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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 27. September 1848: Reaktionen aus Weilburg auf die Septemberunruhen in Frankfurt
Am 18. September 1848 kam es in Frankfurt am Main zu gewalttätigen Ausschreitungen, nachdem die Nationalversammlung für die Annahme des Waffenstillstands von Malmö gestimmt hatte. ... »Details - Oktober 1848: Das erste Heft der Bildsatire „Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main“ erscheint
Im Oktober 1848 erscheint in Frankfurt am Main im Verlag von Carl Jügel (1783–1869), der auch das „Album der deutschen Nationalversammlung“ mit Fotografien der Abgeordneten herausgab, das erste Heft der Bildergeschichte „Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituirenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Mayn“, gezeichnet von Adolph Schrödter (1805–1875) und ... »Details - 5. Oktober 1848: Ankündigung der Herausgabe des „Albums der deutschen Nationalversammlung“
Am 5. Oktober 1848 kündigen der Verleger Carl Jügel (1783–1869) und der Fotograf Jacob Seib (1812–1883) in Frankfurt am Main die Herausgabe eines „Albums der deutschen Nationalversammlung“ mit in lithografierten Porträts der Abgeordneten der seit dem 18. Mai in der Paulskirche tagenden Versammlung an. Sie beabsichtigten, „ein historisches Denkmal zu stiften nicht bloß dieser ... »Details - 13. Oktober 1848: Erste kurhessische Lehrerversammlung (Landesschulsynode) in Kassel
Die erste kurhessische Lehrerversammlung findet am 13. und 14. Oktober in Kassel statt. Alle 21 Kreisschulsynoden senden Vertreter nach Kassel, um über die Zukunft des kurhessischen Bildungswesens zu beraten. Beschlossen wird der Anschluss an den Allgemeinen deutschen Lehrerverein und eine Adresse an die Nationalversammlung in Frankfurt am Main. Als zentrale Forderungen werden formuliert: Alle ... »Details - 16.-19. Oktober 1848: Erster deutscher Volksschullehrerkongress in Frankfurt
In Frankfurt am Main tagt vom 16. bis 19. Oktober 1848 der erste deutsche Volksschullehrerkongress. Die Deputierten wollen die Grundzüge eines Schulgesetzes für ganz Deutschland entwerfen, in dem unter anderem die Trennung von Kirche und Staat fest verankert werden soll.(RKr) ... »Details - 28. Oktober 1848: Gesuch von Hanauer Goldarbeitergehilfen um finanzielle Unterstützung zur Auswanderung
Missernten in den Jahren 1845 und 1846 aufgrund schlechter Witterung und der Kartoffelfäule führten zu massiven Preissteigerungen und Lebensmittelknappheit. Die daraus resultierende Beschränkung der Ausgaben für Konsumartikel führte in Hanau vor allem in der Schmuckindustrie zu großen Problemen. Zwischen 1845 und 1847 verlor fast die Hälfte der dort Beschäftigten ihre Arbeit. ... »Details - November 1848: Erinnerungsfeier für Robert Blum
Nachdem am 9. November 1848 der Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung Robert Blum (1807-1848) bei Wien zum Tode verurteilt und erschossen wurde, setzte ein regelrechter „Blum-Kult“ ein. Blum, der in Wien den dortigen Revolutionären eine Grußbotschaft der Nationalversammlung überbringen wollte und sich aktiv an den Kämpfen beteiligt hatte, die schließlich von den kaiserlichen ... »Details - 18. Dezember 1848: Inkrafttreten des nassauischen Armenpflegeediktes
Mit dem Edikt im Revolutionsjahr 1848 organisiert das Herzogtum Nassau die Armenpflege neu. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Heimatgemeinden der Menschen für die Armenfürsorge zuständig, die im Krankheitsfall ohne Einkommen waren, wie Dienstboten, Handwerksgesellen, Fabrikarbeiter, Tagelöhner, Gewerbegehilfe, für die sich der Begriff der „labouring poor“ etabliert. Das ... »Details - 18. Dezember 1848: Staatliche Armenpflege im Herzogtum Nassau
Vor dem Hintergrund der Einführung der kommunalen Selbstverwaltung im Herzogtum Nassau, die den Gemeinden das Recht gab, ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich zu regeln, wurde im Dezember 1848 ein neues Gesetz zur Armenpflege erlassen. Bereits vorher hatte es Stimmen gegeben, die die Armenpflege bevorzugt durch die lokalen Behörden organisiert sehen wollten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die ... »Details - Winter 1848: Der Frauen-Turnverein in Frankfurt
Turnvereine spielten eine große Rolle innerhalb der nationalen Bewegung und hatten oft eine politische Ausrichtung, sie waren aber Männern vorbehalten. Eine Ausnahme bildete der Frankfurter Frauenturnverein, der im Winter 1848 gegründet wurde. Ziel des Vereins war auch, die Gleichstellung mit den Männern zu erlangen; die Frauen ergriffen nach eigener Aussage „muthig die Waffen gegen die ... »Details - 1849: Eisenbahnbrücke über die Bauna in Guntershausen fertiggestellt
