Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 21. August 1864: 25. Regierungsjubiläum von Herzog Adolf
    Die liberale „Fortschrittspartei“ war in der Deputiertenkammer des Nassauischen Landtages vorherrschend. Am 1. März 1863 forderte sie im Rahmen des „Limburger Programms“ die Revolutionsverfassung von 1849 wiederherzustellen und Deutschland zu einigen. Am 2. November 1864 wurde der Landtag aufgelöst, Ende Dezember fanden Neuwahlen statt, die mit einer Zweidrittelmehrheit der Liberalen ... »Details
  2. 6. Oktober 1864: Gründung des Bauvereins für Arbeiterwohnungen in Darmstadt
    Unter dem Protektorat des hessen-darmstädtischen Thronfolgerpaares Prinz Ludwig (1837–1892) und Prinzessin Alice (1843–1878) wird in Darmstadt am 6. Oktober 1864 von einem Bürgerkomitee ein „Bauverein für Arbeiterwohnungen“ gegründet. ... »Details
  3. 18. Oktober 1864: Gründung eines Diakonissenhauses in Treysa
    Der evangelische Bischof Franz von Roques (1826–1887) gründet 1864 ein Diakonissenhaus in Treysa, das sich an dem Vorbild der Kaiserswerther Diakonissen orientiert. In der Satzung vom 13. Juni 1865 wird als Ziel und Aufgabe der Einrichtung neben der Betreuung von Armen, Schwachen und Kindern die „Heranbildung von Diakonissen zur Pflege von Kranken, Armen, Kindern und anderen ... »Details
  4. Dezember 1864: Der Kartograf F.W. Delkeskamp vollendet den „Malerischen Plan von Frankfurt am Main und seiner nächsten Umgebung“
    Im Dezember 1964 vollendet der Verleger und Kartograf Friedrich Wilhelm Delkeskamp (1794–1872), der zwischen 1823 und 1825 ein sehr erfolgreiches Vogelschau-Panorama des Rheins von Mainz bis Köln angefertigt hatte, den „Malerischen Plan von Frankfurt am Main und seiner nächsten Umgebung“, an dem er seit 1859 mit zahlreichen vorbereitenden Skizzen arbeitete. Erklärtes Ziel war die ... »Details
  5. 11. Januar 1865: Konzession zum Betrieb der „Rheingauer Schaumweinfabrik“ erteilt
    Am 11. Januar erteilt die Hessen-Nassauische Landesregierung dem Kaufmann Johann Jacob Söhnlein (1827–1912) und mehreren Teilhabern die Konzession zum Betrieb der Aktiengesellschaft „Rheingauer Schaumweinfabrik“ in Schierstein. ... »Details
  6. 8. Mai 1865: Reinhard von Dalwigk wegen Verfassungsbruch angeklagt
    Am 8. Mai 1865 wird Ministerpräsident Reinhard von Dalwigk (1802–1880) von der liberalen Mehrheit des Hessischen Landtags in Darmstadt des Verfassungsbruchs angeklagt, da er im Zweckbündnis mit dem politischen Katholizismus gegen die Einigung Deutschlands mit preußischer Führung agierte. Otto von Bismarck (1815–1898) sprach sich beim Besuch von Großherzog Ludwig III. (1806–1877) in ... »Details
  7. 18. Juni 1865: Einweihung des Waterloo-Denkmals in Wiesbaden
    Das Waterloo-Denkmal vor der ab 1845 neu errichteten Bonifatiuskirche in Wiesbaden wird am 18. Juni 1865, am 50. Jahrestag der Schlacht von Waterloo, feierlich enthüllt. Es erinnert an die in dieser Schlacht gefallenen nassauischen Soldaten und den Sieg über Napoleon und seine Truppen. Die Festrede bei dem feierlichen Akt in Anwesenheit von rund 700 Veteranen hält Oberhofprediger Maximilian ... »Details
  8. 20. August 1865: Einweihung einer Pferderennbahn bei Niederrad
    Am 20. August 1865 findet die festliche Einweihung der von dem „Rheinischen Renn-Verein“ initiierten Galopprennbahn im Frankfurter Stadtwald bei Niederrad statt.(StH/UH) ... »Details
  9. 26. September 1865: Tagung des Deutschen Handelstags in Frankfurt
    Am 26. September 1865 tagt der im Jahr 1861 gegründete Deutsche Handelstag mit hessischen Kammern in Frankfurt am Main.(StH) ... »Details
  10. 7. Oktober 1865: Ernst Leitz wird Teilhaber der optischen Werkstätte „C. Kellners Nachf: / Belthle & Leitz“ in Wetzlar
    Der junge Feinmechaniker Ernst Leitz (1843–1920) war Anfang 1864 in die von Carl Kellner (1826–1855) und Moritz Hensoldt (1821–1903) im Jahr 1849 gegründete und seit 1855 von Friedrich Belthle (1829–1869) geleitete optisch-mechanischen Werkstätte in Wetzlar eingetreten. Dort wurden hochwertige Mikroskope für biomedizinische Anwendungen und für industrielle Untersuchungen gefertigt.  ... »Details
  11. 1866: Erste Serie der „Bilder aus dem altjüdischen Familienleben“ erscheint in Frankfurt
