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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 10. Veckerhagen

Weitere Informationen

Vaake

Ortsteil · 119 m über NN
Gemeinde Reinhardshagen, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

16,5 km südöstlich von Hofgeismar

Ersterwähnung:

(826-876)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (997)
  • locus (1004)
  • villa (1304) (UA v. Schöneberg)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3542903, 5705109
UTM: 32 U 542812 5703267
WGS84: 51.47893537° N, 9.61649559° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633022010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 211, davon 97 Acker (= 45.97 %), 26 Wiesen (= 12.32 %), 1 Holzungen (= 0.47 %)
  • 1961 (Hektar): 482, davon 20 Wald (= 4.15 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Vaake: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1551: Amt Gieselwerder
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Amt Sababurg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sababurg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sababurg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Veckerhagen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sababurg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel

Altkreis:

Hofgeismar

Gericht:

  • bis 1822: Amt Sababurg
  • 1822: Justizamt Sababurg (Sitz Veckerhagen)
  • 1867: Amtsgericht Veckerhagen
  • 1879: Amtsgericht Veckerhagen
  • um 1900: Amtsgericht Veckerhagen
  • vor 1932: Amtsgericht Veckerhagen
  • 1932: Amtsgericht Hofgeismar

Herrschaft:

Am 31.12.1970 im Zuge der hessischen Gebietsreform gebildeter Zusammenschluss der beiden Gemeinden Vaake und Veckerhagen zur neuen Gemeinde Reinhardshagen. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Veckerhagen.

Gemeindeentwicklung:

6.6.1961: Umgemeindung des ehem. Pionierübungsplatzes mit Tillyschanze (46 Einw.) nach dem Gutsbezirk Reinhardswald (Gemeindefreies bewohntes Gebiet)

Am 31.12.1970 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der beiden Gemeinden Vaake und Veckerhagen zur neuen Gemeinde Reinhardshagen, deren Ortsteil Vaake wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Im 9. Jahrhundert überträgt ein gewisser Wendil dem Kloster Corvey seine in Vakka gelegenen Besitzungen an Land und Wald.
  • 997 bestätigt König Otto III. dem Stift Hilwartshausen eine Schenkung der Witwe Helmburg, die u.a. aus Gütern in Vaake besteht. 1004: Helmburg schenkt dem Kloster Hilwartshausen Güter in Vaake.
  • 1272 verkauft Graf Ludolf von Dassel Vaake an Mainz. 1290 war der Ort im gemeinschaftlichen Besitz von Mainz und Braunschweig. 1304 im Besitz der Herren von Schöneberg. Später im gemeinschaftlichen Besitz von Hessen und Braunschweig. Seit 1538 komplett in hessischen Besitz.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Veckerhagen gehört als Filial zu Vaake

Patronat:

Das Kloster Hilwartshausen war im Besitz des Patronates.

Danach hatte es Braunschweig-Lüneburg inne.

Von 1629-1745 im Besitz der Universität Helmstedt

Von 1745-1831 im Besitz von Hannover

Seit 1831 im Besitz von Kurhessen

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Hufnagel ca. 1527-1542, von Landgraf Philipp eingesetzt, weil das Kloster Hilwartshausen sich weigerte, einen evangelischen Prädikanten zu besolden.

Kirchliche Mittelbehörden:

1585 protestantische Pfarrei der Klasse Gottsbüren

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Vaake, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2098> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde