Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 25. April 1848: Wahlen zur Nationalversammlung in Frankfurt
    Die Wahlen zur Nationalversammlung fanden in den einzelnen deutschen Staaten im März und April 1848 auf der Grundlage eines neu geschaffenen Bundeswahlgesetzes statt. Wahlberechtigt war jeder männliche, volljährige und selbstständige Staatsangehörige. Die Durchführung der Wahlen lag in der Verantwortung der Einzelstaaten, die die Vorgaben des Wahlgesetzes unterschiedlich auslegten. Das ... »Details
  2. Mai 1848 - Dezember 1848: Der Ruf nach Kolonien während der Revolution von 1848
    In den 1840er Jahren führten Missernten zu großen Preissteigerungen und einem Anstieg der Armut. Das Kurfürstentum Hessen war von der Hungersnot 1846/47 besonders stark betroffen. Viele Menschen sahen in der Auswanderung eine Möglichkeit, den schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen zu entgehen, wie die Beispiele aus Wernings oder Hanau zeigen. Es kamen daher Stimmen auf, die eine staatliche ... »Details
  3. 5. Mai 1848: Clothilde Koch-Gontard beginnt mit ihrem Tagebuch zur Nationalversammlung
    Die aus der alteingesessenen Frankfurter Kaufmannsfamilie Gontard stammende, sehr gebildete und politisch interessierte Clothilde Koch-Gontard (1813–1869) beginnt am 5. Mai 1848 ihr Tagebuch, mit dem sie die politischen Ereignisse rund um die am 18. Mai 1848 eröffnete deutsche Nationalversammlung in Frankfurt protokolliert. Darin schildert sie insbesondere das Geschehen in der Paulskirche, ... »Details
  4. 6. Mai 1848: Petition Wiesbadener Schüler
    Die im Zuge der Revolution 1848 gestellten Forderungen (beispielsweise in Alsfeld, Bad Arolsen, Gießen, Hanau, Offenbach am Main oder Wiesbaden) beschränkten sich nicht nur auf politische Ziele. Die Nassauer Chronik Wilhelm Riehls (1823–1897) enthält einen kurzen Hinweis auf eine Petition Wiesbadener Gymnasiasten vom Mai 1848, die Änderungen im Schulsystem forderten. Ein ausführlicher ... »Details
  5. 15. Mai 1848: Wahlen zur Nationalversammlung in Alsfeld
    Die Wahlen zur Nationalversammlung im Frühjahr 1848 finden nach unterschiedlichen Regelungen statt. Während im Kurfürstentum Hessen und in der Freien Stadt Frankfurt die wahlberechtigten Männer den Kandidaten direkt bestimmen, wählen sie im Großherzogtum Hessen Wahlmänner, die wiederum den eigentlichen Abgeordneten wählten.  ... »Details
  6. 17. Mai 1848: Wahlen zur Nationalversammlung in Düdelsheim
    Wie es auch in vielen anderen Orten üblich war, gab es in Düdelsheim (Oberhessen) am Vorabend der Eröffnung der Nationalversammlung am 18. Mai 1848 ein Freudenfeuer, das allerdings von „bösen Buben“ zu früh angezündet wurde.  ... »Details
  7. 17. Mai 1848: Reaktionen auf die Eröffnung der Nationalversammlung
    Die Eröffnung der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am 18. Mai 1848 führt in vielen Orten zu Beifallsbekundungen. In Langendiebach und den umliegenden Ortschaften wird aus diesem Anlass am Vorabend Freudenfeuer veranstaltet.(StF) ... »Details
  8. 18. Mai 1848: Eröffnung der Nationalversammlung in Frankfurt
    Die 330 gewählten Abgeordneten der ersten gesamtdeutschen Nationalversammlung ziehen am 18. Mai 1848 in die Paulskirche in Frankfurt am Main ein. Die gemäßigt-liberalen Vertreter gruppieren sich überwiegend um Heinrich von Gagern (1799–1880), der am 19. Mai zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt wird. Zu den Liberalen gehören auch sein Bruder Maximilian von Gagern (1810–1889), ... »Details
  9. 18. Mai 1848: Eröffnung der Nationalversammlung in Frankfurt
    Am 18. Mai 1848 traten die gewählten Abgeordneten zur Nationalversammlung zum ersten Mal in der Frankfurter Paulskirche zusammen. Ihre Aufgabe war die Schaffung einer Verfassung, die für das gesamte Deutsche Reich gelten sollte.  ... »Details
  10. Juni 1848: Kartendruck in Darmstadt stellt ein geeintes Hessen dar
    Im Juni des Jahres 1848 wird eine Karte in Darmstadt gedruckt, die die Gebiete Frankfurt, Hessen und Nassau als ein geeintes „Herzogtum Hessen“ im Sinne der baldigen „naturgegebenen Einteilung“ von Deutschland abbildet.(StH) ... »Details
  11. 14. Juni 1848: Versammlung hessischer Volksschullehrer aus dem Großherzogtum Hessen
