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Herzogtum Nassau 1819 – 27. Hasselbach

Münster

Ortsteil · 233 m über NN
Gemeinde Selters (Taunus), Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14 km südöstlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage:

Der Ort liegt 4 km nordöstlich von Selters an der L 3021.

Ersterwähnung:

1194

Historische Namensformen:

Ortsteile:

  • villa (1194)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3447862, 5581872
UTM: 32 U 447808 5580079
WGS84: 50.370464° N, 8.266086° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

533014030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 811, davon 429 Acker (= 52.90 %), 63 Wiesen (= 7.77 %), 269 Holzungen (= 33.17 %)
  • 1961 (Hektar): 811, davon 274 Wald (= 33.79 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 1280, davon 1258 evangelisch (= 98.28 %), 12 katholisch (= 0.94 %), 10 Juden (= 0.78 %)
  • 1961: 1048, davon 827 evangelisch (= 78.91 %), 218 katholisch (= 20.80 %)
  • 1970: 1021

Diagramme:

Münster: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft (seit 1791 Fürstentum) zu Wied-Runkel, Amt oder Herrschaft Runkel
  • 1806: Herzogtum Nassau, Kirchspiel Münster
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
  • 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis:

Oberlahnkreis

Gericht:

  • 1816: Amt Runkel
  • 1849: Justizamt Runkel
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Runkel
  • 1867: Amtsgericht Runkel
  • 1968: Amtsgericht Weilburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1974 wurde Münster im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Selters (Taunus) eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1194 schenkt der Bischof Heinrich von Worms das Dorf Münster mit der Kirche und dem Kirchenzehnten.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1194: Kirche
  • 1334: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit:

Zur Pfarrei gehörten 1194 Bruchhausen, Wolfenhausen, Hengstbach, Rudolfshusen und Wilmanshagen.

Patronat:

Das Patronat schenkt Bischof Heinrich von Worms 1194 der Prämonstratenserabtei Arnstein a.d. Lahn.

1197 wird die Kirche dem Kloster inkorporiert.

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft (Zivilgemeinde)

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kirchliche Mittelbehörden:

Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Kirberg gehörig

Juden:

1843: 50 Juden

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

1806 gehören zu Münster 3 Mühlen und Eisensteingruben

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Münster, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8292> (Stand: 27.3.2026)