Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Seite von 342
  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 10. Oktober 1847: Liberale Parlamentarier entwickeln in Heppenheim ein gemeinsames Programm
    Am 10. Oktober 1847 finden sich 18 führende liberale Parlamentarier der Opposition, zum Beispiel Heinrich von Gagern (1799–1880) aus Darmstadt und August Hergenhahn (1804–1874) aus Wiesbaden, im Gasthof „Zum Halben Mond“ in Heppenheim ein, um ein Programm gegen die Forderungen der radikalen Demokraten im badischen Offenburg zu entwickeln, welches in der „Deutschen Zeitung“ von Georg ... »Details
  2. 1848: Bahnhof in Hofgeismar fertiggestellt
    Die Bade- und Garnisonsstadt Hofgeismar, 24 km nördlich von Kassel gelegen, erhielt 1848 ein großes, repräsentatives Empfangsgebäude im Rahmen des Ausbaus der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn.|Der kurhessische Eisenbahndirektor Julius Eugen Ruhl (1796–1871) plante den Bahnhof inmitten einer Parklandschaft, 1,5 km vom historischen Stadtkern entfernt. Das langgestreckte Gebäude besaß neben dem ... »Details
  3. 1848: Die Revolution in Hersfeld
    Über die revolutionären Geschehnisse in Hersfeld informieren die 1888 erschienenen „Denkwürdigkeiten von Hersfeld“. Der Autor Julius Carl Vigelius war Postdirektor in Hersfeld. Da von kaiserlichen Postämtern verlangt wurde, eine Chronik und Beschreibung des Postorts zu führen, setzte auch Vigelius diese Vorschrift um. Er griff dabei auf eine bereits 1829 erschienene Chronik Karl Piderits ... »Details
  4. 1848: Streit um die Nutzung des Waldes in Langendiebach
    Im Zuge der Revolution von 1848 kam in vielen ländlichen Gemeinden der Wunsch auf, die Nutzung des Waldes neu zu regeln. Häufig wartete die Bevölkerung nicht auf offizielle Entscheidungen oder missachtete diese und schlug Holz, um es für eigene Zwecke zu nutzen. Teilweise wurden ganze Wälder abgeholzt, gegen diejenigen, die sich nicht an der Tat nicht beteiligen wollten, wurde Druck ... »Details
  5. 1848: Die Gesellschaft der reinen Republikaner
    Politisch Gleichgesinnte schlossen sich oft in Vereinen zusammen, wie beispielsweise in Gießen oder Wiesbaden. Einer der kleineren politischen Vereine, die im Laufe des Jahres 1848 in Marburg entstanden, war die „Gesellschaft der reinen Republikaner“, die von dem Mediziner Leopold Eichelberg (1804–1879) gegründet wurde. Eichelberg war 1837 zu einer Festungsstrafe wegen der Verbreitung ... »Details
  6. 1848/1849: Bürgergarde und Vereine in Hofgeismar
    Im Februar 1848 erreichten erste Nachrichten von der Revolution in Paris Hofgeismar. Auch die Hanauer Forderungen und das Hanauer Ultimatum waren Gesprächsstoff in der Stadt. Um für Sicherheit und Ordnung sorgen zu können, wurde eine Bürgergarde aufgestellt (wie es sie beispielsweise auch in Camberg und Gießen gab), die in der Folgezeit bei größeren und kleineren Ausschreitungen häufig zum ... »Details
  7. 1848-1850: Pläne für eine Kolonie in Palästina
    1848 entstand in Frankfurt der „Verein zu Frankfurt am Main für eine deutsche Kolonie im Gelobten Lande“. Ziel des Vereins war, eine evangelische Mission in Palästina aufzubauen, wo es bisher nur wenige evangelische Missionsbestrebungen gab. Dies änderte sich 1841 mit der Gründung eines protestantischen Bistums, das von Preußen und England gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Zudem hatte ... »Details
  8. 1848-1852: Der „Langsdorfer Judenkrawall“
    Im Zuge der Revolution von 1848 verabschiedete das Großherzogtum Hessen im August 1848 ein Gesetz, das Religionsfreiheit zusagte und zudem festschrieb, dass das Bekenntnis keinerlei Auswirkungen auf die bürgerlichen oder politischen Rechte hatte. Auch im Kurfürstentum Hessen und im Herzogtum Nassau gab es vergleichbare Gesetze. Die damit einhergehende rechtliche Gleichstellung der Juden stieß ... »Details
  9. Anfang März 1848: Die Stimmung in Hanau im März 1848
    Der Langendiebacher Lehrer J. Matthes beschrieb die unruhige Stimmung, die in den ersten Märztagen in Hanau herrschte. Sollte Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802-1875) nicht auf die Forderungen und das „Hanauer Ultimatum“ eingehen, fürchtete er den bewaffneten Widerstand der Bürger. Dagegen berichteten die Zeitungen von einer „edlen Begeisterung“, als erste Nachrichten die ... »Details
  10. 9. Januar 1848: Vorschlag eines „Proletariervereins“ in Hattersheim
    In Hattersheim wird am 9. Januar 1848 im Rahmen einer Turnerversammlung die Gründung eines „Proletariervereins“ verlangt.(StH) ... »Details
  11. Ende März 1848: Übergriffe gegen die jüdische Bevölkerung in Hofgeismar
    Ende März 1848 kam es in Hofgeismar zu massiven Ausschreitungen, die sich hauptsächlich gegen den jüdischen Kaufmann Abraham Kleefeld richteten. Die Bürgergarde, die sofort einschritt, hatte große Mühen, die Ausschreitungen unter Kontrolle zu bekommen. Die Hilfe des Militärs lehnte sie jedoch ab.  ... »Details
  12. Ende Februar 1848: Erste Reaktionen in Gießen auf die Nachrichten von der Februarrevolution in Paris
    Die revolutionären Vorgänge in Gießen waren stark geprägt durch studentische Beteiligung. Ende Februar 1848 gelangten die ersten Nachrichten von der Revolution aus Paris nach Gießen und trafen vor allem in der Studentenschaft auf begeisterte Reaktionen. ... »Details
  13. 28. Februar 1848: Erste Reaktionen in Frankfurt auf die Revolution in Paris
    Wie in vielen Orten Hessens trifft auch in Frankfurt die Nachricht von der Februarrevolution in Paris am 24. Februar 1848 auf Begeisterung. Die Zeitungen waren voll von Berichten über die Vorgänge in Frankreich. In der Ausgabe vom 27. Februar 1848 verkündete die Frankfurter Oberpostamtszeitung die Abdankung des französischen Königs, am folgenden Tag verbreitete sich die Nachricht in der ... »Details
  14. 28. Februar 1848: Volksversammlung in Gießen
    Am 28. Februar 1848 findet in Gießen die erste Volksversammlung statt. Solche Volksversammlungen wurden gerade in der Anfangsphase der Revolution in zahlreichen Orten abgehalten, wie beispielsweise in Butzbach, Dillenburg, Frankfurt am Main, Langenselbold, Ober-Laudenbach, Offenbach und Reisen. Die von den Teilnehmern (und in geringem Maße auch Teilnehmerinnen) beschlossenen sogenannten ... »Details
  15. 29. Februar 1848: Die ersten Forderungen aus Hanau
    Die Revolution im Kurfürstentum Hessen nahm ihren Ausgang in Hanau. Am 29. Februar 1848 wurde dort eine Petition an Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) verfasst, die ihm persönlich durch eine Delegation überreicht werden sollte. Die Forderungen, die unter anderem Presse-, Religions- und Gewissensfreiheit beinhalteten, wurden darüber hinaus als Flugblatt veröffentlicht. Als ... »Details
  16. März 1848: Forderungen und Zugeständnisse im Fürstentum Waldeck
    Im Fürstentum Waldeck gingen die ersten Forderungen nach Reformen etwas später ein als in den umliegenden hessischen Staaten. Am 9. März 1848 erreichten Emma Fürstin von Waldeck (1802-1858) die ersten Petitionen. Die Frankfurter Oberpostamtszeitung berichtete über die Übergabe einer Petition aus Rhoden, die dieselben Bitten enthielt, die auch in zahlreichen anderen Städten Deutschlands ... »Details
  17. März 1848: Forderungen an den Fürsten zu Isenburg
    In Düdelsheim (Oberhessen) besaßen die Fürsten zu Isenburg weitreichende Privilegien. Die Einwohner hatten bereits im Februar 1848 in Darmstadt verschiedene Anträge gestellt, die „Erleichterung von den vielen Abgaben und Abstellung anderer Übelstände“ bringen sollten. Zudem wurden im März 1848 Forderungen an Fürst Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen (1781-1852) in Büdingen ... »Details
  18. März 1848: Der republikanische Verein in Gießen
    In Gießen wie auch in vielen anderen Orten (zum Beispiel Marburg und Wiesbaden) entwickelten sich unterschiedliche politische Verbindungen, die in Vereinen organisiert waren. Parteien im heutigen Sinn gab es um die Mitte des 19. Jahrhunderts noch nicht. Oft kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der verschiedenen Richtungen. ... »Details
  19. März 1848: Gründung eines Bürgervereins in Langendiebach
    Wie schon in Gießen und zahlreichen weiteren Orten entstand auch in Langendiebach 1848 ein Bürgerverein. Bei der Gründung kam es jedoch zu Unstimmigkeiten, da ein Teil der Anwesenden den Pfarrer, Lehrer und Juden von der Mitgliedschaft ausnehmen wollten. Antijüdische Ausbrüche hatte es im Ort gab es bereits zuvor gegeben, als in den Häusern jüdischer Bürger die Fensterscheiben ... »Details
  20. März 1848: Die Einquartierung von Truppen in Langendiebach
    Die aufgebrachte Stimmung, die in Hanau im März 1848 herrschte hatte auch Auswirkungen auf die umliegenden Ortschaften. Dort wurde Militär einquartiert, um eventuelle Aufstände zu verhindern, da Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802-1875) nicht sofort auf die Forderungen und das „Hanauer Ultimatum“ eingegangen war. Auch in der Folgezeit kam es immer wieder zu Einquartierungen und ... »Details