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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Erste Reise des großherzoglich-hessischen Kunstagenten Georg Wilhelm Issel nach Paris, April 1813

Der aus Darmstadt stammende Georg Wilhelm Issel (1785-1870), der auch als natürlicher und illegitimer Sohn des späteren Großherzogs Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753-1830) bezeichnet wird, reist im April 1813 nach Paris, um als Kammersekretär im Auftrag Ludewigs I. Ankäufe für dessen Kunstsammlung zu tätigen. In der Korrespondenz mit dem Kabinettssekretär Ernst Christian Schleiermacher (1755-1840)1 berichtet er von den geplanten Erwerbungen. Neben diesen offiziellen Aufträgen fertigt er aber auch im Musée Napoléon Kopien nach Originalen großer Meister, wie zum Beispiel Claude Lorrain (1600–1682) und Jacob van Ruisdael (1628/29–1682) an.

Wie für viele andere Künstler seiner Zeit bot dem angehenden Künstler die Reise in die französische Metropole – ähnlich wie die damals fast schon obligatorische Studienreise nach Rom – die Gelegenheit, sich dort künstlerisch weiterzubilden und Kontakte zu knüpfen. In dieser Zeit lernte Georg Wilhelm Issel unter anderem den später in Berlin so erfolgreichen Carl Joseph Begas (1794–1854) und den Kasseler Maler Karl Heinrich Arnold (1793–1874) kennen, der sich seit 1812 in der französischen Metropole aufhielt.

Anfang November 1813 verließ Issel nach sieben Monaten die Stadt und reiste vermutlich nach Italien weiter.
(UH)


  1. Abgedruckt bei Karl Lohmeyer, Aus dem Leben und den Briefen des Landschaftsmalers und Hofrats Georg Wilhelm Issel 1785–1870 Heidelberg, 1929, S. 61-66.
Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Erste Reise des großherzoglich-hessischen Kunstagenten Georg Wilhelm Issel nach Paris, April 1813“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6082> (Stand: 18.12.2025)
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