Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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  1. 1. Januar 1916: Aufforderung zur Anmeldung Militärpflichtiger
    Zu Beginn des Jahres 1916 wird landesweit ein Aufruf an die militärpflichtigen Bürger Hessens veröffentlicht. In beinahe jeder hessischen Tageszeitung findet sich zu Jahresende 1915 und zu Jahresbeginn 1916 ein entsprechender Aufruf.0= z.B. Oberhessische Zeitung, 30.12.1915: Bekanntmachung; Oberhessischer Anzeiger, 6.1.1916: Anmeldung zur Rekrutierungsstammrolle; Fuldaer Kreisblatt, 3.1.1916: ... »Details
  2. 6. Februar 1916: Verkauf von hölzernen Gebrauchsgegenständen aus den Darmstädter »Verwundeten-Werkstätten«
    Anfang 1916 berichtete das Darmstädter Tagblatt über den Verkauf von Holz-Arbeiten (Leuchter, Abreißkalender, Brieföffner, Zierkorke, Spielsachen usw.)0=Darmstädter Tagblatt, 6.2.1916, Nr. 36, S. 5: Rotes Kreuz. in der Papierhandlung K. Gieselberg in Darmstadt. Aufgrund des gediegenen und geschmackvollen0=Ebd. Designs der Produkte, sei der allgemeine Anklang0=Ebd. sehr gut gewesen. Auch der ... »Details
  3. 14. Februar 1916: Verurteilung eines Müllers wegen Streckung von Mehl mit Kalk
    In Kassel wird ein Mühlenbesitzer, der sein Mehl mit Kalk gestreckt hatte, wegen Nährmittelverfälschung zu einem Jahr Haft verurteilt.(OV) ... »Details
  4. 26. Februar 1916: Kanonendonner von der Westfront in Frankenberg und Marburg zu hören
    In Frankenberg (Eder) ist von erhöhten Punkten aus Kanonendonner von der Westfront zu hören. Die nächste Kampflinie (bei Verdun) ist zu dieser Zeit etwa 330 Kilometer von Frankenberg entfernt. Auch in Marburg gibt es Meldungen über Kanonendonner von der Front.(Bericht des Amtlichen Kreisblatts für den Kreis Frankenberg vom 29.2.1916 und 2.3.1916)(OV) ... »Details
  5. 1. März 1916: Anbauratgeber für Obst und Gemüse
    Im Frühjahr 1916 veröffentlicht die Hessische Landeszeitung einen Ratgeber für den Obst- und Gemüseanbau im eigenen Garten. Er umfasst eine tabellarische Übersicht vieler Gemüse- und Obstsorten und den jeweiligen Informationen zu Saat- bzw. Pflanzzeit, Standort, Düngung, Erntezeit etc. Außerdem wird zu jeder Gemüse- und Obstart eine Empfehlung der besten Sorten ausgesprochen. Der Ratgeber ... »Details
  6. 5. März 1916: Abschuss des Schwarzwilds im Darmstädter Park zur Versorgung der Bevölkerung
    Die Großherzogliche Hofjagdverwaltung lässt das Schwarzwild im Darmstädter Park abschießen, um Fleisch für die Bevölkerung zu beschaffen.(OV) ... »Details
  7. 6. März 1916: Bildung des »Vereins blinder Akademiker Deutschlands« durch Kriegsblinde
    Der Leiter des Instituts für Augenheilkunde an der Philipps-Universität Marburg, Alfred Bielschowsky (1871–1940) und sein Mitarbeiter, der aufgrund eines Arbeitsunfalls erblindete Carl Strehl (1886–1971), gründen in der Universitätsstadt Marburg den „Verein blinder Akademiker Deutschlands“ (VbAD). Anstoß zur Gründung des nach Ende des Zweiten Weltkriegs unter dem Namen „Verein der ... »Details
  8. 8. März 1916: Zustimmung der hessischen Handelskammern zu den Kriegssteuerentwürfen
    Die Handelskammern in Hessen beraten in Frankfurt am Main in einer Besprechung die neuen Kriegssteuerentwürfe und geben dazu einstimmig ihre Zustimmung. Statt einer Steuer auf die Kriegskonjunkturgewinne eine allgemeine Vermögensabgabe ... »Details
  9. 15. März 1916: Staatshaushalt und Kriegsanleihen im Großherzogtum Hessen
    Der Hauptvoranschlag des Haushalts des Großherzogtums Hessen für das Jahr 1916 umfasst Einnahmen und Ausgaben von 90,947 Millionen Mark. Der Fehlbetrag von etwa 4,5 Millionen Mark soll aus dem Restfonds und aus Steuererhöhungen gedeckt werden. Ministerialpräsident (Finanzminister) Dr. Johann Becker (1869–1951) hebt bei den Beratungen hervor, dass das Großherzogtum bei den drei ... »Details
  10. 17. März 1916: Debatte über ausländische Gesandte im Darmstädter Landtag
    Der Abgeordnete Dr. Arthur Osann (1862–1924; Nationalliberale) vertritt in der Zweiten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen die Auffassung, dass es das Recht der Einzellandtage sei, auch Fragen der auswärtigen Politik zu erörtern. Er stellt und begründet einen Antrag, Gesandte fremder Staaten nicht mehr am großherzoglichen Hof zu dulden. Darauf erwidert ihm Staatsminister Dr. Carl ... »Details
  11. 26. März 1916: Friedrich Naumann propagiert in Frankfurt Wirtschaftsverband mit Österreich-Ungarn
