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Eröffnung des 22. Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau, 10. April 1933

Im Sitzungssaal des Kasseler Ständehauses wird der 22. Provinziallandtag der preußischen Provinz Hessen-Nassau mit einer Ansprache des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Ernst von Hülsen (1875–1950) eröffnet:

Meine Herren!
Der Provinziallandtag von Hessen-Nassau, den ich im Namen der Preußischen Staatsregierung zu eröffnen und zu begrüßen die Ehre habe, tritt diesmal in einer hoch bedeutsamen Zeit zusammen, in der wir an der Schwelle zu einem neuen gewaltigen Abschnitt deutscher Geschichte stehen. Die nationale Erhebung ist mit Naturgewalt über Deutschland hereingebrochen und schickt sich an, das gesamte öffentliche Leben der Nation von Grund auf umzuwandeln und im vaterländischen Geiste neu zu prägen.
Zum ersten Male in vielen Jahrhunderten deutscher Geschichte erleben breite Massen des Volkes in Stadt und Land, in Nord und Süd, in Ost und West die Herrschaftsübung der staatlichen Obrigkeit mit voller Anteilnahme und Freude als Ausdruck und Teil des eigensten Wollens und Glaubens. Das vielgestaltige Reich der deutschen Stämme und Landschaften wird endlich wieder von einer einheitlichen Willensrichtung und Zielsetzung durchdrungen und beherrscht. Wer hinter den äußeren Ereignissen ihren inneren Sinn zu verspüren vermag, der weiß und bekennt: Dies ist in einem uns Deutschen bisher noch nie geschenkten Ausmaß der Aufbruch der Nation.
Aufbruch der Nation! Das bedeutet unermeßliche Verantwortung und Verpflichtung für jeden Deutschen, insonderheit für alle Träger des staatlichen und öffentlichen Lebens. Gewaltig, unser ganzes Leben mit neuem Sinn füllend, erhebt sich vor uns die Aufgabe, ein neues deutsches Reich zu bauen. Diese Aufgabe ist so groß und so überwältigend, daß sie unsere ganze Hingabe erfordert. Gilt es doch, den Aufbruch der Nation zu seiner das Gedeihen unseres Volkes für immer gewährleistenden Erfüllung zu führen. Durch unsere Hingabe, unseren rückhaltlosen Dienst an Deutschland, durch Opferbereitschaft und durch entschlossenes Anfassen der großen praktischen Aufgaben des Staatsneubaues sollen auch diejenigen Volksgenossen überzeugt und innerlich gewonnen werden, die sich heute der nationalen Erhebung noch versagen, die ihr noch innerlich zweifelnd oder feindlich gegenüberstehen. Denn endlich müssen einmal die Gefahren überwunden werden, die aus dem Inneren unseres Volkes selbst immer wieder und wieder die Nation bedrohen: Der Zug unseres Charakters zur Zwietracht, zum Auseinanderstreben, die Zerrissenheit, der Egoismus der Einzelnen und der einzelnen Volksgruppen und Schichten. Rasten wir nicht, bis die großen Gegensätze in unserem Volke endgültig überwunden sind, die Gegensätze der Klassen und Stände, der Konfessionen, der deutschen Stämme in Nord und Süd. Erschien noch vor kurzem eine Überwindung dieser Gegensätze als fernes Wunschbild, so haben wir heute unter unserem allverehrten Reichspräsidenten, dem Generalfeldmarschall v. Hindenburg und dem Führer der nationalen Erneuerungsbewegung, Reichskanzler Adolf Hitler, eine Reichsregierung, deren Willen zum Neubau des Reiches nicht mehr durch den Eigenwillen der Klassen und Stände, Stämme und Länder gehemmt wird. Es gilt, dafür zu sorgen, daß auch in den nächsten vier Jahren, für die die Reichsregierung Freiheit des Handelns beansprucht, jedes Organ des Staates und all die mannigfachen Selbstverwaltungsgebilde restlos von dem gleichen Zielwillen beherrscht sind, wie die Führung von Reich und Staat. Denn nur dann kann die Zusammenfassung aller Kräfte erreicht werden, die zur Bewältigung der jetzt unserer Nation gestellten ungeheuren Aufgaben unerläßlich ist.
Hierzu, meine Herren, bitte ich um Ihre Mithilfe. Während in unserer Provinz die kommunale Selbstverwaltung überwiegend Sache der beiden Kommunallandtage ist, sind Sie in erster Linie berufen, für das Staatsganze und für die Provinz wichtige Wahlen vorzunehmen. Sie werden für unsere Provinz die Mitglieder des Staatsrates zu wählen haben; Sie wählen den Provinzialausschuß, der seinerseits wieder den Vertreter Hessen-Nassaus im Reichsrat zu bestimmen hat. Sie haben endlich bei der Neugestaltung der Leitung der Landesversicherungsanstalt eine für die künftige Sozialpolitik unserer Provinz entscheidende Entschließung zu fassen.
Meine Herren! Ich bin gewiß, daß Sie dem Gebot der Stunde folgen, daß Sie Männer wählen werden, die gewillt sind, sich der Staatsführung zur Mitwirkung beim Neubau des Reiches rückhaltlos zur Verfügung zu stellen, die bereit sind, in leidenschaftlicher Hingabe an die ihnen zugedachte Aufgabe heranzugehen, Männer, die mit ihrem nationalen Willen eine ebenso tiefgehende Sachkenntnis und Erfahrung verbinden.
So empfange all Ihre Arbeit ihre Richtung und Weihe durch das vaterländische Ziel, das vor uns steht: Neubau des Reiches!
Mit diesem Wunsche eröffne ich den 22. Provinziallandtag der Provinz Hessen-Nassau. (Bravo.)
1

