Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 7. Juli 1808: „Rechtsschule“ in Wetzlar gegründet
    Als Kaiser Franz II. (1768–1835) am 6. August 1806 die Reichskrone niedergelegt und alle Reichsangehörigen von ihren Pflichten entbunden hatte, war damit auch die Auflösung des Reichskammergerichts in Wetzlar verbunden. ... »Details
  2. 10. Juli 1808: König Jérôme von Westphalen ordnet Umbau des Museums Fridericianum in einen „Palast der Stände“ an
    Der seit seit 1807 regierende König Jérôme von Westphalen (1784–1860) beschließt am 10. Juli 1808, das Museum Fridericianum am Friedrichsplatz in Kassel in einen „Palast der Stände“ als Sitz des westphälischen Parlaments umzubauen. Die neueingerichtete Ständeversammlung basiert auf der Verfassung des von Kaiser Napoleon Bonaparte errichteten Königreichs Westphalen.|Der durch die ... »Details
  3. 10. August 1808: Gründung der „Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“
    Am 10. August 1808 wird die „Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“ von naturwissenschaftlich interessierten Bürgern gegründet. Die Vereinigung zählt somit zu den ältesten naturkundlichen Gesellschaften Deutschlands und ist heute Hessens ältester eingetragener Verein. ... »Details
  4. 24. August 1808: Napoleon sendet Truppen nach Spanien
    4.000 Soldaten werden von Napoleon Bonaparte (1769–1821) zum Einsatz in Spanien im Krieg gegen England geschickt. Dazu gehören auch die Truppen des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Trupp des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). Getarnt als gleichmäßige Instruktion sollen die Soldaten für König Joseph Bonaparte (1768–1844) kämpfen. ... »Details
  5. 11. Dezember 1808: Verbrennung englischer Ware in Marburg
    Napoleon (1769–1821) führt durch seine „Kontinentalsperre“ einen Handelskrieg gegen Großbritannien, den er nach der Vernichtung seiner Flotte bei Trafalgar im Oktober 1805 beginnt. Um seinen Bruder zu unterstützen, verfügt Jérôme von Westphalen (1784–1860) die Verbrennung von britischer Ware in Marburg. Die aus dem Wetzlarer Handelshaus Wendecker & Co. beschlagnahmte Ware soll auf ... »Details
  6. 23. April 1809: Dörnberg-Aufstand bei der Knallhütte vor Kassel niedergeschlagen
    Das 1807 von Kaiser Napoleon eingerichtete Königreich Westphalen wurde von vielen Einwohnern des neuen Staates, vor allem dem hessischen Adel, als französische Fremdherrschaft empfunden. Deshalb formierten sich schon früh Widerstände in der Bevölkerung, die zu Unruhen und Aufständen führten.  ... »Details
  7. 24. April 1809: Kommende in Marburg wird aufgelöst
    Große Veränderungen treten durch die Aufhebung des Deutschen Ordens ein. Darunter fällt vor allem die Auflösung der Kommenden in Marburg, die die Verantwortung des Grabes der Heiligen Elisabeth (1207–1231) übernommen hatte. Zudem wird das St.-Elisabeth-Hospital zum Landeskrankenhaus und zur Universitätsklinik. Das Erbe von Landgraf Philipp I. (1504–1567) wird ab dem 3. Juni 1810 ... »Details
  8. 11. Juni 1809: Stadtbaumeister Hess erstellt ein Baustatut „für die Stadt Frankfurt und Sachsenhausen“
    Die Stadt Frankfurt am Main erlebt im frühen 19. Jahrhundert wesentliche städtebauliche Veränderungen. Ab 1793 wurde das sumpfige Fischerfeld östlich der Altstadt nach dem Bebauungsplan des Stadtbaumeisters Johann Georg Christian Hess (1756–1816) trockengelegt und einheitlich bebaut. 1805 begann man damit, die mittelalterliche Befestigung und die frühneuzeitlichen Bastionen der Neustadt zu ... »Details
  9. 24. Juni 1809: Aufstand gegen die napoleonische Herrschaft in Marburg
    Nachdem im April 1809 der Dörnberg-Aufstand vor Kassel gescheitert war, formieren sich im Sommer 1809 Widerstände gegen das 1807 errichtete napoleonische Königreich Westphalen auch in Marburg. Der bereits über siebzigjährige ehemalige kurhessische Oberst Andreas Emmerich (1737–1809), der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft hatte, und der Professor der Medizin Dr. Johann ... »Details
  10. 4. September 1809: Konferenz in Gießen
    Durch den „Code Napoléon“ soll das französische Recht auch in den Rheinbundstaaten eingeführt werden, die in der Konferenz in Gießen besprochen werden sollen.(StH) ... »Details