    Der liberale Politiker Friedrich Naumann (1860–1919) propagiert auf einer Veranstaltung im Frankfurter Schumann-Theater Gedanken zu einem stärkeren Wirtschaftsverband mit Österreich-Ungarn. Im Herbst des Vorjahres hatte Naumann die Schrift »Mitteleuropa« veröffentlicht, die viel gelesen und beachtet wurde. Darin fordert er die (freiwillige) Schaffung größerer nationaler ... »Details
  12. 31. März 1916: Liebesgaben und Beihilfen an deutsche Kriegsgefangene in Russland
    Die Rheinische Volkszeitung veröffentlicht im März 1916 eine Anleitung, um deutschen Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft Pakete zukommen zu lassen. Das als »Liebesgaben und Beihilfe« bezeichnete Frachtgut konnte bisher aufgrund der fehlenden Schienenverbindung nicht nach Russland zugestellt werden, möglich war lediglich der Briefversand. Das "Hilfskomitee des schwedischen Roten ... »Details
  13. 3. April 1916: Detonation des sogenannten Meteoriten von Treysa
    In der Nähe von Treysa (heute Schwalmstadt-Treysa) geht um 15:25 Uhr ein Meteorit nieder und stürzt in einen Wald. Aufgrund seiner Helligkeit und wegend des klaren Wetters beobachten mehrere tausend Menschen im Umkreis von etwa 270 Kilometer zwischen dem Teutoburger Wald und Darmstadt sowie zwischen dem Rhein und Erfurt das Ereignis. ... »Details
  14. 15. April 1916: Beschäftigung von Kriegsgefangenen und Frauen bei Buderus 1915
    Wie die Volksstimme im April 19160=Volksstimme. Beilage zu Nummer 90 der Volksstimme, 15.4.1916, S. 2: Aus den umliegenden Kreisen. Burgsolms. berichtete, arbeitete die Familienaktiengesellschaft »Buderus`sche Eisenwerke« im Kriegsjahr 1915 in erster Linie für militärische Zwecke. In den Gießereien und Stahlwerken wurden unter anderem »Stahlgranaten, Gehäuse für Elektromotoren, ... »Details
  15. 16. April 1916: Einweihung des Neubaus der Synagoge in Offenbach
    Die Synagoge in der Goethestraße in Offenbach am Main, mit deren Bau noch vor dem Krieg begonnen worden war, wird feierlich eingeweiht. Die Festrede hält der Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt. Das Gebäude, das von den Architekten Schwarz und Wagner geplant wurde, bietet Platz für 800 Personen. Der Synagoge ist ein Gemeindehaus angeschlossen. Die Offenbacher Zeitung schreibt am 17. April: Die ... »Details
  16. 1. Mai 1916: Einführung der Sommerzeit im Reich zur Einsparung von Kosten für die Beleuchtung
    Zur kriegsbedingten Einsparung von Energiekosten und zur besseren Ausnutzung des Tageslichts führt die Reichsregierung mit dem Vorstellen der Uhren um eine Stunde erstmals die „Sommerzeit“ ein. Die Maßnahme geht zurück auf eine Entscheidung, mit der die deutsche Regierung, ebenso wie die österreichisch-ungarische Donaumonarchie, die Einführung der Sommerzeit für die Sommermonate ... »Details
  17. 1. Mai 1916: Eröffnung des 50. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    Um 18 Uhr wird im Kommunallandtagssitzungssaal des Landeshauses in Wiesbaden der bis zum 8. Mai in drei öffentlichen Sitzungen tagende 50. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Wiesbaden eröffnet. In seiner Eröffnungsansprache führt der stellvertretende Königliche Landtagskommissar, der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Wilhelm von Meister (1863–1935), unter anderem aus: ... »Details
  18. 1. Mai 1916: Frankfurter Theater unter neuer Leitung
    Das Stadttheater Frankfurt am Main untersteht ab Mai 1916 dem Generalintendanten Karl Zeiss (1871–1924). Dem Personalwechsel gehen einige große Umstrukturierungen innerhalb der Theaterverwaltung voraus. Während das Stadttheater bis 1915 von der Aktiengesellschaft »Neue Theater-Aktiengesellschaft« geführt und finanziert wird, beschließen die Stadtverordneten Frankfurts Ende 1915 eine ... »Details
  19. 3. Mai 1916: Frauen stürmen wegen schlechter Versorgungslage das Hanauer Rathaus
    In einem Schreiben des Hanauer Oberbürgermeisters Karl Hild (1873–1938) an den Kasseler Regierungspräsidenten berichtet dieser von einem Vorfall vom 3. März 1916. Laut Bericht finden sich am Vormittag etwa hundert Frauen unter der Führung der beiden Stadtverordneten Dr. Wagner und Fritz Schnellbacher vor dem Rathaus ein, um Beschwerden über die Ernährungslage in der Stadt zu äußern. ... »Details
  20. 6. Juni 1916: Einrichtung eines städtischen Lebensmittelamtes in Frankfurt
    Als Reaktion auf die zunehmenden Versorgungsschwierigkeiten und die Anzeichen von Hungersnot richtet die Stadt Frankfurt am Main ein städtisches Lebensmittelamt ein. Von ihm werden Bezugskarten für Butter, Fett, Milch, Kartoffeln, Zucker, Eier und Fleisch ausgegeben, die zunächst eine Gültigkeit von 14 Tagen haben. Die Zahl der Mitarbeiter im Lebensmittelamt liegt Anfang September schon bei ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde