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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 2. März 1848: Marburger Märzforderungen
Die Nachrichten von der Revolution in Paris treffen in Marburg Ende Februar 1848 ein und führen zu kleineren Tumulten. Am 2. März treffen sich große Teile der Bürgerschaft, Studenten, aber auch der Stadtrat und der städtische Ausschuss auf dem Marktplatz, um eine Delegation zu berufen, die die Marburger Märzforderungen Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) in Kassel ... »Details - 2. März 1848: Die Forderungen der Nassauer
Am 2. März 1848 werden in Wiesbaden die am Tag zuvor verfassten „Forderungen der Nassauer“ öffentlich verkündet. In den wesentlichen Punkten stimmen sie mit den Forderungen überein, die schon in Alsfeld, Arolsen, Gießen, Hanau oder Offenbach am Main formuliert wurden. Wesentliche Punkte sind die Volksbewaffnung, Pressefreiheit, die Einberufung eines deutschen Parlaments und die ... »Details - 3. März 1848: Forderungen der Alsfelder Bürger
Am 3. März 1848 schicken Alsfelder Bürger einen Brief an ihren Landtagsabgeordneten und Bürgermeister Gerhard Ramspeck (1793–1880) und fordern die Unterstützung der Märzforderungen. Ähnliche Forderungen wurden auch in Arolsen, Gießen, Hanau, Offenbach am Main und Wiesbaden aufgestellt. Das Schreiben erscheint als Leserbrief im „Intelligenzblatt für den Kreis Alsfeld“ und wurde von ... »Details - 3. März 1848: Volksversammlung bei der Adolfshütte
Am 3. März 1848 findet eine Volksversammlung bei der Adolfshütte bei Dillenburg statt, die vor allem von Bürgern aus Dillenburg und Herborn besucht wird. Es wird eine Petition beschlossen, die der nassauischen Ständeversammlung, dem Landtag des Herzogtums Nassau, vorgelegt werden soll. Ähnliche Forderungen liegen auch aus anderen hessischen Orten vor, zum Beispiel aus Alsfeld, Arolsen, ... »Details - 3. März 1848: Volksversammlung in Frankfurt und Forderungen an den Frankfurter Senat
In Frankfurt am Main findet am 3. März 1848 eine Volksversammlung auf dem Gelände der städtischen Reitbahn statt, um eine bereits verfasste Petition an den Senat der Freien Stadt Frankfurt zu verlesen und darüber abzustimmen. Es war ein gut vorbereitetes und organisiertes Treffen, für das ein Präsident, Vizepräsidenten und Sekretäre gewählt wurden. Die Forderungen, unter anderem nach ... »Details - 4. März 1848: Zusagen des Herzogs von Nassau
Am 4. März 1848 findet in Wiesbaden eine große Volksversammlung statt, an der zwischen 30.000 und 40.000 Menschen aus dem gesamten Herzogtum Nassau teilnahmen. Als Herzog Adolf von Nassau (1817–1905), der sich auf der Rückreise aus Berlin befand, nicht eintrifft und die Menge unruhig wird, verkündet Minister Emil Freiherr von Dungern (1802–1862), dass er alle Forderungen gewähren würde. ... »Details - 4. März 1848: Stürmung des Frankfurter Römers
Die Revolutionsereignisse in Frankfurt am Main waren oftmals von größeren und kleineren Krawallen begleitet. Nach einer Volksversammlung am 3. März 1848 beschloss die Stadt am folgenden Tag die Aufhebung der Zensur. Dennoch versammelte sich am 4. März „ein Haufen Uebelgesinnter“ aus den „unteren Schichten des Volks“ zunächst auf dem Römerberg und drang schließlich in den Römer ein, ... »Details - 4. März 1848: Zugeständnisse des Frankfurter Senats
Nachdem in Frankfurt am Main unter anderem auf einer Volksversammlung eine Petition an den Frankfurter Senat verfasst wurde, fasst dieser bereits am 4. März 1848 die ersten entsprechenden Beschlüsse. Zuerst wurde die Abschaffung der Zensur bekannt gegeben, einen Tag später die Amnestie für politische Straftaten. Weitere Zusagen sollten bald folgen. Die Bevölkerung wurde über die Frankfurter ... »Details - 5. März 1848: Ministerpräsident Bos du Thil wird durch Oppositionsführer von Gagern ersetzt
Seit dem Sturz der Monarchie in Paris während der französischen Februarrevolution bildeten sich in Hessen ab dem 24. Februar 1848 Bürger- und Volksräte sowie Volksversammlungen. Zudem werden zahlreiche Petitionen verfasst. Das Zentrum der Aufstände war Ende Februar in Hanau. Schon am 2. März 1848 beantragte Theodor Reh (1801–1868) im Darmstädter Landtag einen Wechsel des ... »Details - 6. März 1848: Zugeständnisse des Kurfürsten von Hessen
Die treibenden Kräfte hinter der Revolution im Kurfürstentum Hessen wirkten nicht in der Residenzstadt Kassel, sondern hauptsächlich in Hanau. Nach dem Eintreffen der ersten Delegationen aus Hanau und Marburg in Kassel mit Forderungen an Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) reagierte dieser zunächst zurückhaltend. Am 6. März ließ der Kurfürst verlautbaren, dass er die ... »Details - 7. März 1848: Antijüdische Ausschreitungen in Rimbach
In Rimbach kommt es am 7. März 1848 zu Ausschreitungen, die sich vor allem gegen die jüdische Bevölkerung des Ortes richten. Der Angriff erfolgt offenbar nicht spontan, sondern nach Ankündigung. Die Angreifer kommen von außerhalb und schon vorher ging das Gerücht um, dass sie den Ort plündern und in Brand stecken wollten. Die Rimbacher bewaffneten sich jedoch und konnten den Angriff ... »Details - 9. März 1848: „Hanauer Ultimatum“
Nach dem Sturz der Monarchie in Paris durch die französische Februarrevolution entluden sich auch in Kurhessen politische Spannungen, wobei sich Hanau zu einem besonderen Brennpunkt entwickelte. ... »Details - 9. März 1848: Zugeständnisse des Landgrafen von Hessen-Homburg
Am 9. März 1848 erscheint in der Frankfurter Zeitung „Didaskalia“ eine „Resolution“ Landgraf Gustavs von Hessen-Homburg, die er am 6. März als Reaktion auf Forderungen der Homburger Bürgerschaft beschlossen hatte. Nach den Zusagen im Kurfürstentum Hessen, in der Freien Stadt Frankfurt und im Herzogtum Nassau war nun auch in der Landgrafschaft die Zensur aufgehoben, alle Untertanen ... »Details - 10. März 1848: Demonstrationen vor den Schlössern in Erbach, Fürstenau und Schönberg
Am 10. März 1848 finden Demonstrationen vor den Schlössern in Erbach, Fürstenau und Schönberg statt, auf denen der Verzicht der grundherrlichen Rechte gefordert werden. Auch wenn dieser Verzicht zuerst anerkannt wurde, wurde dieser von der Darmstädtischen Regierung widerrufen und als ungültig erklärt.(StH/StF) ... »Details - 10. März 1848: Kommentar zur Pressefreiheit im Kurfürstentum Hessen
Der Kasseler Journalist Salomon Hahndorf (1801–1890) veröffentlicht am 10. März 1848 einen Kommentar anlässlich der Einführung der Pressefreiheit im Kurfürstentum Hessen, der als Flugblatt veröffentlicht wird. Unter dem Titel „Todes- und Geburtsanzeige“ schreibt er einen satirischen Nachruf auf die Zensur. Die „Verblichene“ habe die „Posaune der Freiheit“ nicht ertragen. Die ... »Details - 10. März 1848: Petition der Gemeinde Krumbach
Die Revolution von 1848 war nicht nur ein städtisches Ereignis, sie ereignete sich in gleichem Maße in den ländlichen Gemeinden. Auch diese stellten Forderungen an die Regierung, wobei es sich oftmals nicht um politische Ziele, sondern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Lebensumstände handelte. Solche Forderungen sind beispielsweise aus Düdelsheim und Langendiebach bekannt. ... »Details - 11. März 1848: Religionsfreiheit im Kurfürstentum Hessen
Am 11. März 1848 gewährt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) im Kurfürstentum Hessen „vollständige Religions- und Gewissensfreiheit und deren Ausübung“. Am 29. Oktober 1848 folgt das Gesetz, dass die „Ausübung aller bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte, insbesondere die Bekleidung von Staats- und Gemeindeämtern“ unabhängig vom Glaubensbekenntnis sei. Für die ... »Details - 11. März 1848: Der Kurfürst gibt den Hanauer Forderungen nach
Am 11. März 1848 lenkt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) ein und gewährte die geforderten Freiheiten. Er sagt zu, die Ministerien mit Männern zu besetzen, die das „Vertrauen des Volks“ besitzen. Pressefreiheit, eine Amnestie für politische Vergehen, Religions- und Gewissensfreiheit waren weitere wichtige Punkte, die ab sofort gelten sollten. In Hanau stieß die ... »Details - 12. März 1848: Ausschreitungen in Alsfeld
Am 12. März 1848 kam es in Alsfeld zu Ausschreitungen, die sich vor allem gegen jüdische Bewohner der Stadt richteten. Ähnliche Vorkommnisse gab es auch in Camberg, Hofgeismar, Langenselbold und Rimbach. Bereits in den Tagen zuvor gab es Androhungen von Gewalttätigkeiten gegen Behörden, weshalb die Schaffung einer Bürgergarde gefordert wurde. Kreisrat Fuhr beschrieb in einem Bericht an das ... »Details - 12. März 1848: Dankesschreiben der Marburger Bürgerschaft an Kurfürst Friedrich Wilhelm I.
Nach ersten Zugeständnissen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) wendet sich die Marburger Bürgerschaft mit einem Schreiben an ihn. Sie bedankte sich für die bereits gewährten Freiheiten, die ihrer Meinung nach zu einem engeren Bund zwischen dem Fürsten und dem Volk führen würden. Gleichzeitig forderten sie den Kurfürsten auf, noch weitere Zugeständnisse zu machen. Dabei ... »Details
