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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 1910
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- 9. Juni 1821: Johann Conrad Bromeis wird Hofbaumeister im Kurfürstentum Hessen
Am 9. Juni 1821 beruft der neue Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) den Kasseler Baumeister Johann Conrad Bromeis (1788–1855) zum Hofbaumeister. Nach der Errichtung einer eigenen Hofbaudirektion wird dieser noch im Dezember desselben Jahres Oberhofbaumeister.|In dieser Funktion war er verantwortlich für zahlreiche höfische Bauprojekte wie etwa das Residenzpalais und das Hofverwaltungsgebäude ... »Details - 29. Juni 1821: Wilhelm II. unterzeichnet Organisationsedikt
Das von Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) als eine der ersten Verfügungen nach dem Tod seines Vaters Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) am 29. Juni 1821 in Kassel unterzeichnete Organisationsedikt („Verordnung über die Umbildung der bisherigen Landesverwaltung“) gibt Kurhessen eine fortschrittliche Verwaltung mit getrennten Kreis- und Justizämtern. Für die vier neugeschaffenen Provinzen ... »Details - 21. Juli 1821: Errichtung der Handelskammer in Offenbach
Die Großherzoglich Hessische Regierung gewährt der Stadt Offenbach am Main die volle Gewerbefreiheit. Aufgrund dessen wird in der „Handels- und Fabrikstadt“ am 21. Juli 1821 vom Innen- und Justizministerium eine Handelskammer, bestehend aus neun Kaufleuten und Fabrikanten, errichtet. Zu ihrem ersten Präsidenten wird Philipp Casimir Krafft (1773–1836) gewählt. Vorher gab es eine solche ... »Details - 6. August 1821: Verabschiedung des „Rekrutierungsgesetzes“
Am 9. April 1821 wird in Frankfurt am Main die „Kriegsordnung des deutschen Bundes“ verabschiedet. Auch wenn die Rekrutierung Ländersache ist, legt die neue Ordnung für jeden Einzelstaat fest, dass 1 % der Einwohner dem Militär dienen müssen. Weiterhin setzt sich daraus das künftige „Bundesheer“ zusammen. Während die Truppen aus Frankfurt, Hessen-Homburg und Waldeck die ... »Details - 13. August 1821: Aufführung des ersten Theaterstücks in hessischem Dialekt in Frankfurt
„Die Entführung“, ein heroisches Lustspiel von Carl Balthasar Malß (1792–1848), ist das erste in Frankfurt am Main aufgeführte Theaterstück in hessischem Dialekt.(StH) ... »Details - 16. August 1821: Neuorganisation der Bistümer Mainz und Fulda
Die Grenzen des ehemaligen Fürstbistums Mainz werden als kirchenrechtlicher Bezirk neu gefasst. Mit der päpstlichen Bulle „Provida solersque“ wird das Bistum mit wesentlich verkleinertem Gebiet dem Erzbistum Freiburg (Oberrheinische Kirchenprovinz) als Bistum zugeordnet. ... »Details - 5. Dezember 1821: In Wiesbaden konstituiert sich der Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung
Entstanden aus dem Wunsch, im Herzogtum Nassau Möglichkeiten für die Erforschung der römischen und deutschen Altertümer zu schaffen,hatte der Wiesbadener Hofkammerrat Christian Friedrich Habel (1747–1814) zusammen mit dem Frankfurter Kunstsammler Freiherr Johann Isaak von Gerning (1767–1837) bereits 1812 einen Entwurf für die Vereinsstatuten einer „Alterthumsgesellschaft für das ... »Details - 1822: Erste Vorschläge zum Bau einer Bahnverbindung zwischen Bremen und Frankfurt
