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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 21. Niedenstein

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Martinhagen

Ortsteil · 387 m über NN
Gemeinde Schauenburg, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

15 km südwestlich von Kassel

Lage und Verkehrslage:

Anbindung an das Straßenverkehrsnetz über die durch den Ort verlaufende Bundesstraße B520 und die zur Landesstraße L3220 führende Kreisstraße K24.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villam noviter cultam que dicitur Meribodonhago (1082) [HStAM Urk. 27 (Urkundenarchiv Hasungen)]

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3520050, 5683678
UTM: 32 U 519968 5681844
WGS84: 51.28757832° N, 9.286343222° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633023050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 292, davon 203 Acker (= 69.52 %), 69 Wiesen (= 23.63 %), 1 Holzungen (= 0.34 %)
  • 1961 (Hektar): 446, davon 1 Wald (= 0.22 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Martinhagen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1446: Landgrafschaft Kassel, Amt Kassel, Vogtei Hasungen
  • 1534: Schaumburgisches Gericht des Amtes Baune
  • 1569: Landgrafschaft Kassel, Amt Kassel, Vogtei Hasungen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Bauna
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Bauna (seit 1804 Wilhelmshöhe)
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hof
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wilhelmshöhe, Vogtei Hasungen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

  • bis 1822: Amt Zierenberg und Vogtei Hasungen (Assistenzamt Zierenberg)
  • 1822: Justizamt Wolfhagen
  • 1831: Justizamt Zierenberg
  • 1832: Justizamt Zierenberg
  • 1867: Amtsgericht Zierenberg
  • 1879: Amtsgericht Zierenberg
  • um 1900: Amtsgericht Zierenberg
  • 1932: Amtsgericht Wolfhagen

Gemeindeentwicklung:

1.4.1896: Vereinigung mit Großenhof.

Vom 31.12.1971 bis 31.07.1972 war Martinhagen im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Hoof eingegliedert, die 1.8.1972 in der Gemeinde Schauenburg aufging. Seitdem ist Martinhagen ein Ortsteil der Gemeinde Schauenburg.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1082 Adelheid schenkt das kürzlich gegründete Dorf dem Kloster Hasungen. Der sog. große Hof (entspricht dem östlichen Drittel des Dorfes) gehörte derer von Dalwigk als hessisches Lehen. 1534 fällt der große Hof im Zuge einer Nutzteilung in den Besitz der Schaumburgischen Linie.

Zehntverhältnisse:

1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in Martinhagen.

Ortsadel:

1241 Adliger

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Pleban 1464 (Hessengau 115)

Patrozinien:

  • Nicolai

Pfarrzugehörigkeit:

1505 zum Dekanat Schützeberg gehörig, bis 1804 zur Klasse Wilhelmshöhe gehörig,

die protestantische Pfarrei gehört zur Klasse Zierenberg.

Patronat:

Das Patronat über die Nicolaikirche gehörte dem Kloster Hasungen.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Eckel noch 1547

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Schützeberg

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Martinhagen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1998> (Stand: 14.11.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde