Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 1. Mai 1821: Kurfürst Wilhelm II. schenkt seiner Gemahlin Auguste den Landsitz Schloss Schönfeld
    Am 1. Mai 1821 überschreibt Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) seiner Gattin Auguste (1780–1841) zu ihrem Geburtstag „die Gebäude und Garten-Anlagen zu Schönfeld, unter der Benennung: Augustenruhe zum völligen Eigentum“.1=Zitiert nach Fenner 1995, S. 114 Diese versammelte dort bei ihren Abendgesellschaften den aus Militärs, Beamten und Künstlern bestehenden „Schönfelder Kreis“, ... »Details
  2. 30. Mai 1821: Gesetz über die Auswanderung
    Die verschiedenen hessischen Staaten schrieben in ihren Verfassungen das Recht auf Auswanderung fest. Das betraf nicht nur die Emigration nach Übersee, sondern auch den Umzug in andere deutsche Staaten. Dabei hatten sich die Auswanderungswilligen an Vorschriften zu halten und konnten nicht ohne vorherige Anzeige bei der Regierung das Land verlassen. Ein Gesetz Großherzogs Ludwig II. ... »Details
  3. 9. Juni 1821: Johann Conrad Bromeis wird Hofbaumeister im Kurfürstentum Hessen
    Am 9. Juni 1821 beruft der neue Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) den Kasseler Baumeister Johann Conrad Bromeis (1788–1855) zum Hofbaumeister. Nach der Errichtung einer eigenen Hofbaudirektion wird dieser noch im Dezember desselben Jahres Oberhofbaumeister.|In dieser Funktion war er verantwortlich für zahlreiche höfische Bauprojekte wie etwa das Residenzpalais und das Hofverwaltungsgebäude ... »Details
  4. 29. Juni 1821: Wilhelm II. unterzeichnet Organisationsedikt
    Das von Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) als eine der ersten Verfügungen nach dem Tod seines Vaters Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) am 29. Juni 1821 in Kassel unterzeichnete Organisationsedikt („Verordnung über die Umbildung der bisherigen Landesverwaltung“) gibt Kurhessen eine fortschrittliche Verwaltung mit getrennten Kreis- und Justizämtern. Für die vier neugeschaffenen Provinzen ... »Details
  5. 21. Juli 1821: Errichtung der Handelskammer in Offenbach
    Die Großherzoglich Hessische Regierung gewährt der Stadt Offenbach am Main die volle Gewerbefreiheit. Aufgrund dessen wird in der „Handels- und Fabrikstadt“ am 21. Juli 1821 vom Innen- und Justizministerium eine Handelskammer, bestehend aus neun Kaufleuten und Fabrikanten, errichtet. Zu ihrem ersten Präsidenten wird Philipp Casimir Krafft (1773–1836) gewählt. Vorher gab es eine solche ... »Details
  6. 6. August 1821: Verabschiedung des „Rekrutierungsgesetzes“
    Am 9. April 1821 wird in Frankfurt am Main die „Kriegsordnung des deutschen Bundes“ verabschiedet. Auch wenn die Rekrutierung Ländersache ist, legt die neue Ordnung für jeden Einzelstaat fest, dass 1 % der Einwohner dem Militär dienen müssen. Daraus setzt sich das künftige „Bundesheer“ zusammen. Während die Truppen aus Frankfurt, Hessen-Homburg und Waldeck die Reservedivision mit ... »Details
  7. 13. August 1821: Aufführung des ersten Theaterstücks in hessischem Dialekt in Frankfurt
    „Die Entführung“, ein heroisches Lustspiel von Carl Balthasar Malß (1792–1848), ist das erste in Frankfurt am Main aufgeführte Theaterstück in hessischem Dialekt.(StH) ... »Details
  8. 16. August 1821: Neuorganisation der Bistümer Mainz und Fulda
    Die Grenzen des ehemaligen Fürstbistums Mainz werden als kirchenrechtlicher Bezirk neu gefasst. Mit der päpstlichen Bulle „Provida solersque“ wird das Bistum mit wesentlich verkleinertem Gebiet dem Erzbistum Freiburg (Oberrheinische Kirchenprovinz) als Bistum zugeordnet. ... »Details
  9. 5. Dezember 1821: In Wiesbaden konstituiert sich der Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung
    Entstanden aus dem Wunsch, im Herzogtum Nassau Möglichkeiten für die Erforschung der römischen und deutschen Altertümer zu schaffen, hatte der Wiesbadener Hofkammerrat Christian Friedrich Habel (1747–1814) zusammen mit dem Frankfurter Kunstsammler Freiherr Johann Isaak von Gerning (1767–1837) bereits 1812 einen Entwurf für die Vereinsstatuten einer „Alterthumsgesellschaft für das ... »Details
  10. 1822: Erste Vorschläge zum Bau einer Bahnverbindung zwischen Bremen und Frankfurt
    Der Kasseler Baumeister und Unternehmer Karl Anton Henschel (1780–1861) entwickelte 1822 in seiner Schrift „Vorschläge zu Eisenbahnen für die Bergwerke“ die Idee einer Pferdebahn von Bremen über Kassel nach Frankfurt am Main und war damit einer der Ersten, die sich mit der Idee eines neuen, auf Schienen geführten Verkehrssystems beschäftigten.|Seit 1817 war der ursprünglich im ... »Details