Der Kasseler Baumeister und Unternehmer Karl Anton Henschel (1780–1861) entwickelte 1822 in seiner Schrift „Vorschläge zu Eisenbahnen für die Bergwerke“ die Idee einer Pferdebahn von Bremen über Kassel nach Frankfurt am Main und war damit einer der Ersten, die sich mit der Idee eines neuen, auf Schienen geführten Verkehrssystems beschäftigten.|Seit 1817 war der ursprünglich im ... »Details - 1822: Handels- und Gewerbeverein in Kassel nimmt Tätigkeit auf
Im Zuge der Neuorganisation des Kurstaates durch das 1821 durch Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) erlassene Organisationsedikt nimmt 1822 in Kassel ein zentraler Handels- und Gewerbeverein die Arbeit auf. In der Folge entstanden mehrere Zweigvereine in anderen Orten des Landes, unter anderem in Marburg und Hanau.|Der Verein fungierte als Gutachter und Berater in allen kommerziellen und ... »Details - 1822: Bau des Großen Pflanzenhauses bei Schloss Wilhelmshöhe
Nach seinem Regierungsantritt 1821 ordnete Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) den Bau eines großen Pflanzenhauses bei Schloss Wilhelmshöhe an, das als Schauhaus für seine Pflanzensammlung dienen soll. Der am nördlichen Ende des Bowlinggreen 1822 gegenüber dem Marstall errichtete Neubau ersetzte die damals zum Abbruch freigegebenen Treibhäuser nordwestlich des Schlosses. ... »Details - Januar 1822: Eröffnung der „Großherzoglichen Realschule“ in Darmstadt
Im Januar 1822 wird in Darmstadt die „Großherzogliche Realschule“ eröffnet, die im Unterschied zum „Pädagog“, dem ursprünglich als Lateinschule gegründeten Gymnasium, die Ausbildung der Söhne des Bürgertums in den „Realien“, den praktisch nutzbaren Fächern Mathematik, Physik, Geografie, Naturkunde, Schön- und Briefschreiben übernehmen sollte. Der Unterricht startete zunächst ... »Details - 14. Januar 1822: Louis Spohr wird Hofkapellmeister in Kassel
Im Januar 1822 tritt Louis Spohr (1784-1859) sein Amt als Hofkapellmeister am Hoftheater in Kassel an. Bereits zwischen 1817 und 1819 war der berühmte Violinvirtuose als leitender Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt am Main tätig gewesen.|Als Kapellmeister formte er die Kasseler Hofkapelle zu einem Orchester von hohem Rang. Allein in den ersten Jahren seiner Tätigkeit brachte er vierzig ... »Details - 12. Juni 1822: Eröffnung der ersten Geschäftsstelle der Frankfurter Sparkasse von 1822
Am 29. August 1821 hatte die Generalversammlung der seit 1816 bestehenden „Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste und der sie veredelnden Wissenschaften“ (Polytechnische Gesellschaft) in Frankfurt am Main die Gründung einer gemeinnützigen Sparkasse beschlossen, um Geringverdienern und Handwerkern die Möglichkeit zu geben, ihre Ersparnisse sicher anzulegen. Die erste ... »Details - 14. August 1822: Neue Medizinalordnung für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt
Mit der neuen Medizinalordnung wird das gesamte Gesundheitswesen im Großherzogtum Hessen rechtlich neu geregelt. Das gesamte Land wird in sogenannte Physikate eingeteilt, die als medizinische Verwaltungseinheiten fungieren. Die Ärzte werden als Beamte nun vom Staat bezahlt, übernehmen Aufgaben als Gesundheitsbehörde (Aufsicht über Ärzte, Verhinderung von Epidemien), als Ordnungsamt ... »Details - Herbst 1822: J. A. Mollenhauer gründet eine Werkstatt für Holzblasinstrumente in Fulda
Nach siebenjähriger Wanderschaft gründet der gelernte Drechsler und Uhrmacher Johann Andreas Mollenhauer (1798–1871) im Herbst 1822 eine Werkstatt in seiner Heimatstadt Fulda. Dort spezialisiert er sich auf den Bau von Holzblasinstrumenten, mit denen er schnell reüssierte. Auf der Gewerbeausstellung in Kassel 1823 präsentierte er eine Flöte aus Ebenholz mit Silberklappen sowie eine ... »Details - 22. November 1822: Ernst Emil Hoffmann verabschiedet die deutsche Legion zum griechischen Freiheitskrieg in Marseille
Die deutsche Legion wird in Marseille vom Darmstädter Kaufmann Ernst Emil Hoffmann (1785–1847) verabschiedet. Sie ist für die „Griechenvereine“ ausgerüstet, die am griechischen Freiheitskampf gegen die Türkei teilnehmen. Zu den Freiwilligen gehört der Darmstädter Bäckerssohn, Student und Burschenschafter Karl Kahl, der 1825 in den Kämpfen um Nauplia und Missolunghi fällt.(StH) ... »Details - 28. Dezember 1822: Die jüdische Konfirmation
Im Zuge der jüdischen Aufklärung und zunehmender Emanzipation der deutschen Juden fanden Reformen im jüdischen Gottesdienst statt, die eine Annäherung an den evangelischen Gottesdienst zur Folge hatten. Seit der Wende zum 19. Jahrhundert wurden Gebete und Predigten vermehrt auf Deutsch gehalten und in den ersten Synagogen Orgeln eingesetzt. ... »Details - 1823: Modernisierung des Kochbrunnens in Wiesbaden
Da man in Wiesbaden unter anderem auf Empfehlung des Medizinalrates Dr. Georg Christoph Wilhelm Rullmann (1789–1837) neben der Badekur auch die Trinkkur anbieten wollte, war eine Umgestaltung des „Kochbrunnens“ notwendig geworden. Seinen Namen verdankt er der Temperatur des Wassers, der heißen Natrium-Chlorid-Quelle, die schon in römischer Zeit zum Betrieb einer Badeanlage genutzt worden ... »Details - 1823: Tobias Ronnefeldt begründet in Frankfurt ein Handelshaus
1823 eröffnet Johann Tobias Ronnefeldt (1794-1845) in der Neuen Kräme 12 in Frankfurt am Main ein Handelshaus für „alle Gattungen Tee, ostindische Manufakturwaren, Cigarren und andere ost- und westindische Produkte“. ... »Details - 1823: Johannes de Laspée beginnt mit dem Bau eines Waisenhauses auf dem Hansenberg
Der Pädagoge Johannes de Laspée (1783–1825), ein Schüler von Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827), der 1809 bereits eine Elementarschule in Wiesbaden eröffnet hatte, kauft 1823 das Weingut auf dem Hansenberg in Johannisberg im Rheingau, um dort eine Schule und Erziehungsanstalt für Waisenkinder zu errichten. Durch den frühen Tod von Laspée im Jahr 1825 blieb das geplante ... »Details - 17. April 1823: Grundsteinlegung für das Gotische Haus in Homburg
Landgräfin Elisabeth von Hessen-Homburg (1770–1840), die dritte Tochter des englischen Königs Georg III. (1738–1820), gab 1822 den Auftrag zum Bau des Gotischen Hauses für ihren Ehemann Landgraf Friedrich VI. (1769–1829). Das auch „Jagdschloss im Tannenwald“ genannte Gebäude, ein repräsentativer Festbau im Stil der englischen Neugotik (castellated gothic) mit umlaufendem Zinnenkranz ... »Details - Mai 1823: Grundsteinlegung am Jagdschloss Platte bei Wiesbaden
Im Mai 1823 legt Herzog Wilhelm von Nassau (1792–1839) auf der „Platte“, dem rund 500 m hohen Scheitelpunkt des Hochtaunus nördlich von Wiesbaden, den Grundstein für das Jagdschloss Platte. Die bewaldeten Taunushänge oberhalb Wiesbadens mit einem ungehinderten Blick auf das Rheintal waren im 18. Jahrhundert ein bevorzugtes fürstliches Jagdrevier und schon 1776 hatte an diesem Ort ein ... »Details - 13. Juni 1823: Auflösung des oppositionellen „Schönfelder Kreises“ durch Kurfürst Wilhelm II.
