Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 18. Juni 1839: „Waldfest“ mit Liedern von Felix Mendelssohn-Bartholdy im Frankfurter Stadtwald
    Am 18. Juni 1839 findet in Frankfurt am Main ein „Waldfest“ statt, bei dem Frankfurter Bürger und Bürgerinnen „Sechs vierstimmige Lieder […] im Freien zu singen“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) in Anwesenheit des Komponisten zur Aufführung bringen. Im August äußerte er dazu begeistert: „die natürlichste Musik von allen ist es doch, wenn 4 Leute zusammen spazieren ... »Details
  2. 7. August 1839: Robert Bunsen wird Professor in Marburg
    Am 7. August 1839 wird Robert Bunsen (1811–1899) Professor für Chemie an der Universität in Marburg. Dort war er bis 1851 tätig.(StH) ... »Details
  3. 8. August 1839: Einweihung der neuen Synagoge in Kassel
    Vor allem in den größeren Städten entstanden im 19. Jahrhundert große, repräsentative Synagogen, die sich deutlich von den bescheideneren Vorgängerbauten und Landsynagogen abhoben. Wegweisend wurde der Neubau der Kasseler Synagoge, die am 8. August 1839 eingeweiht wurde. ... »Details
  4. 28. August 1839: Verhaftung von Professor Sylvester Jordan
    Am 28. August 1839 wird der Marburger Professor für Staatsrecht Sylvester Jordan (1792–1861), der maßgeblich am Entwurf der liberalen kurhessischen Verfassung 1831 beteiligt war, wegen angeblicher Beteiligung an der Vorbereitung des Sturms auf die Hauptwache in Frankfurt am Main („Frankfurter Wachensturm“) 1833 und weiterer „revolutionäre Umtriebe“ nach der bereits im Mai erfolgten ... »Details
  5. 26. September 1839: Erster Abschnitt der Taunus-Eisenbahn wird in Betrieb genommen
    Am 26. September 1839 wird der erste Abschnitt der Taunus-Eisenbahn von Frankfurt am Main nach Wiesbaden zwischen dem damals bereits fertiggestellten Taunusbahnhof, erbaut von Ignaz Opfermann (1799–1866) und Höchst am Main in Betrieb genommen.|Seit 1833 war in der Freien Stadt Frankfurt von den führenden Bank- und Handelshäusern das Vorhaben einer Eisenbahnlinie in das Herzogtum Nassau ... »Details
  6. 26. September 1839: Eröffnung der Taunus-Eisenbahn
    Eine Anzeige in der „Frankfurter Oberpostamtszeitung“ vom 26. September 1839 informiert die Leserschaft darüber, dass ab diesem Tag regelmäßig Züge zwischen Frankfurt am Main und Höchst am Main verkehren. Damit war mit der ersten Teilstrecke der Taunus-Eisenbahn auch die erste Eisenbahnstrecke in Hessen eröffnet. Bis zum 19. Mai 1840 wurde die gesamte Bahnlinie bis Wiesbaden fertig ... »Details
  7. 1840: Der Gießener Professor Justus Liebig publiziert sein bahnbrechendes Buch zur Agrikulturchemie
    Der seit 1824 in Gießen lehrende Chemieprofessor Justus Liebig (1803–1873) publiziert im Jahr 1840 sein bahnbrechendes Buch „Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie“. Darin weist er die Wirksamkeit von mineralischen Düngern für die Fruchtbarkeit des Ackerbodens nach, – seinerzeit eine revolutionäre Erkenntnis, da man bislang von der Ernährung der ... »Details
  8. 1840: Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz kauft den Hof Goldstein
    1840 erwirbt die Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz (1791–1843), die Mätresse und ab 1841 zweite Frau von Kurfürst Wilhelm II. von Hessen (1777–1847), vom Herzogtum Nassau den Hof Goldstein auf dem Gelände einer ehemalige Wasserburg südwestlich von Frankfurt am Main ab, um dort für sich und ihre Kinder einen Familiensitz zu errichten. ... »Details
  9. 1840-1850: Aufruf zur Bildung eines deutschen Nationalvereins für Abschaffung der Sklaverei
    Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert entstanden in Nordamerika und Westeuropa vor dem Hintergrund religiöser und humanitärer Weltanschauungen Bewegungen, die sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzten. In der Folge verbot Dänemark bereits 1792 den Sklavenhandel. Dagegen führte Napoleon I. (1769-1821) 1802 die 1794 in Frankreich abgeschaffte Sklaverei wieder ein.  ... »Details
  10. 1840-1870: Hessische Straßenkehrer in Paris
    Seit den 1840er Jahren zogen zunehmend oberhessische Familien nach Paris, wo sie vor allem in der Straßenreinigung tätig waren. Die meisten hessischen Auswanderinnen und Auswanderer planten, nach einigen Jahren in die Heimat zurückzukehren. Sie lernten daher weder die französische Sprache noch integrierten sie sich in die französische Gesellschaft, sondern lebten in einer eigenen „deutschen ... »Details