Zum Vorsitzenden des Provinziallandtages wird in derselben Sitzung der Tierarzt Dr. Hans Burkhardt, zu dessen Stellvertreter der Justizobersekretär Hans Lange (beide NSDAP) gewählt. Hans Herrchen, Josef Kircher, Hans-Joachim Stoevesand (alle NSDAP) und Fritz Hartwig (Kampffront Schwarz-Weiß-Rot) werden als Schriftführer gewählt.

In seiner Ansprache führt der neue Präsident des Provinziallandtages Burkhardt aus:

Deutsche Männer! Die nationalsozialistische Revolution ist in unaufhaltsamem, siegreichem Vormarsch begriffen. Am 5. März hat das gesamte deutsche Volk und am 12. März noch in Sonderheit Preußen gegen die bisherigen Machthaber sein Urteil gesprochen. Mehr als 20 Millionen deutscher Männer und Frauen haben dem Kanzler des deutschen Volkes und der Reichsregierung ihr Vertrauen ausgesprochen. Sie haben damit unserem Führer Adolf Hitler die legal untermauerte Vollmacht gegeben, alles das zu tun und zu veranlassen, was dem Wiederaufstieg des deutschen Volkes tunlich und förderlich sein kann. Diese 20 Millionen haben auch ihren Willen dahin kundgetan, daß in allen Parlamenten des Reiches, der Länder und Gemeinden mit der volksverderbenden und volkszerstörenden marxistischen Politik Schluß gemacht werden muß, und sie haben ihren Willen dahin bekundet, daß gegen jeden und jedermann, der es wagen sollte, das deutsche Volk in seiner Wiederaufbauarbeit zu stören, rückhaltlos und brutal vorgegangen wird. Wir Nationalsozialisten betrachten uns als die Vollstrecker dieses Willens, und zum Zeichen dessen, daß die deutsche, die nationalsozialistische Revolution marschiert und gewillt ist, Abrechnung zu halten, wurden von allen öffentlichen Häusern die Fahnen des 9. November heruntergeholt und die ruhmgekrönte Fahne des alten Reiches, die Flagge schwarz-weiß-rot aufgezogen, die Fahne, unter der wir im Jahre 1914 als deutsche Jugend hinausgezogen sind, nicht um, wie die marxistischen Selbstbeflecker sagen, einen grauenvollen Krieg zu entfesseln, sondern um unsere deutsche Heimat, um deutsche Mütter und deutsche Kinder, um deutsche Art und deutsche Arbeit zu schützen. Über 2 Millionen unserer Brüder sind draußen geblieben; sie sind für unser Volk den Opfertod gestorben. Diesen Burschen vom 9. November war es überlassen, diese Fahne, unter der wir gelitten und gestritten haben, in den Dreck zu ziehen und zu besudeln. Unsere Aufgabe ist es, diese Fahne wieder in Ehren zu bringen und hochzuhalten.
Aufgezogen wurde aber auch die Fahne des erwachsenen Deutschlands, des jungen Deutschlands, die Hakenkreuzfahne. Sie ist uns heilig; an ihr klebt das Blut von mehr als 300 gefallenen Freiheitskämpfern, an ihr klebt auch das Blut von tausenden Geächteten aus unseren Reihen. Darüber wollen wir uns klar sein, es wehte heute keine schwarz-weiß-rote Fahne von den Regierungsgebäuden, wenn unser Führer Adolf Hitler die Hakenkreuzfahne im Sturmangriff nicht vorangetragen hätte. Darum soll uns