Seit Beginn der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts formierte sich in Kurhessen eine Opposition gegen den Kurfürsten Wilhelm II. (1777–1847) im Umkreis der von ihrem Mann getrennt lebenden Kurfürstin Auguste (1780–1841) und Kurprinz Friedrich Wilhelm (1802–1875). Der nach dem an der Stadtgrenze von Kassel gelegenen Schloss Schönfeld benannte „Schönfelder Kreis“ bestand nicht nur aus ... »Details - 24. August 1823: Neue Füllanlage in Niederselters halbiert die Arbeitskraft
Durch eine verbesserte Technik der Füllmaschine in Niederselters kann das weltweit versandte Selterswasser mit weniger Arbeitskraft produziert werden, so Brunnenkommissar Ludwig Gräser. Bestehend aus einem drehbaren Holzgalgen mit Flaschenzug, woran die Füllkästen hängen, kann das Wasser nun von einer Person anstatt Zweien aus dem Brunnenschacht gezogen werden. Zudem geht das Wechseln ... »Details - November 1823: Kurfürst Wilhelm II. ordnet den Aufbau einer „Musteranstalt für die Landespferdezucht“ an
Im November 1823 dekretiert Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) den Ausbau des Gestüts Beberbeck bei Hofgeismar zu einer „Musteranstalt für die Landespferdezucht“.|Bereits 1490 war unter Landgraf Wilhelm II. (1469–1509) auf der nahegelegenen Sababurg mit der Pferdezucht für den landgräflichen Hof begonnen worden. Ab dem 18. Jahrhundert verlagerte man die Pferdezucht aus Platzgründen in ... »Details - 1824: In Willingshausen in der Schwalm etabliert sich eine Malerkolonie
Die Schwalm mit ihrer reizvollen Landschaft in der westhessischen Senke entlang des gleichnamigen Flusses und die dort beheimatete ländliche Bevölkerung mit ihren bunten Trachten und überlieferten Ritualen entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Anziehungspunkt für bildende Künstler.|Eine wichtige Rolle spielte dabei die Familie von Schwertzell, die in ... »Details - 1824: Pflanzen- und Landschaftsmalerin von Panhuys übereignet ihre Bilder der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft
Die aus einer angesehenen Frankfurter Familie stammende Louise von Panhuys, geb. von Barckhaus genannt von Wiesenhütten (1763–1844) hatte sich schon früh für die Landschaftsmalerei interessiert und bei Christian Georg Schütz, dem Vetter (1758–1823) gelernt. ... »Details - 3. Januar 1824: Erste Ausgabe der „Allgemeinen Schulzeitung“ unter Karl Dilthey
Die Darmstädter „Allgemeine Schulzeitung“ veröffentlicht ihre erste Ausgabe unter dem Herausgeber Karl Dilthey (1797–1857). Nach fünfzigjährigem Erscheinen wird die Zeitung 1874 eingestellt.(StH) ... »Details - März 1824: Auswanderung von Carl Christian Sartorius nach Mexiko
Der im Zuge der „Demagogenverfolgungen“ vorübergehend inhaftierte Carl Christian Sartorius (1796–1872), der als Student in Gießen der vorburschenschaftlichen Vereinigung der „Gießener Schwarzen“ um Karl Follen (1796–1840) angehört hatte, wandert mit Freunden nach Mexiko aus. Dort gründete er 1839 die heute noch bestehende Hacienda „El Mirador“, wo er vor allem Zuckerrohr ... »Details - 21. April 1824: Neue Zollgesetze nach Scheitern des Darmstädter Handelskongresses
Im Großherzogtum und im Kurfürstentum Hessen werden neue Zollgesetze erlassen, was das erhöhte Schmuggeln nach sich zieht. Der Erlass erfolgte nach dem Scheitern des Handelskongresses in Darmstadt.(StH) ... »Details - 26. Mai 1824: Justus Liebig erhält eine Professur in Gießen
Der erst 21-Jährige Justus Liebig (1803–1873) wird am 26. Mai 1824 von Großherzog Ludewig I. (1753–1830) zum außerordentlichen Professor für Chemie an der Ludwigs-Universität in Gießen ernannt; bereits im Jahr darauf wird er dort zum ordentlichen Professor für Chemie und Pharmazie ernannt. Der gebürtige Darmstädter hatte nach einem Studium der Chemie in Bonn und Erlangen ab 1822 mit ... »Details - 2. Juli 1824: Kurhessen regelt die Versorgung von Waisenkindern
