Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Seite von 342
  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 15. August 1851: Gründung der Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach
    Nach der Revolution von 1848 wird die neue Versammlungs- und Religionsfreiheit durch die Katholische Kirche begrüßt und führt zu einer religiösen Aufbruchstimmung. Neue Orden entstehen, die sich besonders den sozialen Problemen, der Massenarmut und den Hungerkrisen vor Ort widmen. Im Westerwald wird mit Zustimmung des Bischofs von Limburg, Peter Josef Blum (1808–1884), der Orden der Armen ... »Details
  2. 25. November 1851: Wiederherstellung des Zweikammersystems
    Das aufgrund der Annullierung der nassauischen Reformverfassung am 28. Dezember 1849 außer Kraft getretene Zweikammersystem des Landtags wird am 25. November 1851 mitsamt des adligen Herrenhauses wiederhergestellt.(StH) ... »Details
  3. 1852: Gründung des Paulinenstifts in Wiesbaden
    Theodor Fliedner (1800–1864), der Gründer der Kaiserswerther Diakonissenanstalt, initiiert 1835 den Aufbau einer Kinderbewahranstalt in Wiesbaden. Zur Betreuung der Kinder werden Diakonissen eingesetzt, für die 1852 mit dem Paulinenstift eine feste Unterkunft bezogen wird. Die Wohnstätte entwickelt sich zu einem Mutterhaus der Kaiserswerther Diakonissen in der Kurstadt, dem ... »Details
  4. 13. April 1852: Neue Verfassung für Kurhessen
    Am 13. April 1852 wird in Kurhessen eine neue Verfassung eingeführt, die die verbrieften Rechte der Konstitution aus dem Jahr 1831 stark einschränkt. Weiterhin bestand nun auch der Kasseler Landtag aus dem Zweikammersystem.(StH) ... »Details
  5. 28. April 1852: Der Armenverein für den Kreis Wetzlar
    Neben der staatlichen Armenpflege wie beispielsweise im Herzogtum Nassau oder der Landgrafschaft Hessen-Homburg gab es auch kirchliche und private Initiativen, die versuchten, der armen Bevölkerung zu helfen. Da es zum Beispiel für Arbeitslose keine staatliche Unterstützung gab, waren diese besonders auf private Hilfe angewiesen.  ... »Details
  6. 15. Mai 1852: Freigabe der Main-Weser-Bahn
    Der bereits ab 1838 geplante Bau der Main-Weser-Bahn zwischen Kassel und dem Rhein-Main-Gebiet war schnell ins Stocken gekommen, da die ursprünglich geplante rein kurhessische Strecke über Fulda nach Hanau nicht verwirklicht werden konnte.|1841 begannen deshalb die Verhandlungen über die Alternativstrecke, über Marburg, Gießen und Friedberg nach Frankfurt am Main, ein Gemeinschaftsprojekt der ... »Details
  7. 15. Mai 1852: Zeitersparnis durch die Eisenbahn
    Der Bau der Eisenbahnen hatte zur Folge, dass sich die Reisezeiten dramatisch verkürzten. In einem Bericht des Ausschusses für Eisenbahnen vom 2. November 1843, der sich auf den Antrag zweier Abgeordneter der kurhessischen Ständeversammlung bezog, wurde die damalige Reisedauer von Mainz bis Hannover mit 48 Stunden angegeben. Das bezog sich auf den direkten Weg über Marburg und Kassel, wo zu ... »Details
  8. 26. Mai 1852: Neuregelung der Lehrerentlohnung in Kurhessen
    Durch Verfügung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1802–1875) wird die Eintreibung des Schulgeldes für die Lehrer zur Aufgabe der Gemeinde erklärt. In Zukunft soll aus dem Gemeindehaushalt die Lehrerstelle finanziert werden. Bis dahin betrieben die Lehrer meist eine kleine Landwirtschaft oder ein Handwerk neben dem Unterricht, um sich und ihre Familien durchzubringen. Das Lied vom „Armen ... »Details
  9. 6. Juni 1852: Fotografie auf Glas als neue Technik in Frankfurt beworben
    Am 6. Juni 1852 wirbt das Frankfurter „Photographische Institut Jacob Seib“ im „Frankfurter Intelligenz-Blatt“ für die Fotografie auf Glas als neue Technik, die im Januar desselben Jahres im „Physikalischen Verein“ vorgestellt worden war. ... »Details
  10. 9. Juni 1852: Enthüllung des Kriegerdenkmals auf dem Marienplatz in Darmstadt
    Am 9. Juni 1852 wird in Darmstadt das im Volksmund als „Riwwelmatthes“ bezeichnete Kriegerdenkmal, gefertigt vom Hofbildhauer Johann Baptist Scholl d. J. (1818–1881), auf dem Marienplatz gegenüber der Kavalleriekaserne enthüllt. In einem neogotischen Gehäuse zeigt es einen bärtigen germanischen Krieger mit Helm, Kurzschwert und beschriftetem Schild.|Der neue Denkmaltyp des ... »Details
