Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 7. November 1858: Gründung des Ordens der Barmherzigen Brüder von Montabaur
    Gründer der neuen Gemeinschaft ist Bruder Ignatius Lötschert0=Ignatius Lötschert wurde 1820 in Höhr-Grenzhausen als Peter Lötschert geboren. Er starb 1866.. Er engagiert sich in der Krankenpflege, lässt sich beim Alexianerorden in Aachen ausbilden und bildet mit Gleichgesinnten eine religiöse Gemeinschaft. Bei den Dernbacher Schwestern (Armen Dienstmägde Jesu Christi) in Montabaur lassen ... »Details
  2. 15. November 1858: Gründung der „Hochheimer Actiengesellschaft“
    In Hochheim wird am 15. November 1858 die Gründung der „Hochheimer Actiengesellschaft zur Bereitung moussierender Weine“ von der nassauischen Regierung genehmigt. Der Gründer Carl Burgeff (1813–1871), wandelte damit die seit 1837 bestehende und somit älteste rheinische Sektkellerei „Burgeff & Schweickardt“ nach dem Ausscheiden von Ignaz Schweickardt (1811–1858) in eine ... »Details
  3. 19. November 1858: Einweihung des Elisabethenstifts in Darmstadt
    Am Namenstag der heiligen Elisabeth wird in Darmstadt das Diakonissenhaus als Stift und gleichzeitig als Krankenhaus nach knapp anderthalbjähriger Bauzeit – der Grundstein war am 9. Juni 1857 gelegt worden – eingeweiht. Ermöglicht wurde dies durch eine hohe Spende von Prinzessin Elisabeth von Hessen-Darmstadt (1815–1885), die auch das Protektorat über die Stiftung ausübt.0=Die Anregung ... »Details
  4. 27. Dezember 1858: Aufnahme des planmäßigen Verkehrs der Rhein-Main-Bahn
    Die zweite Strecke der Hessischen Ludwigs-Eisenbahngesellschaft führte von Mainz über Darmstadt nach Aschaffenburg und trat damit in Konkurrenz zu den nordmainischen Strecken der Taunus-Eisenbahn und der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn.|Die nötigen Vereinbarungen wurden zunächst im Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Bayern vom 28. März 1852 festgelegt. Nachdem ... »Details
  5. 31. Januar 1859: Städtische Verbindungsbahn in Frankfurt für den Verkehr freigegeben
    Die ersten Eisenbahnlinien, die Frankfurt am Main im 19. Jahrhundert erreichten (Taunus-Eisenbahn, Main-Neckar Eisenbahn und Main-Weser-Bahn), endeten zunächst jeweils in eigenen Kopfbahnhöfen am damaligen Stadtrand.  ... »Details
  6. 21. Juni 1859: Karl Braun bekennt sich zum preußisch geführten Nationalstaat in Frankfurt
    Am 16. September 1859 gründeten 150 demokratische und liberale Delegierte in Frankfurt am Main, inspiriert durch die italienische Einigung und dem Eisenacher Aufrufs, den „Deutschen Nationalverein“, dessen Ziel die Einigung Deutschlands unter der Frankfurter Reichsverfassung von 1849 war. Kassel und Darmstadt versuchten erfolglos Verbote durchzusetzen. Im Ausschuss befanden sich Friedrich ... »Details
  7. 16. September 1859: Gründung des „Deutschen Nationalvereins“
    Am 16. September 1859 gründen 150 demokratische und liberale Delegierte in Frankfurt am Main, inspiriert durch die italienische Einigung und den Eisenacher Aufruf, den „Deutschen Nationalverein“, dessen Ziel die Einigung Deutschlands unter der Frankfurter Reichsverfassung von 1849 war. Kassel und Darmstadt versuchten erfolglos Verbote durchzusetzen. Im Ausschuss befanden sich Friedrich Oetker ... »Details
  8. 22. September 1859: Generalversammlung der AG für Spinnerei und Weberei in Frankfurt
    Im September 1857 veröffentlicht das „Gewerbeblatt“ die aktuelle Statistik bezüglich der Dampfmaschinen im Großherzogtum Hessen, welche 113 verzeichnete. Die Statistik berichtet von einem Anstieg von 26 auf 113 seit dem Revolutionsjahr 1848, wobei allein 23 Zulassungen seit 1856 erfolgt seien. In der Zeitspanne zwischen 1848 bis 1860 erhöhte sich die Zahl der Dampfmaschinen in Frankfurt am ... »Details
  9. 10. November 1859: Gründung des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt
    Im Zuge der nationalen Mobilisierungswelle und der deutschlandweiten Schillerfeiern initiiert 1859 der Dozent für Geologie und Mineralogie der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft Otto Volger (1822–1897) die Gründung des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt am Main. Das Hochstift sollte eine nationale Akademie und eine freie bürgerliche Hochschule vereinen, um im Sinne einer ... »Details
  10. 1860: Stadtgärtner Sebastian Rinz beginnt mit der Anlage des „Nizza-Ufers“
    Nachdem um 1858 die Stadt Frankfurt am Main den „kleinen Main“ für den Bau der städtischen Verbindungsbahn zugeschüttet und damit die kleine Maininsel zum nördlichen Mainufer zugefügt hatte, beginnt der Stadtgärtner Sebastian Rinz (1782–1861) 1860 dort mit der Anlage einer Grünanlage, die den grünen Alleenring auf den ehemaligen Wallanlagen mit dem Main verbinden sollte. Die ... »Details
