Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 28. April 1852: Der Armenverein für den Kreis Wetzlar
    Neben der staatlichen Armenpflege wie beispielsweise im Herzogtum Nassau oder der Landgrafschaft Hessen-Homburg gab es auch kirchliche und private Initiativen, die versuchten, der armen Bevölkerung zu helfen. Da es zum Beispiel für Arbeitslose keine staatliche Unterstützung gab, waren diese besonders auf private Hilfe angewiesen.  ... »Details
  2. 15. Mai 1852: Freigabe der Main-Weser-Bahn
    Der bereits ab 1838 geplante Bau der Main-Weser-Bahn zwischen Kassel und dem Rhein-Main-Gebiet war schnell ins Stocken gekommen, da die ursprünglich geplante rein kurhessische Strecke über Fulda nach Hanau nicht verwirklicht werden konnte.|1841 begannen deshalb die Verhandlungen über die Alternativstrecke, über Marburg, Gießen und Friedberg nach Frankfurt am Main, ein Gemeinschaftsprojekt der ... »Details
  3. 15. Mai 1852: Zeitersparnis durch die Eisenbahn
    Der Bau der Eisenbahnen hatte zur Folge, dass sich die Reisezeiten dramatisch verkürzten. In einem Bericht des Ausschusses für Eisenbahnen vom 2. November 1843, der sich auf den Antrag zweier Abgeordneter der kurhessischen Ständeversammlung bezog, wurde die damalige Reisedauer von Mainz bis Hannover mit 48 Stunden angegeben. Das bezog sich auf den direkten Weg über Marburg und Kassel, wo zu ... »Details
  4. 26. Mai 1852: Neuregelung der Lehrerentlohnung in Kurhessen
    Durch Verfügung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1802–1875) wird die Eintreibung des Schulgeldes für die Lehrer zur Aufgabe der Gemeinde erklärt. In Zukunft soll aus dem Gemeindehaushalt die Lehrerstelle finanziert werden. Bis dahin betrieben die Lehrer meist eine kleine Landwirtschaft oder ein Handwerk neben dem Unterricht, um sich und ihre Familien durchzubringen. Das Lied vom „Armen ... »Details
  5. 6. Juni 1852: Fotografie auf Glas als neue Technik in Frankfurt beworben
    Am 6. Juni 1852 wirbt das Frankfurter „Photographische Institut Jacob Seib“ im „Frankfurter Intelligenz-Blatt“ für die Fotografie auf Glas als neue Technik, die im Januar desselben Jahres im „Physikalischen Verein“ vorgestellt worden war. ... »Details
  6. 9. Juni 1852: Enthüllung des Kriegerdenkmals auf dem Marienplatz in Darmstadt
    Am 9. Juni 1852 wird in Darmstadt das im Volksmund als „Riwwelmatthes“ bezeichnete Kriegerdenkmal, gefertigt vom Hofbildhauer Johann Baptist Scholl d. J. (1818–1881), auf dem Marienplatz gegenüber der Kavalleriekaserne enthüllt. In einem neogotischen Gehäuse zeigt es einen bärtigen germanischen Krieger mit Helm, Kurzschwert und beschriftetem Schild.|Der neue Denkmaltyp des ... »Details
  7. 12. August 1852: Kindstötung aus wirtschaftlicher Not
    Die wirtschaftlichen Probleme, unter denen vor allem um die Mitte des 19. Jahrhunderts weite Teile der Bevölkerung zu leiden hatten, führen auch zu Verzweiflungstaten. So informierte der Bürgermeister von Niederbeisheim am 12. August 1852 die Justizbehörden, dass am Morgen desselben Tages Martha Elisabeth Jacob ihre fast zweijährige Tochter „Christinchen“ getötet und anschließend ... »Details
  8. 28. September 1852: Gründung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz
    Auf Initiative von Ludwig Lindenschmit d. Ä. (1809-1893), der 1844 bereits an der Gründung des Mainzer Altertumsvereins maßgeblich beteiligt war, wird im Zuge der Konstituierung eines Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine am 28. September 1852 das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz begründet. Zugleich beschließt man auch den Aufbau eines ... »Details
  9. 1. Oktober 1852: Kommerzialisierung der Staatstelegrafen-Linie der Main-Neckarbahn
    Die „Darmstädter Zeitung“ berichtet, dass ab dem 1. Oktober 1852 das Versenden von Privattelegrammen durch die neu eingerichtete, elektromagnetische Staatstelegrafen-Linie entlang der Main-Neckar-Bahn möglich wird. Nachrichten können in Darmstadt, Frankfurt am Main und Mannheim versendet werden. Die Kosten beliefen sich beispielsweise für zwanzig Worte zwischen Darmstadt und Frankfurt auf ... »Details
  10. 1853: Höhepunkt der Auswanderungswelle
    Da die Revolution scheiterte, wurde im Jahr 1853 der Höhepunkt der Auswanderungswelle nach Amerika im Großherzogtum Hessen mit 8.375 Personen registriert.(StH) ... »Details
  11. 1853: Vollendung der Kaisergalerie im Kaisersaal des Frankfurter Römers