  11. 12. August 1852: Kindstötung aus wirtschaftlicher Not
    Die wirtschaftlichen Probleme, unter denen vor allem um die Mitte des 19. Jahrhunderts weite Teile der Bevölkerung zu leiden hatten, führen auch zu Verzweiflungstaten. So informierte der Bürgermeister von Niederbeisheim am 12. August 1852 die Justizbehörden, dass am Morgen desselben Tages Martha Elisabeth Jacob ihre fast zweijährige Tochter „Christinchen“ getötet und anschließend ... »Details
  12. 28. September 1852: Gründung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz
    Auf Initiative von Ludwig Lindenschmit d. Ä. (1809-1893), der 1844 bereits an der Gründung des Mainzer Altertumsvereins maßgeblich beteiligt war, wird im Zuge der Konstituierung eines Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine am 28. September 1852 das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz begründet. Zugleich beschließt man auch den Aufbau eines ... »Details
  13. 1. Oktober 1852: Kommerzialisierung der Staatstelegrafen-Linie der Main-Neckarbahn
    Die „Darmstädter Zeitung“ berichtet, dass ab dem 1. Oktober 1852 das Versenden von Privattelegrammen durch die neu eingerichtete, elektromagnetische Staatstelegrafen-Linie entlang der Main-Neckar-Bahn möglich wird. Nachrichten können in Darmstadt, Frankfurt am Main und Mannheim versendet werden. Die Kosten belaufen sich beispielsweise für zwanzig Worte zwischen Darmstadt und Frankfurt auf ... »Details
  14. 1853: Höhepunkt der Auswanderungswelle
    Da die Revolution scheiterte, wurde im Jahr 1853 der Höhepunkt der Auswanderungswelle nach Amerika im Großherzogtum Hessen mit 8.375 Personen registriert.(StH) ... »Details
  15. 1853: Vollendung der Kaisergalerie im Kaisersaal des Frankfurter Römers
    Im Jahr 1838 regte Philipp Veit (1793–1877), der damalige Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main an, den historischen Kaisersaal im Römer, in dem das traditionelle Krönungsmahl nach den Kaiserkrönungen in der Freien Reichsstadt stattgefunden hatte, mit neuen Bildnissen der deutschen Kaiser und Könige repräsentativ auszustatten. Dem Antrag vom 10. September 1838 ... »Details
  16. 1853: Auswanderungsagenten
    Um einen Platz auf einem Auswanderungsschiff zu buchen, wandten sich die Auswandernden in der Regel schon zu Hause an Agenten, die oftmals ein komplettes Angebot für die Überfahrt mit Verpflegung anboten. Wurde die Fahrt erst direkt im Hafen bei den Reedern gebucht, bestand die Gefahr, länger auf einen freien Platz warten zu müssen. ... »Details
  17. 1853-1861: Nassauischer Kirchenstreit
    Das Herzogtum Nassau setzt sich über die kirchliche Eigenverwaltung im Bistum Limburg hinweg. Der Staat versucht Pfarrer einzusetzen, das Kirchenvermögen zu kontrollieren und zu verwalten und die Konfessionsschulen zu beeinflussen.(RKr) ... »Details
  18. 11. Januar 1853: Schulordnung für Nieder- und Oberhessen, Fulda und Hanau
    Die Schulordnungen sind ein Instrument der reaktionären Politik im Kurfürstentum Hessen, die der konservative Innenminister Ludwig Hassenpflug (1794–1862) betreibt. In der Revolution von 1848 organisieren sich über 80 Prozent der Elementarschullehrer in Lehrervereinen und setzen eine Reihe an liberalen Veränderungen im Elementarschulwesen durch (unter anderem die Trennung von Kirche und ... »Details
  19. 2. April 1853: Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt
    Am 2. April 1853 genehmigt Großherzog Ludwig II. (1777–1848) die Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt . Sie wird als Aktiengesellschaft von Gustav von Mevissen (1815–1899) und Abraham Oppenheim (1804–1878) nach dem Vorbild der französischen „Société Générale du Crédit Mobilier“ mit einem Aktienkapital von 15 Millionen Talern eingerichtet. Erster Direktor wird ... »Details
  20. 26. Mai 1853: Konstantin Reitz verstirbt während einer Forschungsreise in Khartum
    Am 26. Mai 1853 verstirbt Konstantin Reitz (1817–1853) während einer Forschungsreise in Doka des Kaiserreichs Abessinien. Er wurde in Bobenhausen bei Schotten geboren und fungierte als österreichischer Generalkonsul in Khartum.(StH) ... »Details