1844 war in Kassel eine Aktiengesellschaft gegründet worden, die den Bau der ersten kurhessischen Eisenbahnstrecke, der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, finanzieren sollte.|Die Strecke folgte von Kassel aus zunächst der Fulda, die sie bei Guntershausen überquerte. Die dreizehnbogige Brücke über den Fluss und das Tal mit einer Spannweite von 238 m stellte seinerzeit eine große Herausforderung ... »Details - 9. Januar 1849: Gründung des Zentralausschusses für die Innere Mission
Auf dem ersten Evangelischen Kirchentag in Wittenberg fordert Johann Hinrich Wichern (1808–1881) die evangelischen Kirchen auf, sich den sozialen Herausforderungen der Zeit zu stellen. Er löst damit eine Veränderung des Konzepts der Inneren Mission aus, das bisher von einzelnen Personen und Einzelmaßnahmen geprägt war und vorrangig die Festigung des Glaubens erstrebte. Die Kirchen sollen nun ... »Details - 26. Februar 1849: Moritz Carriére wird außerordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Gießen
Der aus eine Hugenottenfamilie stammende Sohn eines solmsischen Rentamtmanns Moritz Carrière (1817–1895) wird am 26. Februar 1849 zum außerordentlichen Professor an der Universität Gießen ernannt. Nach seinem Studium in Gießen, Göttingen und Berlin hatte er sich 1843 in Philosophie habilitiert und anschließend eine Tätigkeit als Privatdozent in Gießen aufgenommen. 1847 gehörte er dort ... »Details - Frühjahr 1849: Märzverein und Bürgerwehr in Düdelsheim
In Düdelsheim (Oberhessen) entstand 1849 ein sogenannter Märzverein, der dafür eintrat, dass die im März 1848 gemachten Zusagen umgesetzt wurden. In einer Petition an die Frankfurter Nationalversammlung drückten die Mitglieder „Erstaunen und Unwillen“ darüber aus, dass die Reichsverfassung nicht in allen Staaten angenommen wurde. Als es im Mai 1849 in Teilen Deutschlands zu Aufständen ... »Details - 21. April 1849: Der Mediziner und Naturforscher Ernst Dieffenbach wird Privatdozent an der Universität Gießen
Da sich Ernst Dieffenbach (1811–1855) während seiner Studienzeit in Gießen der Demokratiebewegung der Burschenschaften angeschlossen hatte, hatte er 1833 aus Deutschland fliehen müssen. Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums in Zürich und einem Gefängnisaufenthalt ging er 1836 nach London, wo er erste medizinische Publikationen vorlegte. Im Frühjahr 1839 wurde er von der New Zealand ... »Details - 28. April 1849: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen lehnt die Erbkaiserwürde ab
Nach der Ablehnung des Angebots der Erbkaiserwürde der Nationalversammlung, also der Kaiserkrone, am 28. April 1849 von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795–1861) entsteht die letzte Revolutionskarikatur des Frankfurter Zeichners Ernst Schalck (1827–1865), welcher später für die „Frankfurter Latern“ arbeitete. Der „Deutsche Michel“ hustet stark durch die Kaiserpfeife, ... »Details - 28. April 1849: Die Reichsverfassungskampagne
Am 28. April 1849 lehnte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) endgültig die Kaiserwürde ab. Damit begannen oftmals bewaffnete Auseinandersetzungen um die Anerkennung der Verfassung, die die Frankfurter Nationalversammlung ausgearbeitet hatte. In Hanau kam es zu einem gemeinsamen Aufruf aller politischer Vereine zum Aufbau einer Freischar für einen bewaffneten Kampf. Es blieb ... »Details - Mai 1849: Schließung der Spielbank in Homburg
Zum 1. Mai 1849 wurde in der Frankfurter Nationalversammlung ein Gesetz verabschiedet, das öffentlichen Spielbanken den Betrieb untersagte. Glücksspiel galt als „Mittel zur Beförderung des Volkselends“, ein Verbot als wirksame Maßnahme gegen die Spielsucht. ... »Details - Mai 1849: Der Künstler Karl (Charles) Nahl wandert nach Amerika aus
Mitte Mai 1849 schiffen sich der einer angesehenen Kasseler Künstlerfamilie entstammende Carl Nahl (1818–1878) und sein Halbruder Hugo Arthur Nahl (1833–1889) von Le Havre nach New York ein, wo sie Ende Juni ankommen. Neben Mutter und Geschwistern begleitete sie auch Friedrich August Wenderoth (um 1819–1884), der ebenso wie sie an der Akademie in Kassel ausgebildet worden war. Zusammen mit ... »Details - 17. Mai 1849: In Mainz wird der Frauenhilfsverein "Humania" gegründet
Auf Initiative der der Schriftstellerin Kathinka Zitz-Halein (1801–1877), die sich 1845 der deutschkatholischen Bewegung um Eduard Duller (1809–1853) angeschlossen hatte, gründet sich am 16. Mai 1849 der Frauenhilfsverein „Humania“ in Mainz. Derartige Vereine entstanden damals an vielen Orten im Deutschen Bund. ... »Details