    Am 14. Juni 1848 treffen sich hessische Volksschullehrer in Friedberg zur ersten Generalversammlung des hessischen Volksschullehrerstandes. Die Versammlung beschließt die Gründung des Hessischen Volksschullehrervereins. ... »Details
  12. 17. Juni 1848: Ende des ersten Deutschen Demokratenkongresses in Frankfurt
    Nach vier Tagen endet am 17. Juni 1848 der erste Deutsche Demokratenkongress in Frankfurt am Main. Kurz darauf demonstrieren Abgesandte von ca. 87 Arbeiter- und Demokratenvereine für eine demokratische Republik und gegen die konstitutionell beherrschte Nationalversammlung.(StH) ... »Details
  13. 18. Juni 1848: Einladung zu einer Volksversammlung in Butzbach
    Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, werden Einladungen zu Volksversammlungen oft über Annoncen in Zeitungen bekannt gegeben, so auch für eine Volksversammlung in Butzbach am 18. Juni 1848.  ... »Details
  14. 29. Juni 1848: Die erste Lokomotive für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Henschel & Sohn in Kassel ausgeliefert
    Am 29. Juni 1848 liefert die Maschinenfabrik Henschel & Sohn in Kassel die erste Lokomotive für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn. 100 Pferde ziehen das schwere Gefährt auf einem Rollwagen vom Fabrikgelände aus durch die Stadt zu einem provisorischen Gleisanschluss.|Der Baumeister und Unternehmer Karl Anton Henschel (1780–1861) hatte 1833 in London den Eisenbahnbau studiert und in der Folge ... »Details
  15. 2. Juli 1848: Wald- und Jagdfrevel in Düdelsheim
    Wie in vielen ländlichen Gemeinden gibt es auch in Düdelsheim (Oberhessen) das Problem, dass die neuen Freiheiten in Bezug auf die Nutzung der Wälder ausgenutzt werden. Auf einer Gemeindeversammlung am 2. Juli 1848 wurden die Probleme angesprochen. Es wurde übermäßig viel gejagt und Holz geschlagen, auch wenn die so erworbenen Produkte oft minderwertig waren. Der Pfarrer Wilhelm Münch ... »Details
  16. 7. Juli 1848: Spenden für die Marine
    Die Krise in Schleswig-Holstein macht deutlich, dass Deutschland der Blockade deutscher Seestädte durch dänische Seestreitkräfte schutzlos ausgeliefert ist. Der Aufbau einer deutschen Flotte wurde daher zu einem wichtigen politischen Ziel. Im gesamten Reich erfolgten unzählige Spendenaktionen, deren Erlöse einer Reichsflotte zugutekommen sollten. ... »Details
  17. 9. Juli 1848: Fahnenweihe der Bürgerwehr in Homburg
    In der Zeitschrift „Didaskalia“ erscheint am 8. Juli 1848 die Ankündigung eines Festes, das am 9. Juli in Homburg vor der Höhe aus Anlass der Fahnenweihe der Bürgerwehr stattfinden soll. Die Fahne wurde von den „Jungfrauen“ der Stadt gestiftet. Der Bericht betonte die Bedeutung der Bürgerwehr für den Schutz der durch die Revolution erworbenen Rechte und zur Verteidigung des ... »Details
  18. 12. Juli 1848: Der Reichsverweser in Frankfurt
    Die Abgeordneten der Nationalversammlung wählten am 29. Juni 1848 Erzherzog Johann von Österreich (1782–1859) zum Reichsverweser. Er wurde damit das Oberhaupt der provisorischen Regierung, die die erste gesamtdeutsche Regierung bildete, und die bis zum Inkrafttreten der neuen Verfassung tätig sein sollte. Er ernannte zudem die Reichsminister. Der Erzherzog galt als volksnah, auch weil er mit ... »Details
  19. 28. August 1848: Judenverfolgung in Langenselbold
    Langenselbold gehörte wie Alsfeld, Camberg, Hofgeismar und Rimbach zu den Orten, in denen es 1848 Ausschreitungen gegen jüdischen Besitz oder Personen gab. Während aus anderen Gemeinden belegt ist, dass Bürgergarde oder Nachbarschaft einschritten, um den Plünderungen ein Ende zu bereiten, war dieses in Langenselbold nicht der Fall. Der Langendiebacher Lehrer J. Matthes vermutete einen ... »Details
  20. 31. August 1848: Die Bürgerwehr in Gießen
    Zu den „Märzforderungen“ zählte auch der Wunsch nach einer Volksbewaffnung. Volks- oder Bürgerwehren sollten dem Volk als der höchsten Staatsgewalt unterstehen und Offiziere frei gewählt werden dürfen. Damit standen die Volkswehren im Gegensatz zum Militär, das dem Monarchen unterstand. Zudem war bisher der Besitz von Waffen nur Soldaten, Adligen und Studenten erlaubt. ... »Details