  11. 23. März 1860: Einweihung der Hauptsynagoge in Frankfurt
    Die Hauptsynagoge in der Judengasse (heute Börnestraße) in Frankfurt am Main war das Zentrum der liberalen jüdischen Reformbewegung in der Stadt. Auf demselben Grundstück hatten sich schon mehrere Vorgängerbauten befunden: die erste, 1462 eingeweihte Synagoge war 1711 beim Großen Judenbrand zerstört worden, aber unmittelbar danach wiedererrichtet worden. Sie war auch nach der Aufhebung des ... »Details
  12. 30. Mai 1860: Prüfung der Zwangsverfassung von 1852 in Kassel
    Am 21. Juni 1862 war Kurfürst Friedrich Wilhelm (1802–1875) durch preußische Truppen an hessischen Grenzen gezwungen, die liberale Verfassung von 1831 bis auf den Verfassungseid des Militärs wiederherzustellen, die durch die Herbstkrise von 1850 außer Kraft gesetzt worden war. Seit Jahren bestand ein kurhessischer Verfassungskonflikt. Im Jahr 1852 kam es durch den Kasseler reaktionären ... »Details
  13. 24. August 1860: Die „Frankfurter Latern“ von Friedrich Stoltze erscheint erstmalig
    Der Mundartdichter und VerlegerFriedrich Stoltze (1816–1891) veröffentlicht zusammen mit dem Zeichner und Karikaturisten Ernst Schalck (1827–1865) am 24. August 1860 in Frankfurt am Main die erste Ausgabe der „Frankfurter Latern“, einer politisch-satirischen Zeitschrift. Sie erschien ab November 1860 alle zehn Tage als „Illustrirtes-satyrisches, humoristisch-lyrisches, ... »Details
  14. 10. September 1860: Inbetriebnahme der Homburger Bahn
    Bereits 1850 gab es eine Pferdeomnibus-Linie, die im Stundentakt zwischen der Kur- und Badestadt Homburg vor der Höhe und Frankfurt am Main verkehrte. Der schon seit 1836 angedachte Eisenbahnbau war mehrfach an territorialen Streitpunkten gescheitert, da die Bahnlinie vier unabhängige Staaten querte. Neben der Landgrafschaft Hessen-Homburg waren es das Großherzogtum Hessen, des Herzogtum Nassau ... »Details
  15. 22. November 1860: Oskar Henschel wird Alleininhaber der Maschinenfabrik Henschel & Sohn in Kassel
    Nach dem Tod seines Vaters Carl Henschel (1810–1860) wird der 23-jährige Oskar Henschel (1837–1894) am 22. November 1860 alleiniger Eigentümer der Firma Henschel & Sohn. Die Kasseler Maschinenfabrik hatte sich seit der Auslieferung der ersten Lokomotive 1848 auf den Bau dieser allenthalben dringend benötigten Schienenfahrzeuge konzentriert. Schon ein Jahr zuvor war der Enkel von Anton ... »Details
  16. 27. November 1860: Gründung der „Frankfurter Gemeinnützigen Baugesellschaft“ genehmigt
    Im Jahr 1860 wird in Frankfurt am Main durch den engagierten Arzt und Kommunalpolitiker Georg Varrentrapp (1809–1886) die „Frankfurter Gemeinnützige Baugesellschaft“ als Aktiengesellschaft gegründet. Ab 1861 wurden von dieser die ersten 32 Doppelhäuser in der Mühlbruch-Siedlung in Sachsenhausen errichtet. ... »Details
  17. 28. Dezember 1860: Einrichtung der Zentralstelle für Landesstatistik in Darmstadt
    Die später als „Hessisches Landesstatistisches Amt“ bekannte Institution wird am 28. Dezember 1860 in Darmstadt als Großherzogliche Zentralstelle für Landesstatistik eingerichtet.(StH) ... »Details
  18. 1861: Loreley-Tunnel bei St. Goarshausen durchquert den Loreley-Hang
    Beim Bau der rechtsrheinischen Rheintalbahn zwischen Wiesbaden und Lahnstein musste zwischen 1859 und 1861 auch das Rheinknie mit dem Loreley-Hang bei Sankt Goarshausen durch einen Tunnelbau gequert werden.|Der zuständige Eisenbahningenieur der Nassauischen Staatsbahn Moritz Hilf (1819–1894) sorgte für den Bau der 367 m langen Tunnelröhre, während der für den Hochbau zuständige Architekt ... »Details
  19. 1861: Wiederherstellung der Kapelle auf dem alten Friedhof in Gießen durch Hugo von Ritgen
    Als die 1625 errichtete Kapelle auf dem Alten Friedhof in Gießen, die während der französischen Revolutionskriege als Schießpulverdepot genutzt worden war, um 1840 einzustürzen drohte, beauftragte man Hugo von Ritgen (1811–1889), der seit 1838 Baukunst an der Universität Gießen lehrte, mit der Wiederherstellung/Erneuerung des Gebäudes.  ... »Details
  20. 26. Oktober 1861: Vorstellung des Telefons von Philipp Reis in Frankfurt
    Im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main führt der in Gelnhausen geborene Philipp Reis (1834–1874) am 26. Oktober 1861 im Physikalischen Verein seine Erfindung des Telefons, den „Fernton“-Apparat in Form eines Experimentalvortrags vor. Die Töne werden auf den Stromfluss zur Empfangsstation des Gerätes übertragen, bestehend aus einem Kasten mit einer Membrane aus Schweinedarm, einem ... »Details