Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 11. Februar 1831: Einsturz der katholischen Bonifatiuskirche in Wiesbaden
    Am 11. Februar 1831 stürzt der fast vollendete Neubau der Bonifatiuskirche am neu angelegten Luisenplatz in Wiesbaden ein. Verantwortlich für den Bau war der herzoglich nassauische Hofbaurat Friedrich Ludwig Schrumpf (1765–1844), der den Bau im klassizistischen Stil entworfen hatte. Der Grundriss der Kirche hatte die Form eines Zentralbaues auf der Basis eines griechischen Kreuzes. Eine ... »Details
  2. 2. Mai 1831: Nassauischer Landtag wird auf unbestimmte Zeit verschoben
    Am 22. Februar 1831 findet sich der Nassauische Landtag in Wiesbaden zusammen, um über die Eigentumsrechte der nassauischen Domäne zu tagen, worunter auch die kurmainzischen Gebiete im Rheingau fallen. Durch einen Streit wird der Landtag jedoch auf unbestimmte Zeit verlegt. Schon beim ersten Treffen des Landtages im Jahr 1818 zählten die Deputierten die Domanialvermögen zum Staatseigentum ... »Details
  3. 19. Juni 1831: Genehmigung zur Errichtung einer „Cur-Anstalt“ in Kronthal
    1818 hatte der nassauische Amtsarzt und Medizinalrat Ferdinand Küster (1791–1854) bei Kronberg einen Sauerbrunnen entdeckt. Er erkannte die Heilwirkung der Quelle und organisierte ab 1821 erste Formen eines Bade- und Kurbetriebs. Die Konzession für den Kurbetrieb erhielt er 1826. Im Jahr 1835 errichtete er ein Kurhaus, das ein älteres Gebäude ersetzte. ... »Details
  4. 12. Juli 1831: Vereinsgründung in Hanau zur Unterstützung von Polen
    Als Reaktion auf die ab dem November 1830 begonnenen Freiheitskämpfe in Polen bildet sich am 12. Juli 1831 in Hanau der „Hauptverein für Verwundete und Leidende im Königreich Polen“ mit wachsender Mitgliedszahl. In Polen löste sich die Bevölkerung von den Zaren und stand nun in Konfrontation mit der russischen Armee. Ähnliche Vereine aus Butzbach, Darmstadt und Gießen wandten sich mit ... »Details
  5. 25. August 1831: Kurhessen schließt sich dem hessisch-preußischen Zollverein an
    Der Darmstädter Gesandte August Hofmann (1776–1841) unterzeichnet am 12. Februar 1828 mit preußischem Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen in Berlin. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich – mit Blick auf die Getreide- und Weinexporte – ... »Details
  6. 29. September 1831: Hofgericht in Gießen urteilt über Hanauer Unruhestifter
    Der Darmstädter Gesandte August Hofmann (1776–1841)hatte am 12. Februar 1828 mit dem preußischen Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen in Berlin unterzeichnet. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich – mit Blick auf die Getreide- und ... »Details
  7. 30. September 1831: Kurprinz Friedrich Wilhelm übernimmt die Regentschaft
    Während der revolutionären Ereignisse in Kurhessen 1830/31 zielt der Unmut der Bevölkerung vor allem auch auf den Kurfürsten Wilhelm II. (1777–1847) und seine Mätresse, die von ihm zur Gräfin von Reichenbach-Lessonitz erhobene Emilie Ortlöpp (1791–1843).|Nachdem es nach der Unterzeichnung der neuen Verfassung im Januar 1831 in Kurhessen wegen der Rückkehr der unbeliebten Gräfin und ... »Details
  8. 7. Dezember 1831: Erste „Garde-Du-Corps-Nacht“ in Kassel
    Obschon die am 30. September 1830 erfolgte Übertragung der Mitregentschaft an den Kurprinzen Friedrich Wilhelm (1802–1875) in Kassel große Zustimmung bei der Bevölkerung gefunden hatte, führte schon bald der Familienzwist wegen seiner nicht standesgemäßen Heirat mit der von ihm im Oktober zur Gräfin Schaumburg erhobenen, geschiedenen Bürgerlichen Gertrude Lehmann (1803–1882) zu ... »Details
  9. 1832: Kritik an der Auswanderung
    Der Frankfurter Autor Wilhelm Sauerwein (1803–1847), der aufgrund seiner liberalen und republikanischen Gesinnung wiederholt Probleme mit den Behörden hatte, veröffentlichte 1832 eine ironische Schrift, die er den „deutschen ABC-Schützen, welche die Freiheit erzielen möchten, aus Patriotismus“ widmete. Im Kapitel „Der Bauer“ setzte er sich mit der Lage der ländlichen Bevölkerung ... »Details
  10. 1832-1833: Die berufliche Emanzipation der Juden
    Die Bemühungen von staatlicher als auch jüdischer Seite, „bürgerliche“ Berufe für die Juden zu öffnen, wurden innerhalb jüdischer Kreise als wichtiger Schritt zu einer vollständigen rechtlichen Gleichstellung gesehen.  ... »Details