg wird durch französische Besatzungseinheiten abgelöst, die erst am 26. November 1956 wieder aus Marburg abziehen.(OV) ... »Details - 4. April 1951: Das Land Hessen agiert ohne Haushalt
Das hessische Finanzministerium gibt bekannt, dass Hessen im Moment ohne Haushalt arbeiten muss. Da die Regierung erst in den nächsten Monaten den Haushalt verabschieden kann, muss zunächst ein Überleitungsgesetz erarbeitet werden. Daher werden zur Zeit nur Zahlungen vom Staat übernommen, für die ein Rechtsanspruch besteht. Bauvorhaben, sofern sie nicht aus Vorjahres-Geldern finanziert ... »Details - 5. April 1951: Hessisches Innenministerium interveniert im Fall Hübenthals
Das Hessische Innenministerium befürwortet im Auslieferungsfall des Schuhmachermeisters Hübenthal0=Hübenthal wird beschuldigt, sich eines Kriegsverbrechens an einem französischen Bürger schuldig gemacht zu haben. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.2.1951, S. 3: Der Fall Hübenthal / Zinnkann verwendet sich für ihn. aus Eschwege den 4. April. Das Land hatte zunächst die Entscheidung der ... »Details - 5. April 1951: Staatsgerichtshof wird Verfassungsmäßigkeit der Sozialisierungsbestimmungen prüfen
Am 20. April wird der Hessische Staatsgerichtshof prüfen, ob die Sozialisierungsbestimmungen im Einklang mit Artikel 41 der hessischen Verfassung stehen. Von Seiten der CDU und der FDP sowie von Privatpersonen wird diese Verfassungsmäßigkeit in Frage gestellt.(MB) ... »Details - 5. April 1951: Wahlbündnis zwischen SPD und Heimatvertriebenen in Hessen
Im Wahlkreis Hofgeismar kommt es bei der Nachwahl zur Bundestag zu einem Wahlbündnis zwischen der SPD und dem Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE). Die Heimatvertriebenen zogen die Kandidatur ihres Kandidaten zurück, nachdem sich auch Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) in die Verhandlungen eingeschaltet hatte. Von Seiten der Regierung wie auch der ... »Details - 10. April 1951: Hessen überprüft gezahlte Haftentschädigungen an Personen in Bayern
Von den hessischen Justizbehörden werden die als Vorschüsse gezahlten Haftentschädigungen, die nach Bayern gezahlt worden sind, überprüft. Diese gingen an verschleppte Personen, die vermeintlich aus Hessen nach Bayern gebracht worden. Insgesamt handelt es sich um eine Summe von 100.000 DM. Sollten diese Zahlungen, die aufgrund einer Weisung des ehemaligen Präsidenten Auerbach von der ... »Details - 10. April 1951: General Eisenhower in Wiesbaden
Während seiner Deutschlandreise besucht der Oberkommandierende der NATO-Streitkräfte in Europa, General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), Wiesbaden. Dort traf er stellvertretenden amerikanischen Landeskommissar Francis E. Sheehan, den hessischen Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) und den Oberbürgermeister von Wiesbaden, Hans Heinrich Redlhammer (1891–1980; CDU).(MB) ... »Details - 11. April 1951: Angespannte Haushaltslage Hessens Gegenstand der Debatte im Landtag
Im Hessischen Landtag wird der Landeshaushalt beraten. Bislang steht die Verabschiedung des Haushalts für das zweite Halbjahr 1951 noch aus. Daher soll die Landesregierung ermächtigt werden, nach den Regeln des vorjährigen Haushaltsplans zu arbeiten. Sie darf damit monatlich über ein Zwölftel der Ausgaben von 1950 verfügen. Der Haushalt 1950 schloss mit einem Defizit von 41 Millionen DM ab, ... »Details - 12. April 1951: Lampertheimer stellt Geschwindigkeitsrekord für Motorräder auf
Auf dem Schlussstück der Autobahnstrecke München-Ingolstadt bricht der deutsche Motorradrennfahrer Wilhelm Herz (1912–1998) aus Lampertheim (Kreis Bergstraße) mit 290 km/h auf einem für speziell für Rekordversuche konstruierten Motorrad der NSU Motorenwerke „Delphin I“ den absoluten Schnelligkeitsrekord für Motorräder. Damit fällt der Spitzenplatz des bisherigen Rekordhalters Ernst ... »Details - 13. April 1951: Hessen will bei Entflechtungsverhandlungen der IG-Industrie angehört werden
Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erhebt in einem Schreiben an den Bundeskanzler Einspruch gegen die bisherige Nicht-Anhörung des Landes bei den Entflechtungsverhandlungen der IG-Industrie. Das Land Hessen, das hier wirtschaftliche Interesse hat, tritt für die Verschmelzung der Marburger Behring-Werke mit den Farbwerken Höchst ein. (MB) ... »Details - 19. April 1951: Erste Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt
Die erste Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) nach dem Zweiten Weltkrieg wird in Frankfurt am Main von Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963; FDP) eröffnet. Die Leistungsschau der Automobilwirtschaft, die erstmals in den Messehallen Frankfurt stattfindet, präsentiert die Produkte von 518 Firmen auf 68.500 Quadratmetern und lockt bis zum 29. April insgesamt rund 570.000 Gäste in die ... »Details - 24. April 1951: Hessische FDP lehnt die Einrichtung einer staatlichen Sektkelterei in Eberbach ab
Die hessische FDP fordert die Landesregierung auf, den Beschluss zur Einrichtung einer staatlichen Sektkelterei in der Staatsdomäne Kloster Eberbach zurückzunehmen.(MB) ... »Details - 24. April 1951: Hessische Landesregierung verteilt Bundesmittel für den Ersatzwohnungsbau
Die Hessische Landesregierung erhält vom Bundesfinanzministerium aus dem Ersatzwohnungsbauprogramm für Altbesatzungsverdrängte Mittel in Höhe von 3,15 Millionen DM. Mit diesen Geldern können ca. 400 neue Wohnungen geschaffen werden. In Frankfurt am Main werden 178, in Wiesbaden 90 und in Kassel 20 Wohnungen gebaut werden. Die übrigen Wohnungen verteilen sich auf verschiedene hessische ... »Details - 26. April 1951: Hessischer Innenminister verbietet Volksbefragung über Remilitarisierung
Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) verbietet die Volksbefragung über die Remilitarisierung Hessens. Regierungspräsidenten, Oberbürgermeister und Landräte werden vom Innenminister in einem Schreiben daran erinnert, dass in der Hessischen Verfassung der Landtag und das Volk unmittelbar über Volksbegehren und Volksentscheid die Gesetzgebung ausüben können. Andere ... »Details - 26. April 1951: Landesverband der Heimkehrer ruft Tag der Kriegsgefangenen aus
Die Kreis- und Ortsverbände der Heimkehrer in Hessen werden vom Landesverband der Heimkehrer angehalten den 4. Mai als „Tag der Kriegsgefangenen – Tag der Treue“ zu begehen.(MB) ... »Details - 26. April 1951: Unverständnis über den Plan der Einrichtung einer hessichen Staatssektkelterei
Obwohl die deutschen und damit auch die hessischen Sektkeltereien noch immer unter 75-prozentiger Kriegssteuer zu leiden haben, die auch weiterhin auf ihre Erzeugnisse erhoben werden und damit den Aufbau neuer Keltereien im Wege stehen, hat das hessische Kabinett beschlossen, der staatlichen Weinbaudomäne eine Staatssektkelterei anzugliedern. Grundlage hierfür ist nach Auskunft der staatlichen ... »Details - 28. April 1951: Zinn fordert Freigabe konfiszierter Fabrikräume
Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) fordert vom amerikanischen Oberkommissar die Freigabe von beschlagnahmten Fabrikräumen, damit diese wieder für die Produktion genutzt werden können. Es handelt sich hierbei um Räumlichkeiten in acht Fabriken. Eine der Fabriken droht mit dem Abzug aus Hessen, sollte die Freigabe der Räume nicht erfolgen.(MB) ... »Details - 29. April 1951: Eintracht Frankfurt hessischer Meister im Frauenhandball
Mit einem ungefährdeten Sieg über die Frauenhandballmannschaft des SV 98 Darmstadt sicherten sich die Frauen von Eintracht Frankfurt die Hessen-Meisterschaft im Frauenhandball.(MB) ... »Details - 29. April 1951: Volksbefragung zur Zugehörigkeit von Bad Wimpfen
Bei einer informatorischen Volksbefragung durch die Stadtverwaltung der früheren hessischen Exklave Bad Wimpfen entscheiden sich 57,8 % der Einwohner für den Verbleib der Stadt bei Württemberg-Baden. ... »Details - 30. April 1951: Sitzung des Koordinierungsausschusses hessischer Kammern und Verbände in Frankfurt
In Frankfurt am Main findet die Sitzung des Koordinierungsausschusses hessischer Kammern und Verbände statt, in der über Preis- und Kostenfragen gesprochen wird. Den Vorsitz hat Dr. Riffel aus Wiesbaden. Die Wirtschaftsverbände werten die Preisselbstkontrollen positiv, hierdurch die Kostenexplosion in Handel und Industrie gebremst werden konnte. Zudem haben rückläufige Produktnachfragen dazu ... »Details - Mai 1951: Auftakt zum Hessen-Pokal
In Hessen beginnt im Mai 1951 der Hessen-Pokal im Fußball. Insgesamt nehmen rund 500 Vereine an diesem Wettbewerb teil. Der 1. FC Hanau 93 tritt als Titelverteidiger an.(MB) ... »Details - 1. Mai - 2. Juni 1951: Internationale Maifestspiele in Wiesbaden
Die 1939 eingestellten Maifestspiele in Wiesbaden werden wiederbegründet und finden zum ersten Mal nach dem Weltkrieg vom 1. Mai bis 2. Juni 1951 im Hessischen Staatstheater in Wiesbaden statt. Mit dem Titel „Internationale Maifestspiele“ und einem Plakat, dass mit einer Reihe von Fahnen der Nachbarländer wirbt, wird der neue, internationale Charakter der Festspiele betont.(OV) ... »Details - 4. Mai 1951: Ministerpräsident Zinn spricht auf SPD-Veranstaltung in Wiesbaden
In Wiesbaden spricht der neue hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erstmals seit seiner Amtseinführung auf einer Versammlung der SPD. Mit Blick auf die letzten Wahlen betont er, dass die CDU noch in Regionen, die fest im politischen Katholizismus verwurzelt sind, politische Erfolge feiern könne. In den anderen Regionen befinde sich das Bürgertum in einer schwierigen ... »Details - 7. Mai 1951: „Erste Legion“ betont ihre positive Stellung zur Demokratie
Von Seiten des Direktoriums der „Ersten Legion“ wird der von CDU in der Presse verkündeten Darstellung widersprochen, dass es sich bei der Legion um einen Geheimbund handele. Zudem lehne sie den unbedingten Gehorsam ab; sie sei demokratisch und betrachtete es als ihre Aufgabe den demokratischen Staat zu unterstützen. Zudem greift sie Dr. Werner Hilpert (1897–1957; CDU) an, der ... »Details - 7. Mai 1951: Hessen weist Defizit von 300 Millionen DM aus
Hessens Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) verkündet, dass sich das Defizit des Landes auf 300 Millionen DM beläuft. Zusätzlich dazu hat das Land noch kurzfristige Schulden in Höhe von 200 Millionen DM. Um seine Zahlungsfähigkeit zu sichern, müsse das Land zum einen seine Sparmaßnahmen weiter vorantreiben und zum anderen ein besseres Steuersystem schaffen, notfalls auch ohne ... »Details - 9. Mai 1951: Hessischer Landtag erklärt Entrüstung über Strafvollzug in der DDR
Alle Parteien des Hessischen Landtags geben eine Erklärung ab, in der sie ihrer Entrüstung über die Zustände des Strafvollzugs in der DDR Ausdruck verleihen. Insgesamt seien rund 25.000 Frauen, Männer und Jugendliche in sowjetzonalen Zuchthäusern interniert und würden auch als Zwangsarbeiter eingesetzt, da sie von Gerichten zu zwei bis dreijähriger Zwangsarbeit verurteilt worden sind. ... »Details - 9. Mai 1951: Neues Brandschutzgesetz im Landtag angenommen
Einstimmig nimmt der Hessische Landtag das neue Brandschutzgesetz an. Brandschutz und Katastrophendienst liegen nun in den Händen der kommunalen Selbstverwaltungen.(MB) ... »Details - 9. Mai 1951: Gesetz über die Führung des Haushalts 1951 im Landtag verabschiedet
Der Hessische Landtag verabschiedet, gegen die Stimmen der FDP, das Gesetz, dass die Landesregierung ermächtigt, den Haushalt 1951 nach den Vorschriften des Haushalts des Vorjahres zu führen. Die CDU erklärt, dass ihre Zustimmung keine generelle Billigung der Politik des Finanzministers Heinrich Troegers (1901–1975; SPD) sei. Troeger weist daraufhin, dass die 300 Millionen DM Defizit Hessens ... »Details - 9. Mai 1951: Arbeitslose sollen stärker in landwirtschaftliche Arbeiten eingebunden werden
Der Minister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD), antwortet auf eine Große Anfrage des Blocks der Heimatvertriebenen und Entrechteten, die die Versorgung der Landwirtschaft mit Arbeitskräften zum Inhalt hatte, dass zukünftig die Arbeitsämter Arbeitslosen die Unterstützung entziehen könnten, sofern diese sich weigern, eine zumutbare ... »Details - 9. Mai 1951: FDP und CDU beantragen im Landtag Aufhebung der Einrichtung einer Staatssektkelterei
CDU und FDP beantragen im Hessischen Landtag, dass der Beschluss zur Einrichtung einer Staatssektkelterei wieder aufgehoben werde. Sie befürchten, dass eine erste derartige Einrichtung noch weiter nach sich ziehen werde. (MB) ... »Details - 11. Mai 1951: Sektindustrie boykottiert Staatsweingüter
Aus Protest gegen den Beschluss der hessischen Landesregierung eine Staatssektkelterei zu gründen, ruft der Verband deutscher Sektkellereien zum sofortigen Boykott aller Staatsweingüter auf. Da zudem auch der Bund deutscher Weinhandelsvereinigungen den Sektherstellern seine Unterstützung signalisiert hat, ist es möglich, dass auch Weinhändler die Staatsdomänen boykottieren werden.(MB) ... »Details