Mit einem Erlass des kurhessischen Innenministeriums werden die Gemeinden verpflichtet, unversorgte Kinder bei fehlender häuslicher Betreuung in sogenannten Bewahranstalten unterzubringen. Falls diese im Ort fehlen, müssen die Kinder in eine Armenanstalt eingewiesen werden. Gegen die steigende Kinderarmut und Verwahrlosung werden von staatlicher Seite keine Maßnahmen ergriffen. Nach Jahren ... »Details - 10. Juli 1824: Festnahme des Oberpolizeidirektors Ludwig von Manger in Kassel
Wegen der Verwicklung in die sogenannte Drohbriefaffäre wird der Oberpolizeidirektor Ludwig von Manger (1770–1847) mit sämtlichen Beamten der Oberpolizeidirektion in Kassel festgenommen. ... »Details - 16. Januar 1825: Einführung einer Gymnasiallehrerprüfung im Großherzogtum Hessen
Zur Erhöhung und Sicherung einer ausreichenden Qualifikation der Lehrerschaft wird im Großherzogtum Hessen 1825 eine Gymnasiallehrerprüfung an der Landesuniversität Gießen eingeführt. Diese ist Voraussetzung für eine Einstellung an einer Schule. In der Freien Stadt Frankfurt wird diese Maßnahme erst 1857 umgesetzt. In Kurhessen muss seit 1834 eine theoretische Prüfung an der Universität ... »Details - 7. März 1825: Auswanderungsunruhen in Oberhessen
Im Landratsamt von Kirtorf (Vogelsberg) kommt es zu Ausschreitungen, da die Beamten die Ausstellung von Papieren an hessische Auswanderer verweigern. Auch in Büdingen und Schotten gibt es im Februar 1825 jeweils 900 Einwohner und in Nidda ca. 1.600 Einwohner, die nach Brasilien auswandern wollen. Grund ist die Werbung des deutschen Arztes und Abenteurers Georg Anton Schäffer (1779–1836), der ... »Details - April 1825: Zur Ostermesse erscheint das „Panorama des Rheins und seiner nächsten Umgebung von Mainz bis Cöln” von Friedrich Wilhelm Delkeskamp im Druck
Im Auftrag des Frankfurter Verlegers Friedrich Wilmans (1765–1830) arbeitete der Maler und Kupferstecher Friedrich Wilhelm Delkeskamp (1794–1872) seit September 1823 an einem Vogelschau-Panorama des Rheins von Mainz bis Köln. Zur Ostermesse 1825 erscheint dieses auf den entstehenden Rhein-Tourismus zielende Panorama, eine faltbare Reisekarte, die aus sieben Kupferstichen zusammengesetzt ist ... »Details - 1826: Kurhaus in Salzhausen errichtet
Schon früh wurde in dem Dorf Salzhausen am südlichen Rand des Vogelsbergs aus den dort vorhandenen Salzquellen Salz gewonnen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann der hessen-darmstädtische Kammerrat Johann Wilhelm Langsdorf (1745–1827) damit, neue technische Entwicklungen bei der Salzgewinnung einzusetzen.|Sein Sohn, der Salinenrat Carl Friedrich Langsdorf (1772–1852), vollzog ... »Details - 1826: Die Brüder Rothschild stiften den Bau des Krankenhauses der Israelitischen Krankenkassen
1826 stiften die fünf Brüder Amschel Mayer (1773–1855), Salomon Mayer (1774–1855), Nathan Mayer (1777–1836), Carl Mayer (1788–1855) und James Mayer von Rothschild (1792–1868) gemeinsam 100.000 Gulden für den Bau eines Krankenhauses der Israelitischen Krankenkassen in Frankfurt am Main. ... »Details - 1826: Mausoleum für Prinzessin Elisabeth auf der Rosenhöhe errichtet
Nach dem Tode ihrer fünfjährigen Tochter Elisabeth (1821–1826) beauftragte Erbprinzessin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein (1788–1836) Hofbaudirektor Georg Moller (1784–1852) mit der Erbauung eines Mausoleums unmittelbar neben der von ihr angelegten Parkanlage „Rosenhöhe“ in Darmstadt, die damit erweitert wurde. Moller entwarf einen kleinen klassizistischen Bau mit Dreiecksgiebel ... »Details - 1826-1849: Staatliche Armenfürsorge und Bestrafung der Bettelei
In der Landgrafschaft Hessen-Homburg wurde 1825 eine Armenkommission ernannt, die die Pläne der staatlichen Armenfürsorge umsetzen sollte. Ziel war, arbeitsfähige Arme in Arbeit zu vermitteln. Selbst schulpflichtige Kinder sollten durch Beschäftigung zum Unterhalt beitragen. Alte und Kranke konnten dagegen „notdürftigen Unterhalt“ erhalten, wenn niemand für sie unterhaltspflichtig war. ... »Details - 12. April 1826: Ludewig I. genehmigt Schifffahrtsgesellschaft zwischen Frankfurt und Mainz