    Auf Initiative des Verlegers Heinrich Keller erscheint 1866 in Frankfurt am Main die erste Lichtdruck-Serie der „Bilder aus dem altjüdischen Familienleben“ des vor allem für die Bankiersfamilie Rothschild tätigen Malers Moritz Daniel Oppenheim (1800–1882), der 1851 das Bürgerrecht in Frankfurt erhalten hatte. Als Vorlage dienten Grisaillen, die der Maler nach seinen Ölgemälden ... »Details
  12. 1866: Überlegungen Otto Bährs zur Annexion Kurhessens durch Preußen
    Otto Bähr (1817–1895) besuchte zunächst das Friedrichsgymnasium in Kassel, bevor er in Marburg, Göttingen und Heidelberg Rechts- und Staatswissenschaften studierte. Nach Abschluss des Studiums und des juristischen Vorbereitungsdienstes war er in Kassel zunächst als Richter auf Probe tätig, bevor er ab 1849 Obergerichtsrat wurde. Bähr war zudem Mitglied einer Kommission, deren Aufgabe es ... »Details
  13. 1866: Die Rolle des Großherzogtums Hessen im Deutschen Krieg
    Auf die Spannungen zwischen Österreich und Preußen, die schließlich zum Ausbruch des Einigungskrieges führten, wurde auch im Großherzogtum Hessen reagiert. Ministerpräsident Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk zu Lichtenfels (1802–1880) wollte das Land auf einen möglichen Kriegseintritt an der Seite Österreichs vorbereiten. Ein von der Regierung beantragter Kredit zur Finanzierung eines ... »Details
  14. 16. Februar 1866: Auflösung der bestehenden Zünfte in Hessen
    Am 16. Februar 1866 werden die zwölf noch bestehenden Zünfte im Großherzogtum Hessen aufgrund der angeordneten Aufhebung aller „Beschränkungen des freien Gewerbebetriebs“ aufgelöst. Das Zunftvermögen der 73 Metzgermeister wurde auf den privatrechtlichen „Metzgerverein“ übertragen, ähnlich den Schuhmachern im Rahmen einer genossenschaftlichen „Bruderschaftskasse“. Die ... »Details
  15. März 1866: Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein bezieht das „Neue Palais“ am Wilhelminenplatz
    Nach der Hochzeit des späteren Großherzogs Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein (1837–1892) mit der englischen Prinzessin Alice von Großbritannien und Irland (1843–1878) bezogen diese 1862 zunächst das „Alte Palais“ am Luisenplatz in Darmstadt. Schon bald planten sie aber die Errichtung eines neuen Stadtpalais auf dem Gebiet des ehemaligen botanischen Gartens in Darmstadt im Bereich der ... »Details
  16. 24. März 1866: Tod des letzten Landgrafen von Hessen-Homburg
    Am 24. März 1866 verstirbt der Landgraf Ferdinand von Hessen-Homburg (1783–1866) erbenlos. Gemäß des 1864 geschlossenen Hausvertrages zwischen Hessen-Homburg und Hessen-Darmstadt fällt das Landgraftum an die Darmstädter Hauptlinie unter Großherzog Ludwig III. (1806–1877) heim. Darmstadt erhält auch die Saline in Bad Nauheim. Am 12. August 1866 verhindert Zar Alexander II. von Russland ... »Details
  17. Juni 1866: Die Annexion Kurhessens durch Preußen
    Ursache des Preußisch-Österreichischen Krieges, der auch als zweiter Deutscher Einigungskrieg bezeichnet wird, war die Konkurrenz der beiden Mächte Österreich und Preußen innerhalb des Deutschen Bundes. Preußen strebte eine Neugestaltung des Bundes als Bundesstaat an, was von Österreich abgelehnt wurde. Die Verschärfung der Spannungen zwischen Österreich und Preußen hatten bereits im ... »Details
  18. 19. Juni 1866: Preußische Soldaten rücken in Kassel ein
    Am 16. Juni 1866 besetzen preußische Truppen unter Generalleutnant Gustav von Beyer (1812–1889) Kurhessen von Wetzlar aus, rücken am 19. Juni 1866 in das unverteidigte Kassel ein, internieren Kurfürst Wilhelm I. (1802–1875) im Schloss Wilhelmshöhe und bringen ihn als Kriegsgefangenen am 23 Juni 1866 nach Stettin. Am 14. Juni 1866 folgt eine Bundesmobilmachung, nach einem Antrag ... »Details
  19. 23. Juni 1866: Kurfürst Friedrich Wilhelm wird als Kriegsgefangener abgeführt
    Am 23. Juni 1866 wird der hessische Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) nach Stettin abgeführt. Der Kasseler Kurfürst gilt dabei als Kriegsgefangener.(StH) ... »Details
  20. Juli 1866: Besetzung und Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen
    Die Freie Stadt Frankfurt sprach sich am 14. Juni 1866 für den Bundesbeschluss zur Mobilmachung gegen Preußen aus, einen Eintritt in kriegerische Auseinandersetzungen lehnte die Stadt jedoch ab. Allerdings interpretierte Preußen die Haltung Frankfurts als feindlich und besetzte am 16. Juli 1866 mit seinen Truppen unter General Eduard Vogel von Falckenstein (1797–1885) die Stadt. Erste direkte ... »Details