    Im Jahr 1838 regte Philipp Veit (1793–1877), der damalige Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main an, den historischen Kaisersaal im Römer, in dem das traditionelle Krönungsmahl nach den Kaiserkrönungen in der Freien Reichsstadt stattgefunden hatte, mit neuen Bildnissen der deutschen Kaiser und Könige repräsentativ auszustatten. Dem Antrag vom 10. September 1838 ... »Details
  12. 1853: Auswanderungsagenten
    Um einen Platz auf einem Auswanderungsschiff zu buchen, wandten sich die Auswandernden in der Regel schon zu Hause an Agenten, die oftmals ein komplettes Angebot für die Überfahrt mit Verpflegung anboten. Wurde die Fahrt erst direkt im Hafen bei den Reedern gebucht, bestand die Gefahr, länger auf einen freien Platz warten zu müssen. ... »Details
  13. 1853-1861: Nassauischer Kirchenstreit
    Das Herzogtum Nassau setzt sich über die kirchliche Eigenverwaltung im Bistum Limburg hinweg. Der Staat versucht Pfarrer einzusetzen, das Kirchenvermögen zu kontrollieren und zu verwalten und die Konfessionsschulen zu beeinflussen.(RKr) ... »Details
  14. 11. Januar 1853: Schulordnung für Nieder- und Oberhessen, Fulda und Hanau
    Die Schulordnungen sind ein Instrument der reaktionären Politik im Kurfürstentum Hessen, die der konservative Innenminister Ludwig Hassenpflug (1794–1862) betreibt. In der Revolution von 1848 organisieren sich über 80 Prozent der Elementarschullehrer in Lehrervereinen und setzen eine Reihe an liberalen Veränderungen im Elementarschulwesen durch (unter anderem die Trennung von Kirche und ... »Details
  15. 2. April 1853: Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt
    Am 2. April 1853 genehmigt Großherzog Ludwig II. (1777–1848) die Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt . Sie wird als Aktiengesellschaft von Gustav von Mevissen (1815–1899) und Abraham Oppenheim (1804–1878) nach dem Vorbild der französischen „Société Générale du Crédit Mobilier“ mit einem Aktienkapital von 15 Millionen Talern eingerichtet. Erster Direktor wird ... »Details
  16. 26. Mai 1853: Konstantin Reitz verstirbt während einer Forschungsreise in Khartum
    Am 26. Mai 1853 verstirbt Konstantin Reitz (1817–1853) während einer Forschungsreise in Doka des Kaiserreichs Abessinien. Er wurde in Bobenhausen bei Schotten geboren und fungierte als österreichischer Generalkonsul in Khartum.(StH) ... »Details
  17. 23. Juni 1853: Die Wiesbadener Eisenbahngesellschaft erhält die Konzession zum Bau der nassauischen Rheintalbahn
    Noch während des Baues der Taunus-Eisenbahn von Frankfurt am Main nach Wiesbaden entsteht 1838 die Idee einer rechtsrheinischen Eisenbahn zwischen Wiesbaden und Lahnstein. Nach längeren Diskussionen konstituiert sich aber erst 1852 die private Wiesbadener Eisenbahngesellschaft, die die Bahnstrecke entlang des Rheins fortsetzen wollte. Am 23. Juni 1853 erhielt sie die Konzession zum Bau der ... »Details
  18. 5. Juli 1853: Der Maler Adolf Hoeffler kehrt von seiner Amerikareise zurück
    Am 5. Juli 1853 kehrt der Frankfurter Maler und Zeichner Adolf Hoeffler (1825–1898) von seiner fünfjährigen Amerikareise zurück. Ab 1848 war er durch Nordamerika und Kuba gereist. Dort hatte er sich seinen Lebensunterhalt vor allem durch Porträtmalen verdient und zahlreiche Landschaftszeichnungen geschaffen. In Philadelphia traf er den Darmstädter Maler Paul Weber (1823–1916), der sich ... »Details
  19. 6. September 1853: Schenkung der Gemäldesammlung von Johann Georg Christian Daems zur Gründung einer städtischen Galerie in Frankfurt
    Der Frankfurter Kaufmann Johann Georg Christian Daems (1774–1856) vermachte der Stadt Frankfurt am Main 1845 in seinem Testament seine Sammlung von über 300 Gemälden. Nachdem er die Bilder der Stadt noch einmal zur Bildung einer städtischen Gemäldegalerie angeboten hatte, nahm diese nach einer Begutachtung durch Inspektoren der Stadtbibliothek 1853 die Schenkung an.|Erste Hinweise auf die ... »Details
  20. 1. Januar 1854: Berufung Wilhelm Heinrich Riehls nach München
    Der bayerische König Maximilian II. (1811–1864) beruft am 1. Januar 1854 den nassauischen Publizisten und konservativen Volkskundler Wilhelm Heinrich Riehl (1823–1897), der in Biebrich am Rhein geboren wurde, an die Universität München, um Staats- und Gesellschaftswissenschaften zu lehren. Bereits dem 1851 veröffentlichten Werk „Die bürgerliche Gesellschaft“, folgte der zweite ... »Details