Die Frankfurter „Dampfschifffahrtsgesellschaft von Rhein und Main“ erhält am 12. April 1826 von Großherzog Ludewig I. (1753–1830) die Genehmigung für die Strecke Frankfurt – Mainz für den Dampfer „Stadt Frankfurt“, der ab 1828 zum Einsatz kommt. Das Bankhaus Bethmann (1768–1826) ist dabei involviert. Im September 1825 wurde eine Testfahrt zwischen Köln und Straßburg gemacht, um ... »Details - 28. April 1826: Hessische Regierung fordert Freilassung von Hoffman und Bühl aus Köpenick
Die Leitpersonen der Verfassungsbewegung 1819/20 Heinrich Karl Hoffmann (1795–1845) und Georg Rühl sollen nach Urteil der hessischen Regierung vom preußischen Köpenick zurückgebracht werden. Sie wurden dort aufgrund der „Demagogenverfolgung“ seit 1825 inhaftiert.(StH) ... »Details - 6. Juli 1826: Turnvereine aus Offenbach und Hanau widersetzen sich Verbot
Die Turnenden aus Hanau und Offenbach am Main fahren gemeinsam zum Feldberg im Rahmen eines Ausflugs, obwohl dies für Turnvereine verboten ist.(StH) ... »Details - 24. Juli 1826: Gründung des Männergesangvereins Offenbach
Als erster Gesangverein in Offenbach am Main wird der „Sängerverein von 1826“ gegründet. Unter den 15 Gründern befinden sich fünf Mitglieder der Musikverlegerfamilie André.(StH) ... »Details - 28. Juli 1826: Erlass Kurfürst Wilhelm II. zur Stadterweiterung Kassels
Am 26. Juli 1826 verfasst Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) eine Order zur Erweiterung der Residenzstadt Kassel mit Anlegung einer neuen Hauptstraße. Die neue „Wilhelmsstadt“ soll sich westlich des Garde-du Corps-Platzes und des Königsplatzes erstrecken und eine einheitliche Bauform zeigen. Zielgruppe war die wohlhabende Bürgerschaft der Stadt, wie etwa Beamten, Kaufleute und ... »Details - 20. September 1826: Heinrich Emanuel Merck verhilft zur Massenproduktion von Opium-Alkaloiden
Die erste Lieferung des Opium-Alkaloiden an einen Großhändler wird vom Darmstädter Apotheker Heinrich Emanuel Merck (1794–1855) im Geschäftsbuch festgehalten, der Bericht dazu, „Über die Bereitung des Morphiums“ zur Massenproduktion, erscheint im Jahr 1827. In der seit 1668 von der Familie Merck geführten Engel-Apotheke besaß sein Vater Johann Anton Merck (1756–1805) schon ein ... »Details - 1827: Prinzessin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein kauft das Gut Heiligenberg bei Jugenheim
1827 erwirbt die spätere Großherzogin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein (1788–1836) das Gut Heiligenberg bei Jugenheim. ... »Details - 19. Februar 1827: Feier der goldenen Hochzeit des Großherzogspaar in Darmstadt
Das Darmstädter Großherzogpaar feiert in der Residenz seine goldene Hochzeit, worüber die „Großherzogliche Hessische Zeitung“ berichtet. Aus diesem Anlass wird eine private „Mädchen-Arbeitsanstalt“ gestiftet, die verwahrloste Kinder und Jugendliche unterstützen soll.(StH) ... »Details - 25. März 1827: Weihe der St. Ludwigskirche in Darmstadt
Am 25. März 1827 wird die von Georg Moller (1784–1852) geplante St. Ludwigskirche in Darmstadt, der erste katholische Kirchenbau in Darmstadt nach der Reformation, eingeweiht. Durch die Einverleibung von Teilen des ehemaligen kurmainzischen Staates 1815/16 hatte das Großherzogtum zahlreiche katholische Bürger hinzugewonnen. Großherzog Ludewig I. (1753–1830) wünschte deshalb einen ... »Details - 11. April 1827: Gründung des Bistums Limburg auf dem Gebiet des Herzogtums Nassau
Bereits 1818 wird in Frankfurt am Main auf der Konferenz der oberrheinischen Staaten (Baden, Württemberg, Hessen-Darmstadt, Kurhessen, Nassau, Frankfurt) über die Gründung eines neuen Bistums, mit dem Sitz in Limburg an der Lahn, beraten. Nachdem die deutschen Fürsten mit den deutschen Bischöfen auf der politischen Ebene 1821 neue Bistumsgrenzen gezogen haben, legt die päpstliche Bulle „Ad ... »Details
