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Hessian Biography

Portrait

Karoline Landgräfin von Hessen-Homburg
(1746–1821)

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Hessen-Homburg, Karoline Landgräfin von [ID = 6546]

* 2.3.1746 Buchsweiler, † 18.9.1821 Homburg vor der Höhe, evangelisch
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Other Names

Maiden Name:

Hessen-Darmstadt, Karoline Prinzessin von

Other Names:

  • Hessen-Homburg, Carolina Landgräfin von
  • Hessen-Darmstadt, Carolina Prinzessin von
  • Hessen-Homburg, Karoline Landgräfin von
  • Hessen-Darmstadt, Karoline Prinzessin von
Family Members

Father:

Hessen-Darmstadt, Ludwig IX. Landgraf von, 1719–1790

Mother:

Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld, Caroline* Henriette Louise Prinzessin von, 1721–1774

Partner(s):

Relatives:

References

Bibliography:

Image Source:

Landgräfin Karoline von Hessen-Homburg, Ölbild, Schloss Bad Homburg vor der Höhe (VSG) Inv.Nr. 1.1.285 (beschnitten), in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 320

Life

Als die später sogenannte „große Landgräfin“ Karoline ihrem Mann 1750 ins preußische Prenzlau folgte, ließ sie ihre in der Hanau-Lichtenberg-Residenz Buchsweiler geborene älteste Tochter mit der Erzieherin Margarethe Ravanel, der Schwester ihrer eigenen Gesellschafterin, in der Obhut der Großmutter in Bergzabern. Erst 1756 kam es bei einem Treffen in Arolsen bei der Mutter-Schwester Christiane, verheiratete Fürstin von Waldeck (1725–1816), zur „Wiedervereinigung“ mit der Mutter und den zwischenzeitlich geborenen Geschwistern. Eine stärkere Selbständigkeit ist geblieben. Nach der Übersiedlung Mutter Karolines nach Darmstadt wurde die Tochter im Mai 1768 zur Besiegelung des abgeschlossenen Hausvertrags dem fast zwei Jahre jüngeren Landgrafen von Hessen-Homburg anverlobt. Dem Verlobungsfest in der Bessunger Orangerie folgten im Herbst die Trauung in der Schlosskirche und die von der Mutter begleitete Heimführung nach Homburg am 12. Oktober, Alles ohne den Vater, der Darmstadt auch nach dem Tod des regierenden Landgrafen Ludwig VIII. wenige Tage später fern blieb.

Der Kontakt zur Mutter in Darmstadt war auch in den Jahren, die ihr verblieben, sehr eng. Die junge Homburger Hofdame Luise von Ziegler (1750–1815), Goethes Lila, gehörte zum engeren Kreis der Darmstädter „Empfindsamen“. Die Ehe war wohl nur bedingt glücklich, trotz der zahlreichen Kinder – von insgesamt 15 Geburten blieben immerhin sechs Söhne und fünf Töchter. Landgraf Friedrich notierte in seinen Erinnerungen er habe die Liebe nie kennengelernt. Man teilte jedoch die von der „großen Landgräfin“ vorgeprägten Interessen. Das galt für die ab 1770 angelegte Parkanlage am „Tannenwald“, für die gemeinsam gepflegte Klaviermusik wie für das literarische Engagement, wodurch Karoline mit ihrer nur im Katalog erhaltenen Bibliothek als eine der ausgebildetsten Damen ihrer Zeit galt. Nicht gebilligt hat der Landgraf die zeitweilige Begeisterung seiner Frau für Napoleon, die sie auch von der Schwägerin in Darmstadt unterschied. Nach Wiedergewinnung der mit der Rheinbund-Gründung 1806 verlorenen Souveränität konnte noch Goldene Hochzeit gefeiert werden, ehe zunächst der Landgraf, dann seine Frau verstorben sind.

Eckhart G. Franz

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 320)

Citation
„Hessen-Homburg, Karoline Landgräfin von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/137079044> (Stand: 15.4.2021)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde