Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 6. Oktober 1838: Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm beginnen mit der Arbeit am „Deutschen Wörterbuch“
    Mit dem Abschluss des Vertrages mit der Weidmannschen Buchhandlung in Leipzig, vertreten durch den Verleger Salomon Hirzel (1804–1877) am 6. Oktober 1838 beginnt für die Brüder Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) das Mammutprojekt des „Deutschen Wörterbuchs“, das sie bis zu ihrem Lebensende beschäftigte. Dieses Wörterbuch sollte in aller Gründlichkeit Herkunft und ... »Details
  2. 6. November 1838: Darmstädter Landtagsgebäude eröffnet
    Am 6. November 1838 erhält der Landtag des Großherzogtums Hessen ein eigenes Ständehaus am Luisenplatz in Darmstadt. Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige, von Oberbaudirektor Johann Helfrich von Müller (1746–1830) entworfene, und 1793 begonnene klassizistische Palais für den Landgrafen Georg Carl (1754–1830), das aber erst 1803 für Landgraf Christian (1763–1830) vollendet ... »Details
  3. 1839: Niddabrücke in Nied errichtet
    Als älteste Eisenbahnbrücke in Hessen wird im Jahr 1839 die Brücke über die Nidda in Nied als Bestandteil der ersten Teilstrecke der Taunus-Eisenbahn zwischen Frankfurt am Main und Höchst fertiggestellt. Die Pläne lieferte der vorher schon beim Bau der Bayerischen Ludwigsbahn tätige Eisenbahningenieur Paul Camille von Denis (1795–1872).|Der 50 m lange Sandsteinviadukt, bestehend aus drei ... »Details
  4. 1839: Einführung der Fortbildungsschulen im Herzogtum Nassau
    1839 wird im gesamten Herzogtum Nassau die Schulpflicht erweitert. Jungen müssen nach der Beendigung der Dorfschule eine Abend- oder Sonntagsschule bis zum Alter von 18 Jahren besuchen. Themen des Unterrichtes sind die klassischen Kulturtechniken, verstärkt aber auch landwirtschaftliche und technische Themen.(RKr) ... »Details
  5. 1839: Das Kursaalgebäude in Bad Ems wird eingeweiht
    Im 17. und 18. Jahrhundert galt Ems, wo seit dem 14. Jahrhundert warme Quellen belegt sind, als einer der berühmtesten Badeorte Deutschlands. 1709 bis 1725 wurde hier das Fürstlich Oranien-Nassauische Badehaus errichte, das mit der wohl ältesten Brunnenhalle Deutschlands noch heute im Ostteil des Kurhauses erhalten ist.|1806 kam Ems an das Herzogtum Nassau und erlebte in den Folgejahren einen ... »Details
  6. 1839: Der Neubau des Hospitals zum Heiligen Geist in Frankfurt wird eröffnet
    Das alte Hospital in Frankfurt am Main hatte ursprünglich neben der Spitalkirche zum Heiligen Geist gelegen und wurde seit dem 13. Jahrhundert durch eine von Spenden wohlhabender Bürger getragene Stiftung finanziert. Versorgt wurden dort zunächst ausschließlich Bedürftige und Mittellose.  ... »Details
  7. 1839: Gründung der Papierfabrik in Niederkaufungen
    1839 gründet der Tabakfabrikant Wilhelm Karl Pfeiffer (1811–1855) aus Kassel eine Papierfabrik an der Leipziger Straße zwischen Bettenhausen und Niederkaufungen. Beteiligt am Unternehmen war unter anderem die Tapetenfabrik „J.C. Arnold & Söhne“ in Kassel, die erste deutsche Fabrik für Papiertapeten. 1873 wurde das Unternehmen durch die Firma „Vereinigte Hessische Papierfabriken“ ... »Details
  8. 1839/40: Erweiterung des chemischen Laboratoriums von Justus Liebig in Gießen
    Das 1817 bis 1819 vermutlich nach Plänen von Georg Moller (1784–1852) errichtete Wachhaus der ‚Neuen Kaserne auf dem Seltersberg‘ in Gießen war nach dem durch Auseinandersetzungen mit der Bevölkerung bedingten Abzug der großherzoglich-hessischen Soldaten 1821 im Jahre 1823 von der Universität übernommen worden.|Ab 1824 richtete hier der junge Chemieprofessor Justus Liebig (1803–1873) ... »Details
  9. 7. Januar 1839: Mitarbeiter des „Hessischen Landboten“ werden begnadigt
    Am 7. Januar 1839 begnadigt Großherzog Ludwig II. (1777–1848) die Mitarbeiter des „Hessischen Landboten“. Die Mitglieder wurden aufgrund einer Verschwörung am 8. Dezember 1838 verurteilt.(StH) ... »Details
  10. 9. März 1839: Gesetze zur Kinderarbeit
    Zur Sicherung des Lebensunterhaltes war es in vielen Familien nötig, dass neben den Männern auch Frauen und Kinder mitarbeiten mussten. Dieses betraf nicht nur Tätigkeiten in der Landwirtschaft oder in Handwerksbetrieben, sondern auch in Fabriken. In den 1830er Jahren entstanden in Europa die ersten Gesetze zur Einschränkung der Kinderarbeit. ... »Details