Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Lullus-Brunnen in Hersfeld fertiggestellt, 1866
Bereits 1830/31 war der alte Wassertrog vor dem Rathaus in Hersfeld durch ein achteckiges Sandsteinbecken mit ebenfalls achteckigem Brunnenstock ersetzt worden. Den Entwurf hatte der in Hersfeld unter anderem auch für den Bau der 1836 eingeweihten Bürgerschule verantwortliche Land-, Straßen und Wasserbaumeister Leonhard Müller (1799–1878) geliefert, der auch mehrere Varianten zur Dekoration des Brunnenstocks vorschlug. Erst 1866 erfolgt allerdings die Fertigstellung des Bauwerks durch die Hinzufügung der Figur des Bischofs Lullus aus weißem Marmor, ausgestattet mit pontifikalem Ornat und Bischofsstab, die dem Rathausbrunnen den Namen gibt.
Der am 16. Oktober 786 verstorbene Erzbischof Lullus (um 710–786) hatte 769 das Benediktinerkloster in Hersfeld errichtet und gilt als der Begründer der Stadt. Aus dem jährlich stattfindenden Kirchenfest zu seinem Todestag entwickelte sich das heute noch immer im Oktober stattfindende große Lullusfest in Hersfeld.
(UH)
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- „Lullus-Brunnen in Hersfeld fertiggestellt, 1866“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7824> (Stand: 27.10.2026)
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