Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 20. Mai 1812: Georg Moller legt Pläne für die Neue Vorstadt in Darmstadt vor
    Der Aufstieg Darmstadts zur Residenz erfordert eine Stadterweiterung, um Wohnraum für zusätzliche Beamte und Räume für Gewerbe und Handel zu schaffen. Der seit März 1810 angestellte Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852) präsentiert Großherzog Ludewig I. (1753–1830) deshalb am 20. Mai 1812 die Pläne für eine Neue Vorstadt, die sogenannte Mollerstadt. Westlich und südlich der ... »Details
  2. 31. Juli 1812: Hinrichtung von „Hölzerlips“ in Heidelberg
    Nach den mehreren hundert Delikten wird „Hölzerlips“, der Räuberhauptmann Georg Philipp Land (1770–1812) aus Rod am Berg, in Heidelberg durch Enthauptung hingerichtet.(StH) ... »Details
  3. 9. September 1812: Mayer Amschel Rothschild verstirbt in Frankfurt
    Der Hausbankier des Kasseler Kurfürsten, Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), zu dieser Zeit einer der einflussreichsten Finanzmänner in Frankfurt am Main, verstirbt. Er war unter anderem der Initiator der Gründung des „Jüdischen Philanthropin“, einer Freischule für jüdische Kinder in ärmlichen Verhältnissen.|Bereits 1810 hatte er seine Söhne in einem Gesellschaftervertrag an ... »Details
  4. 4. Oktober 1812: Sieg der „Großen Armee“ über Moskau in Hessen gefeiert
    Die napoleonische „Große Armee“ hält einen siegreichen Einzug in Moskau, weswegen in allen hessischen Kirchen zur Zeit des Gottesdienstes gefeiert wird. Am 12. Oktober 1812 sollen die 5.250 Soldaten, insgesamt drei Regimenter, den Rückzug aus der brennenden Stadt antreten. Zu dem Regiment gehörten 2.000 Soldaten zu Dalberg (1744–1817). Im Juni marschierten sie, angeführt von Prinz Emil ... »Details
  5. 9. November 1812: Das „Lyceum Carolinum“ in Frankfurt nimmt den Lehrbetrieb auf
    Am 9. November 1812 nimmt das von Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg (1744–1817), seit 1810 Großherzog von Frankfurt, begründete und nach ihm benannte „Lyceum Carolinum“ in Frankfurt am Main mit sieben Professoren seinen Lehrbetrieb auf. Ein viersemestriges, vorbereitendes Studium am Lyzeum soll die Voraussetzung für den Zugang zu den anderen Fakultäten der großherzoglichen ... »Details
  6. Dezember 1812: Veröffentlichung des ersten Teils der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm
    Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert waren in Deutschland erste Sammlungen von Kinder- und Volksmärchen erschienen. Angeregt von Clemens Brentano (1778–1842) und Achim von Arnim (1781–1831) begannen die nach dem Studium an der Universität Marburg nach Kassel zurückgekehrten Brüder Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) ab 1806, derartige zumeist mündlich ... »Details
  7. März 1813: Rückkehr der Überlebenden der „Großen Armee“
    Die napoleonische „Große Armee“ hält einen siegreichen Einzug in Moskau, weswegen in allen hessischen Kirchen zur Zeit des Gottesdienstes gefeiert wird. Am 12. Oktober 1812 sollen die 5.250 Soldaten, insgesamt drei Regimenter, den Rückzug aus der brennenden Stadt antreten. Zu dem Regiment gehörten 2.000 Soldaten zu Dalberg (1744–1817). Im Juni marschierten sie, angeführt von Prinz Emil ... »Details
  8. April 1813: Erste Reise des großherzoglich-hessischen Kunstagenten Georg Wilhelm Issel nach Paris
    Der aus Darmstadt stammende Georg Wilhelm Issel (1785-1870), der auch als natürlicher und illegitimer Sohn des späteren Großherzogs Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753-1830) bezeichnet wird, reist im April 1813 nach Paris, um als Kammersekretär im Auftrag Ludewigs I. Ankäufe für dessen Kunstsammlung zu tätigen. In der Korrespondenz mit dem Kabinettssekretär Ernst Christian Schleiermacher ... »Details
  9. 28. September 1813: Kosaken unter General Tschernyschow belagern Kassel
    Nach der katastrophalen Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und dem Rückzug der französischen Truppen zeichnet sich auch das Ende des Königreichs Westphalen ab. Am 28. September 1813 erreichen die von Alexander Iwanowitsch Tschernyschow (1786–1857) angeführten Kosaken Kassel. Nach kurzer Gegenwehr verlässt König Jérôme (1784–1860) mit den französischen Truppen die Stadt. ... »Details
  10. 28. Oktober 1813: Karl Theodor von Dalberg dankt im Großherzogtum Frankfurt ab
    Mit der Abdankung von Karl Theodor von Dalberg (1744–1817) am 28. Oktober 1813 zugunsten von Eugène de Beauharnais (1781–1824), dem von Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) designierten Nachfolgers, begann die Auflösung des Großherzogtums Frankfurt am Main. Am 6. November kann 1813 Franz I. von Österreich (1768–1835) in der ehemaligen Reichsstadt einziehen.  ... »Details