die Hakenkreuzflagge grüßen von allen öffentlichen Gebäuden des Reiches, der Länder und Gemeinden, sie soll wehen als Symbol, daß aus allen Amtsstuben und deutschen Parlamenten der Pesthauch des Marxismus, das Bonzentum, die Korruption auszuziehen haben, und daß auszuziehen hat die tausendfach auf Kosten der Steuerzahler und Mitbürger bewiesene Unfähigkeit. Die Hakenkreuzfahne soll wehen als Symbol, daß die Anständigkeit, Ehrlichkeit, Sauberkeit und die Verantwortlichkeit einzuziehen haben und daß wieder einzuziehen haben der Gedanke, daß Allgemeinnutz vor Eigennutz zu stehen hat und die nationale Gesinnung und das Gefühl der sozialen Gerechtigkeit. Dafür werden wir sorgen. Als unser Führer vor dem Reichsgericht zu Leipzig die Legalität der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei beschwor, hat er gesagt: "Es wird der Tag kommen, und er ist nicht mehr ferne, da wird es braun schimmern in allen deutschen Parlamenten."
Der Tag ist nun da. Schluß ist endgültig damit, daß wir im Vaterland als Staatsbürger zweiten Grades behandelt werden können; Schluß ist damit, daß man es wagen durfte, uns als verdächtige Subjekte der politischen Polizei zu melden. Wir sind stolz darauf, daß wir in diesen Listen stehen, diese Listen sind für uns Ehrenlisten geworden.
Schmerzlich empfinden wir, daß heute hier in unseren braunen Reihen einer unserer rührigsten, selbstlosesten Vorkämpfer fehlt, unser Parteigenosse Peter Gemeinder. Für ihn gilt das Wort, daß des Volkes ärmster Sohn auch sein treuester ist. Als Maurergeselle zog er 1914 in den Krieg in einem Pionierbataillon. Zweimal wurde er verwundet, mit Orden und Ehrenzeichen geschmückt zog er als Offizier-Stellvertreter nach Hause. Doch damals war für ihn nicht die Zeit gekommen, sich in ruhiger, bürgerlicher Beschaulichkeit hinzusetzen; er sah mit Entsetzen die "Freiheit", die "Schönheit", die die Revolution von 1918 dem deutschen Volke gebracht hatte. Weil er sein deutsches Volk und seine deutschen Volksgenossen über alles liebte, reihte er sich ein in die nationalsozialistische Bewegung und kämpfte dort wieder in vorderster Front, bis ihn am 29.8.1931 mitten im Kampfe um die Seele des deutschen Volkes ein jäher Tod ereilte. Wenn auch die christliche Nächstenliebe unserem Parteigenossen Peter Gemeinder ein christliches Begräbnis verweigerte, so ruht dieser deutsche Mann doch in geweihter deutscher Erde, in Erde, die die Liebe seiner Volksgenossen geweiht und gesegnet hat. Sein Geist lebt aber in uns weiter, und wenn von der flammenden Liebe, die sein Herz verzehrte, ein Funke auf unser Herz überspringt, dann, deutsche Männer, sind wir gewiß, daß wir die schwere Aufgabe, die uns gestellt ist, schaffen werden, daß wir wieder schaffen werden ein Deutschland hoch in Ehren! Heil!
2

Der 22. Provinziallandtag für die preußische Provinz Hessen-Nassau wird in zwei öffentlichen Sitzungen bis zum Folgetag, den 11. April 1933 tagen.