  11. 30.-31. Oktober 1813: Schlacht am Lamboywald bei Hanau
    Nach der „Völkerschlacht bei Leipzig“ zwischen dem 16. und dem 19. Oktober 1813 zog die Hauptarmee von Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) ab und traf am 30. Oktober 1813 am Lamboywald bei Hanau auf den Widerstand der Truppen des Königreichs Bayern, das durch den Vertrag von Ried am 8. Oktober 1813 der Allianz gegen Frankreich beigetreten war. General Karl Philipp von Wrede (1767–1838) ... »Details
  12. 2. November 1813: Großherzog Ludewig I. von Hessen schließt sich der Allianz gegen Frankreich an
    Nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 schließt sich auch Großherzog Ludewig I. (1753–1830) als letzter der süddeutschen Fürsten am 2. November 1813 durch die Konvention von Dörnigheim, die von Freiherr Carl Wilhelm Heinrich du Bos du Thil (1777–1859) ausgehandelt wurde, der Allianz gegen Napoleon Bonaparte (1769–1821) an. Seine Regimenter hatten zuvor in der Schlacht bei ... »Details
  13. 21. November 1813: Kurfürst Wilhelm I. kehrt nach Kassel zurück
    Nachdem am 28. September 1813 russische Truppen die von der französischen Besatzung geräumte Stadt Kassel besetzt hatten, hält am 21. November 1813 der aus seinem Prager Exil zurückgekehrte Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) einen triumphalen Einzug in der Residenzstadt. Unter der regen Anteilnahme der Bevölkerung wird die Kutsche des Fürsten am Stadttor von begeisterten Bürgern ausgespannt ... »Details
  14. 30. Dezember 1813: Schließung der Medizinisch-chirurgischen Spezialschule in Frankfurt
    Unter Verwendung der Dr. Senckenbergischen Stiftseinrichtungen wurde ab 1812 die Medizinisch-chirurgische Spezialschule in Frankfurt am Main errichtet. Die „Großherzoglich Frankfurtische Universtät“ umfasste nach französischer Hochschulform mehrere nach Orten gesonderte Spezialschulen: Lyzeen in Frankfurt, Aschaffenburg und Fulda, die Universität in Aschaffenburg (die bis dahin in Mainz ... »Details
  15. 1814-1838: Schulbesuch jüdischer Kinder
    Um 1800 fand in vielen deutschen Staaten eine Reform des Schulwesens statt. Beeinflusst von den Ideen der Aufklärung wurde der schulischen Bildung eine größere Bedeutung beigemessen und zunehmend staatlich geregelt. Das betraf auch die jüdischen Schulen, die bisher eigenständig von den Gemeinden organisiert wurden und deren Hauptaugenmerk auf der religiösen Erziehung lag.  ... »Details
  16. 2. Februar 1814: Gründung des „Frankfurter Frauenvereins für wohltätige Zwecke“
    Am 2. Februar 1814 konstituiert sich in Frankfurt am Main der im Herbst 1813 von Antonia Brentano (1780–1869) und Rosette Städel (1782–1845) begründete „Frauenverein für wohltätige Zwecke“, eine der frühesten Vereinsgründungen in Frankfurt. Den Vorstand bilden Frauen und Töchter des wohlhabenden Bürgertums.  ... »Details
  17. 18. März 1814: Stiftung des „Eisernen Helms“ von Kurfürst Wilhelm I.
    Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) ermöglicht den kurhessischen Soldaten das Tragen des ehemals abgeschafften Grenadierzopfes und richtet einen neuen Orden ein: Der „Eiserne Helm“. Dieser ist an das preußische Eiserne Kreuz angelehnt.(StH) ... »Details
  18. September 1814: Georg Moller entdeckt Fassadenriss des Kölner Doms auf dem Dachboden eines Gasthauses
    Der Architekt und Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852), der 1812 mit der Planung für die Neue Vorstadt in Darmstadt begonnen hatte, entdeckt im September 1814 einen Teil des Fassadenrisses des Kölner Doms auf dem Dachboden des alteingesessenen Gasthofs „Zur Traube“ und publiziert sie in einem Faksimile.|Bereits in den vorangegangenen Jahren hatte er sich mit der Baugeschichte des Doms ... »Details
  19. 2. September 1814: Moderne Verfassung für das Herzogtum Nassau
    Herzog Friedrich August (1738–1816) und Fürst Friedrich Wilhelm (1768–1816) erlassen für das Herzogtum Nassau durch das „Edikt über die landständische Verfassung“ eine moderne Repräsentativverfassung. ... »Details
  20. 7. September 1814: Gründung der „Deutschen Gesellschaft“ in Idstein
    In Idstein gründet der Nassauer Hofgerichtsadvokat Wilhelm Snell (1789–1851) am 7. September 1814 zusammen mit seinem Bruder Ludwig Snell (1785-1854) eine „Deutsche Gesellschaft“, die die nationalpatriotischen Ideen von Ernst Moritz Arndt (1769–1860) vertritt. In der später veröffentlichten Gründungsrede ruft Wilhelm Snell zu verstärkten Aktivitäten mit dem Ziel der Errichtung eines ... »Details