Sitzverteilung

NSDAP 503
SPD 194
Zentrum 155
KPD 76
Kampffront Schwarz-Weiß-Rot 77

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlerbewegung)

Bang, Andreas (1903–1946; Landwirt; Oberlahnstein; Wahlbezirk Oberlahn)
Bernotat, Fritz (1890–1951; Landesobersekretär; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden)
Böhmecke, Martin (1891–1958; Landwirt; Rhena; Wahlbezirk Korbach-Arolsen-Wildungen)
Braun, Dr. Rudolf (1889–1975; Apotheker, Chemiker; Melsungen; Wahlbezirk Melsungen)
Burkhardt, Dr. Hans (1891–1948; praktischer Tierarzt; Sontra; Wahlbezirk Rotenburg)
Clos, Adolf (1896–1877; Landwirt; Winterwerb/Kreis St. Goarshausen; Wahlbezirk St. Goarshausen)
Elmshäuser, Konrad (1906–1992; Landwirt; Cappel bei Marburg; Wahlbezirk Marburg-Stand und -Land)
Exner, Richard (1885–1945; Oberpostinspektor; Harleshausen; Wahlbezirk Kassel-Land)8
Faber, Willibald (1873–1946; Oberstleutnant a.D.; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Fischer, Oskar (1894–1963; Kassierer; Westerburg; Wahlbezirk Dillenburg)
Freisler, Dr. Roland (1893–1945; Rechtsanwalt; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)9
Fröhlich, Karl (geb. 1875; Landwirt, Weißbinder; Marjoß/Kreis Schlüchtern; Wahlbezirk Schlüchtern)
Gimpel, Adalbert (1898–1973; Postschaffner; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Goebel, Julius (1890–1946; Küfer; Großalmerode; Wahlbezirk Witzenhausen)
Gräntz, Günther (1905–1945; Handlungsgehilfe; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Grillo, Heinz (1875–1941; Rittmeister a.D.; Braunfels/Lahn; Wahlbezirk Wetzlar)
Haus II., Wilhelm (1899–1955; Vorarbeiter; Bieber/Kreis Wetzlar; Wahlbezirk Wetzlar)
Herbert, Willi (1904–1969; Friseur; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Hergert, Peter (1899–1988; Holzarbeiter; Berfa/Kreis Ziegenhain; Wahlbezirk Fritzlar-Homberg)
Herrchen, Hans (1891–1970; Postmeister; Schlangenbad; Wahlbezirk Main-Taunus)
Hollenders, Willi (geb. 1896; Gastwirt, Kaufmann; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden)
Kausemann, Wilhelm (1903–1941; Kaufmann; Birstein/Kreis Gelnhausen; Wahlbezirk Gelnhausen)10
Keller, Georg (1890–1975; Landwirt; Röllshausen/Kreis Ziegenhain; Ziegenhain)11
Kircher, Josef (1889–1965; Kaufmann; Hünfeld; Wahlbezirk Fulda-Land-Hünfeld)
Klecha, August (1890–1963; Kaufmann; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Kunzemann, Fritz (1899–1944; Kreiskommunalkassenrendant; Bad Wildungen; Wahlbezirk Frankenberg)
Lange, Karl (1892–1966; Justizobersekretär; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Lawaczeck, Paul (1878–1942; Apotheker; Camberg im Taunus; Wahlbezirk Limburg)
Linder, Karl (1900–1979; stellvertretender Gauleiter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Lommel, Hans (1875–1939; Arzt; Rod an der Weil; Wahlbezirk Unterlahn)
Marquart, Fritz (1889–1983; Oberförster; Tann (Rhön); Wahlbezirk Kassel-Stadt)12
Müller, Dr. Konrad (1902–1984; Dipl.-Landwirt; Hofgeismar; Wahlbezirk Hofgeismar)
Ohl, Karl (geb. 1904; Landwirt; Birlenbach/Unterlahnkreis; Wahlbezirk Unterwesterwald)
Ott, Ludwig (1900–1979; Förster; Eilhausen/Kreis der Twiste; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Patry, Karl (1898–1958; Dipl.-Landwirt; Hattenbach/Kreis Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)
Recknagel, Otto (1897–1983; Kaufmann; Steinbach-Hallenberg; Wahlbezirk Schmalkalden)13
Reiner, Heinrich (1892–1946; Angestellter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Reinhardt, Dr. Heinrich (1894–1959; praktischer Arzt; Melsungen; Wahlbezirk Eschwege)
Sauerbier, Georg (1886–1970; Landwirt; Hofgut Georgenthal; Wahlbezirk Wiesbaden)

Schäfer, Wilhelm (Landwirt; Wachenbuchen/Kreis Hanau; Wahlbezirk Hanau-Land)

Schaumlöffel, Wilhelm (1891–1933; Mühlenbesitzer; Merxhausen/Kreis Wolfhagen; Wahlbezirk Wolfhagen)
Spieß, Richard (1897–1952; Metzgermeister; Wied/Oberwesterwaldkreis; Wahlbezirk Oberwesterwald)
Sprenger, Jakob (1884–1945; Gauleiter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Stoevesand, Hans-Joachim (1904–1942; Schriftleiter; Marburg; Wahlbezirk Marburg-Stand und -Land)
Thiele, Wilhelm (1897–1990; Kriegsinvalide; Biedenkopf; Wahlbezirk Dillenburg)
Uerpmann, Dr. Karl (1888–1984; Rechtsanwalt; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Weinrich, Karl (1887–1973; Obersteuersekretär und Gauleiter; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)14
Wirth, Heinrich Wilhelm (geb. 1870; Landwirt; Eschbach; Wahlbezirk Obertaunus)
Wirth, Kurt (geb. 1901; Rechtsanwalt; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Zimpelmann, Friedrich (1894–1965; Schornsteinfegermeister; Idstein im Taunus; Wahlbezirk Untertaunus)

Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Apel, Wilhelm (1873–1960; Beamter; Frankfurt am Main-Höchst; Wahlbezirk Main-Taunus)
Etz, Otto (1895–1957; Former; Frankfurt am Main-Rödelheim; Wahlbezirk Fr4ankfurt am Main)
Fischer, Friedrich (1885–1958; Geschäftsführer; Wetzlar; Wahlbezirk Wetzlar)
Haese, Otto (1874–1944; Gewerkschaftssekretär; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden)
Holzapfel, Friedrich (1883–1943; Lehrer; Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)15
Kaiser, Eugen (1879–1945; Landrat i. e. R.; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Land)
Kirchner, Karl (1883–1945; Städtischer Beamter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Küllmer, Karl (1877–1942; Gewerkschaftssekretär; Reichensachsen; Wahlbezirk Eschwege)16
Misbach, Otto (1872–1959; Gewerkschaftssekretär; Frankfurt am Main-Niederrad; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Pappenheim, Ludwig (1887–1934; Redakteur; Schmalkalden; Wahlbezirk Schmalkalden)
Precht, Fritz (1883–1951; Angestellter; Ihringshausen; Wahlbezirk Kassel-Land)
Rebholz, Johann (1885–1960; Kaufmann; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Rosenkranz, August (1886–1954; Maurermeister; Altenkirchen; Wahlbezirk Oberlahn)
Schaub, Hermann (1900–1961; Bürgermeister; Sinn; Wahlbezirk Dillenburg)
Schubert, Benno (1877–1957; Bürgermeister; Bad Orb; Wahlbezirk Marburg-Stadt und -Land)17
Thöne, Georg (1867–1945; Vorsitzender des Vorstandes der Landesversicherungsanstalt; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Treibert, Heinrich (1898–1974; Landrat i. e. R.; Fritzlar; Wahlbezirk Fritzlar)18
Wick, Richard (1872–1955; Lagerhalter; Oberursel; Wahlbezirk Obertaunus)
Wittrock, Christian (1882–1967; Verwaltungsdirektor; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)19

Deutsche Zentrumspartei

Dahlhoff, Heinrich (geb. 1882; Rektor; Bad Homburg; Wahlbezirk Obertaunus)
Danzebrink, Dr. Franz Xaver (1899–1960; Oberbürgermeister; Fulda; Wahlbezirk Fulda-Stadt)
Ernst, Dr. Lorenz (1890–1977; Studiendirektor; Frankfurt am Main-Höchst; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Herbert, Karl (1883–1949; Landwirt, Bürgermeister; Zirkenbach; Wahlkreis Fulda-Land-Hünfeld)
Husch, Jakob (1875–1950; Oberpostsekretär; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Kaesberger, Karl (1901–1943; Redakteur; Westerburg; Wahlbezirk Oberwesterwald)
Kunz, Peter (1872–1959; Rektor; Hofheim im Taunus; Wahlbezirk Main-Taunus)
Lamay, Joseph (1892–1961; Caritasdirektor; Limburg an der Lahn; Wahlbezirk Limburg)
Linker, Wilhelm (1868–1963; Bürgermeister i.R.; Neustadt; Wahlbezirk Marburg-Stadt und -Land)
Massenkeil, Dr. Joseph (1891–1987; Studienrat; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden)
Mühl, Dr. Johannes (1888–1966; praktischer Arzt; Bad Orb; Wahlbezirk Gelnhausen)
Pnischeck, Edmund (1883–1954; Bürgermeister; Lorch am Rhein; Wahlbezirk Rheingau)
Roth, Heinrich (1889–1955; Bürgermeister; Montabaur; Wahlbezirk Unterwesterwald)
Sondergeld, Wigbert (1874–1937; Geistlicher Rat, Rektor; Hünfeld; Wahlkreis Fulda-Land-Hünfeld)
Sznurkowski, Theodor (1873–1951; Kürschner; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)

Kommunistische Partei Deutschlands

Ballmann, Adolf (1883–1945; Schreiner; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden)
Lang, Konrad (1885–1963; Monteur; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Müller, Adolf (1886–1964; Bauhilfsarbeiter; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Nickel, Wilhelm (1902–1973; Stukkateur; Arborn; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Tölle, Richard (1899–1968; Arbeiter; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Wörner, Friedrich (1897–1990; Silberarbeiter; Langendiebach; Wahlbezirk Hanau-Land)

Kampffront Schwarz-Weiß-Rot

Broll, Karl (1882–1940; Brunnenbesitzer, Landwirt; Biskirchen; Wahlbezirk Wetzlar)
Hartwig, Fritz (1884–1962; Landwirt; Thalitter; Wahlbezirk Frankenberg)20
Kupfrian, Fritz (1879–1953; Bürgermeister; Dillenburg; Wahlbezirk Dillenburg)
Mietens, Willi (1878–1933; Direktor; Frankfurt am Main-Heddernheim; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Rüdiger, Karl (1896–1951; Landwirt; Ochshausen; Wahlbezirk Korbach-Arolsen-Wildungen)
Sonnenschein, August (1875–1951; Buchhändler; Marburg; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Stein-Liebenstein, Wilhelm Freiherr von (1869–1954; Amtsgerichtsrat; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden)
(LV)


  1. Verhandlungen des Provinziallandtags für die Provinz Hessen-Nassau vom 10. und 11. April 1933, Kassel 1930, Sp. 1-3.
  2. Ebd., Sp. 3-5.
  3. Davon 23 Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Kassel und 27 Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden.
  4. Davon neun Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Kassel und zehn Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden.
  5. Davon fünf Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Kassel und zehn Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden.
  6. Davon drei Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Kassel und vier Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden, wobei hier ein Mandat unbesetzt blieb, da der "Gewählte [...] die Wahl abgelehnt" hatte. Vgl. Verhandlungen des Provinziallandtags für die Provinz Hessen-Nassau vom 10. und 11. April 1933, Kassel 1933, Anlage 1, S. 4.
  7. Davon drei Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Kassel und vier Abgeordnete aus dem Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden.
  8. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Karl Adam; 1899–1981; Feinmechaniker; Eschwege; Wahlbezirk Kassel-Land.
  9. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Kurt Fröhlich; 1890–1941; Oberpostsekretär; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt.
  10. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Johannes Schmidt; 1894–1971; Landwirt; Obersotzbach; Wahlbezirk Gelnhausen.
  11. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Oskar Kuhlgatz; 1894–1948; Oberförster; Niederaula; Wahlbezirk Ziegenhain.
  12. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Helmuth Friedrichs; geb. 1899; Geschäftsführer; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt.
  13. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Rudolf Holland; 1895–1955; Angestellter; Steinbach-Hallenberg; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden.
  14. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Rudolf Sempf; Drogist; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt.
  15. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Valentin Münzel; 1881–1958; Landwirt und Bürgermeister; Wolfershausen; Wahlbezirk Hersfeld.
  16. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Otto Pipper; 1895–1959; Fabrikarbeiter; Eschwege; Wahlbezirk Eschwege.
  17. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Georg Riehm; 1888–1946; Geschäftsführer; Schlüchtern; Wahlbezirk Marburg-Stadt.
  18. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Konrad Freudenstein; 1886–1967; Bürgermeister i. R.; Obervorschütz; Wahlbezirk Fritzlar-Homberg.
  19. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Karl Herrmann; 1882–1951; Eisendreher; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt.
  20. Mandatsniederlegung, Nachfolger: Richard Wegmann; Landwirt; Klosterhöfe-Röhrigshof bei Schlüchtern; Wahlbezirk Frankenberg.
Records
Recommended Citation
„Eröffnung des 22. Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau, 10. April 1933“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edb/id/5570> (Stand: 8.5.2019)
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